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"Wenn sich wer öffnet, mach' ich doch nicht zu. Noch einmal frag ich: Was sagst Du?" (Georg Kreisler, "Was sagst Du?")



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Zusammenfassung

Autor: Bastian
« am: 30. Juli 2014, 16:47:19 »

Nun dreht Annette Schavan komplett am Rad und erfindet den temporären Doktorgrad:
Quote (selected)
"1980: Promotion zum Dr. phil. (gültig bis 2014)."

http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/plagiatsaffaere-von-annette-schavan-doktorarbeit-im-lebenslauf-a-983488.html

Mittlerweile ist der Eintrag auf der Botschaftsseite allerdings geändert worden. Da steht nun:
Quote (selected)
1980 Promotion zum Dr. phil. (aberkannt 2014)
http://www.vatikan.diplo.de/Vertretung/vatikan/de/02/Botschafter__und__Abteilungen/Behordenleiter__CV__Seite__neu.html
Autor: Bastian
« am: 08. Oktober 2013, 03:11:01 »

Soll er gerne haben. Und Geld sucht er wohl auch. Das unterscheidet ihn ja so von den gewerblichen Softwareanbietern...

Hehe, wer vom Kölner Stadtanzünder hat Frau Mösken denn da in die Tasten gegriffen? Bis zum 11.11. sind doch noch ein paar Tage.
Quote (selected)
Uwe Kamenz von der FH Dortmund sucht in Doktorarbeiten nach Plagiaten – und nimmt Geld dafür. Am liebsten will er so viele Prüfungsarbeiten wie nur möglich untersuchen. Steinmeier blickt der Überprüfung seiner Arbeit entlassen entgegen.
http://www.ksta.de/politik/-menschen-schreckgespenst--aller-abschreiber,15187246,24497528.html

Jrööß
Bastian
Autor: Clas
« am: 06. Oktober 2013, 15:02:07 »

Moin, moin,

Prof Dr Kamenz bringt bei Google 398 Einträge, jetzt eben: Der sucht Publicity...

Gruß Clas
Autor: Clas
« am: 06. Oktober 2013, 14:54:12 »

Nu ja, Wirtschaftswissenschaftler und dann Marktingspezialist und zwar für neue Medien... Da wäre Sorgfalt wohl eine paradoxe Forderung.

Das hier vorgelegte ist aber mit Sorgfaltsmängeln nicht nur behaftet: Es besteht daraus. Denn offenbar hat der ja die Hervorbringung nicht einmal selber gegengelesen... oder wenigstens einen Hiwi drangesetzt.  Sonst hätte doch das eine oder andere auffallen müssen.

Dass so jemand eine Professur inne hat: Bitter. Schwarz. Zappenduster. Man führe ihn hinweg von diesem Stein, um Morgenstern zu zitieren.

Ich bin wirklich kein Steinmeierfan; aber diese Kampagne kurz vor der Wahl... Dass Herr Funke da eine Zurücknahme vom Focus erwartet, zeigt aber auch, dass der in der Realität auch noch nicht lebt: Das ist kein Versehen, das ist Absicht und hat wahrscheinlich auch funktioniert. Die Wahl ist gelaufen.

Gruß Clas
Autor: Bastian
« am: 04. Oktober 2013, 21:41:14 »

Prof. D. Uwe Kamenz meinte im FOCUS, bei Steinmeiers Doktorarbeit eine "Gesamtplagiatswahrscheinlichkeit" von 63% gefunden zu haben. (Nicht Plagiate, bloß eine errechnete Wahrscheinlichkeit. Und das reicht für eine FOCUS-Schlagzeile. Ebenfalls ganz FOCUS-gemäß drückt man eine Wahrscheinlichkeit nicht durch einen Bruch <=1 aus, sondern in Prozent. Oder in Balken. Oder als Tortenstück. Ich will mich nicht verfransen... : Jedenfalls in Prozent.)

Prof. Dr. Hajo Funke hat stichprobenartig einige Verdachtsfälle überprüft (irre, was für einen Ausstoß an Falsch-Positiven Kamenz' Wahrscheinlichkeitsgenerator da produziert) und kommt zu einem vernichtenden vorläufigen Urteil.

