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Zusammenfassung

Autor: Bastian
« am: 07. März 2012, 21:06:58 »

Wie soeben auf dem Nockerberg der Seehofer (der echte) erklärte, soll Guttenberg (der echte) dieses Jahr zurückkommen...
Autor: Bastian
« am: 16. Dezember 2011, 17:51:28 »

Quote (selected)
Vielleicht fanden sie auch, meine obige Reaktion auf das Buch sei etwas müde, da müsse doch mehr möglich sein...!
Das wird es gewesen sein, Clas. Und wer darf es jetzt wieder ausbaden? Hä?!

Hm, den Link, bzw. Wink mit der Uni Leipzig versteh ich nicht. Ich seh oder hör da nichts schmatzen. Steh ich auf dem Schlauch, was entgeht mir da?

Grüße
Bastian

Achso, ja: Guttenberg und die Internetfreiheit...
Copy and paste für alle? Für die Idee eines guttenbergfreien Internets ist es allerdings wohl zu spät, auch wenn er sich das zwischenzeitlich mal gewünscht haben mag. Ansonsten finde ich den Gedanken, gerade ihn als Internetfreiheitsbeauftragten einzustellen ziemlich schräg und schließe mich ihm hier an.

Neelie, ik snap het niet.
Bastian
Autor: Clas
« am: 13. Dezember 2011, 13:58:30 »

Moin, moin,

ja... und nun: Berater der EU-Kommission zur Freiheit des Internets...! Zum Zergehenlassen auf der Zunge ist das zu heftig. 

Die haben es auf uns abgesehen. Ich bin eigentlich nicht paranoid, aber die meinen uns. Die wollen ausprobieren, ob uns dazu noch was einfällt. Vielleicht fanden sie auch, meine obige Reaktion auf das Buch sei etwas müde, da müsse doch mehr möglich sein...!

Die Entwürfe zur Schürze habe ich angemahnt, http://www.zv.uni-leipzig.de/ zeigt aber das Foto einer historischen, kulturell-kontextuell in diesem Fall aber schmatzend-saugend passenden Kopfbedeckung, die wir auch in Betracht ziehen sollten, für den Bock an sich. Die Gärtnerschürze...sie muss auch kommen. Sie muss.

Oder es ist ein Ablenkungsmanöver, und im Empörungsschatten wird die Eurokrise traktiert...

Gruß Clas
Autor: Clas
« am: 06. Dezember 2011, 08:51:48 »

Moin, moin,

also, mal abgesehen von diesen wissenschaftlichen Fehlleistungen, verstehe ich auch nicht, warum irgendjemand den nun unbedingt wiederhaben will in der Politik. Mir war er auch vorher und ohne dies äußerst unsympathisch und klang hohl. Dass da mein Gehör so bstätigt wird, freut mich natürlich; di Lorenzo scheint mir einfach eine weitere Adelskrähe zu sein, die da Augenpflege am Mitkrähherich treibt...

Nu, man muss ja nicht die Zeit lesen, und das Buch braucht man auch nicht zu kaufen. Es wird wohl irgendwann im Altpapier auftauchen.

Gruß Clas

Autor: Heiko
« am: 04. Dezember 2011, 14:25:37 »

Quote (selected)
Denn die Damen und Herren von Guttenplag haben eine Arbeit von 2004 unter die Lupe genommen und dort das selbe Schema wiedergefunden. Fremdtexte, Copy and Paste, usw... :
http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Guttenberg-2004

Und in welcher man auf Seite 2 folgendes lesen kann:
Quote (selected)
Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form
(durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren)
ohne schriftliche Genehmigung der Redaktion reproduziert
oder unter Verwendung elektronischer Systeme
verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
http://www.hss.de/fileadmin/migration/downloads/aa33_internet.pdf
Autor: Bastian
« am: 04. Dezember 2011, 01:04:25 »

Laut Zeit- Buchauszug Disketten.

Das mag für 1999 ja tatsächlich auch noch angehen. Da will er mit der Doktorarbeit angefangen haben. Aber irgendwann in den Zweitausendern wird er den Krempel doch sicher mal auf CD oder Stick gesichert und zusammengebracht haben.

Ich hab ja keine Doktorarbeit geschrieben. Anderen Kram aber schon. Und ich wäre niemals auf den Gedanken gekommen, Quelltexte für eine Arbeit auf auch nur dreißig Disketten zu verteilen, von denen drei in Berlin, 8 in Düsseldorf, 7 postlagernd in Graubünden, und zwölf in den Sockenschubladen von Bekannten herumliegen. Nicht den banalsten meiner Ergüsse hätte ich so gestreut, schon gar nicht eine so wichtige Arbeit. Wer arbeitet denn so?

