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"Wenn sich wer öffnet, mach' ich doch nicht zu. Noch einmal frag ich: Was sagst Du?" (Georg Kreisler, "Was sagst Du?")


Autor Thema: Edward Snowden, NSA und der Abhörskandal  (Gelesen 12314 mal)

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Offline Anke

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Re: Edward Snowden, NSA und der Abhörskandal
« Antwort #25 am: 15. Juli 2013, 23:41:46 »
Die vorgeschlagene Maßnahme wird bisher ausschließlich bei gestorbenen  Personen durchgeführt.
Deswegen sagte ich ja, vormerken. Ich befürchte, damit wird man nicht allzu lange warten müssen ...  :o :'(

Als Zwischenlösung würde sich natürlich auch eine längere Verwahrung in der geschlossenen Abteilung einer "Nervenheilanstalt" eignen. Ist ja nicht nur in Russland beliebt.  >:(

Nachvollziehen kann ich nicht, was die katholische Kirche, die in vieler Hinsicht selbst auf die Anklagebank gehört, mit den Ereignissen um Edward Snowden im positiven Sinne zu tun haben soll.

http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4rtyrer :

Zitat von: wikipedia
Entstehung des Begriffs Märtyrer
[...]
Vielfach nimmt man einen Einfluss der Philosophie der Stoa, insbesondere des Philosophen Epiktet an. Das Martyrium ist hier ein besonders intensiver Fall des Zeugnisses des Philosophen: der wahre Philosoph lebt in der Haltung der Ataraxie, der Gleichgültigkeit gegenüber allen äußeren, sinnlich-körperlichen Einflüssen auf das eigene Leben. Das kann auch bedeuten im Falle der Auseinandersetzung mit einem Herrscher, dem der Philosoph hier widersprechen muss, den Tod hinzunehmen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Seligsprechung :

Zitat von: wikipedia
ein kirchenrechtliches Verfahren, bei dessen Abschluss der Papst nach entsprechender Prüfung erklärt, dass ein Verstorbener als Seliger bezeichnet werden und als solcher öffentlich verehrt werden darf. Voraussetzung sind entweder das Martyrium oder ein heroischer Tugendgrad
Natürlich ist Wikipedia nicht die beste aller Quellen, aber es ist spät und für den Anfang sollte es reichen, denke ich.  ;)

Hier noch eine Definition aus anderer Quelle:

http://www.lds.org/scriptures/gs/martyr-martyrdom?lang=deu
Quote (selected)
Märtyrer, Märtyrertum Jemand, der lieber sein Leben hingibt, als Christus, dem Evangelium oder seinen rechtschaffenen Überzeugungen oder Prinzipien zu entsagen.

Offline Clas

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Re: Edward Snowden, NSA und der Abhörskandal
« Antwort #26 am: 16. Juli 2013, 01:33:18 »
Moin, moin,

doch, doch, für Verfolgte hatte die kath. Kirche schon Hilfe bereit. Nun nicht gerade für die Juden, das ist wohl wahr. Jedenfalls höchstens einzelne Geistliche oder Einrichtungen. Aber nach dem Krieg hat sich doch der Bischof Alois Huldal sehr verdient gemacht um flüchtige und verfolgte Nazis. Etliche, die sich nach Argentinien, Chile oder Ägypten retten konnten, danken das diesem Kirchenmanne. http://de.wikipedia.org/wiki/Alois_Hudal

Immerhin jedoch hat sich Clemens August von Galen als Bischof von Münster hingestellt und gegen das Euthanasieprogramm gepredigt und damit seine Aussetzung für ein Jahr erreicht. Mitten im Krieg, 1941. Und als sie ihn abholen wollten, hat er sich bereit gefunden, mitzugehen, zu Fuß, im vollen Ornat und in Handschellen, durch Münster. Da haben sie ihn lieber nicht geholt.

Der dazumalige Papst hat sich aber nicht getraut und es vielleicht wahrscheinlich auch nicht gewollt, eine vergleichbare Stellungnahme zur Verfolgung und Vernichtung der Juden abzugeben... Das Beispiel Clemens August zeigt jedoch, dass er es hätte tun können und es wahrscheinlich auch geholfen hätte. Im Hinblick auf die Landsberger Gefangenen war er dann hilfreich und bemüht...

Gruß Clas
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Offline h-j-urmel

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Offline Bastian

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auch das noch...
« Antwort #28 am: 17. Juli 2013, 11:52:39 »
Jetzt wird auch noch der Regenwald abgehört:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/abgehoerter-regenwald-mikrofone-zwischen-lianen-a-911314.html

Unerhört! PETA, sichern Sie das Gebiet!

