Andere Interpreten

Begonnen von freek, 08. Juni 2003, 22:12:44

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Alexander

Kultur: Konzert zum Geburtstag

KAMPEHL - Wie in jedem Jahr wird die Kalebuz-Kultur-Reihe mit einem Konzert am 3. November abgeschlossen. Am 309. Todestag des Ritters Kalebuz findet ein Georg-Kreisler-Abend statt. Er trägt den Titel ,,Zu Hause ist der Tod". Mit Wolf Amadeus Fröhling, dem singenden Pfarrer aus Neustadt (Klavier, Gesang), und dem Berliner Hans Marquardt (früher bei ,,Gebrüder Blattschuss", Gitarre, Gesang) treten zwei Kreisler-Interpreten gemeinsam auf. Einige Lieder werden zusätzlich vom Berliner Geiger Slonny Krtschl begleitet, der zum ersten Mal in Kampehl auftritt.

Georg Kreisler, geboren 1922 in Wien, gilt als der Begründer des schwarzen Humors im deutschsprachigen Kabarett.

Wehrkirche Kampehl, Donnerstag, 3. November, 20 Uhr, Eintritt frei, Spende am Ausgang. Den 500. Besucher der diesjährigen Kalebuz-Kultur-Reihe erwartet eine kleine Überraschung. (MAZ)

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12203545/61299/Konzert-zum-Geburtstag-Kultur.html
,,Die Kunst ist eben keine hübsche Zuwaage – sie ist die Nabelschnur, die uns mit dem Göttlichen verbindet, sie garantiert unser Mensch-Sein." (Nikolaus Harnoncourt)

Alexander

,,Die Kunst ist eben keine hübsche Zuwaage – sie ist die Nabelschnur, die uns mit dem Göttlichen verbindet, sie garantiert unser Mensch-Sein." (Nikolaus Harnoncourt)

Alexander

,,Die Kunst ist eben keine hübsche Zuwaage – sie ist die Nabelschnur, die uns mit dem Göttlichen verbindet, sie garantiert unser Mensch-Sein." (Nikolaus Harnoncourt)

Alexander

#228
Susanne Brantl singt "Zuhause ist der Tod" (aus dem Programm "Schöner Jammern"):

http://www.schoener-jammern.de/Musik.html
,,Die Kunst ist eben keine hübsche Zuwaage – sie ist die Nabelschnur, die uns mit dem Göttlichen verbindet, sie garantiert unser Mensch-Sein." (Nikolaus Harnoncourt)

Alexander

Fritz, oder doch Georg...? Tja, "im Umfeld von Rieu" ist das wohl gar nicht so einfach zu differenzieren...

http://www.az-web.de/news/hochschule-detail-az/1861044?_link=&skip=&_g=Die-Lust-an-der-strengen-Kunst.html

Von Georg Kreisler eine Kadenz zu Beethovens Violinkonzert...?
,,Die Kunst ist eben keine hübsche Zuwaage – sie ist die Nabelschnur, die uns mit dem Göttlichen verbindet, sie garantiert unser Mensch-Sein." (Nikolaus Harnoncourt)

Heiko

#230
Und wieder mal Herrchens Frauchen:
Ihr diesjähriges Weihnachtsprogramm Zum Feste nur das Beste besteht zu geschätzten 75% aus Kreislerliedern und –texten. Ob diese auch tatsächlich die Besten vom Besten sind, mögen andere beurteilen. Als besten Abschluss haben sie jedenfalls das grandiose und zeitlose ,,Der Tag wird kommen" interpretiert.
"I would prefer not to."

Bastian

Karlsruhe:
http://www.boulevard-baden.de/lokales/kultur-lokal/2012/02/06/de-spnner-%E2%80%9Eeinmal-zukunft-und-zuruck%E2%80%9C-und-wenn-die-tauben-trauer-tragen-474496/

Eine Meldung, die mich ziemlich überrascht hat:
ZitatAm Freitag, 17. Februar und Samstag, 18. Februar  veranstalten Franz Hohler und Georg Kreisler Gastspiele. Jeweils ab 20.30 Uhr findet die Vorstellung "Wenn die Tauben Trauer tragen..." statt.