Lesenswert. Am schärfsten finde ich aber die Frage-Antwort-Rubrik, die Kamenz auf seiner doch noch recht spartanischen Seite eingestellt hat.

Für mich der Schwurbel des Monats:

Quote (selected)
F: Laut Frau Prof. Dr. Weber-Wulff ist Ihre Software schlechter als die der anderen. Stimmt das?

A: Die Kollegin testet jedes Jahr die gewerblichen Software-Angebote zur Aufspürung einer Plagiatsquelle im Internet mit ein paar von ihr konstruierten Testfällen. Je nach Testfall schneiden die Anbieter jedes Jahr unterschieldich ab, obwohl diese ihre Software nicht geändert haben. Wir bieten keine solche gewerbliche Software an. Wir wollen Plagiate abschaffen. Deshalb müsste die Kollegin Weber-Wulff unser System mit anderen Systemen zur Abschaffung von Plagiaten vergleichen, was sie nicht tut. Die Anbieter der gewerblichen Plagiatssoftware wollen Plagiate nicht abschaffen, da sie nur Geld verdienen, wenn es weiterhin Plagiate gibt.

Soll heißen: Ja.

Man stelle sich analog vor, die Frage lautete:
F: Stimmt es, dass sie weniger Diebstähle aufgedeckt haben als die Polizei?
A: Die Polizei deckt jährlich unterschiedlich viele Diebstähle auf. Wir machen das Ganze aber nicht gewerblich, denn wir möchten Diebstähle abschaffen. Frau Weber-Wulff müsste unsere Methode also mit anderen Methoden zur Abschaffung von Diebstählen vergleichen, was sie nicht tut. Die Polizei möchte Diebstähle nicht abschaffen, weil sie nur Geld verdient, solange es Diebstähle gibt.

Mich zerreißt's fast, ich muss aufpassen...: Entscheidend für die Bewertung der Effektivität einer Methode sei, so verstehe ich Kamenz' obige Schwurbelwindhose, der Beweggrund zur Aufklärung. Nicht etwa der messbare Erfolg.

er sagt ja:
1. die anderen sind nur deshalb effektiver, weil sie nicht abschaffen wollen
und
2. abschaffen wollen und können wir. Es gelingt uns nur überhaupt nicht.

weiowei... Ich habe Steinmeiers Diss nicht gelesen und habe dazu auch keine Lust. Aber nachdem, was ich bis jetzt gelesen habe, könnte ich mir vorstellen, dass diejenigen, die es tun, durch das Abgleichen der Verdachtsmomente mit den realen Textstellen bald eine relativ robuste Aussage über den "Bullshitoutputskoeffizienten" von Kamenz' Programm treffen können werden.
Und zwar als Balken.

Nicht 100%ig, aber ich will das mal wetten...
Autor: bees
« am: 11. September 2013, 12:43:15 »

Ich schwör auf meine Möhre, dass diese Doktorarbeit mir gehöre!:-D
Autor: Clas
« am: 06. Oktober 2011, 09:16:39 »

Moin, moin,

sie wurde einem anderen Ausschuss zugeteilt, dem Petitionsausschuß nämlich, oder da ist sie verblieben, aber gerade las ich, dort sei sie in zwei Jahren nie aufgeschlagen. Auch in Sitzungen des EU-Parlamentes fehlt sie oft.

Vielleicht mal eine Petition einreichen, sie möge ihre Arbeit tun?

Wie auch, zum Beispiel, Herr Steinbrück, der wohl, statt sich an Debatten zu beteiligen, Vorträge hält im Nebenerwerb...

Gruß Clas
Autor: Clas
« am: 17. August 2011, 14:43:57 »

Moin, moin,

nun ist ja hier der Herr von Boetticher über sein Genital gestolpert, bildlich gesprochen und zurückgetreten. Wie mir scheint, aus den falschen Gründen. Es ist ihm die Prüderie und Bigotterie der eigenen Partei auf den Schwunz* gefallen, gewissermaßen. Nicht, dass er sich mit dem Mädel eingelassen hat, stört mich, sondern dass die behauptete Liebe seinerseits so offenbar keine war. Der Mann hat die Beziehung aus Karrieregründen beendet. Dann schweige er von Liebe. Aber wahrscheinlich versteht er davon nichts. Er hätte sich aber kundig machen können und sollen, vorher.