Offline Bastian

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Re: Edward Snowden, NSA und der Abhörskandal
« Antwort #29 am: 21. Juli 2013, 00:43:03 »
Wie effektiv kann ein Verfahren sein, in dem massenhaft Daten gesammelt werden?

Ich hab mir mal die Mühe gemacht, auszurechnen, wieviele der im Eingangsbeitrag vermuteten "False Positives" zu erwarten sind, bzw. wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, in der Menge der erhaltenen Verdächtigten einen Terroristen zu finden.

Das Problem ist in der Wahrscheinlichkeitstheorie bekannt: Wenn ein Ereignis sehr unwahrscheinlich ist, und man eine große Grundgesamtheit hat, produzieren selbst gute Testverfahren fast zwangsläufig mehr falsch-positive als richtig-positive Ergebnisse.

Das Problem ist vielen vielleicht aus dem Brustkrebs-Screening bekannt. Ich nehme an, dass man im Fall der Internetüberwachung mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat. Auch da hat man es mit einem äußerst seltenen Ereignis zu tun (jemand plant einen Terroranschlag). Und diesem Ereignis möchte man mit einem Verfahren auf die Schliche kommen, in dem man die Kommunikation weiter Teile der Bevölkerung überwacht, was einen ungeheuren Wust an Daten produziert.

Erfahrungsgemäß produziert jedes Testverfahren einen gewissen Prozentsatz an falschen Ergebnissen, sowohl falsch-Posititive, als auch falsch Negative. Letztere möchte ich der Einfachheit halber mal ausblenden.

Um eine Vorstellung von den möglichen Relationen zu bekommen, hab ich zwei Prämissen angenommen:

1. Die Messmethode zur Erkennung von Terroristen liegt zu 99% richtig. Zu 1% werden also Menschen fälschlich verdächtigt.

2. Ein Mensch aus einer Million ist ein Terrorist.

(Beide Grundannahmen sind fiktiv und vermutlich weit übertrieben. Die Filter/Algorithmen sind vermutlich nicht so blitzgenau (99%), und ganz bestimmt ist die Terroristendichte geringer als 1/1000 000. Es sind also äußerst NSA-freundliche Grundannahmen, aber so habe ich ein paar Zahlen, mit denen ich gut rechnen kann.)

Es geht um "Bedingte Wahrscheinlichkeiten":
Die Wahrscheinlichkeit, dass das System einen positiven Befund liefert, unter der Bedingung, dass jemand ein Terrorist ist, liegt bei 99%:
P(pos|Terr)= 0,99

Wissen wollen wir aber, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass jemand ein Terrorist ist, wenn das System Alarm schlägt:
P(Terr|pos)= x

Und das ist der Moment, in dem man den Satz von Bayes anwenden könnte. Studium lässt grüßen...
Da wir aber so schlau waren, schöne Zahlen auszusuchen, müsen wir gar nicht klugscheissen, sondern können det Janze auch im Kopf ausrechnen.

Mir genügt es, zu überschlagen, dass 1% von einer Million, also zehntausend Menschen, in Verdacht geraten. Zu finden ist ein einzelner Terrorist:

- Angenommen, der Terrorist befindet sich unter den so produzierten Verdächtigten, dann hat man ein gehöriges Nadel-im-Heuhaufen-Problem. Erst recht, wenn jeden Tag in diesem Umfang Daten hinzukommen.

- Angenommen, dass das Verfahren auch eine Wahrscheinlichkeit hat,  falsch-negative Ergebnisse zu produzieren (und davon ist bei jedem Verfahren auszugehen), dann kann es sein, dass der Terrorist nicht einmal unter den Verdächtigten erfasst wird, sondern irgendwo mit den 999 998 Unverdächtigten durch das Raster fällt.

Kann man es vor diesem Hintergrund den Sicherheitsdiensten abnehmen, dass die globale Kommunikationsüberwachung dazu dient, Terroranschläge zu verhindern?
Im Nachhinen aufzuklären- vielleicht. Aber ich halte den Preis, den wir durch falsche Verdächtigungen und durch die Unmöglichkeit Unschuld nachzuweisen bezahlen, für um ein Vielfaches zu hoch.

Die achso "sozialen" Netzwerke zeigen es uns sogar an. Beispielsweise auf Xing, wo einem schön dargestellt wird, mit wem man über fünf Ecken bekannt ist. Man ahnt nicht, wie nahe man Personen und Personenkreisen steht, mit denen man gar nichts zu tun hat.

