Georg Kreisler Forum
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Kontakt: Bastian Kopp

Ich höre gerade folgendes Lied von Kreisler

Burkhard Ihme · 44 · 17240

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Offline Burkhard Ihme

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Und zwar im Radio, im Internet, auf Platte, CD oder Live.

Müßte doch mit dem Teufel zugehen, wenn es hier keine 5 Beiträge im Jahr geben würde ...


Offline immernochsaurier

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Der Gedanke ist gut...
aber die Ausführung läßt warten

(Der Text passt auch irgendwie zu diesem Thread ;D )



Offline immernochsaurier

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Zitat
Und zwar im Radio, im Internet, auf Platte, CD oder Live.
TV und die "historischen" eigenen Aufnahmen auf Tonbandcassetten nicht zu vergessen. Wenn dann noch jemand ein museal interessantes Spulentonbandgerät entmottet, dann sind die 5 Beiträge eventuell zu schaffen :skeptisch  


Offline Anke

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Ich höre "gerade" kein Lied von Kreisler, da ich eine Platte von ihm habe, aber keinen Plattenspieler mehr.  :'(


Offline Heiko

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Zitat
Und zwar (...) Live.

Auf diesen Eintrag warte ich!
Technisch zwar sicherlich möglich, aber wer besitzt die Frechheit dazu?


Offline immernochsaurier

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Eigentlich wollte ich mir zu den politischen Vorgängen heute den "Furz" anhören.
Schließlich bin ich aber bei "Das Kabarett ist tot" hängengeblieben, denn im Forum
ist daraus anscheinend GK's Einstellung "...wozu auf Urnen turnen" übernommen worden.
Fünf Beiträge, aber ausser mir hat keiner mehr Geduld, Kreisler zu hören?
Klar wäre es "LIVE" interessanter. Da muss man jetzt halt nach Schwaben
gehen: http://www.youtube.com/watch?v=z036mxFhhI8


Offline Burkhard Ihme

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Danke für den Tip.
Noch nie was von dem Duo gehört. Heinrich (Heiner Reiff) hab ich allerdings vor ca. 20 Jahren zusammen mit Bernhard Lassahn live erlebt – eine seltsame Veranstaltung. Denn Heiner stand damals im Hintergrund hinter diversen Keyboards und Synthesizern herum und ließ dabei die Frage, ob die Musik wirklich live war, offen im Raum schweben.
Ernst Mantel stand bei der "Kleinen Tierschau" auch immer im Hintergrund. Da war allerdings sein exzellentes Gitarrenspiel erkennbar.

« Letzte Änderung: 23. Oktober 2009, 20:21:22 von Burkhard_Ihme »


Offline Heiko

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Zitat
Schließlich bin ich aber bei "Das Kabarett ist tot" hängengeblieben, denn im Forum
ist daraus anscheinend GK's Einstellung "...wozu auf Urnen turnen" übernommen worden.
Fünf Beiträge, aber ausser mir hat keiner mehr Geduld, Kreisler zu hören?

Aber klar doch!
Nur eben selten, wenn ich am Rechner sitze. Und der Thread heißt ja "Ich höre gerade ...".
Meist höre ich Kreisler - Bitte, bitte nicht hauen! - wenn ich beim Hausputz bin. Den mach ich nämlich meist Allein wie eine Mutterseele und frag dann den Dreck und den Staub Für was bist du gekommen. Bin ich dann irgenwann fertig denke ich melancholisch: Alles ist unzulänglich! u.s.w. ...


Offline Anke

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Offline Dunkelblaue Dille

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Offline Dunkelblaue Dille

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Und noch ein "Gedicht" - diesmal eine Kritik über Kreislers "Letzte Lieder", einmal als (geschriebene) Rezension und zusätzlich als Radiobeitrag auf den Seiten von Deutschlandradio Kultur:

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1059536/

Ich möchte euch besonders den kurzen Hörtext an's Herz legen - er ist eine kritische, respektvolle und gleichzeitig liebevolle Auseinandersetzung mit Autor und Werk.

