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Kontakt: Bastian Kopp

Du hast ja noch dein Grab

Gast · 1 · 1587

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Martin

  • Gast
Hab vor kurzem mein neues Lieblingslied (zumindest vorrübergehend) entdeckt. Zuerst war es lediglich die gelungene Einleitung des Refrains (wer es hört, weiß, was gemeint ist). Dann aber hat mich mehr und mehr auch der Text fasziniert:

Zitat
Du hast ja noch dein Grab
...
Du hast ja noch dein Grab, um dich drin zu freuen.
Du hast ja noch den Tod und was nachher bleibt.
Sobald dein Hirn verfault, wirst du nichts bereuen,
und dann gibt es niemand, der dich       weitertreibt.
Da liegst du dann und siehst nicht einmal die Vögel,
erinnerst dich auch nicht an die liebe Frau.
Du frißt kein altes Brot, kaust auch keine Nägel,
deinen Namen weißt du auch nicht mehr genau.
Na, ist das nicht ein Spaß,
keiner sagt dir, wie und wo und was,
keiner wirft dich weg, keiner hebt dich auf, keiner schlägt dich klein.
Ja, der Tod ist eine Lust,
und du kannst auch furzen, wenn du mußt,
denn der Himmel hat dir nichts mehr zu verzeihn.
Drum freu dich keines Lohnes und keiner Titel,
und bau auf keinen endgültigen Vertrag.
Der Zweck, für den du lebst, heiligt keine Mittel,
freu dich lieber auf die Qual,
auf die Krankheit, aufs Spital,
freu dich nur auf deinen letzten Tag.
...

Komisch ist nur, dass ich gar nicht so genau weiß, was mich an dem Text fasziniert. Vor allem bin ich mir noch nicht ganz sicher, was ich von den letzten Zeilen halten soll:

Zitat
Die Freude, die du fühlst, trifft ja ganz daneben,
weil die Freude - sieh nur her -
immer weiter, immer mehr,
immer schneller unsre Welt verläßt.
« Letzte Änderung: 03. November 2010, 19:40:35 von Bastian »