Neueste Beiträge

#1
Kunst / Antw:"Musik als Waffe"
Letzter Beitrag von Burkhard Ihme - 04. September 2026, 18:07:05
Neue ZDF-Dokumentation von 2025 über die Wirkung von Musik:

"Macht der Klänge"

https://www.zdf.de/video/dokus/terra-x-geschichte-der-musik-100/musik-macht-der-klaenge-doku-100

Auch hier verlinkt, wo es ansonsten um andere Aspekte der Musikvermarktung geht.
#2
Weitere Künstler / Lieder auf Banz
Letzter Beitrag von Hans - 12. August 2026, 13:40:11
Es geht auch ohne Kreisler. Es ist herzerfrischend Künstler und Publikum des Liedermacher Festivals "Lieder auf Banz" zu erleben. Fröhliche Sänger und Sängerinnen und fröhliche Gäste. Eine Zusammenkunft, die ringsum Spaß machen kann,
 ohne tiefgreifende Ideologie. In früheren Jahren kamen Liedermacher viel ernster rüber. Oft sollten gewichtige Botschaften überbracht werden. Die heutigen Abläufe gefallen mir deutlich besser: leichter, lockerer, mehr sonniges Gemüt. Nun ja, die Zeiten sind halt andere.

Mit dabei waren Bodo Wartke, Hannes Ringelstetter, Stoppok, Gregor Meyle, Sarah Lesch, Dota, Maybebop, Franz Benton und ein Projekt "Dunkelgraue Lieder" und Holza und Lina B6.

Ich freu mich jetzt schon auf die nächste Veranstaltung in 2027.
#3
Kreisler-Interpreten / Antw:Andere Interpreten
Letzter Beitrag von Heiko - 11. August 2026, 12:13:01
Hallo Hans,
freut mich sehr, dass du jetzt unter deinem Klar(vor)namen schreibst.

Was die Vereinnahmung Kreislers betrifft, störe ich mich ja selber häufig genug daran, tue dies aber nicht nur bei autoritären Kommunisten, sondern auch bei jenen, die seinen politischen Inhalt gänzlich ausblenden oder als Verirrung abtun wollen. Für mich hingegen stecken auch bei seinen nichtpolitischen Liedern immer schon Kritik und Ablehnung der falschen Zustände mit drin.

Und vielleicht war meine etwas empfindliche Reaktion auf dich auch dadurch begründet, dass ich gerade von der 100-Jahre-Feier der antifaschistischen Erholungs- und Begegnungsstätte Heideruh kam, wo ich besagtes Programm zu Ohren bekommen habe. Dieser Ort hat eine bewegte und sehr bewegende Geschichte, war über Jahrzehnte hinweg ein klandestiner Erholungsort für Überlebende des Nationalsozialismus und betreibt inzwischen auch öffentlich wichtige antifaschistische Arbeit. Die heute hauptverantwortliche Person versucht hierfür gezielt Brücken zu schlagen. Deswegen saßen zu einer Diskussion an jenem Wochenende, über alle weltanschaulichen Differenzen hinweg, bürgerliche, kommunistische und autonome Gruppen und Personen beieinander, um zu überlegen, was gemeinsam gegen die drohenden Gefahren von rechts getan kann.

Dein Lob Julia Schwebkes ist bei mir auf jeden Fall angekommen. Vielleicht schafft sie es ja mal nach Hamburg oder Umgebung. Würde dann die Gelegenheit unbedingt nutzen wollen.

Grüße Heiko
#4
Georg Kreisler: Termine / Antw:Fernseh-, Radio-Termine
Letzter Beitrag von Burkhard Ihme - 11. August 2026, 07:26:27
Heißt "Metropolen des Pop: Wien" und ist in der ZDF-Mediathek abrufbar (man muss allerdings ein bisschen suchen und den Titel eintippen).

Und wie der Titel verrät: Sehr viel Kreisler kommt nicht vor. Immerhin zwei Lieder: "Wien ohne Wiener" und ein paar Zeilen "Frühlingslied" (aka "Taubenvergiften im Park") in einer Fernsehsendung von 1998.

Außer Wien werden in der Reihe auch Stockholm, London, Mailand und Prag besungen. Vielleicht kommen ja noch ein paar Folgen.
#5
Kunst / 12 Wurstfinger und ein König.
Letzter Beitrag von Hans - 07. August 2026, 15:49:58
Hallo!
Ich freuen mich schon wieder mal und heute ist es eine Kritik. Eine Kritik zu den Festspielen in Bayreuth.
Titel der Kritik ist: 12 Wurstfinger und ein König.
Der Text schließt mit einer Georg Kreisler Formulierung.
Zitat: "Am Ende fällt einem nur Georg Kreisler ein: Ja, wenn der Blödsinn wenigstens einen Sinn hätte."
Eine tolle Kritik und besonders lesenswert.