Wenn man dann noch bedenkt, dass Herr Vonundzu sie zunächst irgendwo als Fremdtexte, bzw Zitate eingetütet hat, um sie später wiederzufinden und zu denken: "Cool, da ist ja mein gesammeltes Material... [Hirnriss]... Wow, was ich alles schon geschrieben habe, reeschpekt!"
Für wie blöd sollen wir ihn eigentlich halten? Oder andersrum: Für wie blöd hält er uns?

Ist eh wurscht wie blöd. Denn obacht: Sein Buch "Vorerst gescheitert" ist wahrscheinlich jetzt schon überholt.

Denn die Damen und Herren von Guttenplag haben eine Arbeit von 2004 unter die Lupe genommen und dort das selbe Schema wiedergefunden. Fremdtexte, Copy and Paste, usw... :
http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Guttenberg-2004

Ist wohl eher ein Arbeitchen mit 33 Seiten. Will er da auch den Überblick über die unzähligen Quellen verloren haben? Hatte er wieder Druck? Und natürlich: Wo waren umhimmelswillen seine 80 Disketten nur wieder hin?

Fragen über Fragen. Aber lustig bleibt's.
Also: Buch besser jetzt schon umtauschen und das nächste oder übernächste Buch abwarten. Di Lorenzo meint, sie sollten den Fünfteiler bis April 2012 hinbekommen haben.

Die folgenden Titel sind in Mache: "Mist, schon wieder gescheitert!" "Immer dieses Scheitern!", "Ich will da aber rein!" und "Meine neusten Kleider".


Grüße
Bastian
Autor: Burkhard Ihme
« am: 03. Dezember 2011, 19:25:17 »

Und was hat der für Datenträger? Auf einen modernen USB-Stick passen doch 1.000 Doktorarbeiten.
Autor: Bastian
« am: 03. Dezember 2011, 13:50:04 »

Guttenberg stellt klar: "Es war kein Betrug"

Es mag Geflunker gewesen sein oder Schwindel, Täuschung, Unwahrhaftigkeit, Unredlichkeit, Falschheit, Scheinheiligkeit, Unaufrichtigkeit, Blendwerk, Schein, Vorspiegelung, Trug und Gaunerei...*

... aber "Betrug" soll es nicht gewesen sein.

http://www.zeit.de/2011/48/DOS-Guttenberg

Zum Schießen finde ich, dass er ziemlich genau beschreibt, wie er sich die vielen Fremdtexte unter den Nagel gerissen hat und zur späteren "Bearbeitung" gesammelt hat:

Quote (selected)
Immer dann, wenn ich das Gefühl hatte, dass etwas zu meinem Thema passt, habe ich es ausgeschnitten oder kopiert oder auf Datenträgern sofort gespeichert oder direkt übersetzt.
 (...)
Ich habe Dinge abgeschrieben und in den Computer eingegeben; ich habe Kopien gemacht, abgelegt und gesagt, das wird später noch bearbeitet. Oder ich habe es sofort bearbeitet. Später habe ich gewisse Textstellen auch mal aus dem Internet herausgezogen, auch diese abgespeichert, wieder auf unterschiedlichen Datenträgern. Eigentlich war das eine Patchworkarbeit, die sich am Ende auf mindestens 80 Datenträger verteilt hat.

Ja, ein "Patchwork" von fremdem Material. Und das bei vollem Bewusstsein ("Immer dann, wenn ich das Gefühl hatte, dass etwas zu meinem Thema passt..."). Besser kann man geistigen Diebstahl doch gar nicht beschreiben.

Was ich im Moment nun gar nicht verstehe: Wer kauft eigentlich alles dieses Buch, dass es derart auf die Bestsellerlisten gehüpft ist?

Grüße
Bastian

*c&p von woxikon.de
Autor: Clas
« am: 31. Mai 2011, 09:52:30 »

Moin, moin,

und seine diesbezüglichen Einlassungen zu durchschauen, bedarf ja zunehmend weniger Legilimentik; dass das nun einfach ein multiples Versehen sein soll: Soll mich mal verlangen und ich kann mir das nicht vorstellen.

Gruß Clas
Autor: Heiko
« am: 29. Mai 2011, 23:38:57 »

@ Bastian
Tröste Dich! Ich habe Armgard auch als männlich gelesen.


