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Kontakt: Bastian Kopp

Irgendwo am Strand / Das Wort "Verlassen"

Zyankalifreund · 18 · 6704

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Offline Zyankalifreund

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*schluchz*

Am meisten hat mich das Lied "Irgendwo am Strand" bewegt.
Sowohl Text als auch Musik besitzen eine, selbst für Kreisler, außergewöhnliche Tiefgründigkeit.
Bei diesem Lied habe ich immer schrecklich viele Bilder, die mir durch den Kopf sausen. Wie ein guter Film!
« Letzte Änderung: 28. April 2005, 21:32:09 von theaterfreek »


Offline Sandra

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Du meinst: "das Wort Verlassen". Ja. Eine grossartige Nummer!!


Offline Andrea

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Das Lied ist eines der ersten, das mir den Zugang zu Kreisler geschärft hat. Ich finde es auch sehr tiefgründig. Aber inzwischen haben Basti und ich es beim Proben zur Entspannung dermaßen rauf und runter genudelt und umgetextet, dass es mir ein Bissel zum Hals raus hängt.
Zum Licht gehört der Schatten, zum Tag die Nacht. Das musst du dir so oft sagen, bis du es weißt und für selbstverständlich hältst. Dann kannst du nicht enttäuscht darüber sein. Denn leben heißt: Das


Offline Sandra

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Ich mag unsere Streicherversion. Die Streicher wabern so dahin, um das vibraphon zu markieren - und das hat was - ist allerdings für sie schwer zu spielen, weil es sehr genau sein muss.
Bei der Original-aufnahme nervt mich auf die Dauer die weinerliche Stimme von GK - das war halt der Stil in der Zeit.
Beim Spielen der Nummer ist mir aufgefallen, dass man höllsich aufpassen muss, weil die Nummer einen dazu verleitet, zu schleppen - und dann zerfällt sie. Man daruf nicht zu schnell sein, man darf aber auch nciht schleppen - muss die Spannung halten, trotzdem sich Zeit lassen - da ist ganz schön schwer...


Offline Alexander

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Liest man Sandras letzten Eintrag, geht man dann natürlich zum CD-Regal, holt die CD "Sandra Kreisler + Das Open Mind Quartett Live", wählt Track 13 an - und hat eine sehr gute Chance, 3:34 Minuten lang im positivsten Sinn zu staunen. Wolfgang Riegers Arrangement zaubert eine irisierende Klangwelt in den Raum, Sandra singt bewundernswert zurückhaltend und damit umso eindringlicher. Im Moment des Anhörens dieser Version ist es völlig egal ob es andere Versionen gibt - sie lebt für sich und ist ein schönes Dokument zeitgenössischer Chanson-Interpretation. Auf mich hat sie so stark gewirkt, dass ich mir für den Rest des Tages keine andere Musik mehr anhören möchte. Nachwirken lassen ist jetzt besser, und vielleicht dann vor dem Schlafengehen noch mal hören - nur dieses eine Lied, nur diese Interpretation ...

PS (Anmerkung): Ich schmier´ der Sandra hier keinen Honig ums Maul, ich bin oft überhaupt nicht einer Meinung mit ihr bei den politischen und gesellschaftlichen Kommentaren (oft aber auch total), aber ihre Chanson-Interpretationen "sind mir heilig" (auch wenn man sich an manche gewöhnen muss - oder gerade deswegen).
« Letzte Änderung: 27. April 2005, 13:32:23 von Alexander »
„Die Kunst ist eben keine hübsche Zuwaage – sie ist die Nabelschnur, die uns mit dem Göttlichen verbindet, sie garantiert unser Mensch-Sein.“ (Nikolaus Harnoncourt)


Offline Sandra

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Offline Dagmar

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Siehst Du!  :) (Kleiner Insider)
Je fester dir einer die Wahrheit verspricht, in Programmen und Predigten, glaube ihm nicht. Und geh' zu den Gauklern, den Clowns und den Narr'n: Dort wirst du zwar nix, doch das in Wahrheit erfahr'n.


Offline Bastian

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Für wen schreibst du eigentlich immer dazu, dass es sich um Insider handelt?...  ;D

"Das Wort Verlassen" ist tatsächlich sehr fragil. Ich bin mittlerweile der Auffassung, dass es sogar recht oberflächlich ist, denn es wird an keiner Stelle ein Gefühl vertieft, oder eine komplexe Situation beschrieben. Der Zuhörer wird mit reinen flüchtigen Skizzen alleingelassen, also scheint mir die Tiefe, die der Zuhörer empfindet aus ihm selbst zu kommen. Ist aber auch was Nettes.