Tatsächlich verhält es sich dann doch ein wenig anders:

Zitat
Der Kabarettist Martin Wacker hat sich bekannte und weniger bekannte Texte und Lieder seiner Lieblings-Satiriker vorgenommen- und ermöglicht so zumindest eine indirekte Begegnung zweier Künstler, die sich auf der Bühne nie begegnet sind – obwohl sich ihre Texte und Lieder wunderbar ergänzen.

Musikalisch unterstützt wird Wacker dabei von Dorothea Lehle (Cello) und Michael Postweiler (Piano).

Texte und Lieder von Hohler und Kreisler in einem Programm. Das stell ich mir interessant vor.

Grüße
Bastian

Alexander

,,Die Kunst ist eben keine hübsche Zuwaage – sie ist die Nabelschnur, die uns mit dem Göttlichen verbindet, sie garantiert unser Mensch-Sein." (Nikolaus Harnoncourt)

Bastian

Aus einer Ankündigung:

DAS NEUE KABARETTSOLOPROGRAMM MIT NICOLAS EVERTSBUSCH:


"DIE QUADRATUR DES KREISLERS"
Ein Abend mit Liedern von Georg Kreisler
Nicolas Evertsbusch, Klavier und Gesang

PREMIERE: Di, 10. April 2012, 20.30 Uhr, anschließend PREMIERENFEIER im
Ateliertheatercafé
Weitere Termine: Fr,13. April; Di,1.+Di,15.Mai; Sa,9.+Sa,30.Juni;
Di,4.+Di,18.Sept. 2012; jeweils 20.30 Uhr
Atelier Theater Köln
Roonstraße 78
50674 Köln
Eintritt: 18 Euro, 13 Euro ermäßigt
Karten gibt es im Ateliertheater im direkten Verkauf oder telefonisch unter
0221-242485 oder online www.ateliertheater.de


PROGRAMMBESCHREIBUNG:

Kabarettist, Satiriker, Poet, Liedermacher, Gesellschaftskritiker[ch133] Wie soll
man ein derart vielfältiges, über sechs Jahrzehnte umspannendes
künstlerisches Wirken an einem Abend zusammenfassen ? Gleicht das nicht der
Quadratur des Kreises? Besser gesagt: des Kreislers? Dennoch: Im 90.
Geburtsjahr des Meisters des schwarzen Humors bietet Nicolas Evertsbusch
einen Einblick in Georg Kreislers Zuhause: seine Kunst! Kreislers böse, alte
Lieder entspringen nicht einem niederen Charakter des Verfassers, sondern
seiner Fähigkeit einer Welt den Spiegel vorzuhalten, die so ist, wie sie
ist! Neben heiteren, allzu menschlichen Aspekten geben seine Lieder auch
Einblick in die Abgründe der menschlichen Seele, die oft tiefer sind als die
des Grand Canyon. Als Kreisler einmal gefragt wurde, ob er an ein Leben nach
dem Tode glaube, antwortete er: "So pessimistisch bin ich nicht!" Freuen Sie
sich auf ein Wiederhören mit dem "Politiker",  dem "Musikkritiker" und
vielem mehr, sofern es nicht "zu leise für Sie ist".[ch133]

WEITERE INFORMATIONEN,TERMINE,VIDEOS ETC. AUF DER WEBSITE DES KÜNSTLERS
www.nicolas-evertsbusch.de oder www.kabarett-koeln.de

Alexander

#234
,,Die Kunst ist eben keine hübsche Zuwaage – sie ist die Nabelschnur, die uns mit dem Göttlichen verbindet, sie garantiert unser Mensch-Sein." (Nikolaus Harnoncourt)

