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"Wenn sich wer öffnet, mach' ich doch nicht zu. Noch einmal frag ich: Was sagst Du?" (Georg Kreisler, "Was sagst Du?")


Autor Thema: Heftige Kritik am Vize-Chef des Front National  (Gelesen 2440 mal)

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Offline Andrea

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Heftige Kritik am Vize-Chef des Front National
« am: 15. Oktober 2004, 14:30:46 »
Heftige Kritik am Vize-Chef des Front National

14. Okt 16:01
Bruno Gollnisch hat es seinem Parteichef Chef Le Pen nachgemacht und
sträflichen Unsinn über den Holocaust erzählt. Der Nummer Zwei des
rechtsextremen Front National drohen nun Konsequenzen.

Das Europaparlament hat signalisiert, dass es bereit ist, die
Immunität des Abgeordneten Bruno Gollnisch aufzuheben. Gollnisch,
Vizevorsitzender des rechtsextremen französischen Front National, hat
seit Anfang der Woche mehrfach indirekt die Existenz der Gaskammern
geleugnet, mit denen während des Dritten Reichs in Deutschland
Massenmord an Juden begangen wurde. Gollnisch stellte die Gaskammern
und das Ausmaß des Völkermords in Frage, indem er sagte, dass darüber
«Historiker diskutieren können müssen, und zwar in aller Freiheit». Zu
seiner vermeintlichen Entlastung sagte Gollnisch, er sei «kein
Fachmann» in diesen Fragen.
Soll heißen: Er ist sich keineswegs sicher, dass es sich bei
Gaskammern und Massenmord um bewiesene Tatsachen handelt. In diesem
Sinne ist seine Aussage jedenfalls beim Europaparlament angekommen,
dessen Abgeordneter er ist. Missverstanden wurde Gollnisch wohl nicht,
denn als Hochschullehrer für Japanisch in Lyon ist er zwar kein
Fachmann für jüngere Geschichte, aber ein Recht auf mildernde Umstände
hat er auch nicht, wie der Präsident der Lyoner Universität III, Guy
Lavorel, mitteilte: Gollnisch müsse als Hochschullehrer mit
Konsequenzen für seine Aussagen rechnen, die er als Politiker
getroffen habe.

Wie um dies zu provozieren, hatte Gollnisch auch den
Rechtsextremismus-Beauftragten der Uni beschimpft, indem er seine
Objektivität in Frage stellte: Henri Rousso sei schließlich eine
«jüdische Persönlichkeit».

«Das Europaparlament tolieriert Aussagen dieser Art nicht», betonte
Parlamentspräsident Josep Borell in Brüssel.

Mehrere Aktivistengruppen gegen Rassismus haben Klagen gegen Gollnisch
angekündigt, wozu es wiederum der Aufhebung seiner Immunität als
Abgeordneter des Europaparlaments bedarf. Dessen zweitstärkste
Fraktion, die sozialistische, hat bereits zugesagt, einem
entsprechenden Antrag zuzustimmen. All dies, beschreibt
Universitätspräsident Lavorel das Dilemma der Aufrechten, könne den
Rechtsextremen zum Märtyrer machen.

Möglicherweise ist genau das Gollnischs Absicht. Er galt bislang als
gemäßigt im Vergleich zu seinem mehrfach wegen ähnlicher und
schlimmerer Redensarten vorbestraften Parteichef Jean-Marie Le Pen. Da
in Le Pens Tochter Marine an der Parteispitze seit etwa zwei Jahren
starke Konkurrenz für Gollnisch erwachsen ist, muss er um die Position
des Kronprinzen Le Pens bangen. Marine Le Pen will den Front National
«entteufeln» und hält sich in der Öffentlichkeit fern von
Nazi-Ideologie und grob rassistischen Positionen. Gollnisch, meinen
Beobachter, ist gerade dabei, es dem alten Le Pen gleich zu tun, um im
Kampf um seine Nachfolge der jungen Le Pen nicht weichen zu müssen.
(nz)

Quelle:
www.netzeitung.de
Zum Licht gehört der Schatten, zum Tag die Nacht. Das musst du dir so oft sagen, bis du es weißt und für selbstverständlich hältst. Dann kannst du nicht enttäuscht darüber sein. Denn leben heißt: Das

Offline Sandra

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Re: Heftige Kritik am Vize-Chef des Front National
« Antwort #1 am: 15. Oktober 2004, 16:33:39 »
Solange es noch Aufschreie gibt, bei antisemitischen Äusserungen - und/oder Vergangenheitsverherrlichung - geht's ja.

