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Kontakt: Bastian Kopp

Der schöne Heinrich

Georg · 17 · 5199

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Offline Georg

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Erstmal der Text:
...
Ausgesprochen schöner Heinrich,
der die Liebe entfacht.
Ausgesprochen schöner Heinrich,
sag mir, wie man das macht.
Frauen lechzen nach dir,
Frauen krächzen nach dir,
Frauen frieren für dich,
funktionieren für dich,
o sie flattern für dich,
kriegen Blattern für dich,
und so ein lebender Busen wird bebender...
Ausgesprochen schöner Heinrich,
gib's Geheimnis mir preis,
wie es kommt, das die Frauen dich so schrecklich lieben,
aber du bleibst wie Eis.
...

 ;D
« Letzte Änderung: 03. November 2010, 19:36:53 von Bastian »


Offline Georg

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Wisst ihr ob GK das Lied über eine bestimmte Person geschrieben hat? Ich meine, in der heutigen Zeit hätte er es wahrscheinlich über Daniel Kübelböck geschrieben.

:)
Georg


Offline Katinka Koschka

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Man mag von olle Kübi halten was man will, aber bei diesem Morddrama haben sich offenbar zwei Psychopathen gesucht und gefunden SIE: weltfremd verknallt ER: weltfremd eifersüchtig; Vor diesem "Freund" graust es mir ehrlich gesagt mehr als vorm Kübi... :P
Apripi -das heißt- apropos, Halli halli hallo


Offline Georg

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Da hast du vollkommen Recht, aber weist du etwas zu meiner Frage(siehe oben)?

:)
Georg


Offline Katinka Koschka

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Naja, wäre sicher möglich, daß Kreisler ein bestimmtes Vorbild für den "Schönen Heinrich" hatte, Schwärme gab's ja schon anno Tobak und eifersüchtige Ehemänner/Freunde/Geliebte ja auch...wenn ich z.B. an das Gekeife der (männlichen) Zeitungsjournalisten denke als Rudy Valentino bei den Frauen so beliebt war (20er Jahre)
Und heutzutage ist ja Kübi eher ein ungewöhnlicher Teenyschwarm mit seiner Brille und der eher schmächtigen Gestalt...da gäbe es sicher einige noch auffälligere Schwärme, die den Mädels derart den Kopf verdrehn, daß sie ihre Boys eifersüchtig machen.
Da gab es z.B. zu tiefsten DDR-Zeiten einen Popsong wo ein Mädel in einen Star verliebt ist und irgendwann einen Jungen kennenlernt, dem aber zu verstehen gibt, daß der Star die No. 1 bei ihr wäre. (aubacke, sowas behalte ich entweder für mich oder mir ist von vorn rein klar, wenn ich den Star mehr liebe als den echten Partner, dann ist die Beziehung nicht reif...) Der moralinsaure Schluß des Lied "einen  Freund fand sie keinen"... ::) Naja, lieber keinen Freund als einen eifersüchtigen Partner der einem mit der Flinte droht, wenn man ihm nicht tagtäglich verspricht ihn auf immer und ewig zu lieben... :o :-X
Ok...lassen wir das. Interessant wäre es schon zu wissen ob Kreisler einen bestimmten Typ vor den Augen hatte, tut mir leid daß ich statt eine Antwort zu wissen hier herumschwafel.... ;)
Apripi -das heißt- apropos, Halli halli hallo


Offline Georg

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Macht überhaupt nichts. Interessant was du alles weist  :D (über Lieder und 20 Jahre) Woher weist du das alles? Hast du da schon gelebt ;)

:)
Georg


Offline Sandra

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Also, ich denke, das ganze Lied hat sich eigentlich daran aufgedröselt, dass er dem Goethe Zitat am Schluss einen neuen Dreh geben wollte (gab's da nicht einen österreichischen Politiker, der Heinrich hiess?)  - ansonsten ist es wie Katinka sagt, ein naheliegendes Thema - und eine Möglichkeit, seine Reimlust zu befriedigen - ähnlich wie bei vielen Chansons aus dieser Zeit ging es ihm da noch nicht so oft um "DIE Message"....


Offline Katinka Koschka

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Zitat
Macht überhaupt nichts. Interessant was du alles weist  :D (über Lieder und 20 Jahre) Woher weist du das alles? Hast du da schon gelebt ;)

 :)
Georg


Naja...ich arbeite im Filmarchiv und hab da auch Unterlagen zu Rudy Valentino gelesen...war schon interessant die Hysterie der Frauen und die eifersüchtige Reaktion der Männer "...wo ist der Neandertaler geblieben..." "...Valentino dieser rosa Puderwedel..."  :o Muß schon hart für die Herren der Schöpfung gewesen sein zu bemerken, daß Frauen offenbar NICHT auf "harte Kerle" stehen und der Neandertaler aus Gutem Grunde ausgestorben ist... ;)


Zitat
Also, ich denke, das ganze Lied hat sich eigentlich daran aufgedröselt, dass er dem Goethe Zitat am Schluss einen neuen Dreh geben wollte (gab's da nicht einen österreichischen Politiker, der Heinrich hiess?)