Bastian

Das wird sicher interessant: Bronner meets Kreisler- mit Bela Koreny und Freunden!
Der Geburtstagstermin ist leider schon verstrichen, aber es gibt noch weitere Termine:

"DER G ´SCHUPFTE FERDL GEHT TAUBENVERGIFTEN IM PARK"
EIN BRONNER / KREISLER LIEDERABEND
mit Bela Koreny, Timna Brauer und Wolf Bachofner

Wiener Volksliedwerk
26. Oktober und 1 .2. 3. November um 20 Uhr
Gallitzinstr 1, 1160 Wien
Karten Tel.: (01) 416 2366

"Bronny, wenn du Geburtstag hast..."
ZitatBéla Koreny, der Pianist und ehemalige Broadway-Bar-Chef, hatte die Idee, zum 90. Geburtstag von Gerhard Bronner die zwei zuerst befreundeten, zuletzt einander aber vehement skeptisch begegnenden Größen post mortem wieder enger zusammenzuführen. Der Bronner-Kreisler-Liederabend Der g'schupfte Ferdl geht Tauben vergiften im Park vereint zu diesem Zwecke einige der beliebtesten Nummern der beiden. Timna Brauer, die man mit ihrer Sanftheit und ihrer weltmusikalischen Orientierung nicht in diesem Terrain der kleineren und größeren Bissigkeiten vermutet hätte, wird Teile aus Kreislers Œuvre vortragen, Wolf Bachofer Bronner'sches. Klingt doch interessant.
http://derstandard.at/1350259048118/Naehrvaeter-wiedervereinigt

Am 27.10, am 23. November, sowie 30. November in der Stadtgalerie Mödling
http://www.diestadtgalerie.at/stadtgalerie-kultur/bela-friends/

Und am vierten November im Theater Akzent
http://www.akzent.at/home/spielplan/435/Der-Gschupfte-Ferdl-geht-


Bastian

ZitatWolf Amadeus Fröhling, singender Pfarrer aus Neustadt, und Hans Marquardt, früheres Mitglied der bekannten Westberliner Kabarett-Combo ,,Gebrüder Blattschuss", sind Brandenburgs und Berlins einzige solistisch aktive Interpreten von Georg Kreislers ,,Everblacks". Zusammen singen beide am kommenden Sonntag in ihrem einzigen gemeinsamen Konzert in diesem Jahr schwarzhumorige Lieder von Georg Kreisler im Doppelpack...

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12415357/61299/Abschluss-der-Kalebuz-Kultur-mit-Froehling-und-Marquardt.html

Burkhard Ihme

Zitat von: Maexl am 07. September 2004, 01:41:36

achja kennt ihr den spruch schon (bestimmt wieder allen bekannt - sandra hat recht, ich lebe hinterm mond):

Wer sehr gut singen kann singt lieder
wer nur mittelprächtig singen kann singt songs
und wer gar nicht singen kann singt eben chansons

Zitat von: Bastian am 07. September 2004, 12:26:56
ZitatWer sehr gut singen kann singt lieder
wer nur mittelprächtig singen kann singt songs
und wer gar nicht singen kann singt eben chansons

Ist der Satz nicht sogar von Brecht? Ich finde ihn nirgens im Netz, aber ich meine er ist von Brecht...

Da gibt es sicher verschiedene Varianten. Belegbar ist zumindest die Version der Nachrichter (Käutner, Heyne, Todd):

"Wenn man gut singen kann, singt man ein Lied,
wenn man weniger gut singen kann, singt man ein Chanson,
wenn man gar nicht singen kann, singt man einen Song.

Wir singen jetzt einen Song."

(Anmoderation zu "Song von den brennenden Zeitfragen")

Unter den zahlreichen Kreisler-Interpreten wurde mein alter Bekannter aus den 70er Jahren bisher nicht erwähnt:

Der Hamburger (aber langjährige Wahl-Münchner) Klaus Irmscher sing Kreisler zur Mandoline.