Dass ich überdies nicht verstehe, was so ein Mädel an dem nun ausgerechnet fand, steht woanders zu Papier... Die Familie baltischer Landadel, nach Westdeutschland geflohen, er selber reaktionär, alter Herr einer schlagenden Verbindung, Reserveoffizier und Jurist: Mein Traumschwiegersohn wäre der nicht. Die Familie hat eine Homepage, wo Fotos gezeigt werden und er steht in der ersten Reihe. Es gibt auch eine Seite auf der  Persönlichkeiten, die sie hervorgebracht hat, gewürdigt werden. Er ist nicht dabei. Heute wurde die Seite aktualisiert... Auf seiner eigenen war er vorhin noch nicht zurückgetreten.

Wie Karl Theodor soll er die Fähigkeit zur freien Rede besitzen.

Nu ja. Als Ministerpräsident gibt es ihn dann hier wohl erst mal nicht, des wollen wir dankbar gedenken. Die Empörung setzt für mein Gefühl dennoch an der falschen Stelle an.

Gruß Clas

*vgl.: Wortfront: Schwanzersatz, Radio edit, zensierte Fassung. Ich höre, wo das a weggekratzt ist, ein u, aber vielleicht ist das auch akustische Täuschung...
Autor: Clas
« am: 15. Juli 2011, 12:46:29 »

Moin, moin,

ich habe nun auch die Kommentare dazu gelesen, mit Erschütterung insbesondere die der juristisch eingebildeten FDPöter, die schon aber auch jeden Anflug irgendeines Diebstahlsvorwurfes mit Gesetzestexten kontern, von wegen fremde bewegliche Sache, und das sei ja ein Gedanke nicht. Nee, natürlich nicht, und richtig ist auch, dass man da mit Raubkopie auch nicht weiterkommt.
Inzwischen ist offenbar sogar das Zentralorgan gegen Chatzimarkis, sie haben offenbar die griechischen Wurzeln seines Namens erkannt. Dass es hauptsächlich FDPöterInnen trifft und Unionspolitiker sei jedoch einer einseitigen Suche geschuldet, meint der Hugo dort.

Ich glaube das nicht. Ich glaube, die Leute, die Karriere wollen und Macht und Einfluß auf der Titelschiene gewinnen und ausbauen, haben, auch, und vielleicht gerade, wenn sie etwas beschränkt sind, die Neigung, dann eben abzuschreiben. Da sie selber nie drauf kämen, sowas zu lesen, glauben sie auch, es werde schon keiner merken. Primär ist der menschliche Mangel, dem Skrupellosigkeit und Erfolgswille beigesellt sind. Und solche Leute haben nun mal eher nicht Linke und nicht Grüne Ambitionen und landen daher bei der Union oder FDP.

Umgekehrt ist die linke und grüne Subkultur auch nicht so titelgläubig, der Titel also auch keine so weit reichende Begünstigung im Vorwärtskommen. Man muss das da nicht, wie man am Professor h.c. Joseph Fischer deutlich sieht.

Gruß Clas
Autor: Bastian
« am: 14. Juli 2011, 00:00:58 »

Achja (ich Spammer). Diesen offenen Brief einer Mutter an SKM wollte ich auch noch empfehlen. Ich erlaube mir ein längeres Zitat:

Quote (selected)
Was mache ich denn nun, frage ich Sie? Wie erkläre ich meinem Nachwuchs, daß sich für Sie nur der Text auf Ihrem Personalausweis ändert, und sonst nichts? Wie mache ich meinen Kindern klar, daß Sie eben keineswegs ihren Job verlieren, sondern sich in der selben Firma einfach einen anderen aussuchen dürfen, auf dem Sie nicht mehr ganz so sehr auffallen, aber immer noch genausoviel Geld verdienen? Und schlimmer noch: Wie soll ich meinen Kindern begreiflich machen, daß Sie nicht nur irgendeinen Job haben, sondern in der Politik sind? Sprich, daß ausgerechnet Sie nach alledem sogar immer noch mitbestimmen dürfen, nach welchen Regeln die restlichen Bürger Europas leben sollen?

