Neueste Beiträge

#1
Kreisler-Interpreten / Antw:Andere Interpreten-Frauke...
Letzter Beitrag von Hans - 08. August 2026, 16:28:12
Habe in älteren Konzertunterlagen gestöbert. Da taucht Frauke Pietsch mit auf und zwar bei der Hommage zu
100 Jahre Georg Kreisler im Haus der Sinne. Kann mich aber an ihren Auftritt dort nicht mehr erinnern. Für mich waren die herausragenden Darsteller der einzigartige Karsten Troyke und Alexander Klein mit Julia Schwebke.
Ist nun auch 4 Jahre her.
#2
Georg Kreisler: Termine / Antw:Fernseh-, Radio-Termine M...
Letzter Beitrag von Hans - 08. August 2026, 13:46:03
40 Minuten Porträt über schwarzen Humor. Schmäh, Melancholie und Provokation - Wiener Popkultur. So wird eine Dokumentation angekündigt. Vorgestellt werden Künstler wie Georg Kreisler, Falco, Wanda und Voodo Jürgens.

Sendezeit ist Samstag, 8. August 2026 -  19.20 bei 3SAT.
#3
Kunst / 12 Wurstfinger und ein König.
Letzter Beitrag von Hans - 07. August 2026, 15:49:58
Hallo!
Ich freuen mich schon wieder mal und heute ist es eine Kritik. Eine Kritik zu den Festspielen in Bayreuth.
Titel der Kritik ist: 12 Wurstfinger und ein König.
Der Text schließt mit einer Georg Kreisler Formulierung.
Zitat: "Am Ende fällt einem nur Georg Kreisler ein: Ja, wenn der Blödsinn wenigstens einen Sinn hätte."
Eine tolle Kritik und besonders lesenswert.

Erschienen auf backstageclassical.com   Unten der Link


https://backstageclassical.com/12-wurstfinger-und-ein-koenig/
#4
Kreisler-Interpreten / Antw:Andere Interpreten
Letzter Beitrag von Hans - 06. August 2026, 23:39:51
Guten Abend Heiko!

Es antwortet nun nicht mehr urmel, sondern Hans!

Nein, ich möchte keine Auseinandersetzung mit Dir hier durchführen. Um Dich als Person ging und geht es mir nicht.
Meine Sympathie für Dich ist seit unserem Treffen in Hamburg unverändert. Unterschiedliche Ansichten zu verschiedenen Themen haben daran nichts geändert. Man kann nicht immer deckungsgleich sein.

Wenn ich in Berlin war, hatte ich versucht keinen Auftritt von Julia Schwebke zu verpassen. Bin begeistert von ihr als Künstlerin und auch von ihr als Person schlechthin. Bei unserer ersten Begegnung sagte ich zu ihr, dass ich gewünscht hätte, der Abend würde nie enden. Ich mag sie und ihre Programme sehr.

Leider bin ich nicht mehr so oft in Berlin, wie in den vielen Jahren zuvor. Altersmäßig kriege ich das hin, aber Berlin ist
bei den Übernachtungen enorm teuer geworden und auch die Veranstaltungen kosten inzwischen ein Vermögen.
Außerdem bin ich seit einigen Jahren verheiratet und habe dadurch andere Verantwortungen.

Zu dem besprochenen Thema der letzten Tage.

Bei Gina Pietsch stört mich zunächst, dass sie nur vorhandene Texte abgeschriebn hat. Eigentlich hätte sie das kenntlich machen müssen. Mir fehlt eine persönliche Anmerkung dazu.
Dazu dann die Verbindung zum Kommunismus.

Als ich jung war, da glaubte ich, der Kommunismus ist die Rettung der Welt. Als die "Rettung" nicht kam, hoffte ich, der Sozialismus sei die Lösung.
Inzwischen bin ich bei den Liberalen gelandet. Leider gibt es wenig Rückhalt in der deutschen Bevölkerung.

Nun der nächste Schlenker. Ich liebe Kuba und das gesamte kubanische Volk. Um so mehr bin ich traurig über deren Unfreiheit der Lebensgestaltung.
Helfen kann ich leider ncht.