Wie schnell gerät man da wohl in ein solches Fandungsraster, ohne es zu ahnen?
« Letzte Änderung: 21. Juli 2013, 11:21:11 von Bastian »

Offline Bastian

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"Das ist falsch, das ist Orwell."
« Antwort #30 am: 22. Juli 2013, 17:26:30 »
Ein lesenswerter Artikel: Der einstige Leiter des Verfassungsschutz und des BND, Hansjörg Geiger, in der FAZ:

Quote (selected)
Die uferlose Speicherung und Überwachung müsse enden, so Geiger, „das ist falsch, das ist Orwell. Die neue mögliche Quantität der Überwachung schafft eine neue Qualität.“ Geigers Argument: Die Bedrohung der Freiheit entstehe schon dann, wenn der Mensch nicht mehr darauf vertrauen könne, frei zu kommunizieren.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ueberwachung/nsa-affaere-wer-nicht-frei-kommunizieren-kann-der-fuehrt-kein-freies-leben-12290175.html

Offline Clas

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Re: Edward Snowden, NSA und der Abhörskandal
« Antwort #31 am: 23. Juli 2013, 14:31:33 »
Moin, moin,

ja, erstaunlich, dass man Herrn Geiger da recht geben muss.

Was meint Ihr übrigens, warum diese blöde Containershow Big Brother heißt? Ist es denkbar, dass das der Verharmlosung dieses Albtraumes dient und damit seiner Installation? Seiner Akzeptanz und damit seiner Verwirklichung? Könnte man sich spindoctors vorstellen, die das nützlich fänden?

Ich fürchte: Ja.

Gruß Clas
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Offline Burkhard Ihme

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Re: Edward Snowden, NSA und der Abhörskandal
« Antwort #32 am: 23. Juli 2013, 21:37:07 »
Ist meiner Erinnerung nach ein holländisches Format (de Mol).

Offline Bastian

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Re: Edward Snowden, NSA und der Abhörskandal
« Antwort #33 am: 23. Juli 2013, 22:40:18 »
D-Moll - ein holländisches Format?
(Bah, bin ich lustig. Ist ja schon fast eklig...)

In jedem Fall ist der Showtitel eine Verharmlosung. Und in diesem Zusammenhang setzt die Verwendung Orwells Werk herab.
Die Realität hat Orwell in einem Punkt längst weit übertroffen: Da ist gar kein totalitäres Regime, das mit Überwachung offen Druck ausübt. Die Menschen akzeptieren die Kontrolle freiwillig.

Wer würde einem Fremden in der S-Bahn die Mailadressen und Telefonnummern aller Freunde und Geschäftspartner schenken, wenn der Fremde ihm anböte eine Runde "Pinball" zu daddeln?

Als App funktioniert das.

Offline Heiko

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Re: Edward Snowden, NSA und der Abhörskandal
« Antwort #34 am: 26. Juli 2013, 00:14:54 »
Die Realität hat Orwell in einem Punkt längst weit übertroffen: Da ist gar kein totalitäres Regime, das mit Überwachung offen Druck ausübt. Die Menschen akzeptieren die Kontrolle freiwillig.

Altes Phänomen auf neuer Ebene:

Étienne de La Boétie (etwa 1550): Von der freiwilligen Knechtschaft des Menschen.

Falls jemand einen noch älteren Text zu dieser Erkenntnis parat hat, würde ich mich über einen Hinweis darauf freuen.
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Offline Bastian

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Re: Edward Snowden, NSA und der Abhörskandal
« Antwort #35 am: 09. August 2013, 15:34:13 »
Für das Verhältnis der amerikanischen Bürger zu ihrem Staat wird es mittlerweile grundsätzlich:

Laut New York Times durchsucht die NSA nicht nur den Mailverkehr nach Übersee, sondern scannt auch den Inhalt inneramerikanischer Konversation nach Suchwörtern. Obamas Aussage, nach der es keine Schnüffelei bei amerikanischen Bürgern gebe, scheint sich als unwahr herauszustellen.

