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Georg Kreisler: Termine / Re: Fernseh-, Radio-Termine
« Letzter Beitrag von h-j-urmel am Heute um 14:46:11 »
Topsy Küppers zum 90. Geburtstag - Eine Sendung im OE 1 am 15. August 2021. Topsy Küppers wurde wegen Urheberrechtsverletzung strafrechtlich verurteilt zu einer Geldstrafe von umgerechnet etwa 8000 DM. Trotzdem läßt sie heute schreiben in der Ankündigung zu dieser Sendung, das Stück Lola Blau habe sie gemeinsam mit Georg Kreisler erarbeitet. Im Mai dieses Jahres behauptet sie, Conny Hannes Meyer habe die Idee gehabt und das Stück konzipiert. Könnte eigentlich wieder eine Klage wegen Falschaussage  ermöglichen, denn die Urheberschaft ist per Gerichtsurteil geklärt. Diese Formulierung zu Lola Blau brachte Topsy Küppers bei dem Stadtgespräch W24. Dort behauptet sie, es sei zu einem Vergleich gekommen, pure Lüge!
Bei dem gleichen Interview läßt sie anklingen, Georg Kreisler habe von Tom Lehrer das Lied "Taubenvergiften" und sogar den "Opernboggie" geklaut. Opernboogie war für mich eine absolut neue Anschuldigung. Sie sagte aber auch im selben Atemzug, alle Künstler klauen. Sie dagegen versuche nicht  zu klauen.  - In der Ankündigung zu der Sendung wird Topsy Küppers als Tochter eines jüdischen Gastwirts bezeichnet. Von der katholischen Mutter wird nichts erwähnt. Interessant, weil der Vater die Familie verließ, als Topsy noch ein Kind war und bei der Mutter aufwuchs. Der jüdische Vater passt besser in die jüdische Rolle, die Topsy Küppers schon lange zu spielen scheint und das passt besser zu dem Buch "Nix wie Zorres." Georg Kreisler schreibt dazu: "Die Rolle, die sie aber mit der größten Begeisterung, Hingabe und Beharrlichkeit spielte, war die Rolle der Jüdin. Es spricht für ihre Schauspielkunst, dass ich in den siebzehn Jahren, die ich mit ihr lebte, niemanden kannte, der nicht überzeugt war, dass Topsy Küppers Jüdin war.  ....  Die einzige, die eine Zeit lang skeptisch blieb, war ihre Mutter. ....  Wie sehr es für sie eine Rolle war und nicht die Wirklichkeit war, geht schon aus der Tatsache hervor, dass sie sich beharrlich weigerte, zum jüdischen Glauben überzutreten." Das schrieb Georg Kreisler 2002 in seinem Buch "LOLA UND DAS BLAUE VOM HIMMEL" Wer Georg Kreisler der Lüge bezichtigt, soll sich erst mal an die eigene Nase fassen. Georg Kreisler gehört zu den Juden, mit viel Glück überlebt, aber ein schicksalhafter Eingiff in die persönliche Entwicklung und Richtung erfahren musste, besonders die des Künstlers. Trotz des Wissens über ihn, ein Leben lang angefeindet von vielen Seiten, was bis heute nicht aufzuhören scheint.  Für mich ist es ein Trost zu sehen, dass von keinem Künstler der deutschen Sprache im Berech Chanson, mehr aufgeführt wird, als von Georg Kreisler.  Viele Künstler und ein großes Publikum sind von seinen einzigartigen Werken überzeugt. - Jetzt ist der  Text länger geworden, als der beabsichtigte Hinweis zur Radiosendung! Wünsche einen schönen Tag, h-j-urmel
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Georg Kreisler: die Lieder / Re: Der Bluntschli
« Letzter Beitrag von Heiko am 24. Juli 2021, 11:22:25 »
Also ... es ist natürlich nicht Anarchie, weil dieser Begriff einen (gesellschaftlichen) Zustand beschreibt. Und wie soll etwas noch sein, was vorher nicht schon war?
Falls deine Frage aber gemeint haben sollte, ob und wie die Aktion anarchistisch einzuordnen sei, würde ich folgendermaßen differenzieren. Die Methode als solche ist es nicht, weil sie für alle möglichen Zwecke eingesetzt werden könnte. Da sie sich aber gezielt gegen deontische Autoritäten und Gewaltinstitutionen richtet, könnte ihr durchaus eine solche Absicht unterstellt werden. Es gäbe noch zwei weitere Kriterien, die zu beachten wären, nämlich erstens: Spricht die Aktion aus sich heraus oder braucht sie ein erklärendes Bekennerschreiben? Und zweitens: Gibt es eine widerspruchsfreie Mittel-Zweck-Kohärenz?