BG, DD


Offline Maexl

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"Schreiben und schwimmen sind für mich Synonyme, ein ständiges Strampeln ohne Ufer in Sicht und unter gelegentlich schwammigen Boden unter den Füßen." GK, Letzte Lieder, zitiert nach: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1059536/

"Jeder Schreiber ist ein Schwimmer: Er muss die Strömung, die ihn vorantreibt, selber erzeugen. Sonst geht er unter."
Valentin Groebner
« Letzte Änderung: 17. November 2009, 01:07:20 von Maexl »


Offline Heiko

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Interessant!
Gleiche Metapher, einmal etwas lyrischer, einmal etwas technischer.

Bei Kreisler bestätigt das Zitat seine Ziel- und Orientierungslosigkeit, die er schon im ersten Kapitel zugibt:
„Wer ein Ziel hat, ist auf dem falschen Weg. Wer sich ein Ziel setzt, wird nervös.“

« Letzte Änderung: 16. November 2009, 02:31:46 von heikoholic »



Offline Heiko

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Schön, dass ihm auch mal politisch-gegenwartsbezogene Fragen gestellt werden und er die Gelegenheit prompt genutzt hat seine libertären Vorstellungen zu erläutern:
begründete Autorität statt Macht – Verwaltung statt Regierung
Besonders sein Optimismus im Schlußsatz des Interviews – „Auf die Dauer lassen sich die Menschen nichts gefallen.“ – bestätigt mein Kreislerbild in erfreulicher Weise.


Offline Peter Silie

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Offline Dunkelblaue Dille

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Ich bin mir nicht sicher - wurde schon auf das Interview von mica.at verwiesen?

Es stammt aus dem August 2009 und ist anders gestrickt als die herkömlichen Interviews:
Endlich einmal etwas andere Fragen und prompt auch interessante Antworten:

http://www.mica.at/musiknachrichten/detail_21482.html

BG, DD


urmel

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Danke DD. Für mich ist das Interview neu. Stimme Dir bezüglich der Fragestellung zu. Stefan Deisenberger wusste wovon er sprach.

Was würdest du Georg Kreisler fragen, wenn sich dir die Gelegenheit bieten würde für ein Interview?


Offline Peter Silie

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Offline Bastian

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Ich hatte vor längerer Zeit mal begonnen ein paar Interviews mit Georg Kreisler auf meiner Seite zu sammeln. Da ich meine Seite laufend erweitere und ggf Älteres zugunsten der Übersichtlichkeit opfern muss, parke ich die mal hier. Eins zu eins, unbesehen ihres Alters und aller Dopplungen, denn diese im Forum nachzuschlagen wäre ziemlich aufwändig.

bla bla... Here we go:

Ein Interview mit Georg Kreisler, das Ursula von Arx für die NZZ geführt hat
"Ob ich ein intelligenter Rex Gildo sei?"
http://www.nzzfolio.ch/www/d80bd71b-b264-4db4-afd0-277884b93470/showarticle/10ada501-eff5-4d9e-8c1e-bb5c55c1466f.aspx
Ein Interview mit Georg Kreisler, das Stefan Balzter geführt hat
http://www.gkif.de/texte/texte_balzter1.htm
Ein Interview mit Georg Kreisler vom 18.07.2007. Gabi Wuttke für das Deutschlandradio
"Das Theater heute ist in einem miserablen Zustand"
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kulturinterview/647508/
Ein Interview mit Georg Kreisler, aufgezeichnet von Wolfgang Lechner und veröffentlicht in DIE ZEIT vom 12.10.2006 Nr. 42
»Lied von der Wirklichkeit«
http://www.zeit.de/2006/42/Traum-Georg-Kreisler?page=all
Eine Radiosendung über und mit Georg Kreisler, samt Interview zum Anhören.
http://www.radiobremen.de/nordwestradio/literatur/vor_ort/kreisler.html
Georg Kreisler und der Kreisler- Interpret Tim Fischer im Interview mit Hinz und Kunzt:
http://www.hinzundkunzt.de/hk/strassenmagazin/ausgabe/kunzt_und_kult/~article~748/
Georg Kreisler im Gespräch mit Christoph Lindenmeyer. Als PDF- Dokument abrufbar.
http://www.br-online.de/br-alpha/alpha-forum/alpha-forum-georg-kreisler-gespraech-ID1213880775917.xml

« Letzte Änderung: 05. März 2010, 14:06:15 von Bastian »


Offline Heiko

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Zitat
Was würdest du Georg Kreisler fragen, wenn sich dir die Gelegenheit bieten würde für ein Interview?
ich war zwar nicht gemeint,
aber fällt es mir schwer diese schöne Frage einfach unbeantwortet zu lassen.
 ;)
(vielleicht ein eigener Thread?)