Offline Andrea

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Re: Heftige Kritik am Vize-Chef des Front National
« Antwort #2 am: 15. Oktober 2004, 16:38:32 »
Genau so sehe ich das auch.
Zum Licht gehört der Schatten, zum Tag die Nacht. Das musst du dir so oft sagen, bis du es weißt und für selbstverständlich hältst. Dann kannst du nicht enttäuscht darüber sein. Denn leben heißt: Das

Offline Bastian

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Re: Heftige Kritik am Vize-Chef des Front National
« Antwort #3 am: 15. Oktober 2004, 16:50:18 »
Und wegen Märtyrern mach ich mir ehrlich gesagt keine Sorgen. Die Rechten haben schon genügend "Märtyrer", da macht einer mehr oder weniger nichts aus. ICh halte es für ein Scheinargument, darauf braucht man keine Rücksicht zu nehmen.

Offline Sandra

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Re: Heftige Kritik am Vize-Chef des Front National
« Antwort #4 am: 15. Oktober 2004, 16:51:35 »
Oh, Basti! du da?  Und auch ncoh mit einem ganzen Satz! Welche seltenes Vergnügen. ;D

Offline Sandra

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Re: Heftige Kritik am Vize-Chef des Front National
« Antwort #5 am: 15. Oktober 2004, 17:08:55 »
Aber um nicht auch in Halbsätze zu verfallen: Der antisemitismus ist im wandel begriffen. Es gibt seit ca den 60er Jahren in Europa praktisch keine Gewalttätigen übergriffe mehr, und auch keinerlei staatlich sanktionierten Antisemitismus, sogar die Kriche hält sich relativ zurück - dafür steigt jetzt eine Form des Antisemitismus, die  zwar nicht so stark öffentlich wahrgenommen wird, die aber vor allem junge Juden enorm daran hindert, im Leben weiterzukommen. Man beisst auf Schaumgummi - denn man kann es nicht wirklcih erklären oder anhand von Beispielen festmachen, die dann nicht ein "naja, aber das kann auch damit zusammenhängen, dass...." hervorrufen. Aber wenn man nicht SEHR angepasst ist, als junger, urbaner Jude, kommt man über ein gewisses mass an gesellschaftlicher Stellung einfach nciht hinaus. Zumal, wenn man nicht von Haus aus viel Geld hat.
Israel trägt unglücklicherweise das seine dazu bei. Denn die Israelische Politik umarmt ALLE Juden, auch die nicht in Israel Lebenden, und nimmt sie in Geiselhaft für ihre Übergriffe. Sie berufen sich mit Auschwitz darauf, dass jede Kritik am Staat Israel zugleich antisemitisch ist - und damit WIRD dann in einer Art selffulfillingn Prophecy auch sehr oft politische Kritik zu Antijudaismus.
Es ist auch zu bemerken, dass im Zuge von Israels und Bushs Politik der Antisemitismus immer öfter von der LINKEN Ecke kommt - was ich äusserst bedenklich finde.
Gerade die, die am wenigsten verdächtig waren, bisher, werden im Zuge der arabischen Diskussion immer antisemitischer: Die Globalisierungsgegner , Friedensaktivisten,  auch Amerikakritiker, die Linke.
Die Globalisierungsgegner stellen bekanntlich mit ihrer Kritik des Neoliberalismus ganz radikal das "produktive Kapital" (Mensch) dem unproduktiven (Geld) gegenüber - un insinuieren allzuoft, dass das unproduktive Kapital in jüdischen Händen sei. Nur ein Beispiel.
Die Friedensaktivisten vergessen nicht nur geflissentlich, dass Saddam ein Arschloch war, das weg gehörte - sie behaupten auch, dass Bush von "den Juden" gesteuert wäre. Nun ist es schon so, dass Israel amerikas Klientel ist, und das viele reiche und rechte Juden in Amerika ganz schön Druck auf die Regierung ausüben - aber das amerika ein Spielball "der Juden" sei muss im im Zuge dessen doch etwas zu oft hören.