Es ist vielleicht Unsinn sich so stark mit Georg Kreisler und seinem Lebenswerk zu beschäftigen, wie ich es tue. Zumal auch meine Zeit nicht unendlich ist. Meine Berge an Material sind kaum zu bewältigen und genau genommen fehlt inzwischen der Dialog mit Georg Kreisler. Viele, viele Fragen werden immer bleiben.
Meine Motivation für mein Tun kam aus der Faszination von Georg Kreisler bei der ersten Begegnung mit ihm. So etwas hatte ich noch nie erlebt. Dann sein einzigartiges künstlerische Werk. Dazu die Lebensgeschichte und der unfaire Umgang mit ihm von vielen Seiten.

Bin mir nicht sicher, was mit meinem riesigen Kreisler-Archiv geschehen wird. Landet vielleicht irgendwann im Müll. Meine Eheverbindung ist daran nicht interessiert.

Manchmal denke ich an ein Sandmandala. Nachdem es fertig ist, sich  ein wenig daran erfreuen. Dann etwas blasen und es ist wieder weg!

Für heute liebe Grüße aus Aschaffenburg, Hans
#5
Kreisler-Interpreten / Antw:Andere Interpreten
Letzter Beitrag von Heiko - 06. August 2026, 13:02:01
Hallo lieber Urmel,
vielen Dank für deine Antwort. Ich habe kein Interesse an einer Eskalation, schon gar nicht einer öffentlichen. Einiges lass ich deswegen auch einfach stehen und vieles von dem, was du jetzt schreibst, könnte ich sofort unterstützen.
Die Widersprüchlichkeiten aus deinem vorigen Post bleiben für mich trotzdem bestehen. Wie du von einer unbedeutenden, linken Gruppe in Deutschland zu vor russischen Kommunisten geflohenen Juden kommst und dass mit Musicals begründest, die im Zarenreich spielen, bleibt mir auch jetzt noch ein Rätsel. Ich nehme auch nicht jeden liberalen Künstler in Gesamtverantwortung für die Greuel und Zerstörungen des Kapitalismus.
Auch lehne ich selbstverständlich kommunistische Staaten ab, insbesondere wenn sie in ihrer typisch autoritär-bürokratischen Variante auftreten. Trotzdem sollte die Beurteilung fair und differenziert bleiben. Kubas bis heute kostenloses Bildungs- und Gesundheitssystem war über Jahrzehnte vorbildlich für karibische und lateinamerikanische Verhältnisse. Da könnten sich ein paar nichtkommunistische Staaten durchaus eine Scheibe von abschneiden, zumal wenn sie nicht unter vergleichbaren Sanktionen zu leiden haben.

Zitat von: h-j-urmel am 05. August 2026, 17:34:24Die Kubaner haben genug Sorgen und Nöte und dort hat bestimmt keiner die Absicht weder Juden noch anderen Bevölkerungsschichten nachzustellen, weshalb auch.
Weshalb Leute Juden nachstellen, hat verschiedenste Gründe. Und gerade Menschen mit Sorgen und Nöten suchen gerne nach einem Sündenbock. Der Antisemitismus tritt global fast überall in Erscheinung und ich finde man darf deswegen schon darauf verweisen, dass er es ausgerechnet an manchen Orten nicht tut.

Und gut, du hast nicht wörtlich geschrieben, dass du Gina Pietsch nicht magst. Trotzdem lässt es sich deutlich rauslesen. Und dass lieber nicht hättest, dass sie sich zu Kreisler äußert, schreibst du hier ganz klar:
Zitat von: h-j-urmel am 31. Juli 2026, 13:42:06Wenn Gina Pietsch gerne zu 100. Geburtstagen schreibt oder liest, dann sollte sie Georg Kreisler außen vor lassen.

Aber wie sieht es denn eigentlich mit ihrer Tochter Frauke Pietsch aus? Hast schon mal deren Kreisler-Programm gesehen oder gehört:

ZitatMit Julia Schwebke (voc) & Friederike Ziegler (voc):
    • KreiKa. Vom alltäglichen Wahnsinn – ein Mascha Kaléko & Georg Kreisler-Programm
Erstmalig treffen hier zwei Alltags-Humoristen – Mascha Kaléko und Georg Kreisler – in bittersüßer Zweisamkeit und ,,zweideutiger Einsamkeit" (S. Schwebke) aufeinander. ,,Es waren zwei Stunden voller Biss, Melancholie, befreienden Lachern und Schluchzern, Traurigkeit, Herzenswärme und Zärtlichkeit. Zwei Stunden menschlicher Wesenszüge und Unarten. Kurz: eine Achterbahnfahrt der Gefühle verpackt in unvergleichliche Reime, die von Charakteren, Menschen und dem Leben erzählen." – MOZ 2017
https://frauke-pietsch.de/programme.html  (- ganz unten -)