Burkhard Ihme

#238
Zitat von: Zuzy am 08. August 2003, 01:11:06-> Peter Alexander: Telefonbuchpola

Aber die "Version" von P. Alexander ist, glaube ich zumindest, vom Text her gesehen, ein bißchen abweichend vom Original-Stück(G.K.).




Es fehlt die zweite Strophe (Gottschalk hat ja die dritte weggelassen) und die dritte Strophe ist leicht umgeschrieben (warum auch immer, richtig entschärft wurde der Text nicht).

Heiko


Ein umgetextes Bidla Buh mit etwas Vorrede. Ab 2:30 kommt Kreisler ins Spiel. Ab 5:20 beginnt das Lied.
"I would prefer not to."

Burkhard Ihme

Den Inhalt des Kreisler-Liedes gibt Hacke allerdings nicht korrekt wieder. Von Kränkung ist bei "Bidla-buh" nun gar nicht die Rede, es gibt um Mord als Ausdruck innigster der Liebe.  Außerdem ist das Lied nicht von 1955 (und "Please shoot your husband" war schon deshalb nicht erfolgreich, weil die Platte nicht veröffentlicht wurde. Es gibt Kabarettisten, für die ist korrekte Recherche Ehrensache.

Und natürlich dürfte Hacke den Text strenggenommen nicht umtexten. Diether Dehm hat erfolgreich wegen eines Wortes geklagt. Und Hacke nutzt seine Umtextung, um Kreisler zu unterstellen, er hätte sich an Männer nicht rangetraut und würde deshalb auf Frauen losgehen.

Außerdem ist das Argument mit der Statistik albern. Da könnte man genausogut Markus ("Ich will Spaß" und Kraftwerk ("Autobahn") mit der Unfallstatistik kommen. Wedekind hat seine Tante geschlachtet, ohne dass die Mordquote bei Tanten nachweisbar gestiegen wäre.


Heiko

Also für mich zielt Hackes Kritik vor allem gegen dieses nicht näher benannte Lied auf youtube und eben nicht gegen Kreisler. Entsprechend wurde auch nicht behauptet, Kreisler hätte sich nicht an Männer getraut, sondern es wird ja sogar explizit auf "Please, shoot your husband!" verwiesen.

Deine Kritik an dem Statistik-Argument zielt ebenfalls etwas daneben, denn Hacke sagt ja gerade, dass Bidla Buh nicht häufig genug gespielt wurde, um Kreislers eigenen Anspruch, Gutes zu bewirken, zu erfüllen. Oder wolltest du sagen, dass Markus einen ähnlichen Anspruch hatte?

Im Übrigen ist bei Bidla Buh zwar nicht wortwörtlich von Kränkung die Rede, über Sonja hat er sich aber schon "geärgert" und war "sehr verdrossen". Im Endeffekt bleibt Mord aus Liebe natürlich Mord. Für die Frau macht das Motiv keinen Unterschied.

"I would prefer not to."

Burkhard Ihme

Zitat von: Heiko am 28. März 2024, 10:10:36Im Übrigen ist bei Bidla Buh zwar nicht wortwörtlich von Kränkung die Rede, über Sonja hat er sich aber schon "geärgert" und war "sehr verdrossen".
Genau, das war aber die einzige, über die er sich geärgert hat, alle anderen gaben keinen Anlass.

Heiko

Erschossen wird Sonja trotzdem. Vielleicht könnte auch überlegt werden, ob das Liebesmotiv nicht doch bloß vorgeschoben wird, weil sich dahinter die Angst vor der drohenden, künftigen Kränkung versteckt. Besonders die ersten Liedzeilen deuten stark darauf hin.
"I would prefer not to."

Heiko

In der ersten Hälfte ihres Programmes
Ein Glück heißt Akkordeon. Esther Bejarano zu ihrem 100. Geburtstag
spielen Gina Pietsch und Frauke Pietsch das selten interpretierte Die Hexe.