Oder mal ganz anders gefragt: Wie erklären Sie all das eigentlich Ihren eigenen Kindern?

Quelle: http://www.rueckspiegel.org/index.php/site/comments/briefeinermutter/
Autor: Bastian
« am: 13. Juli 2011, 23:58:11 »

Quote (selected)
Burkhard Ihme wrote on 02. Jul 2011 at 21:48:
Die eigentliche Diskussion müßte wohl eigentlich lauten: Wieviele eigene Gedanken muß eine Dissertation enthalten. Und auch: Wieviele darf sie enthalten.

Ich denke, die Frage nach der Quantität des Eigenanteils führt nicht weit. Das Ausmaß des Eigenanteils sehe ich eher als ein Resultat der Arbeit, denn als das Ziel an. Eine Doktorarbeit soll ja belegen dass ein Doktorand eine wissenschaftliche Fragestellung selbständig beackern kann und dabei zu neuen Erkenntnissen kommt. Das führt, wenn man methodisch korrekt vorgeht, unweigerlich zu einem Eigenanteil >0%, sonst gibt's nichts Neues. Und um im wissenschaftlichen Kontext eingebettet zu sein, gehört ebenso unweigerlich ein Anteil von Zitaten, Datenmaterial, usw. dazu, der ebenfalls >0 liegen muss, sonst endet man bestenfalls im Vatikan.

Ist natürlich Binse. Soweit ich das Überblicke gibt es da in den Anforderungen enorme Unterschiede, beispielsweise zwischen den Geisteswissenschaften und den Naturwissenschaften. Aber hüben wie drüben beurteilen Menschen die Leistung und zählen sie nicht bloß ab, was ich- bei allen Verfehlungen- auch als eine wertvolle Leistung ansehe.

Es gibt ja bereits Bestrebungen, den Doktorgrad abzuschaffen. Bin gespannt, wie sich die Diskussion darüber entwickelt, denn so manche Alternative, wie Anzahl der Publikationen halte ich für sehr fragwürdig.
Autor: Bastian
« am: 13. Juli 2011, 23:00:40 »

Die Ausreden halten ihr Niveau. Und wieder wird mit dem Finger auf andere gezeigt:
Nachdem bei Koch- Mehrin die faulen Prüfer an ihrem dreist kaschierten Totalversagen schuld gewesen sein sollen, hat auch Chatzimarkakis eine dolle Ausrede parat: Er will das Nicht-Zitieren ausgerechnet an der Universität von Oxford gelernt haben.

(Hätten wir einen Smiley, der sich mit einer Bratpfanne auf den Kopf haut und dabei im Kreis hüpft, dann hätte ich ihn hier gesetzt.)

Gut, ich reiß mich zusammen. Also Oxford:
http://www.ox.ac.uk/

Und was lernt man an der University of Oxford?
Das lesbar machen von Texten!

Unglaublich, aber laut Chatzimarkakis wahr:
Quote (selected)
"Die benutzen das Intertextualisieren, also das lesbar machen von Texten."

Soll wohl heißen, in Oxford würden alle möglichen Fremdtexte in die eigene Arbeit eingebunden und ggf. umformuliert. Ohne Anführungsstriche oder ähnliche Markierungen. Am Ende schreibt man irgendwo einen Hinweis auf irgendwelche Quellen hin, und die Sache ist geritzt.

Wie bitte?
Das versteht Chatzimarkakis unter "lesbar machen von Texten"? Das Unkenntlichmachen und erschleichen von Fremdleistungen?

Und jetzt hat er auch noch angedroht eine neue Doktorarbeit zu schreiben. Diesmal echt und ganz alleine. Sehr alleine, vermutlich. Und ich ahne schon, wo er sie nach dieser Lüge über Oxford nicht schreiben wird...

Zum Thema "Wtf is 'Intertextualisieren'?" (meine Worte) gibt's einen launig- entschlossenen Blogartikel eines Oxfordianers, Markus Gerstel:
http://uxp.de/28
Und hier sein offener Brief an die Universität in Oxford als pdf:
http://uxp.de/images/OxfordChatzimarkakis.pdf

Quote (selected)
"Gib jeden entlehnten, übernommenen Gedanken [und sei er auch noch so bescheuert. Red] mit seiner Quelle an."