Durchaus möglich, daß es eine Anspielung auf einen Politiker war...ist GK zuzutrauen...braucht man wahrscheinlich eh einiges an Insiderwissen um einige der Lieder zu verstehen, deshalb hat er ja auch häufig seine Lieder umgedichtet und aktualisiert ect.

Und das mit dem Goethezitat ist auf jeden Fall auch eine witzige Idee...gerade die Klassiker reizen oft dazu sie ironisch durch die Mangel zu drehen...ich denke da z.B. an ein Lied von der Band meines Schwagers, wo es hieß: EKEL SEI DER MENSCH NEUREICH UND GUT GEMÄSTET ;D
Und ich hab mal den Erlkönig umgedichtet zusammen mit ein paar Freundinnen... :-X
Apripi -das heißt- apropos, Halli halli hallo


Offline Georg

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Danke vielmals für die Informationen und falls euch noch was einfällt schreibt es mir.

Danke
:)
Georg


Offline joelli

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Tschuldigung, wenn ich frag. Aber ich denk und denk und komm nicht drauf. Welcher österreichische Politiker war " Der schöne Heinrich"?
Drimmel?
Gleißner?


Offline Georg

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Hi,
dieser Gleißner heißt Friedrich mit Vorname, oder.
Drimmel kenn ich nicht.

Es gab mal einen Heinrich Schneider hab ich herausgefunden. Genaueres auf dieser Seite:

http://web.utanet.at/oega/ojip2.htm

Hab allerdings noch einen Heinrich gefunden:
Hans Heinrich Wrede

Ist es einer von denen oder jemand ganz anders oder niemand. Fragen über Fragen, wer wird sie lösen ???
*schauder*     *geheimnisvoll*

:)
Georg
« Letzte Änderung: 31. Juli 2003, 10:40:39 von Georg »


Offline Choirgirl

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Ich habe immer angenommen, der "schöne Heinrich" wäre schwul? Insofern ist der Vergleich mit DK vielleicht treffend, allerdings kenne ich keine Frau, die auf ihn steht.
Computer says no.


Offline Peter Silie

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  • A technicolor dream being cream. Puff!
Zitat
Erstmal der Text:
Ich bin ein gerechter, durchschnittlich echter
Wiener - schaun's: der Diener.   ....

für dich gibt's nie Winter im Kizbüll, höchstens die Dämmerung am Sämmerung


Dr. Peter Silie vom Verein zur Aufklaerung von Misheard Lyrics schreibt:


Es heisst nicht "schaun's: der Diener" sondern
"gschamster Diener", das ist eine Kurzfom von
"gehorsamster Diener", ein devoter Wiener Gruss.

Der beliebte versnobte Skiort in Tirol heisst
Kitzbuehel , nicht Kizbuell.

"Saemmerung" ist ein des Reimes wegen mutierter Berg an der Grenze zwischen Niederoesterreich und der Steiermark, der Semmering.

mfg
Dr. Peter Silie  ;)


Offline Johannes

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@Peter Silie
@Allgemeinheit
Der von Georg oben zitierte Text stammt anscheinend von gk.de. Dort sind viele sozusagen "typisch österreichische" Wörter, die in der BRD eher nicht gängig sind, falsch zitiert. So z.B. im Taubenvergiften das "Scherzel", das zum "Schatzerl" mutiert. (Das paßt eigentlich gar nicht hierher, sorry.)  ;)
Heimat bist Du großer Söhne - auch die Töchter man erwähne.


Offline Peter Silie

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  • A technicolor dream being cream. Puff!
Ja, es wurde im Gaestebuch von georgkreisler.de auch schon bemaengelt.
"Gschamster Diener" find ich einfach so urig, da wollt ich nochmal drauf hinweisen...


Offline Guntram

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Um noch mal auf Idole zurückzukommen.   :-/

Ich glaube das Fernsehen könnte mit der entsprechenden PR jeden zum (Teeny)Star aufbauen.

Ich erinnere mich noch als Boris B. das erstemal als Noname Wimbeldon gewann. Über Nacht mutierten alle rothaarigen, sommersprossigen (pickeligen) Jungs zu den begehrtesten Typen auf dem Schulhof. Vorher hat die keiner angesehen.

Was beweißt Erfolg und Geld (und Macht nicht zu vergessen, aber viel Geld wird oft mit Macht gleichgesetzt) machen begehrenswert, nicht unbedingt das Aussehen. Unterm Strich ist das Erbmasse aus der Zeit als wir noch in Höhlen lebten.

Denn auch wenn wir jetzt Zivilisiert sind, das meinste unseres "Urverhaltens" steuert uns immer noch, wir merken es nur nicht. :o
Träume sind nicht Schäume, sind nicht Schall und Rauch,
sondern unser Leben so wie wache Stunden auch.
Wirklichkeit heißt Spesen, Träume sind Ertrag. Träume sind uns sicher schwarz auf weiß wie Nac


Offline Nase

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Ich dachte immer, das Lied orientiert sich an einem sehr ehemaligen Schlager vom "Schönen Heinrich" o.ä.

Das hat meine Mutter zumindest immer gesungen...

Nase
Nur eins, mein Bester; in der Welt ist es selten mit einem Entweder-Oder getan; die Empfindungen und Handlungsweisen schattieren sich so mannigfaltiglich, als Abfälle zwischen einer Habichts- und eine