Auf der Homepage von Gina Pietsch findet man zudem noch folgenden Text:
Das Leben ist eine verknotete Sache. Eine Hommage an Georg Kreisler zu seinem 100. Geburtstag
"I would prefer not to."

h-j-urmel

#245
Es freut mich immer wieder, wenn Künstler respektvolle Worte für Georg Kreisler vortragen.
Bei Gina Pietsch empfinde ich jedoch lediglich eine aneinanderreihende Abschreibung von bekannten Veröffentlichungen zu Georg Kreisler. Wenn man dann auch noch sieht, wo der Text gedruckt wurde, kann ich mir nicht vorstellen, dass Georg Kreisler sich darüber gefreut hätte.
Es waren die Kommunisten, von denen jüdische Bürger flohen und nach dem heutigen Staatsgebiet von Israel umsiedelten. Georg Kreisler beschreibt in seinem musikalischem Theaterstück "Der Klezmer"  die Vernichtung jüdischer Ortschaften in Russland und die Verfolgung der Juden in Russland. Auch bei Anatevka wird dieses Thema behandelt. In Berlin dürfte der Anteil der russisch sprechenen Juden die Mehrheit haben in deren Gemeinde. Natürlich gibt es nicht nur russische Kommunisten. Es darf aber wohl als Kern angesehen werden und sie waren den Juden gegenüber nicht wohlgesonnen.

Gina Pietsch liest zum 100. Geburtstag von Fidel Castro. Ein Mann der ein ganzes Volk in Armut und Leid geführt hat.
Wenn Gina Pietsch gerne zu 100. Geburtstagen schreibt oder liest, dann sollte sie Georg Kreisler außen vor lassen.
Er hat diese Art von Anbiederung nicht verdient.

Heiko

Hola, da geht aber einiges durcheinander.
Es stimmt, Kreisler hat schon zu Lebzeiten mit ungefragten Vereinnahmungen zu tun gehabt, die er ja auch häufig genug öffentlich ablehnte. Heute kann er sich nicht mehr dazu äußern und ich denke, du wirst hinnehmen müssen, dass auch Menschen, die du nicht magst, sich auf ihn beziehen.
Dass du in deiner Empörung die Kommunistische Plattform der Linkspartei mit Russland gleichsetzt, erscheint mir doch sehr gewagt. Damit das überhaupt einen Sinn ergibt, gehe ich davon aus, dass du mit Russland die untergegangene Sowjetunion meinst, also jenes Staatsmonstrum, das nicht nur Auschwitz befreite und die größte antisemitische Vernichtungsmaschinerie der Weltgeschichte stoppte, sondern auch das frisch gegründete Israel (illegal) mit Waffen versorgte, ohne die es den ersten Überfall der Araber einen Tag nach Staatsgründung 1948 nicht hätte abwehren können.
Ja, es gab in Russland schlimmste, judenfeindliche Pogrome, aber doch vor allem in der Zarenzeit, in welche entsprechend auch Anatevka und Kreislers Klezmer-Figur zu verorten sind. Die globale Bedrohung von Juden war und ist kein Problem, dass sich zuvorderst und schon gar nicht alleine auf kommunistische Staaten beschränken lässt. Die jüdische Gemeinde in Kuba beispielsweise ist sogar eine der wenigen weltweit, die bisher keine Anschläge auf ihre Orte und Häuser zu beklagen hat.
Dass du einer Frau, die sich intensiv mit jüdischer Geschichte beschäftigt, die in ihrem Programm zu Ehren einer KZ-Überlebenden etliche jüdische Lieder spielt und dabei eben auch ein gutes und wichtiges Stück von Kreisler mit aufnimmt, aus ideologischen Gründen am liebsten untersagen möchtest, sich zu ihm zu äußern, ... nun ja ...
"I would prefer not to."