Ich, indes, frage mich angesichts all dessen: Was ist besser: Alarmistisch zu reagieren, und laut aufzuschreien, Diskussionen etc zu lancieren zum thema - oder eher beschwichtigend, weil ja eben s.o. kein staatlich sanktionierter Antisemitismus dabei ist, und es den Juden in der Diaspora insgesamt gesehen noch nie so "gut ging" was Antisemitismus betrifft, wie heute. Quasi nach dem Motto: Bloss nicht "wolf schreien" nicht alarmieren, bevor was passiert - oder sicherheitshalber - wie in der Frauendiskriminierung (die witzigerweise immer mit Antisemitismus Hand in Hand geht - fragt mich nciht warum, da gibt's Studien dazu, dass das so ist - das nur nebenbei) - also wie in der Frauendiskrimierung, wo ja auch die ÜBERforderungen wenigstens einige Erleichterung gebracht haben - gleich irre laut schreien und Forderungen stellen.Ich bin unentschlossen.

Offline Sandra

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Re: Heftige Kritik am Vize-Chef des Front National
« Antwort #6 am: 16. Oktober 2004, 10:50:54 »
Warum sagt niemand was?  Ich wiederhole die Frage: Was haltet Ihr für sinnvoller: Alarmismus, das heisst, die Probleme für gefährlicher darstellen, als sie im Moment de facto sind - (wie gesagt: es gibt keinen staatlich saktiionierten Antiosemitismus, es gibt keine ausgrenzenden Gesetze etc)

Oder Beschwichtigen - also ausdrücklich betonen, dass es zwar Antisemitismus ( Bei Rassismus dasselbe - obwohl der natürlich stärker auch staatlich gefördert wird,m durch Asylgesetze etc) gibt, dass er aber keinerlei Ausmasse annummt, die Personen gefährden - also zu bekämpfen ist, aber nicht zu fürchten.

Was bringt mehr?

« Letzte Änderung: 16. Oktober 2004, 10:52:53 von sandra »

Offline Andrea

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Re: Heftige Kritik am Vize-Chef des Front National
« Antwort #7 am: 16. Oktober 2004, 14:18:14 »
Vor dem Hintergrund dessen, dass ich eben erst deinen langen Beitrag zum Thema gelesen habe, Sandra, versuche ich mal ausführlicher zu formulieren, wie ich das meinte, was ursprünglich in diesem Beitrag stand: Wenn wir anfangen zu beschwichtigen, dann laufen wir Gefahr, antisemitische und rassistische Äußerungen zu legitimieren. Diejenigen, die sich sonst derartige Äußerungen gar nicht zu machen trauen würden, erhalten dadurch den Freibrief dafür zu denken, dass ihre Äußerungen gar nicht so falsch sind, denn warum wird denn beschwichtigt? Deshalb finde ich es besser, offen zu diskutieren, aufzuschreien und richtig Alarm zu machen, bevor wir zu spät dran sind.
« Letzte Änderung: 17. Oktober 2004, 01:56:17 von Andrea »
Zum Licht gehört der Schatten, zum Tag die Nacht. Das musst du dir so oft sagen, bis du es weißt und für selbstverständlich hältst. Dann kannst du nicht enttäuscht darüber sein. Denn leben heißt: Das

Offline Bastian

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Re: Heftige Kritik am Vize-Chef des Front National
« Antwort #8 am: 17. Oktober 2004, 01:37:10 »
He, die Frage ist doof. Fährt man sinnvollerweise besser in den Fluss oder gegen den Baum?

