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Das Georg Kreisler Forum ist dem Werk des Satirikers, Dichters und Komponisten Georg Kreisler gewidmet. Das Georg Kreisler Forum ist ein Fanprojekt, Sie sind also herzlich eingeladen, Informationen zu Georg Kreisler beizusteuern und an den vielfältigen Diskussionen - auch weit über Georg Kreislers Werk hinaus - teilzunehmen.

"Wenn sich wer öffnet, mach' ich doch nicht zu. Noch einmal frag ich: Was sagst Du?" (Georg Kreisler, "Was sagst Du?")


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Weitere Künstler / Re: Jiddische Lieder wie die Nichtarischen Arien
« Letzter Beitrag von Burkhard Ihme am 25. August 2016, 22:08:09 »
Da wollen wir doch den Beitrag von Georges Bizet (bei Kanner nicht in allen Nuancen erkennbar) erwähnen.
Und ich kenne keine Lieder von Kreislers Schwiegervater, in denen er jiddelt.
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Weitere Künstler / Re: Jiddische Lieder wie die Nichtarischen Arien
« Letzter Beitrag von Heiko am 24. August 2016, 14:07:53 »
Friedrich Holländer: "An allem sind die Juden schuld" - (vielfach interpretiert, hier Vivian Kanner)
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Kreisler-Interpreten / Ilja Richter im Polittbuero
« Letzter Beitrag von Heiko am 24. August 2016, 13:56:10 »
"…durch Georg Kreislers Brille"
Sa., 8. Okt. 20.00 Uhr im Polittbuero

Ilja Richter singt Georg Kreisler
Am Flügel: Sherri Jones

Zitat
"…durch Georg Kreislers Brille" - Ilja Richter gibt eine Hommage an den unvergesslichen Künstler. Ein Abend ganz in Kreislers Sinne: Poetisch, poesievoll und frech! Schmelzende Klänge zu ätzenden Sätzen und umgekehrt, Klavierläufe spielen verrückt, während Ilja Richter mit harmloser Stimme hinterfotzige Geschichten zum Besten gibt.

Am Klavier: Sherri Jones, die Klaviervirtuosin der Konzertstücke Kreisler, die viele Jahre mit dem Dichterkomponisten zusammenarbeiten durfte.

"...durch Georg Kreislers Brille", zu singen, fällt Ilja Richter nicht schwer. Der für ihn größte Kabarett-Poet wohnt schon lange in seinem Kopf. Kreisler wußte das. Schätzte ihn. Schwer ist leicht was....Aber wenn Richter mit Meister-Pianistin Sherri Jones, dieser von Georg Kreisler einst bevorzugten Interpretin seiner Konzertstücke,  „loslegt“, von der Parodie, über lyrisch Surreales bis hin zu schärferen Liedern wie "Anders als die Anderen“, bestätigen Publikum und Presse dem Chansonnier und der Pianistin in dieser Art Einklang: Hier ist vieles anders als bei den anderen. Besser? Das steht auf einem anderen Notenblatt.... Anders allemal!

www.iljarichter.de

http://www.polittbuero.de/2016/10/08_10.html
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Bühne frei! / Re: Eigene Verzapfungen...
« Letzter Beitrag von Burkhard Ihme am 12. August 2016, 18:26:40 »
Da dies der bestbesuchte Thread des Forums ist (obwohl gerade wenig passiert) hier mal ein Lied aus meiner ganz frühen Phase (das erste Lied meiner Liedermacherzeit, davor hab ich einige Liedtexte für zwei Theaterstücke geschrieben).

Abendlied

Es wird bald Abend,
nur ein paar Knaben
wühlen noch im Dreck.
Und die Sonne versinkt,
und die Müllhalde stinkt,
und ein Leichenzug zieht vorbei.
Und der Rauch steigt empor,
und der Rhein stinkt nach Chlor
und auch sonst noch nach allerlei.

Stimmungsvoll tönen
die Schiffssirenen
vom Hafen herauf.
Wie ein silbernes Band
zieht sich durch Stadt und Land
die Kloake der Industrie.
Und die Fische da drinnen
sind Rohölsardinen
und riechen nach Kot und Chemie.