Quelle: Ex-Doktor Jorgo Chatzimarkakis
(das ist der, der in Brüssel tatsächlich immer noch im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie sitzt)

Wir brauchen unbedingt so einen Bratpfannensmiley!
Autor: Heiko
« am: 07. Juli 2011, 15:01:31 »

Quote (selected)
Die eigentliche Diskussion müßte wohl eigentlich lauten: Wieviele eigene Gedanken muß eine Dissertation enthalten. Und auch: Wieviele darf sie enthalten.
Quote (selected)
Genau. Gibt es dazu eigentlich eine Vorgabe? Es kann ja wohl nicht sein, dass eine Diss. als ok durchgeht, wenn sie zu 100 % belegte und korrekt zitierte Fremdgedanken enthält - oder?
Abgesehen davon, dass diese Fragen auch von Thema und Methode der Arbeit abhängen, wie könnten eigene Gedanken überhaupt gemessen werden? Reines Abzählen der als eigene Sätze, Worte, Zeichen identifizierten Passagen hilft wohl nur bedingt weiter. Wäre es so einfach, könnte man ja einen Dr. in % einführen. Der Prozentsatz zeigte den eigenen, bzw. nicht-plagiierten Anteil an. Für Guttenberg ginge natürlich auch ein Dr. in ‰. Will sagen: so einfach ist das natürlich nicht, weil das Eigene sich auch auf Metaebenen wiederfinden kann, beispielsweise in einer Neustrukturierung des Alten.
Autor: Clas
« am: 07. Juli 2011, 11:26:22 »

Moin Bastian,

das kann sein, dass das im Eulenspiegel war...

den Matze hatte ich schon am 13. 5. 2011 erwähnt, als offenbar eigentlich noch vor K. M. an der Reihe, aber höflich und wohlerzogen den Damen den Vortritt lassend... Ich glaube, soweit wird der seine Kinderstube nicht vergessen, dass der vor der letzten Dame, die noch in Amt und Würden ist, und deren Nichtplagierthaben noch nicht glasklar bewiesen ist, zurücktreten würde...

Nu hat die Zeit den Vorsitzenden der Kultusministerkonferenz, Herrn Althusmann, am Wickel. Aber Rücktritt würde der Glaubwürdigkeit schaden (!), wird er zitiert... http://www.nachdenkseiten.de/?p=10019#h17 , von da zur Zeit, und dort findet sich dann dieses hier: http://opendata.zeit.de/plagiat/Analyse-Althusmann-Endfassung.pdf .

Gruß Clas

Autor: Burkhard Ihme
« am: 07. Juli 2011, 07:38:33 »

Und auch "wehtun". Da können sich die Wähler im Nachhinein natürlich nicht beschweren.
Autor: Anke
« am: 07. Juli 2011, 03:25:25 »

Was hast du denn nur, Bastian.  Die sind doch alle so ausgesprochen smart.  ;D

Und bitte beachte, dass "smart" gleichzeitig "schmuck, fesch" und "schlau, gerissen" heißt.  Deswegen können die gar nicht anders!   8-)

http://dict.leo.org/ende?lp=ende&lang=de&searchLoc=-1&cmpType=relaxed&sectHdr=on&spellToler=&search=smart
Autor: Bastian
« am: 07. Juli 2011, 02:51:02 »

Hallo Clas,
Ah, hab ich das nicht auch im Eulenspiegel gesehen?

.

Jetzt haben sie auch den Pröfrock erwischt. Und natürlich ist auch er so instinktsicher, dass er im Landtag bleiben will und sich selbst die Absolution erteilt: "Sie haben mich sicher nicht wegen meines Doktortitels gewählt."

Richtig, Matze!
Die Waiblinger haben Dich sicher nicht wegen auch nur irgendeiner Qualifikation in den Landtag gewählt! Welche sollte das auch sein?