Wichtig ist WER etwas tut. Ich bin davon überzeugt, dass es die Fortsetzung von Diskriminierung ist, wenn man deren Bekämpfung denen überlässt, die persönlich von ihr betroffen sind. Also: Wieso setzen sich fast nur Frauen für die Emanzipation der Frauen ein? Wieso müssen Muslime täglich beweisen, dass sie keine Terroristen sind? Wieso müssen Juden sich heute noch wegen Auschwitz beugen? Vorurteile müssen von denen abgebaut werden, die sie HABEN, und da muss man sie kriegen. Ich weiß nicht recht wie, aber wenn man einem Rechten klarmachen könnte, dass er selbst am meisten vom Minderheitenschutz profitiert, dann könnte ein Groschen fallen. Diskriminieren bringt bei Rechten nix, denn sie brauchen das Ausgestoßensein um sich gegen jemanden "wehren" zu dürfen.

Offline Sandra

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Re: Heftige Kritik am Vize-Chef des Front National
« Antwort #9 am: 17. Oktober 2004, 10:39:39 »
Quote (selected)
Diskriminieren bringt bei Rechten nix, denn sie brauchen das Ausgestoßensein um sich gegen jemanden "wehren" zu dürfen.


hehe. MEINE Rede - im anderen Thread.

Ja, Du hast naütrlich Recht: es geht auch darum, WER was tut gegen Rassismen und Ausgrenzung. Aber perfiderweise MERKEN es ja meist nur die Betroffenen. Zumidnest merken sie ALLES - die anderen, die sie "in Schutz nehmen" kriegen oft das Zehnte nicht mit.
Ich kenne jede Menge totaaaal linksbewegte Männer, die garnicht merken, wann und dass sie frauenfeindlich agieren. Wenn man es ihnen sagt, sind sie bass erstaunt.

Aber meine Frage drehte sich mehr um die Form der diskussion. Denn es gibt einen Disput darum momentan in der Intellektuellen  Welt. (@ ösis hier, oder im Netz Radio-Hörer: spannendes "Diagonal" heute, Samstag nachmittag auf Ö1 zum Thema  http://oe1.orf.at/konsole_live.html)
Den sogenannten "Alarmisten gegen Beschwichtiger"- disput. Manche halten lange Reden für das Beschwichtigen: Uri Avnery zB, - erstaunlicherweise - , oder Rafael Seligman und  etliche andere  sagen: Aufmerksam sein, klar, aber es ist nicht total besorgniserregend. Alain finkielkraut (den ich überaus schätze) hans Rauscher (den ich weniger schätze, er ist Chefredakteur einer hiesigen Tageszeitung) und andere sagen das Gegenteil: Man muss laut schreien, rechtzeitig.
Die anderen sagen dann: Und wenn es dann WIRKLICH schlimm wird, hört keiner mehr hin.
Und die Einen: Es kann nciht mehr wirklch schlimm werden, wenn man rechtzeitig schreit. etc pp.

Aber hier mal eine Initiative, die ich begrüsse:

Quote (selected)
US-Präsident George W. Bush hat gestern ein Gesetz unterzeichnet, das eine weltweite Überwachung antisemitischer Tendenzen durch das Außenministerium in Washington vorsieht.

"Diese Nation wird wachsam bleiben", sagte Bush gestern bei einem Wahlkampfauftritt im US-Bundesstaat Florida. "Wir werden dafür sorgen, dass der alte Impuls des Antisemitismus in der modernen Welt niemals einen Platz finden wird."

Jährlicher Bericht

Das Gesetz sieht vor, dass das Außenministerium nun einen jährlichen Antisemitismus-Bericht vorlegen muss. Es soll eine eigene Abteilung mit einem Sonderbeauftragten einrichten, um antisemitische Übergriffe weltweit zu dokumentieren und Gegenstrategien zu entwickeln.