Erschienen auf backstageclassical.com   Unten der Link


https://backstageclassical.com/12-wurstfinger-und-ein-koenig/
#6
Kreisler-Interpreten / Antw:Andere Interpreten
Letzter Beitrag von Heiko - 06. August 2026, 13:02:01
Hallo lieber Urmel,
vielen Dank für deine Antwort. Ich habe kein Interesse an einer Eskalation, schon gar nicht einer öffentlichen. Einiges lass ich deswegen auch einfach stehen und vieles von dem, was du jetzt schreibst, könnte ich sofort unterstützen.
Die Widersprüchlichkeiten aus deinem vorigen Post bleiben für mich trotzdem bestehen. Wie du von einer unbedeutenden, linken Gruppe in Deutschland zu vor russischen Kommunisten geflohenen Juden kommst und dass mit Musicals begründest, die im Zarenreich spielen, bleibt mir auch jetzt noch ein Rätsel. Ich nehme auch nicht jeden liberalen Künstler in Gesamtverantwortung für die Greuel und Zerstörungen des Kapitalismus.
Auch lehne ich selbstverständlich kommunistische Staaten ab, insbesondere wenn sie in ihrer typisch autoritär-bürokratischen Variante auftreten. Trotzdem sollte die Beurteilung fair und differenziert bleiben. Kubas bis heute kostenloses Bildungs- und Gesundheitssystem war über Jahrzehnte vorbildlich für karibische und lateinamerikanische Verhältnisse. Da könnten sich ein paar nichtkommunistische Staaten durchaus eine Scheibe von abschneiden, zumal wenn sie nicht unter vergleichbaren Sanktionen zu leiden haben.

Zitat von: h-j-urmel am 05. August 2026, 17:34:24Die Kubaner haben genug Sorgen und Nöte und dort hat bestimmt keiner die Absicht weder Juden noch anderen Bevölkerungsschichten nachzustellen, weshalb auch.
Weshalb Leute Juden nachstellen, hat verschiedenste Gründe. Und gerade Menschen mit Sorgen und Nöten suchen gerne nach einem Sündenbock. Der Antisemitismus tritt global fast überall in Erscheinung und ich finde man darf deswegen schon darauf verweisen, dass er es ausgerechnet an manchen Orten nicht tut.

Und gut, du hast nicht wörtlich geschrieben, dass du Gina Pietsch nicht magst. Trotzdem lässt es sich deutlich rauslesen. Und dass lieber nicht hättest, dass sie sich zu Kreisler äußert, schreibst du hier ganz klar:
Zitat von: h-j-urmel am 31. Juli 2026, 13:42:06Wenn Gina Pietsch gerne zu 100. Geburtstagen schreibt oder liest, dann sollte sie Georg Kreisler außen vor lassen.

Aber wie sieht es denn eigentlich mit ihrer Tochter Frauke Pietsch aus? Hast schon mal deren Kreisler-Programm gesehen oder gehört:

ZitatMit Julia Schwebke (voc) & Friederike Ziegler (voc):
    • KreiKa. Vom alltäglichen Wahnsinn – ein Mascha Kaléko & Georg Kreisler-Programm
Erstmalig treffen hier zwei Alltags-Humoristen – Mascha Kaléko und Georg Kreisler – in bittersüßer Zweisamkeit und ,,zweideutiger Einsamkeit" (S. Schwebke) aufeinander. ,,Es waren zwei Stunden voller Biss, Melancholie, befreienden Lachern und Schluchzern, Traurigkeit, Herzenswärme und Zärtlichkeit. Zwei Stunden menschlicher Wesenszüge und Unarten. Kurz: eine Achterbahnfahrt der Gefühle verpackt in unvergleichliche Reime, die von Charakteren, Menschen und dem Leben erzählen." – MOZ 2017
https://frauke-pietsch.de/programme.html  (- ganz unten -)