Währenddessen schließen die Email-Anbieter Lavabit und Silent Circle unter dem Druck der Amerikanischen Behörden. Sie hatten sich auf verschlüsselte Kommunikation spezialisiert. Der Gründer von Lavabit, Ladar Levison, darf, so sagt er, nicht über die Gründe für die Schließung sprechen. Er spricht aber deutlich von "Verbrechen gegen das amerikanische Volk", an denen er sich nicht beteiligen will:

Quote (selected)
I have been forced to make a difficult decision: to become complicit in crimes against the American people or walk away from nearly ten years of hard work by shutting down Lavabit. After significant soul searching, I have decided to suspend operations.
http://lavabit.com/

Die Betreiber von Silent Circle entscheiden sich zu Gunsten der Sicherheit gegen eine Fortsetzung ihrer Dienste:
Quote (selected)
We’ve been debating this for weeks, and had changes planned starting next Monday. We’d considered phasing the service out, continuing service for existing customers, and a variety of other things up until today. It is always better to be safe than sorry, and with your safety we decided that the worst decision is always no decision.
http://silentcircle.wordpress.com/2013/08/09/to-our-customers/

Ob Friedrich schon angeboten hat, eine Rede vor der amerikanischen Nation zu halten?
Wir werden es wohl nicht erfahren, denn Obama möchte ihm zuvorkommen und sich morgen äußern.

Offline Heiko

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Re: Edward Snowden, NSA und der Abhörskandal
« Antwort #36 am: 14. August 2013, 00:18:19 »
Währenddessen schließen die Email-Anbieter Lavabit und Silent Circle unter dem Druck der Amerikanischen Behörden. Sie hatten sich auf verschlüsselte Kommunikation spezialisiert.

Eine Freundin war bei Lavabit. Ich hatte ihr noch letzten Donnerstag geschrieben, aber erst heute kam 'ne Rückmeldung, dass meine Nachricht nicht angekommen sei. Wir sind jetzt beide bei Posteo, die sich als Grün, Sicher, Werbefrei beschreiben. Kostet zwar 1€ den Monat. Aber das ist es mir ab sofort wert. Der Admin wird einsehen können, dass ich meine Kontaktadresse fürs Forum bereits ausgetauscht habe.

https://posteo.de/

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Offline Bastian

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Re: Edward Snowden, NSA und der Abhörskandal
« Antwort #37 am: 14. August 2013, 21:52:20 »
Sieht interessant aus.

Und währenddessen gibt Google zu, dass googlemail/gmail-Kunden in ihrem Postfach keine Privatsphäre erwarten dürfen.

Google vergleicht sich selbst mit einem Sekretär, der Briefe öffnen dürfe:
Quote (selected)
Just as a sender of a letter to a business colleague cannot be surprised that the recipient’s assistant opens the letter, people who use web-based email today cannot be surprised if their communications are processed by the recipient’s ECS provider in the course of delivery. Indeed,“a person has no legitimate expectation of privacy in information he voluntarily turns over to third parties.” Smith v. Maryland 442 U.S. 735, 743-44 (1979).

http://de.scribd.com/doc/160134104/Google-Motion-to-Dismiss-061313, Seite 28

Offline Bastian

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Re: Edward Snowden, NSA und der Abhörskandal
« Antwort #38 am: 14. August 2013, 23:34:03 »
Lavabit-Gründer Ladar Levison hat democracy now ein Interview gegeben. Hart an der Grenze zur Illegalität:

http://www.democracynow.org/2013/8/13/exclusive_owner_of_snowdens_email_service

Ich finde es verstörend, zu erleben, wie jemand, der nichts anderes getan hat, als die Kommunikation anderer vor Zugriffen Dritter zu schützen, selbst nicht sprechen darf.

Offline Heiko

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Re: Edward Snowden, NSA und der Abhörskandal
« Antwort #39 am: 18. August 2013, 21:19:29 »
Schade, dass die NSA nicht bei der Bundestagswahl antritt. - Die interessieren sich zumindest für mich ..

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Offline Burkhard Ihme

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Re: Edward Snowden, NSA und der Abhörskandal
« Antwort #40 am: 19. August 2013, 00:56:39 »
Immerhin zeigt uns das Thema doch die hohe Kompetenz der CDU, Probleme zu lösen.

Offline Heiko

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Re: Edward Snowden, NSA und der Abhörskandal
« Antwort #41 am: 01. September 2013, 15:56:36 »
Waaah - er hat mich gepackt - der Überwachungswahn!!

Täglich überprüfe ich den Briefkasten, steige zur Gewichtskontrolle auf die Waage und behalte nebenbei auch meine primären Körperfunktionen im Blick. Ich sach mir, wer nichts zu verbergen hat ...

Obwohl, aufwändig ist das schon. Vielleicht wäre externe Überwachung doch ganz sinnvoll. Als kleine Entschädigung für das Ausforschen könnten NSA and Friends ja ruhig einen wöchentlichen Bericht zur Verfügung stellen.
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Offline Bastian

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Re: Edward Snowden, NSA und der Abhörskandal
« Antwort #42 am: 06. September 2013, 01:42:55 »
Haste noch nicht gesehen? Dein persönlicher Bericht erscheint jeden Samstag auf http://www.nsa.gov/. Also ich les den eigentlich immer, muss ja up to date bleiben...

