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Folkmagazin Zeitschrift für Folk Song Kabarett

h-j-urmel · 4 · 281

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Offline h-j-urmel

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Das Folkmagazin erscheint offensichtlich nicht mehr. Habe in Netz gesucht, ob es einen Rechtsnachfolger gibt, bei dem eine Berechtigung eingeholt werden kann für den Abdruck eines Artikels von 1980. Bin nicht erfolgreich.  Ein bestimmter Autor aus dieser Zeit ist für mich ebenfalls nicht auffindbar. Ich suche nach Wolfgang Meyer-Gryphus. Kann natürlich sein, dass dieser gar nicht mehr unter uns weilt. Wer weiß hierzu als Aufklärer zu berichten?


Offline Burkhard Ihme

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Das FOLKMAGAZIN wurde im Dezember 1982 eingestellt. Herausgeber waren Heinz Mees und Wilhelm G. Reinheimer, wobei Heinz für den Inhalt verantwortlich war. Heinz Mees ist vor einigen Jahren gestorben, Willi Reinheimer (heimlicher Namensgeber von "Reino") arbeitete bei Opel und ist wohl der da (sieht ihm auch ausreichend ähnlich – wenn die Seite nicht angezeigt wird hier).

Ich bezweifle aber, daß er nach 41 Jahren irgendwo eine aktuelle Adresse eines sporadischen Autors hat (wahrscheinlich hatte er sie schon 1980 nicht). Der Name Wolfgang Meyer-Gryphus sagt mir nichts (ich war ja langjähriger Mitarbeiter des Magazins und regelmäßiger Leser). Vielleicht auch ein Pseudonym. Zudem heißt er Meyer-Gryphius.

Ich hab den Artikel jetzt rausgesucht und es ist eine hymnische Rezension auf meine damals schon über ein halbes Jahr alte Platte "Sie meinen es ja gut mit uns".





Ohne mich konkret erinnern zu können: Das hab ich bestimmt selber geschrieben. Ein Teenager aus der Nachbarschaft, der mal ein paar Fotos von mir machte (eins ist in meiner Werbebroschüre von damals zu sehen), war Wolfram Meyer zu Uptrup (vermutlich der da – keine Ahnung, seit damals keinen Kontakt) und stand wohl für den Namen Pate.


Kannst du auf jeden Fall nachdrucken, da wird sich keiner beschweren.


Es gibt übrigens ein gleichnamiges Magazin (ohne Song und Kabarett), das vom wandervogel e.v. herausgegeben wird (der sicher keine 125-jährige ungebrochene Tradition hat und wohl eine Neugründung ist. Zumindest wird er im Wikipedia-Artikel nicht genannt, der Nerother Wandervogel als weiterhin aktive Gruppierung aber doch (und der war ja schon vor über 60 Jahren ein Zombie-Verein). Eine Rechtsnachfolge des alten Magazins ist es natürlich nicht.
« Letzte Änderung: 30. September 2021, 09:38:27 von Burkhard Ihme »


Offline h-j-urmel

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Na, dann darf ich bestimmt auch vom  folk magazin Nr. 4 1979 zitieren: Ihme legt vor Burkhard Ihme, zeitweise ständiger Mitarbeiter des folk magazins, hat in diesen Wochen gleich zweierlei Neues vorgelegt: zum einen ist sein Textbuch "...weil ein Reim hinten steht" in einer erweiterten zweiten Auflage erschienen, zum anderen ist beim Verlag Pläne in der Werkstatt-Reihe eine erste Ihme-Platte veröffentlicht worden: "Sie meinen es ja gut mit uns". (Pläne 88 143). Im Liederbuch sind 26 Lieder Ihmes, allesamt handgesetzt vom Autor, wiedergegeben. Der Band macht einen sehr sauberen, schönen Eindruck - ein Beleg mehr dafür, was man alles tun kann, wenn man seine Texte selbst verlegt. Für DM 6,- ist das Bändchen bei Burkhard Ihme, Karlshofstraße 4 , 7000 Stuttgart 70 zu beziehen. Ein Teil der Lieder ist auch auf der Platte enthalten, die Ihme nicht nur als Gitarren-Chansonier/Liedermacher zeigt: hin und wieder sind sehr gut arrangierte Stücke zu hören, die von Friedbald Rauscher musikalisch bearbeitet wurden. (ga)

Wer sich hinter (ga) verbirgt, kann ich nur vermuten. In der Rubrik Redaktion und freie Mitarbeiter taucht der Name Gerhard Alexander auf. Die Anfangsbuchstaben stimmen überein. Ein weiterer Name, der dort steht, stimmt mich stets traurig. Es ist Reinhard Hippen. Er ist leider schon lange tot. Reinhard Hippen, der unter Anderem das Deutsche Kabarett-Archiv gründete, ist für mich eine herausragende Persönlichkeit gewesen mit großem Fachwissen. Menschlich von besonders feiner Art und Weise.
In diesem Heft Nr. 4 - 1979 ist ein Beitrag von Reinhard Hippen. "LIED GESCHICHTE(N) von Reinhard Hippen. Mich hat der Esel in Galopp verloren.

Das war ein weiter Blick zurück. Ein wenig Nostalgie. Mitte 30 war ich zu dieser Zeit!
Noch ein Sprung in jetzt und morgen. Am 1.Oktober bringt der dlf um 22:05 die Sendung Lied- und Folkgeschichten - Youkall - Die dunkel-schönen Lieder von Vladimir Korneev.
Ein besonderes Erlebnis diesen Sänger zu hören. Ich freue mich bereits auf Anfang November. Da tritt er einige Abende in Berlin in der "Bar jeder Vernunft"auf.
Der letzt Teil gehört nicht so recht in diese Rubrik. So genau wird es hier nicht drauf ankommen.
Wünsche einen schönen Tag! h-j-urmel


Offline Burkhard Ihme

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Reinhard Hippen war ziemlich umtriebig. Er war schon bei den Waldeck-Festivals involviert, später beim Mainzer Open Ohr Festival (wo er auch die Festivalzeitung rausgab – ein bißchen hab ich da auch mitgemischt), hat die Zeitschrift SONG geprägt, natürlich auch mit einer Kabarettrubrik beim FOLKMAGAZIN mitgemischt, dazwischen die Raubpressung "Der Biermann kommt" veröffentlicht und neben seinem Beruf als Grafik Designer das Deutsche Kabarett Archiv gegründet (das ihm später aus den Händen gerissen wurde), Ausstellungen gestaltet und zahlreiche Bücher veröffentlicht. Das wäre wohl alles nicht möglich gewesen, wenn er länger als vier Stunden täglich geschlafen hätte. Bis zu seinem Tod konnte man ihn jedes Jahr im Fernswehen sehen – im Publikum bei der Preisverleihung der Mainzer Unterhaus-Glocke