Ebenfalls sehr herzlich,
Heiko
#7
Kreisler-Interpreten / Antw:Andere Interpreten
Letzter Beitrag von Heiko - 05. August 2026, 13:31:18
Hola, da geht aber einiges durcheinander.
Es stimmt, Kreisler hat schon zu Lebzeiten mit ungefragten Vereinnahmungen zu tun gehabt, die er ja auch häufig genug öffentlich ablehnte. Heute kann er sich nicht mehr dazu äußern und ich denke, du wirst hinnehmen müssen, dass auch Menschen, die du nicht magst, sich auf ihn beziehen.
Dass du in deiner Empörung die Kommunistische Plattform der Linkspartei mit Russland gleichsetzt, erscheint mir doch sehr gewagt. Damit das überhaupt einen Sinn ergibt, gehe ich davon aus, dass du mit Russland die untergegangene Sowjetunion meinst, also jenes Staatsmonstrum, das nicht nur Auschwitz befreite und die größte antisemitische Vernichtungsmaschinerie der Weltgeschichte stoppte, sondern auch das frisch gegründete Israel (illegal) mit Waffen versorgte, ohne die es den ersten Überfall der Araber einen Tag nach Staatsgründung 1948 nicht hätte abwehren können.
Ja, es gab in Russland schlimmste, judenfeindliche Pogrome, aber doch vor allem in der Zarenzeit, in welche entsprechend auch Anatevka und Kreislers Klezmer-Figur zu verorten sind. Die globale Bedrohung von Juden war und ist kein Problem, dass sich zuvorderst und schon gar nicht alleine auf kommunistische Staaten beschränken lässt. Die jüdische Gemeinde in Kuba beispielsweise ist sogar eine der wenigen weltweit, die bisher keine Anschläge auf ihre Orte und Häuser zu beklagen hat.
Dass du einer Frau, die sich intensiv mit jüdischer Geschichte beschäftigt, die in ihrem Programm zu Ehren einer KZ-Überlebenden etliche jüdische Lieder spielt und dabei eben auch ein gutes und wichtiges Stück von Kreisler mit aufnimmt, aus ideologischen Gründen am liebsten untersagen möchtest, sich zu ihm zu äußern, ... nun ja ...
#8
Kunst / Antw:Comics (& Graphic Novels)
Letzter Beitrag von Burkhard Ihme - 29. Juli 2026, 10:47:43
In unserem Blog werden jetzt die einzelnen Kapitel des Buches in Screenshots vorgestellt.

http://www.icom-blog.de/blog.php

Oder beginnend mit dem Innentitel ab hier:
http://www.icom-blog.de/entry.php?1702-COMIC!-Jahrbuch-2026-Innentitel
#9
Kreisler-Interpreten / Gina Pietsch
Letzter Beitrag von Heiko - 26. Juli 2026, 22:56:49
In der ersten Hälfte ihres Programmes
Ein Glück heißt Akkordeon. Esther Bejarano zu ihrem 100. Geburtstag
spielen Gina Pietsch und Frauke Pietsch das selten interpretierte Die Hexe.

Auf der Homepage von Gina Pietsch findet man zudem noch folgenden Text:
Das Leben ist eine verknotete Sache. Eine Hommage an Georg Kreisler zu seinem 100. Geburtstag
#10
Kunst / Antw:Comics (& Graphic Novels)
Letzter Beitrag von Burkhard Ihme - 22. Juli 2026, 09:19:04
Pünktlich zum Internationalen Comic-Salon in Erlangen vor zwei Monaten hier nun die werbeträchtige Ankündigung:

Das COMIC!-Jahrbuch 2026 ist erschienen.

268 Seiten, DIN A4 und voll in Farbe. Und mit 10 Beiträgen von mir (plus Redaktion und Layout).

Sicher auch für Kreisler-Fans von Interesse: Der 134-seitige Themenschwerpunkt "Der Schoß ist fruchtbar noch – Comics über Rechtsextremismus"!

Auf dem Backcover übrigens erstmals ein Comic von mir (allerdings nicht ganz neu).

Bestellen kann man das Buch hier (oder portofrei bei Amazon).


Der Inhalt des 134-seitigen Themenschwerpunkts
"Der Schoß ist fruchtbar noch – Comics über Rechtsextremismus"
von Martin Frenzel, Thorsten Hanisch, Wolfgang Höhne, Susanne Köhler, Christian Muschweck, Stefan Pannor, Astrid Raimann, Rik Sanders, Alfred Schuh und Burkhard Ihme

Antisemitismus. Und immer wieder Hitler!
»Das Komplott« von Will Eisner
»Hitler« von Shigeru Mizuki
»Adolf« (Die Geschichte der drei Adolfs) von Osamu Tezuka
»Mein Kampf« von Variety at Works
»Judenhass« von Dave Sim

