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"Wenn sich wer öffnet, mach' ich doch nicht zu. Noch einmal frag ich: Was sagst Du?" (Georg Kreisler, "Was sagst Du?")


Autor Thema: Terroranschläge in London  (Gelesen 2499 mal)

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Offline Choirgirl

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Terroranschläge in London
« am: 07. Juli 2005, 15:22:28 »
London rocked by terror attacks  
 
At least two people have been killed and scores injured after three blasts on the Underground network and another on a double-decker bus in London [...]  



http://news.bbc.co.uk/1/hi/england/london/4659093.stm

Das hab ich gerade erst mitbekommen. Scheiße!!!
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Offline Choirgirl

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Offline Choirgirl

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Re: Terroranschläge in London
« Antwort #2 am: 08. Juli 2005, 14:27:57 »
Wie habt ihr euch gefühlt? - Ich war erstmal nicht richtig schockiert, schließlich passieren Anschläge jeden Tag und man hat sich quasi dran gewöhnt. Aber als ich daran dachte, dass ich mit meiner Freundin vielleicht in diesen Ferien nach London wollte, ging mir das dann doch etwas näher. Eigentlich schlimm, dass man sich erst betroffen fühlt, wenn man sich selbst damit in Verbindung bringen kann. Oder wenn es "näher dran" ist und es auch bei uns passieren könnte.
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Offline Sandra

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Re: Terroranschläge in London
« Antwort #3 am: 08. Juli 2005, 14:53:30 »
Ich weiss nicht ,wie sehr man dinge, die einfach ganz normal menschlich sind, als "schlimm" bezeichnen kann. Der Mensch ist nun mal so, dass er leichter betroffen ist, wenn er einen Bezug zu sich selbst herstellen kann.
Deswegen war der Tsunami eine Katastrophe, und wenn das gleiche tief in China passiert, wo nie ein Westler seinen Fuss hinsetzt, kann man froh sein, wenn's überhaupt in den Nachrichten steht....

Klar, ich hab auch das idealbild, dass JEDER Mensch einem nahe stehen sollte, egal wie nah er tatsächlich ist. Aber es ist ein Idealbild, zu dem man hineifern sollte - ohne zu vergessen, dass das "Bildung" ist, und das andere "menschlich".

Wir werden alle lernen müssen, mit alltäglichem Terror umzugehen. Man kann eine Stadt nicht völlig absichern.
Und es zielen einfach soviele Dinge genau darauf hin, dass Terror immer alltäglicher wird.

Zumal, so lange man nicht einmal bei den richtigen Leuten (zB den Saudis) auf den Tisch haut, sondern immer nur Stellvertreterkriege führt, so lange wird sich nix ändern.

Ausserdem: die sind ja leider auch doof. Weil sie einfach nciht checken, dass diese Art des Terrors nur die stärkt, die sie NICHT wollen. (In dem Fall Blair, letztes Mal Bush)

Anstatt  mit den Ölmultis zu kuscheln, sollte man mE eine klare Doppelstrategie verfolgen: Erstens den Arabern die Aufklärung näher bringen, zweitens die Saudis in Zaum halten - warum hat Bush nicht DIE gebombt? - und dann, anstatt nur auf kurzfristigen Gewinn zu stieren, die alle da unten erst mal mit Bildung und Aussicht auf Reichtum und persönliche Wohlfahrt ködern. (DAS tun da unten nur die Islamisten - deshalb haben sie auch so grossen Zulauf. Nur, DEREN Bildung ist eben leider nicht unsere.)

Klarer Imperialismus ist leider das Einzige, was gegen klaren Imperialismus hilft. Da ist das sichtbare Ende des Pazifismus.
Leider.
Insofern hat Bush schon Recht. Nur macht er's bei den Falschen. Der Irak war nie eine Gefahr, eher im Gegenteil.  Hussein war zwar ein riesiges Arschloch - aber er hat die Religion unten gehalten, und die Aufklärung betrieben.
Bush hat einfach die Situation (nämlich, dass der Islamismus ausser Rand und Band geriet) für kurzfristige Ziele ausgenützt, anstatt zu sehen, was die Zeichen der Zeit wirklich sind. Und gegen die Saudis - die da alles angezettelt haben -  war er zu feig. Wäre erst mittel bis langfristig als gute Strategie erkennbar gewesen.