Ebenfalls sehr herzlich,
Heiko
#6
Kreisler-Interpreten / Antw:Andere Interpreten
Letzter Beitrag von Hans - 05. August 2026, 17:34:24
Guten Tag Heiko!
Mir scheint das ebenso, jedoch von Deiner Seite.
Nirgends habe ich geschrieben, dass ich eine bestimmte Person nicht mag. Mir widerstrebt deren Handlungsweise.
Die Person selbst kenne ich gar nicht. Kann mir allerdings ein Bild vorstellen, wenn ich deren recht einseitige künstlerische Aktivität nachlese.
Als die vielen jüdischstämmigen Personen aus Russland emigrierten gab es kein Zarenreich mehr, schon lange nicht mehr.
Es waren Andere an der Macht.
 Die damalige russische Führung hatte ursprünglich nicht vordergründig die Absicht in Deutschland Gefangene aus Konzentrationslager zu befreien. Im Gegenteil, Stalin und Hitler schlossen
einen Pakt, indem sie Polen unter sich aufteilten. Jeder sollte eien Teil dieses Landes bekommen. Bis dahin wurden Juden nicht alleine in Polen ungebracht, sondern auch in im Baltikum und vielen anderen Ländern auf deutschen Befehl.
Die Befreiung der "Vernichtungslager" war eine Folge der Kriegsverlaufes nachdem "Hitler-Deutschland" Russland den Krieg erklärte.
Befreit wurden dort Sozialdemokraten, Kommunisten, Sinti und Roma, Homosexuelle, und die Juden. Alle Personen, die dort gefangen gehalten wurden, die die Ermordungsmaschinerie überlebt hatten.
Es ist aber nicht angebracht einen Heiligenschein über diese Befreiung zu halten.Diese Befreiung geschah im "Rahmen" der Kriegshandlung gegen Deutschland. Im Namen der kommunistischen Führung unter Stalin wurden eigene russische Bürger ermordet. Es wird von mehr als 10 Millionen Menschen geschrieben.
Mir ist kein Land bekannt, in dem Kommunisten die Macht haben, und es der Bevölkerung gut geht. Die Kubaner haben genug Sorgen und Nöte und dort hat bestimmt keiner die Absicht weder Juden noch anderen Bevölkerungsschichten nachzustellen, weshalb auch.
Ich meine in meinem Leben sehr nahe am Geschehen dran gewesen zu sein und fühle mich besonders betroffen von all dem.
Für mich gibt es keine unterschiedliche Wertschätzung von Personen bezüglich der Herkunft. Direkt nach der Geburt ist das geborene Wesen erst mal nur ein menschliches Wesen. Bekommt aber in der Regel sofort ein Brandzeichen. Dieses Brandzeichen haftet ein Leben lang.
Zurück zu Georg Kreisler. Für mein Empfinden missbrauchen gerade die linken Gruppierungen ihn und seine Lieder,
soweit die Lieder zu ihrer Ideologie passen. Natürlich ist mir das künstlerische Werk von Georg Kreisler wichtig und wertvoll. Aber nicht alles, was er getan hat. Seine komischen Opern empfinde ich nicht gut. Ebenso seine Romane.
Seine Einstellung zum Leben, hier zu den Religionen, liegt auf meiner Ebene und auch zur Staatsführung.
Heiko, Du unterstellst mir Dinge, die in Deinem Kopf vorgehen. Ich möchte keinem etwas untersagen und habe das auch nicht geschrieben.
Ich missbillige bestimmte Handlungsweisen. Weshalb schreibst Du Deinen Text nicht aus?
Sei herzlich gegrüßt!