Vielleicht müssen diese Fragen aber auch nicht unbedingt im Bluntschli-Thread geklärt werden.

Grüße Heiko
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Georg Kreisler: die Lieder / Re: Der Bluntschli
« Letzter Beitrag von Heiko am 24. Juli 2021, 11:04:49 »
Muss ich diese Frage verstehen? Wie würdest du sie denn selber beantworten?
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Georg Kreisler: die Lieder / Re: Der Bluntschli
« Letzter Beitrag von Burkhard Ihme am 22. Juli 2021, 23:03:11 »
Ist das dann noch Anarchie?
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Georg Kreisler: die Lieder / Re: Der Bluntschli
« Letzter Beitrag von Heiko am 16. Juli 2021, 21:14:20 »
Hallo Urmel,
naja, das wäre ja weitgehend harmlos und unpolitisch und würde eventuell nicht mal jemanden stören. Gespannt wäre ich aber schon, wie lange es denn dauern würde, bis das jemandem auffällt.

Mutiger ist da eine Berliner AdBusting-Gruppe, die Plakate von Polizei, Bundeswehr und Verfassungsschutz kritisch entfremdet, weswegen sie auch mit dem gesamten Repertoire der Behörden bis hin zu Hausdurchsuchungen und DNA-Proben verfolgt wird. Vor Gericht hingegen sind die mutmaßlich schuldigen Personen freigesprochen worden, da weder etwas geklaut noch beschädigt wurde. Die Kästen wurden einfach mit einem Vierkant-Schlüssel fachlich korrekt geöffnet und die Verfremdung lediglich drüber geklebt.

Grüße Heiko
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Georg Kreisler: Termine / Re: Fernseh-, Radio-Termine
« Letzter Beitrag von h-j-urmel am 16. Juli 2021, 19:45:57 »
Musik für einen Gast. SRF Kultur bringt eine historische Aufnahme von 1964. Termin ist 8. August 2021  12:38. Im Oktober 1964 war Georg Kreisler Gast bei Roswitha Schmalenbach und erzählt über seine Ausbildung als klassischer Musiker, über seine Freude, Texte  zu schreiben usw. - Die Sendung kann in Deutschland nicht empfangen werden. Kenne keinen schweizer Bürger, der diese Sendung für mich aufnehmen könnte. Vielleicht ist hier jemand im Forum dazu in der Lage und bereit das zu tun? Wäre eine super tolle Sache. Ansonsten für den interessierten Georg Kreisler Fan viel Vergnügen beim Hören.
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Georg Kreisler: die Lieder / Re: Der Bluntschli
« Letzter Beitrag von h-j-urmel am Main am 14. Juli 2021, 20:19:39 »
Das klingt, als wäre die Anarchie nicht weit!
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Weitere Künstler / Re: Bayerischer Kabarettpreis für Lisa Fitz
« Letzter Beitrag von Heiko am 13. Juli 2021, 13:17:41 »
Danke für die Infos. Unabhängig von solch rechtlichen Fragen gefällt mir Lisas Version dennoch besser.
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Georg Kreisler: die Lieder / Re: Der Bluntschli
« Letzter Beitrag von Heiko am 13. Juli 2021, 13:14:32 »
Ja, zu meinen auch. Wäre ich in der Nähe, würde es mich schon reizen, eine auf Kreisler verweisende Tafel unter dem Straßenschild anzubringen. (Dass dem Ordnungsamt das nicht recht wäre, ist mir natürlich klar.)
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Weitere Künstler / Re: Bayerischer Kabarettpreis für Lisa Fitz
« Letzter Beitrag von Burkhard Ihme am 12. Juli 2021, 20:18:55 »

Die Aufnahme stammt von 1971. Trotz Plattenveröffentlichung ohne GEMA-Eintrag.

Und das ist die genehmigte Übersetzung von Günter Loose:
https://www.youtube.com/watch?v=aQO6I7XsSaY

Es gibt außerdem genehmigte Übersetzungen von Polo Hofer und Gerulf Pannach. Und eine von Ursula Bellweg (Sina), die aber laut der allwissenden Wikipedia identisch mit der von Polo Hofer ist. Was auch recht wahrscheinlich ist, da sie das Lied 1999 mit Polo im Duett gesungen hat. Vielleicht hat sie ein paar Worte geändert und noch mal angemeldet (so wie das beim "Schneewalzer" seinerzeit geschah).

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