Das Ärgerliche ist: Es kann der Klügste nicht in Frieden leben.....
Das Zusammenleben von vielen Menschen auf kleinem Platz bedingt unweigerlich, dass es Machtverhältnisse geben muss. Und die Frage ist nur: wer hat die Macht?
Und die Welt wird ein immer kleinerer Platz mit immer mehr Menschen.
Sorry, aber Humanismus hin oder her - irgendwann ist einem die eigene Jacke einfach näher.

Offline Dorian

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Re: Terroranschläge in London
« Antwort #4 am: 08. Juli 2005, 17:01:43 »
Quote (selected)
 Hussein war zwar ein riesiges Arschloch - aber er hat die Religion unten gehalten, und die Aufklärung betrieben.


Na dann ist's ja entschuldbar, einen schlechten Tag haben wir doch alle mal ab und zu, oder was?
Google mal nach "Halabja". Nur so zum Zwecke der Aufklärung.

Manchmal pack' ich mich hier nur noch an den Kopp. Oder hab' ich einfach nur die unsichtbaren Ironie-Tags übersehen?
« Letzte Änderung: 08. Juli 2005, 17:04:01 von Dorian »

Offline Sandra

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Re: Terroranschläge in London
« Antwort #5 am: 09. Juli 2005, 08:27:18 »
Dorian, Du Deutscher.  ;D
IN DIESEM ZUSAMMENHANG gab es keinen Grund, Hussein anzugreifen. Dass ich es okay finde, wenn man solche Leute entsorgt ist doch bitte keine Frage.
Aber erstens ist es sehr wohl ein Frage WIE, und zweitens ist es ebenso eine Frage mit welcher Begründung.


Und lass meinen Basti in Ruhe, ja? ;)
« Letzte Änderung: 09. Juli 2005, 08:27:48 von sandra »

Offline Bastian

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Re: Terroranschläge in London
« Antwort #6 am: 09. Juli 2005, 10:26:23 »
Ach, ich bins gewöhnt, dass Leute sich an mich packen, greifen oder fassen... :) Manche kratzen sich sogar an mir. Nein, Dorian hat aber völlig Recht. Auch wenn ich sicher weiß, dass du Hussein auch für einen Verbrecher hältst. Ihn so en-passant als "Aufklärer" zu bezeichnen, was völlig falsch ist, und es gutzuheißen, dass er "die Religion unten hält"... ist schon sehr heikel. Du weißt, wer in der Vergangenheit dann allesamt Aufklärer waren...?

Voltaire, Kant, Hitler, Rousseau, Stalin und Hussein?

Angesichts dieser Reihe kratz auch ich mich am Ströbele.
« Letzte Änderung: 09. Juli 2005, 10:29:07 von Bastian »

Offline Sandra

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Re: Terroranschläge in London
« Antwort #7 am: 09. Juli 2005, 11:04:47 »
Ich hab nicht gesagt, dass er ein Aufklärer war - ich hab gesagt, er hat's betrieben. Vielleicht nicht so aktiv, wie sich das manche wünschen würden, aber jedenfalls hat er mehr Raum dafür gelassen, als andere arabische Länder. Und er hat sich  ziemlich bemüht, dass die Islamisten nicht allzu stark werden - zwar mit durchaus fragwürdigen Mitteln - aber das Land war relativ säkular und es war ziemlich modern - wenn man es zB mit Iran oder Saudi Arabien vergleicht.  Das meinte ich mit: die Religion "unten halten" - klar, er hat das nciht aus intellektuellen Überlegungen heraus gemacht, sondern weil ihm klar war, dass die Islamisten auch für ihn eine Bedrohung sind. Aber die Beweggründie sind ja nach aussen dann wieder relativ wurscht. Und im Interesse und in der Richtung, in der Bush argumentiert hat war Hussein definitiv NICHT das konkrete Feindbild für die USA.
Ich habe es also, noch einmal, isoliert betrachtet.
ER hat jedenfalls nicht Familien von Selbstmordattentätern mit Geld belohnt. Und es gab - bis die Amis einmarschiert sind -  auch KEINE Al Quaida im Irak. Und erst jetzt vermehren sich die verschleierten Frauen im Stadtbild - bis dahin war das Land zwar islamisch - aber nicht islamistisch und nicht so orthodox.
Und bis heute sind bekanntlich über 70% der Attentate im Irak von NICHT-Irakis.
Vor allem aber: Das Land war - immer nur AUSSENPOLITISCH von Sicht der USA gesehen! - stabil. Das ist es jetzt nicht mehr, jetzt reiht es sich in potentielle Gefahrenländer (den Amis gegenüber, Israel gegenüber, dem Westen gegenüber) ein, wie es Iran und Syrien und die Saudis sind.