#7
Kreisler-Interpreten / Antw:Andere Interpreten
Letzter Beitrag von Heiko - 05. August 2026, 13:31:18
Hola, da geht aber einiges durcheinander.
Es stimmt, Kreisler hat schon zu Lebzeiten mit ungefragten Vereinnahmungen zu tun gehabt, die er ja auch häufig genug öffentlich ablehnte. Heute kann er sich nicht mehr dazu äußern und ich denke, du wirst hinnehmen müssen, dass auch Menschen, die du nicht magst, sich auf ihn beziehen.
Dass du in deiner Empörung die Kommunistische Plattform der Linkspartei mit Russland gleichsetzt, erscheint mir doch sehr gewagt. Damit das überhaupt einen Sinn ergibt, gehe ich davon aus, dass du mit Russland die untergegangene Sowjetunion meinst, also jenes Staatsmonstrum, das nicht nur Auschwitz befreite und die größte antisemitische Vernichtungsmaschinerie der Weltgeschichte stoppte, sondern auch das frisch gegründete Israel (illegal) mit Waffen versorgte, ohne die es den ersten Überfall der Araber einen Tag nach Staatsgründung 1948 nicht hätte abwehren können.
Ja, es gab in Russland schlimmste, judenfeindliche Pogrome, aber doch vor allem in der Zarenzeit, in welche entsprechend auch Anatevka und Kreislers Klezmer-Figur zu verorten sind. Die globale Bedrohung von Juden war und ist kein Problem, dass sich zuvorderst und schon gar nicht alleine auf kommunistische Staaten beschränken lässt. Die jüdische Gemeinde in Kuba beispielsweise ist sogar eine der wenigen weltweit, die bisher keine Anschläge auf ihre Orte und Häuser zu beklagen hat.
Dass du einer Frau, die sich intensiv mit jüdischer Geschichte beschäftigt, die in ihrem Programm zu Ehren einer KZ-Überlebenden etliche jüdische Lieder spielt und dabei eben auch ein gutes und wichtiges Stück von Kreisler mit aufnimmt, aus ideologischen Gründen am liebsten untersagen möchtest, sich zu ihm zu äußern, ... nun ja ...
#8
Kreisler-Interpreten / Antw:Andere Interpreten
Letzter Beitrag von Hans - 31. Juli 2026, 13:42:06
Es freut mich immer wieder, wenn Künstler respektvolle Worte für Georg Kreisler vortragen.
Bei Gina Pietsch empfinde ich jedoch lediglich eine aneinanderreihende Abschreibung von bekannten Veröffentlichungen zu Georg Kreisler. Wenn man dann auch noch sieht, wo der Text gedruckt wurde, kann ich mir nicht vorstellen, dass Georg Kreisler sich darüber gefreut hätte.
Es waren die Kommunisten, von denen jüdische Bürger flohen und nach dem heutigen Staatsgebiet von Israel umsiedelten. Georg Kreisler beschreibt in seinem musikalischem Theaterstück "Der Klezmer"  die Vernichtung jüdischer Ortschaften in Russland und die Verfolgung der Juden in Russland. Auch bei Anatevka wird dieses Thema behandelt. In Berlin dürfte der Anteil der russisch sprechenen Juden die Mehrheit haben in deren Gemeinde. Natürlich gibt es nicht nur russische Kommunisten. Es darf aber wohl als Kern angesehen werden und sie waren den Juden gegenüber nicht wohlgesonnen.

Gina Pietsch liest zum 100. Geburtstag von Fidel Castro. Ein Mann der ein ganzes Volk in Armut und Leid geführt hat.
Wenn Gina Pietsch gerne zu 100. Geburtstagen schreibt oder liest, dann sollte sie Georg Kreisler außen vor lassen.
Er hat diese Art von Anbiederung nicht verdient.
#9
Kunst / Antw:Comics (& Graphic Novels)
Letzter Beitrag von Burkhard Ihme - 29. Juli 2026, 10:47:43
In unserem Blog werden jetzt die einzelnen Kapitel des Buches in Screenshots vorgestellt.

http://www.icom-blog.de/blog.php

Oder beginnend mit dem Innentitel ab hier:
http://www.icom-blog.de/entry.php?1702-COMIC!-Jahrbuch-2026-Innentitel
#10
Kreisler-Interpreten / Gina Pietsch
Letzter Beitrag von Heiko - 26. Juli 2026, 22:56:49
In der ersten Hälfte ihres Programmes
Ein Glück heißt Akkordeon. Esther Bejarano zu ihrem 100. Geburtstag
spielen Gina Pietsch und Frauke Pietsch das selten interpretierte Die Hexe.

Auf der Homepage von Gina Pietsch findet man zudem noch folgenden Text:
Das Leben ist eine verknotete Sache. Eine Hommage an Georg Kreisler zu seinem 100. Geburtstag