Offline Dagmar

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Wieso "immer"? Das letzte Mal hat Sandra das dazu geschrieben - das war in der Sache mit den Namen.

Du wirst uns doch nicht ein bisschen tüttelig werden, Basti?  :o
Je fester dir einer die Wahrheit verspricht, in Programmen und Predigten, glaube ihm nicht. Und geh' zu den Gauklern, den Clowns und den Narr'n: Dort wirst du zwar nix, doch das in Wahrheit erfahr'n.


Offline Andrea

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;D

Ich mag unsere Streicherversion. Die Streicher wabern so dahin, um das vibraphon zu markieren - und das hat was - ist allerdings für sie schwer zu spielen,
weil es sehr genau sein muss.
Bei der Original-aufnahme nervt mich auf die Dauer die weinerliche Stimme von GK -
Wieso weinerlich? So hör ich das nicht. Aber ich hab's früher einfach zu oft gehört. Die Streicherversion mag ich auch sehr.
Zum Licht gehört der Schatten, zum Tag die Nacht. Das musst du dir so oft sagen, bis du es weißt und für selbstverständlich hältst. Dann kannst du nicht enttäuscht darüber sein. Denn leben heißt: Das


Offline Sandra

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Zitat
Der Zuhörer wird mit reinen flüchtigen Skizzen alleingelassen, also scheint mir die Tiefe, die der Zuhörer empfindet aus ihm selbst zu kommen


Ich persönlich finde gerade das so schön. Und auch schwer. Ich kenne wenige Lieder, die so klar Knöpfe im Zuhörer drücken können - ohne ganz konkret zu werden.
Mit ein Grund, warum ich zB auch den ZeiT. - Song.http://www.roger-stein.com/zeit/zeit.html so mag - im Grunde sagt er nix Neues - aber er berührt die Menschen, weil  ihre Assoziationen plötzlich und radikal freigelassen werden.

Vielleicht liegt das an mir - aber für mich sind solche Text auch viel schwerer zu schreiben, als so ganz konkrete Stories. Und nicht zuletzt deswegen ist "Verlassen" ein gutes Lied - auch "Ich kann tanzen" - gleiche Geschichte, sagt auch nix konkretes.


Offline Zyankalifreund

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Da bin ich absolut d'accord! Genau das macht das Lied aus.

PS: Sorry wegen dem Namensirrtum! Tim Fischer hatte das Lied als "Irgendwo am Strand" verkauft, der Böse! Deswegen der Name...


Offline Andrea

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Zitat Sandra:
Vielleicht liegt das an mir - aber für mich sind solche Text auch viel schwerer zu schreiben, als so ganz konkrete Stories.
Für mich ist das auch so.
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Offline Dorian

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Zitat
Sorry wegen dem Namensirrtum! Tim Fischer hatte das Lied als "Irgendwo am Strand" verkauft, der Böse! Deswegen der Name...

Nein, der ist in diesem Punkt unschuldig, unter dem Titel tauchte eine Version des Liedes vorher schon auf.
« Letzte Änderung: 29. April 2005, 10:05:54 von Dorian »


Offline Sandra

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Es gibt so eine unsägliche Compilation, die offenbar ohne Zutun und vielleicht auch Wissen von GK entstanden ist, da haben sie lauter Sachen zusammengefladert - Titelbild, und Titelname - hat irgendeiner gemacht, dem es wurscht war, der keine Ahnung hatte etc. Trotzdem hätte gerade TF - der ja so gut  mit GK und vor allem BP ist, da besser recherchieren können, schon aus Respekt gegenüber dem Autor, oder?


Offline Dorian

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Offline Sandra

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Die ist zwar auch ohne GK entstanden - aber mit vollem Wissen von TK ;D Naja, man lernt nie aus...


Offline Guntram

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TK hat´s ja auch auf der LP gesungen. Bei der anderen Liedern dieser LP tappe ich immer noch im dunkeln, weil es keine Ählichkeit zu bekannten Kreisler Liedern gibt. Ist also vermutlich von unbekannten Material abgekupfert.
Träume sind nicht Schäume, sind nicht Schall und Rauch,
sondern unser Leben so wie wache Stunden auch.
Wirklichkeit heißt Spesen, Träume sind Ertrag. Träume sind uns sicher schwarz auf weiß wie Nac