h-j-urmel

#247
Guten Tag Heiko!
Mir scheint das ebenso, jedoch von Deiner Seite.
Nirgends habe ich geschrieben, dass ich eine bestimmte Person nicht mag. Mir widerstrebt deren Handlungsweise.
Die Person selbst kenne ich gar nicht. Kann mir allerdings ein Bild vorstellen, wenn ich deren recht einseitige künstlerische Aktivität nachlese.
Als die vielen jüdischstämmigen Personen aus Russland emigrierten gab es kein Zarenreich mehr, schon lange nicht mehr.
Es waren Andere an der Macht, diese Anderen ermorderten meinen Großvater und meinen Urgroßvater, die beide im
Baltikum Offiziere der Zarenarmee waren. Die damalige russische Führung hatte ursprünglich nicht vordergründig die Absicht in Deutschland Gefangene aus Konzentrationslager zu befreien. Im Gegenteil, Stalin und Hitler schlossen
einen Pakt, indem sie Polen unter sich aufteilten. Jeder sollte eien Teil dieses Landes bekommen. Bis dahin wurden Juden nicht nur in Polen ungebracht, sondern auch in im Baltikum, im Land meiner deutschen Vorfahren.
Die Befreiung der "Vernichtungslager" war eine Folge der Kriegsverlaufes nachdem "Hitler-Deutschland" Russland den Krieg erklärte.
Befreit wurden dort Sozialdemokraten, Kommunisten, Sinti und Roma, Homosexuelle, und die Juden. Alle Personen, die dort gefangen gehalten wurden, die die Ermordungsmaschinerie überlebt hatten.
Es ist aber nicht angebracht einen Heiligenschein über diese Befreiung zu halten.Diese Befreiung geschah im "Rahmen" der Kriegshandlung gegen Deutschland. Im Namen der kommunistischen Führung unter Stalin wurden eigene russische Bürger ermordet. Es wird von mehr als 10 Millionen Menschen geschrieben.
Mir ist kein Land bekannt, in dem Kommunisten die Macht haben, und es der Bevölkerung gut geht. Die Kubaner habe genug Sorgen und Nöte und dort hat bestimmt keiner die Absicht weder Juden noch anderen Bevölkerungsschichten nachzustellen.
Ich meine in meinem Leben sehr nahe am Geschehen dran gewesen zu sein und fühle mich besonders betroffen von all dem.
Geboren wurde ich in dem besetzten Gebiet in Polen in der Stadt Posen. Wohnte später einige Zeit in einem Mehrfamilienhaus mit russischen Familien zusammen. Später kam der Kontakt mit Amerikanern, mit Franzosen,
mit Engländern und so weiter. Für mich gibt es keine unterschiedliche Wertschätzung von Personen bezüglich der Herkunft. Direkt nach der Geburt ist das geborene Wesen erst mal nur ein menschliches Wesen. Bekommt aber in der Regel sofort ein Brandzeichen. Dieses Brandzeichen haftet ein Leben lang.

Zurück zu Georg Kreisler. Für mein Empfinden missbrauchen gerade die linken Gruppierungen ihn und seine Lieder,
soweit die Lieder zu ihrer Ideologie passen. Natürlich ist mir das künstlerische Werk von Georg Kreisler wichtig und wertvoll. Aber nicht alles, was er getan hat. Seine komischen Opern empfinde ich nicht gut. Ebenso seine Romane.
Seine Einstellung zum Leben, hier zu den Religionen, liegt auf meiner Ebene und auch zur Staatsführung.

Georg Kreisler musste flüchten und auch meine Familie musste wiederholt flüchten. Zuletzt 1949 über Nacht.
Ein russischer Freund warnte meinen Vater. Ohne diesen Hinweis wäre ich jetzt in Sibirien.

Heiko, Du unterstellst mir Dinge, die in Deinem Kopf vorgehen. Ich möchte keinem etwas untersagen und habe das auch nicht geschrieben.
Ich missbillige bestimmte Handlungsweisen. Weshalb schreibst Du Deinen Text nicht aus?

Sei herzlich gegrüßt!