Gewaltakte gegen Juden und ihr Eigentum, Schändung von Friedhöfen und religiösen Stätten, antijüdische Propaganda sowie die Gegenmaßnahmen der Regierungen sollen in dem Bericht aufgelistet werden.

(quelle: orf.online)

Manchmal sind so Aktivitäten, die sich um die ganze Welt scheren, ganz okay, oder?
« Letzte Änderung: 17. Oktober 2004, 11:38:01 von sandra »

Offline Andrea

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Re: Heftige Kritik am Vize-Chef des Front National
« Antwort #10 am: 17. Oktober 2004, 15:35:50 »
Einmal eine gute Entscheidung von Bush.

Und: Heute ist Sonntag! Lief das in Diagonal schon gestern, oder läuft das heute? Und um wieviel Uhr?
« Letzte Änderung: 17. Oktober 2004, 15:38:25 von Andrea »
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Offline Bassmeister

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Re: Heftige Kritik am Vize-Chef des Front National
« Antwort #11 am: 17. Oktober 2004, 17:03:22 »
>> Ich kenne jede Menge totaaaal linksbewegte Männer, die garnicht merken, wann und dass sie frauenfeindlich agieren. Wenn man es ihnen sagt, sind sie bass erstaunt. <<

bass erstaunt?? hehe!

wenn sie es aber nicht merken, dann sind sie der betreffenden Frau doch nicht feindlich gesinnt. Dann haben sie nur Dinge gesagt, die die Gesellschaft, oder bestimmte Frauengruppen als "frauenfeindlich" definiert haben. Oh wie oft habe ich als Kind solche Sachen gesagt, über die dann plötzlich jemand ganz ganz beleidigt war, obwohl ich ihm nichts böses wollte! Woher um alles in der Welt sollte ich ( als verträumtes verspieltes Kind!) denn solche Dinge wissen? Und auch heute: Man kann doch nicht über alle Empfindlichkeiten aller sozialen Schichten einschließlich Minderheiten und Randgruppen informiert sein?
Ich finde, man sollte zwischen echter Ausgrenzung und ...-feindlichkeit und (medial) erzeugten Klischees und Menschen, die nur darauf warten, daß jemand mal in so eine Falle tappt, um dann gnadenlos auf ihm rumzuhacken, gut unterscheiden.
« Letzte Änderung: 17. Oktober 2004, 17:04:49 von Bassmeister »
[size=9]Nicht alles, was zwei Backen hat, ist ein Gesicht...[/size]

Gluehwuermchen

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Re: Heftige Kritik am Vize-Chef des Front National
« Antwort #12 am: 17. Oktober 2004, 17:51:14 »
Ich verstehe es nicht ganz - warum sollte ich mich zwischen Alarmismus und beschwichtigen entscheiden ?
Es reicht doch vollkommen aus, den jeweiligen Vorfall zu betrachten und nach bestem Urteilsvermögen zu reagieren. Wenn ich ein Prinzip daraus mache, über- oder unter zu reagieren, hört mir bald niemand mehr zu wenn ich mich äußere.

Offline Sandra

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Re: Heftige Kritik am Vize-Chef des Front National
« Antwort #13 am: 17. Oktober 2004, 18:59:06 »
Quote (selected)
wenn sie es aber nicht merken, dann sind sie der betreffenden Frau doch nicht feindlich gesinnt.

mag sein, aber ihr Denke ist frauenfeindlich. Ich rede von AGIEREN - nicht davon, dass sie vielleicht ein Wort verwenden, das gerade politisch nicht korrekt ist.
Wenn sie Frauen zB nie zu Wort kommen lassen, oder, sobald sie reden, mit einem anderen Mann "ihr" Gespräch weiterführen - ohne zu merken, was sie da tun.