Nein. Sie haben natürlich erwartet, dass eine hochgradig verlogene und titelgeile Juristenlarve mit ihrem auf unendlich eingestellten Lächeln den Landtag dekoriert! Was kein Ficus bis dahin vermocht hatte, solltest Du richten (und nicht einmal die allmächtige Grinsekatze könnte so schön lächeln wie Du). Dafür hätten die Waiblinger es auch gerne in Kauf genommen, dass sie einem verlogenen und titelgeilen, volljuristisch verschlagenen und erschleichenden Karrierejungfuzzi ein Mandat erteilen.

Ja: "hätten"...

Denn all das bist Du ja nicht.
Lass uns mal nachschauen, wen die Waiblinger bekommen haben... :

Einen vertrauenswürdigen, christlichen und pflichtbewussten jungen Mann, der das Vertrauen der Wähler niemals enttäuschen würde.

Quote (selected)
Liebe Wählerinnen, liebe Wähler,

herzlichen Dank für Ihr Votum bei der Landtagswahl, mit dem Sie mir das Direktmandat für den Wahlkreis Waiblingen anvertraut haben. Dieser Vertrauensvorschuss ist für mich Ver­pflichtung."

Quelle: http://www.matthias-proefrock.de/

Ich bin mir sicher, dass die Waiblinger das niemals von Dir gedacht hätten, lieber Matthias. Vertrauen und Verpflichtung passen ja so gar nicht ins Bild des verlogenen und titelversessenen Jungspunds.

Ein Grund das Mandat niederzulegen, oder?

Dum excusare credis, accusas.
Autor: Clas
« am: 04. Juli 2011, 23:09:08 »

Moin, moin,

hier haben wir einen Vorschlag für die weitere politische Karriere der K.-M.:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=9982#h21

Gruß Clas
Autor: Clas
« am: 03. Juli 2011, 21:24:13 »

Moin Burkhard,

aber sowas ist doch nicht ein Forschungsergebnis, oder? Das ist doch, wohlwollend betrachtet, wohl eher der Versuch, ein zweifelsfrei diagnostizierbares Merkmal zur Einteilung oder Ordnung zu verwenden, ein System in die Sache zu bringen...? Sowas ist auch schon gruselig genug, zumal, wenn das Merkmal zwar diagnostizierbar ist, aber Tauglichkeitsmängel aufweist.

Man kann es auch als Wichtigtuerei einordnen. Wissenschaft jedoch...?

Wenn er das als Forschungsergebnis wirklich anpreist, würde ich gerne mal den Methodenteil lesen...

Gruß Clas
Autor: Burkhard Ihme
« am: 03. Juli 2011, 16:15:14 »

Quote (selected)
Welches "Blatt" zitierst du denn da, BI?
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13464097/FDP-Mann-Chatzimarkakis-kaempft-um-Doktortitel.html

Quote (selected)
Muss das denn neutral oder gar zustimmend zitiert werden?
Keine Ahnung, meine akademische Laufbahn war auf einer Kunstakademie. Aber das Problem war lange, daß man den Quatsch von Wissenschaftlern zitieren mußte und sich wohl kaum einer traute, das Kraft eigner Erkenntnis als solchen zu bezeichnen.

Ich hab letztes Jahr Lambert Wiesing kennengelernt, der hat "geforscht", daß Comics nur Comics sind, wenn sie eine Sprechblase enthalten.
Autor: Anke
« am: 03. Juli 2011, 12:51:05 »

Quote (selected)
Und Herr Ch. kämpft:

Quote (selected)
"Fremde Gedanken sind belegt, fremde Gedanken sind als fremd gekennzeichnet"
"Nach eingehender Prüfung ist festzustellen, dass in der Dissertation kein einziger Text aus einem Werk übernommen wurde, das nicht in einer Fußnote oder im Literaturverzeichnis erwähnt wurde“, zitiert das Blatt aus dem Schreiben.