Man sieht verrauchte,
in Glanz getauchte
Fabrikschlote stehn.
Diese schwarzen Gemäuer
spei'n Rauch, Dampf und Feuer,
die Asche fällt wer-weiß-wohin.
Und die Glut läßt die toten
Kamine im blutroten
Herbstabendhimmel erblühn.

Nach großer Schwüle
bricht jetzt die Kühle
des Abends herein.
Und der Hochofen glüht,
und ein Leichenhauch zieht
durch die Krankenhäuser der Stadt.
Unter verkohlten Eichen
stehn Kreuze zum Zeichen:
Hier starb ein wackrer Soldat.

In grünen Auen
kann man erschauen
ein Kunstwerk aus Müll.
Neben Plastik- und Bierflaschen
liegen Papiertaschen-
tücher genial deplaziert.
Aller Schutt liegt im Walde
denn die Abfallhalde
ist für Blausäuresalz reserviert.

Reklamelichter,
tausend Gesichter
schau'n teilnahmslos drein.
Und der Arme krepiert
und der Reiche verliert
in den Spielkasinos sein Geld.
Und der Tod kommt geritten
und setzt sich inmitten
des Drecks der verlogenen Welt.

Es riecht nach Ginster,
und es wird finster,
die Lichter gehn an.
Es wird still in den Gassen,
und auf den Terassen
der Cafés zahlt man um zu gehn.
Nur noch in Bahnhofshallen
sieht man hinter allen
Sperren die Ausländer stehn.

In weiter Ferne
sieht man schon Sterne,
der D-Zug fährt ab.
Und der Lokführer hinkt,
und die Sonne ertrinkt
in der Wolke von Qualm, Gas und Rauch.
Sie krepiert auf der Halde.
Ja, warte nur balde
ruhest du auch!


Zur Entschuldigung: Ich war siebzehn! Und der Doppelreim "Bierflaschen – Papiertaschen-" ist doch ganz putzig.
Drei Jahre später hab ich das Lied überarbeitet.


Abendlied

Die letzten Strahlen

der Sonne malen
auf jenes Plakat
an der Bretterwand Ringe
und andere Dinge
und lesen sich an ihm nicht satt.
Doch die Schatten, sie lecken
an ihnen und decken
sich über die Straßen der Stadt.

Zugvögel rasten
auf Leitungsmasten,
der Abendschwingt aus.
Von den Eisenbahngleisen
aus glänzendem Eisen
tropf glühend und zäh der Purpur,
rostet durch Schienenschwellen
und zieht sich in grellen
Rottönen durch die Natur.

Stimmungsvoll tönen
die Schiffssirenen
vom Hafen herauf,
wo im Schatten des Doms
sich die Fläche des Stroms,
von Seifenschaumkronen bedeckt,
die auf braunschwarzen Wogen
wie ein Regenbogen
schillern, majestätisch erstreckt.

Man sieht verrauchte,
in Glanz getauchte
Fabrikschlote stehn.
Diese schwarzen Gemäuer
spei'n Rauch, Dampf und Feuer
und lassen den Horizont glühn,
und die Glut läßt die toten
Kamine im blutroten
Herbstabendhimmel erblühn.

Sonnenstrahlgarben
und alle Farben
schluckt gierig die Nacht.
Doch aus tausend Kaminen
steigt Rauch, aus Latrinen
Chemiedämpfe giftig verwehn.
Als noch Farben sie schmuckten,
zum Kitsch sie entrückten,
da fanden wir sie sogar schön.