Interview mit Kreisler
Zitat
Würden sie sich immer noch als Anarchisten bezeichnen?
(...)
Insofern, als es klüger wäre zu verwalten als zu regieren. Menschen sollten über andere Menschen höchstens Autorität, nicht aber Macht haben. Mein Schneider etwa hat, was den Schnitt meiner Anzüge betrifft, Autorität, weil er davon mehr versteht als ich. Macht aber hat er deshalb noch lange keine über mich.

meine Fragen:
welche gesellschaftlichen Bereiche sind (nach einem Herrschaftsabbau) konkret verwaltungsbedürftig?
wer besäße dann die begründete Autorität um andere zu verwalten?

Zitat
Autorität ist die Maßgeblichkeit fremder Erkenntnis für das eigene Urteil. Der Anspruch auf Autorität bedeutet also die Forderung, daß Menschen auf eine Meinung verzichten sollen, an deren Stelle die blinde Anerkennung fertig gelieferter Gedanken, Regeln und Grundsätze zu treten hat.
(Erich Mühsam, Befreiung der Gesellschaft vom Staat)

bei aller Sympathie für Kreislers Thesen, heißt es kritisch zu bleiben. denn im Gegensatz zum Schneider (und den meisten anderen Handwerksberufen) besitzt eine Verwaltung immer noch die Tendenz zur zentralisierenden Machtausübung.

« Letzte Änderung: 09. März 2010, 01:06:40 von heikoholic »


urmel

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Mit dieser Frage darf sich jeder angesprochen fühlen. Ich schließe mich da nicht aus.

Dein Markenzeichen scheint mir, du magst es knifflig. Eine wirklich treffende und umsetzbare Antwort wird es auf diese Frage nicht geben. Die Einteilung der Welt in Verwaltungsbezirke und dann nur noch verwalten, das war mir, ohne Kreislers Meinung zu kennen, die angenehmste Vorstellung. Nur ein klein wenig weiter gedacht, lässt das wie ein Kartenhaus in sich einstürzen. Ideallösungen gibt es nicht, wenn der Faktor Mensch dabei vorkommt.


Offline Heiko

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Danke für deine Reaktion!
Du hast völlig recht: es gibt keine beständige Lösung!

Um mich eben zu erklären:
ich habe mich von jedem systemischen Denken verabschiedet, weil es den Menschen immer(!) zu einem funktionalen Objekt degradiert.
Deswegen auch die Skepsis gegenüber einer bloßen Verwaltung, was ohne Zweifel ein Fortschritt wäre gegenüber dem Status Quo.

Vom Einzelnen, vom Menschen aus betrachtet, bedeutet das eine Notwendigkeit ständiger, wahrscheinlich nie endender Selbstbehauptung gegen Gewalt, Macht- und Herrschaftsansprüche Anderer.

Bei einer Etablierung dieses Eigenanspruches in der Gesellschaft (und natürlich der gleichzeitigen Akzeptanz des Eigenanspruches aller Anderen) wird sich dann der Rest von selber regeln.

Utopie?
Mag sein! Doch kommt mir die Wirklichkeit ebenso vor wie schlecht geträumt.
« Letzte Änderung: 11. März 2010, 21:34:42 von heikoholic »


Offline Dunkelblaue Dille

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Zitat
Was würdest du Georg Kreisler fragen, wenn sich dir die Gelegenheit bieten würde für ein Interview?

Die Frage hätte ich vor einigen Jahren nach sehr eloquent beantworten können - inzwischen habe ich eine prächtige Motivationsverlagerung erfahren und überlasse es gerne denen, die mit seinem Leben und Werk vertrauter sind.

Allerdings könnte es vielleicht ein interessantes Projekt sein, wenn wir gemeinsam ein intelligentes Interview erarbeiten und seinem Agenten zukommen lassen würden - aber das nur so "in den Wind gesprochen" :-)


Ich habe übrigens, auf der Suche nach weiteren Artikeln über den Hölderlinpreis, ein weiteres Interview ausgegraben, das wir hier noch nicht erwähnt hatten:

Berliner Zeitung 09.01.2010
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0109/magazin/0002/index.html

Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern...

BG, DD