Demnach gibt es auf fast drei Viertel der Seiten der Dissertation abgeschriebene Stellen.
Die eigentliche Diskussion müßte wohl eigentlich lauten: Wieviele eigene Gedanken muß eine Dissertation enthalten.
Genau. Gibt es dazu eigentlich eine Vorgabe? Es kann ja wohl nicht sein, dass eine Diss. als ok durchgeht, wenn sie zu 100 % belegte und korrekt zitierte Fremdgedanken enthält - oder?  :D
[size=9]([size=9]Welches "Blatt" zitierst du denn da, BI? [/size] 8-))[/font][/size]

Quote (selected)
Und auch: Wieviele darf sie enthalten. Denn leider muß eine Doktorarbeit auch lauter Unfug enthalten, wenn er nur von genügend Leuten behauptet wird. Darunter leidet z. B. die Comicforschung, weil alle Leute, die eine Dissertation zum Thema schreiben, all den Quatsch erwähnen müssen, der von irgenswelchen Idioten, die keine Ahnung von Comics haben, wissenschaftlich geforscht wurde.
Muss das denn neutral oder gar zustimmend zitiert werden?
Autor: Burkhard Ihme
« am: 02. Juli 2011, 21:48:51 »

Und Herr Ch. kämpft:

Quote (selected)
FDP-Mann Chatzimarkakis kämpft um Doktortitel
Der unter Plagiatsverdacht stehende FDP-Politiker bezeichnet alle Vorwürfe als "haltlos" – und wehrt sich gegen die Aberkennung seines Titels.

Der FDP-Europaabgeordnete Jorgo Chatzimarkakis wehrt sich gegen die mögliche Aberkennung seines Doktortitels. Nach Informationen des Berliner "Tagesspiegel“ weist der FDP-Politiker die Plagiatsvorwürfe in einer Stellungnahme an den Promotionsausschusses der Universität Bonn als haltlos zurück.

Jorgo Chatzimarkakis gibt sich weiterhin selbstbewusst: "Fremde Gedanken sind belegt, fremde Gedanken sind als fremd gekennzeichnet"
"Nach eingehender Prüfung ist festzustellen, dass in der Dissertation kein einziger Text aus einem Werk übernommen wurde, das nicht in einer Fußnote oder im Literaturverzeichnis erwähnt wurde“, zitiert das Blatt aus dem Schreiben.

"Fremde Gedanken sind belegt"

Zwar habe er Fehler gemacht und durch verschiedene Zitierweisen Missverständnisse erleichtert. Im Wesentlichen gelte aber: "Fremde Gedanken sind belegt, fremde Gedanken sind als fremd gekennzeichnet."

Nach Angaben des Dekans der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn, Professor Günther Schulz, will der Fakultätsrat am 3. Juli über die Doktorarbeit entscheiden. Aktivisten der Internet-Plattform Vroniplag haben eine Reihe angeblicher Plagiate in Chatzimarkakis' Arbeit aufgelistet. Demnach gibt es auf fast drei Viertel der Seiten der Dissertation abgeschriebene Stellen.

Die Aktivisten der Plattform hatten bereits Chatzimarkakis' Partei- und Fraktionskollegin Silvana Koch-Mehrin zu Fall gebracht: Sie legte im Mai wegen Plagiatsvorwürfen ihre Ämter als Vorsitzende der FDP im Europaparlament und als Vizepräsidentin des Europaparlaments nieder. Inzwischen hat ihre Universität den Doktortitel entzogen.

Die eigentliche Diskussion müßte wohl eigentlich lauten: Wieviele eigene Gedanken muß eine Dissertation enthalten. Und auch: Wieviele darf sie enthalten. Denn leider muß eine Doktorarbeit auch lauter Unfug enthalten, wenn er nur von genügend Leuten behauptet wird. Darunter leidet z. B. die Comicforschung, weil alle Leute, die eine Dissertation zum Thema schreiben, all den Quatsch erwähnen müssen, der von irgenswelchen Idioten, die keine Ahnung von Comics haben, wissenschaftlich geforscht wurde.
Autor: Bastian
« am: 02. Juli 2011, 01:05:51 »

Ein Linktipp:

Blogger der Scilogs und der Scienceblogs haben einen neuen Blog eröffnet, in dem sie den Versuchen der Politik, Plagiate zu bagatellisieren, die Stirn bieten wollen:
http://deplagio.wordpress.com/

Hier gelesen:
http://www.scienceblogs.de/zoonpolitikon/2011/07/de-plagio-wir-wissenschaftsblogger-wehren-uns.php
Autor: Anke
« am: 01. Juli 2011, 23:31:13 »

Quote (selected)
das Zentralorgan für zeternde Vorverurteilung