Ein paar falsche Betonungen und Satzumstellungen und ein für die Liedform unverständlicher Bandwurmsatz, ansonsten doch ganz passabel. Fast alle Lieder, die ich vor meinem 21. Lebensjahr geschrieben habe, haben es nicht in mein Repertoire geschafft, was dadurch einige Jahre doch ein wenig klein war (ich hab nur eigene Lieder vorgetragen).
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Weitere Künstler / Re: Jiddische Lieder wie die Nichtarischen Arien
« Letzter Beitrag von Burkhard Ihme am 12. August 2016, 13:49:01 »
Und wenn man nach Kreisler weitere jiddische Lieder hören möchte, wird es natürlich schwierig, etwas ähnliches zu finden, zumal Kreisler ein sehr "hochdeutsches" Jiddisch singt. In Wirklichkeit ist das für unsere Ohren nicht so leicht verständlich (etwa so wie Niederländisch). Da gibt es die Lieder aus dem antifaschistischen Widerstand (z.B. von Mordechaj Gebirtig oder Hirsch Glick), die von Peter Rohland, Zupfgeigenhansel, Espe und einigen anderen aufgenommen wurden, aber die sind nicht komisch. Das bekannte "Donna donna" gehört auch in diesen Bereich. Und dann gibt es Lieder aus jiddischen Kabaretts (das bekannteste ist "Bei mir biste shein", hier auf jiddisch), das hier scheint mir aus diesem Umfeld zu stammen (na ja, ein paar Sachen, "New York New York", "Da muß man sich doch einfach hinlegen" und "Der guate alte Franz" gehören eher nicht dazu). Daniel Kempin (hier ein Porträt in der ARD) hatte ein paar dieser Lieder im Repertoire (z.B. "Papirossn").
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Weitere Künstler / Re: Sebastian Krämer
« Letzter Beitrag von Burkhard Ihme am 12. August 2016, 04:56:04 »
Lange nichts über Sebastian Krämer geschrieben, er ist aber immer noch großartig!

https://www.youtube.com/watch?v=w1NQ3_oHsxw


P.S. Link funktioniert nicht mehr. Dann wahllos was anderes von ihm.


https://www.youtube.com/watch?v=RWkYEdKww8A&list=PL581455D23CF10173&index=20
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Kreisler-Interpreten / Re: Andere Interpreten
« Letzter Beitrag von Burkhard Ihme am 01. August 2016, 14:17:46 »
-> Peter Alexander: Telefonbuchpolka

Aber die "Version" von P. Alexander ist, glaube ich zumindest, vom Text her gesehen, ein bißchen abweichend vom Original-Stück(G.K.).
Hier kann es jeder selber vergleichen.
Es fehlt die zweite Strophe (Gottschalk hat ja die dritte weggelassen) und die dritte Strophe ist leicht umgeschrieben (warum auch immer, richtig entschärft wurde der Text nicht).
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Weitere Künstler / Burkhard Ihme
« Letzter Beitrag von Burkhard Ihme am 01. August 2016, 13:26:35 »
Grad auf YouTube entdeckt:

Zitat
Beschreibung Burkhard Ihme ist ein deutscher Comiczeichner, Redakteur für Comicfachliteratur und Liedermacher. Darüber hinaus wird er insbesondere mit dem Interessenverband Comic e.V., kurz ICOM, in Verbindung gebracht, dem er seit der Gründung 1981 als Mitglied angehört und dessen Vorsitzender er seit 1995 ist. Ebenfalls Gründungsmitglied ist er in der Gesellschaft für Comicforschung. Dieser Kanal wurde automatisch über das Videoerkennungssystem von YouTube erzeugt.

"In meinen Träumen" hat das Videoerkennungssystem allerdings nicht gefunden.


Über die "ähnlichen Interpreten" Georg Kreisler und Tom Lehrer kann ich mich nicht beschweren, auch wenn ich kein Pianist bin.
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Kreisler-Interpreten / Re: Filme nach Kreisler-Liedern
« Letzter Beitrag von Burkhard Ihme am 01. August 2016, 11:26:27 »
Dann vielleicht hier schauen. Keine Ahnung, wer das alles sehen kann, ist aber eine öffentliche Gruppe.
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Kreisler-Interpreten / Re: Filme nach Kreisler-Liedern
« Letzter Beitrag von h-j-urmel am 31. Juli 2016, 17:37:18 »
Nun wissen wir wieder ein wenig mehr über Dich und Dein Werdegang. Danke für die Informationen und liebe Sonntagsgrüße!
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