Leben in Deutschland: Zwischen Weimarer Demokratie und Hakenkreuz
»Berlin« von Jason Lutes
Eine weitere Form der Erinnerungskultur: Die Comics von Isabel Kreitz und Barbara Yelin
»Die letzte Einstellung« von Isabel Kreitz
»Irmina« von Barbara Yelin
»Zwei weibliche Halbakte« von Luz
»Columbusstraße« von Tobi Dahmen
»Die letzten Tage von Stefan Zweig« von Laurent Seksik und Guillaume Sorel
»Die Irrfahrt der St. Louis« von Sara Dellabella und Alessio Lo Manto

Widerstand gegen die NS-Diktatur im Comic
»Bonhoeffer von Moritz Stetter
»Was hätte Sophie dazu gesagt?« Interview mit Heiner Lünstedt
»Die Sache mit Sorge von Isabel Kreitz

Frankreich zwischen Résistance und Kollaboration
»Die Kinder der Résistance von Benoît Ers und Vincent Dugomier
»Madeleine, die Widerständige von Jean-David Morvan, Madeleine Riffaud und Dominique Bertail
»Spirou oder: die Hoffnung« von Émile Bravo
»Operation Fledermaus« von Yann und Hardy
»La patrouille des Libellules« (Die Libellen-Pfadfindertruppe) von Yann und Schwartz

Auch Comics sind Teil der niederländischen Erinnerungskultur
»Das Unvorstellbare zeigen« von zehn Comicautoren

Von Auschwitz über Babyn Jar bis Lili
»Die Kinder von Izieu von Pascal Bresson und Giulio Salvadori
»Die vollständige Maus« von Art Spiegelman
»MetaMaus« von Art Spiegelman
»Breakdowns« von Art Spiegelman

Holocaust und Comic
Interview mit Bahoe-Mitbegründer Leo Gürtler
»Wannsee« von Fabrice Le Hénanff
»Erinnerungen an die Shoah« von Annick Cojean, Tamia Baudouin und Théa Rojzman
»Adieu Birkenau: Eine Überlebende erzählt« von Ginette Kolinka, Jean-David Morvan, Victor Matet und Efa Cesc
»Schachnovelle« von David Sala, nach Stefan Zweig
»I cugini Meyer. Una nuova avventura di Max Fridman« von Vittorio Giardino
»Überleben in Dachau« von Guy-Pierre Gautier und Tiburce Oger
»Der Fotograf von Mauthausen« von Pedro J. Colombo, Aintzane Landa und Salva Rubio
»Leben und Sterben in Auschwitz« von Dietmar Reinhard
»Die Bibliothekarin von Auschwitz« von Loreto Aroca und Salva Rubio
»Rapport W: Freiwillig als Häftling in Auschwitz« von Gaétan Nocq
»Episoden aus Auschwitz«
»Die Kinder von Buchenwald« von Dominique Missika und Anaïs Depommier

Skandinavische Comics zu Shoah und NS-Verbrechen

US-Comics gegen Hitler
Von Nitwitler zu IMPACT
»Dina Babbitt« von Neal Adams, Joe Kubert, Stan Lee und Rafael Medoff

Zwischen »Nazi Death Parade«, »The Golem« und »Two Roses«

Nach dem Krieg: Opfer und alte Nazis
»Klaus Barbie: Der Schlächter von Lyon« von Jean-Claude Bauer und Fréderic Brrémaud
»Das Verschwinden des Josef Mengele« von Matz und Jörg Mailliet nach dem Roman von Olivier Guez
»Kiesgrubennacht« von Volker Reiche
»Was vom Leben übrig bleibt« von Titus Ackermann
»Zweite Generation. Was ich meinem Vater nie gesagt habe« von Michel Kichka
»Der Tod von Adorno« von Helmut Wietz

Wehrsportgruppen und neue Nazis
Interview mit Heiko Koch
»Druckluft« von Heiko Koch und Patrick MacAllister
»Drei Steine« von Nils Oskamp
»Vogelschiss: Die Graphic Novel gegen Rechts« von Frauke Bahle und Julian Waldvogel
»Der Nazi an Mamas Frühstückstisch« von Victoria Porten
»Bruchlinien – Drei Episoden zum NSU« von Paula Bulling und Anne König
»Der große Reset« von Ika Sperling


Die mittlerweile obligatorische Linkliste zum Jahrbuch findet man in unserem Blog.


Es gibt immerhin zwei Rezensionen zu unserem neuen Jahrbuch.


comix-online
Tillmann Courth auf Instagram

Und eine erfreulich ausführliche Händlerbeschreibung:
Comicdealer

Mehr hab ich bisher nicht finden können.