Gerade lese ich auf Zeit-online, dass SSL und https auch Geschichte sein sollen. Alles geknackt, bzw. durch Einflussnahme unter den Nagel gerissen.

Hat jemand Zeit für nen Flashmob vor den GMX-Zentralen in München Montabaur oder gleich bei der Dachorganisation 1&1 in Karlsruhe? Alle treffen sich und singen gemeinsam "Die Gedanken sind frei"?

bees

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Re: Edward Snowden, NSA und der Abhörskandal
« Antwort #43 am: 11. September 2013, 12:44:05 »

Offline Bastian

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Re: Edward Snowden, NSA und der Abhörskandal
« Antwort #44 am: 17. September 2013, 19:01:41 »
Nicht nur Göttingen. Das Europäische Parlament hat seine Nominierung für den Sacharow-Preis bekanntgegeben.

Ist das nun ein Placebo? Ein Seitenhieb gegen die europäischen Staaten, die ihm das Asyl verweigert haben?
Fehlt nur noch, dass Putin die Nominierung unterstützt...

Offline Anke

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Re: Edward Snowden, NSA und der Abhörskandal
« Antwort #45 am: 21. September 2013, 21:19:45 »
Die Sache ist schwierig, ein klassischer Konflikt, aus dem Dramen und Opern geschrieben werden.

Treue zum Vaterland contra Treue zur Wahrheit.

Wenn es gut geht, gibt es Ehre und Lohn, und wenn es schlecht geht, fällt der Kopf ab.  ???

Wenn der Staat ihn jetzt nicht bestraft oder gar belohnt, könnte das natürlich sofort Nachahmer nach sich ziehen - und das wäre aus der Sicht der USA und im Grunde aller anderen Staaten eine Katastrophe.

Wenn man ihn bestraft, wie auch immer, schürt das den Hass auf den Staat und macht jegliche Erziehungsarbeit zur Ehrlichkeit zunichte.  :o

Offline Bastian

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Re: Edward Snowden, NSA und der Abhörskandal
« Antwort #46 am: 25. September 2013, 22:31:22 »
Oder auch Zivilgesellschaft vs. Administration.

Dumm, dass diese Wahl dazwischengekommen ist. Ich hätte von Herrn Friedrich gerne noch etwas mehr gehört. Jetzt wissen wir nicht einmal, wer uns zukünftig beruhigen wird.
Anscheinend haben auch die Zeitungen die "Coverage" bis auf weiteres zurückgefahren...

Hier ist jedenfalls noch keine Anfrage der NSA eingegangen. Ich kann Euch also leider auch nur beruhigen. :) >:( :)

Offline Bastian

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Re: Edward Snowden, NSA und der Abhörskandal
« Antwort #47 am: 01. Oktober 2013, 15:16:57 »
Juli Zeh schreibt auf Facebook, dass ihrem Kollegen Ilja Trojanow die Einreise in die USA verweigert worden sei. Eine Begründung ist wohl nicht genannt worden.*

Trojanow ist Autor des Buches "Angriff auf die Freiheit: Sicherheitswahn, Überwachungsstaat und der Abbau bürgerlicher Rechte" und einer der Erstunterzeichner dieser NSA-kritischen Petition.

Muss man sich vor einem USA-Besuch mittlerweile Gedanken über öffentlich geäußerte Kritik machen?


*[Edit: übermorgen soll dazu in der FAZ ein Text von Trojanow erscheinen. Vielleicht erhellt das die Gründe für das Einreiseverbot.]

Offline Clas

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Re: Edward Snowden, NSA und der Abhörskandal
« Antwort #48 am: 24. Oktober 2013, 12:48:05 »
Moin, moin,

es war das ja alles kein Problem, schließlich brauchen die den Heuhaufen, um Stecknadeln zu suchen... Heute morgen, allerdings, im Radio hörte ich, empörenderweise sei auch das Merkelmobiphon jahrelang abgehört worden. Da ist nun sogar die CDU empört...

Ich verstehe das nicht. Wenn sie nichts zu verbergen hat, kann doch ruhig jeder hören, was sie handyphont und lesen, was sie däumeltextet... Hört man aus der Ecke sonst nicht immer so?  Und ein befreundeter Dienst...?

Gruß Clas
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Offline Bastian

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Re: Edward Snowden, NSA und der Abhörskandal
« Antwort #49 am: 27. Oktober 2013, 17:45:00 »
Hat Obama sich jetzt eigentlich entschieden, ob er nun davon wusste oder nicht?

 

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