Ich finde es aber interessant, dass inzwischen, die, die damals am Lautesten gegen den Krieg dort geschrien haben, jetzt plötzlich Hussein für alle Unruhe in der Welt verantwortlich machen wollen.
Keine Frage, INNENPOLITISCH, für die Leute dort, war Hussein grauenvoll. Aber wenn man aus AUSSENpolitischer Sicht - also mit Bezug zu uns: sind sie eine akute Bedrohung?  - vergleicht, was er islammässig getan hat, und was die anderen Länder, dann war er definitiv vernachlässigbar. (Ganz abgesehen von den Massenvernichtungswaffen, die da ja immer als Grund vorgeschoben wurden)
Das ist der einzige Punkt, den ich mache: wenn die USA tatsächlich etwas gegen den ansteigenden Islamismus hätten tun wollen, hätten sie besser wen anderen angegriffen und nicht den Irak.
Und wenn sie tatsächlich dort einmarschiert wären, weil das Land eine konkrete Bedrohung für den Westen dargestellt hätte, hätten sie sich auch zuerst mal um andere, wesentlich drohendere Gefahren kümmern müssen.
Denn eine Bedrohung für uns war Hussein nicht. Der Westen hatte den - verglichen mit anderen Ländern - definitv ausreichend im Griff.
« Letzte Änderung: 09. Juli 2005, 11:27:25 von sandra »

Offline Guntram

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Re: Terroranschläge in London
« Antwort #8 am: 25. Juli 2005, 12:19:20 »
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,366650,00.html

Habr ihr sicher gelesen. Stand in allen Tageszeitungen.

Also immer schön langsam gehen und nicht rennen, wenn ihr in England seid.
Träume sind nicht Schäume, sind nicht Schall und Rauch,
sondern unser Leben so wie wache Stunden auch.
Wirklichkeit heißt Spesen, Träume sind Ertrag. Träume sind uns sicher schwarz auf weiß wie Nac

Offline Bastian

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Re: Terroranschläge in London
« Antwort #9 am: 25. Juli 2005, 12:39:39 »
Die Qaida wird sich freuen. Da ist so ziemlich alles schiefgelaufen was man falsch machen kann... Wenn schon die Polizei Amok läuft, hat alles Gerede von "innerer Sicherheit" keinen Sinn.

Offline Guntram

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Re: Terroranschläge in London
« Antwort #10 am: 25. Juli 2005, 12:48:01 »
Ich würde auch sagen: Ziel erreicht, die Ungläubigen bringen sich gegenseitig um.  :P :-[
« Letzte Änderung: 25. Juli 2005, 12:48:12 von guntram »
Träume sind nicht Schäume, sind nicht Schall und Rauch,
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Wirklichkeit heißt Spesen, Träume sind Ertrag. Träume sind uns sicher schwarz auf weiß wie Nac

Offline Alexander

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Re: Terroranschläge in London
« Antwort #11 am: 25. Juli 2005, 13:55:20 »
Entsetzlich das alles! Die Menschheit ist seit der Steinzeit großteils nicht willens, sich weiter zu entwickeln.
Schade drum!
Mich stört am meisten das bewußte Einsetzen des Wortes von der "Gefahr des Islamismus" (zuletzt u. a. Stoiber in einem ARD-Gespräch am Sonntag, ca. 18:45 Uhr).
Wer so schön unterschwellig stichelt, provoziert die "nicht urgermanischen" Fernsehzuseher vor Ort. Und sorgt dafür, dass es kein internationales Netzwerk braucht, sondern nur völlig normale halt auch einmal durchgeknallte Mitbürger entsprechender Herkunft, bis auch in Deutschland die Städte unsicher werden. Die Kluft wächst. Wohin?
Wir waren Barbaren. Wir sind Barbaren.
„Die Kunst ist eben keine hübsche Zuwaage – sie ist die Nabelschnur, die uns mit dem Göttlichen verbindet, sie garantiert unser Mensch-Sein.“ (Nikolaus Harnoncourt)

Offline Bastian

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Re: Terroranschläge in London
« Antwort #12 am: 25. Juli 2005, 21:40:05 »
Tja, und wer schützt uns jetzt vor wem?

 

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