@Glühwürmchen: Ja, möglichweise ist es eine berflüssige Diskussion - aber es ist halt im Moment gerade dran, und es geht schon auch ein bissel um's Prinzip, ob ich bei jedem "vorfall" gleich laut aufschreie, oder eher beschwichtigend darüber hinweggehe:"waren ja nur ein paar dumme buben"

Offline Andrea

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Re: Heftige Kritik am Vize-Chef des Front National
« Antwort #14 am: 17. Oktober 2004, 21:37:01 »
Zitat:
Wenn sie Frauen zB nie zu Wort kommen lassen, oder, sobald sie reden, mit einem anderen Mann "ihr" Gespräch weiterführen - ohne zu merken, was sie da tun.
Das hatte ich vor Kurzem auf dem Sommerfest vom FLoK. Da saßen die Jungs von Blinde und Kunst und noch ein Typ und diskutierten darüber, ob Schwarzarbeiter den Staat schädigen oder nicht. Dieser andere Typ redete schon mal mehr als die anderen beiden, und was der da von sich gab, provozierte mich dazu, mich zu den dreien zu setzen und mitzureden. Aber immer wenn ich was sagte, dann redete er einfach seinen Stiefel weiter. Irgendwann kam noch jemand dazu - Christans Frau Christine, glaub ich -, und der Typ tat, als wären wir gar nicht da gewesen. Hin und wieder glang es mir sogar, einen Satz einzuwerfen, aber, wie gesagt, nur hin und wieder. Aber auch das nützte nix, denn auf meine Einwürfe ging der Typ auch nicht ein. Er redete auch so hektisch, dass ich mich fragte: Wann hat der denn mal Zeit, Luft zu holen? Die Antwort darauf ist, glaub ich: Wenn er schläft. ;D
Zum Licht gehört der Schatten, zum Tag die Nacht. Das musst du dir so oft sagen, bis du es weißt und für selbstverständlich hältst. Dann kannst du nicht enttäuscht darüber sein. Denn leben heißt: Das

Offline Sandra

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Re: Heftige Kritik am Vize-Chef des Front National
« Antwort #15 am: 17. Oktober 2004, 23:08:18 »
Quote (selected)
  Als erstes israelisches Staatsoberhaupt wird Präsident Moshe Katzav Österreich ab Dienstag einen Staatsbesuch abstatten. Den Aufenthalt sieht Katzav "als Ausdruck des Willens, offen für die Zukunft zu sein."

Zum "Kurier" (Montag-Ausgabe) sagte Katzav auf die Frage, ob der Besuch auch ein Eingeständnis sei, dass der Boykott Österreichs nach den Wahlen 2000 voreilig war: "Vergangene Ereignisse sind damit nicht ungeschehen, aber es gibt immer ein Auf und Ab. Was war, sollte ruhen".

"Ordentliche Beziehungen"

"Beide Seiten wollen ordentliche Beziehungen," stellte Katzav klar. Aber: "Politische Besuche verändern keine historischen Ereignisse. Was sich in den 30er-Jahren in Europa abspielte, nahm in Deutschland seinen Anfang. Aber was dem jüdischen Volk angetan wurde, ist auch von anderen Staaten mitgetragen worden. Sogar die USA sahen lange untätig zu. Da ist noch viel aufzuarbeiten und zu lernen".

Bei dem Besuch gehe es um einen Meinungsaustausch, so der israelische Präsident. "Da gibt es globale und bilaterale Fragen zu besprechen. Um eine Bestandsaufnahme des Nahostkonflikts. Auch um den wachsenden Antisemitismus in der EU. Ganz wichtig sind die Wirtschaftsbeziehungen, die enger werden können."

Antisemitismus: "Was war, soll ruhen"

Zum Thema "Antisemitismus" sagte Katzav: "EU-weit fällt Österreich da keine führende Rolle zu, aber unberührt ist es auch nicht. Die Regierung ist da gefordert. Auf der Berliner Konferenz gegen Antisemitismus wurde über neue Gesetze gesprochen. Wichtig sind aber öffentliche Aufklärungsarbeit und Erziehung. Ein freies Land muss sich dieser Aufgabe stellen. Gleichgültigkeit vor Antisemitismus wäre ein großer Fehler".

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