Chatzis Plagiatsseiten-Quotient nähert sich übrigens allmählich Guttenberg´scher Größenordnung. Drum der x-te Link zu VroniPlag.
Autor: Clas
« am: 29. Mai 2011, 22:37:45 »

Moin, moin,

das hatte ich auch versucht, aber das klappte nicht. So oft muss ich das aber auch nicht lesen, ich kenne dscha das Abendblatt. Was das Nachhintenlosgehen des Textes angeht: Man muss auch gönnen können, sage ich da immer.

Stutzig machen mich die Beipflichtungen: Wenn da mal nicht jemand bei Springer schon die Betaversion hat von einer Software zur Führung einer Sockenpuppenarmee...

Gruß Clas
Autor: Bastian
« am: 28. Mai 2011, 09:53:23 »

@Clas:
Ansgar, Ansgard, Armgard- ich hab manchmal Probleme mit solchen Namen. Danke für den Hinweis!

Gruß
Gamsbart

P.S.: Ich schließe mich Heikos Tip an, zum Auffinden des Zeitungsartikel die Google Suche zu benutzen. Das Abendblatt schiebt nach kurzer Zeit immer wieder eine Abo- Werbung vor den Artikel.
Autor: Clas
« am: 28. Mai 2011, 03:52:44 »

Moin, moin,

vor allem aber: Wer nun schon als Kind mit Steinen geschmissen hat, und es bis heute ungebrochen als widerwärtig erlebt, darob getadelt worden zu sein, zeigt doch, auch bei ausreichend zugebilligter Zeit für die erforderlichen, eigentlich eher schlichten Denkvorgänge, das völlige Fehlen eines Ergebnisses einer Reflexion des eigenen Verhaltens... Da liegt in so krassen Fällen wohl meist ein generelles Unvermögen zugrunde.

Im übrigen ist Armgard ein weiblicher Vorname, für mein Gefühl.

Bemerkenswert, finde ich, dass es unter den sogenannten Leserbriefen soviel Beifall zu dem hochschrägen schrägen Gethesel gibt.

Gruß Clas
Autor: Bastian
« am: 27. Mai 2011, 21:50:53 »

Ich hab's: Ich tröste einfach beide: Armgard Seegers, der der obige Trost rechtmäßig zusteht. Erst recht jetzt, nachdem ich jetzt auch den Rest ihres Zeitungsartikels gelesen habe. Der Text geht ja dermaßen nach hinten los, dass sie schon allein deswegen mein Mitgefühl verdient hat.

Und ich tröste das gute "deutschlandhilft" deswegen, weil "deutschlandhilft" das obige Zitat über die ertappten Steinewerfer inhaltlich unterschreibt. Schließt doch der Blogartikel mit den oben zitierten Worten.

Und nicht nur das! "Deutschlandhilft" hat anscheinend selbst Schwierigkeiten auf eigene Gedanken zu kommen. Grad so, wie beim von ihm so verehrten Guttenberg ist der Blogartikel durch bestes Copy and Paste zusammengeschustert. Auch der folgende Absatz stammt eins zu eins aus dem Abendblatt- Artikel von Seegers, ist aber nicht als Zitat gekennzeichnet:

Quote (selected)
Deutsche-Bank-Chef Ackermann und seine Dissertation „Der Einfluss des Geldes auf das reale Wirtschaftsgeschehen“ zählt dazu, auch die des Doppeldoktors (Dr. iur. und Dr. phil.) Michel Friedman, der unter anderem über „Schuldlose Verantwortung: Vorgaben der Hirnforschung für Ethik und Strafrecht“ promovierte. Guido Westerwelle („Das Parteienrecht und die politischen Jugendorganisationen“) und Jürgen Trittin (mit einer „unbekannten Diplomarbeit“!) stehen auf der Liste, und der Papst („Volk und Haus Gottes in Augustins Lehre von der Kirche“).

Er ist einfach reinkopiert und steht nicht in Anführungsstrichen oder indirekter Rede ("laut Hamburger Abendblatt..."). Erst am Ende schreibt d-hilft: "Armgard Seegers vom Hamburger Abendblatt meint: '..." Als ob nicht auch der Rest von Seegers stammte... "Deutschlandhilft" plagiiert grad so "gut" wie sein Idol.

Tja, auch dafür ein Trösterchen.

Uuund, zu guter Letzt, noch einen Tätschler auf die Schulter dafür, dass Deutschlands Helferlein nun selbst Opfer eines Korinthen kackenden Klugscheißers geworden ist. Sorry dafür!

Aber ich drück einfach beide ganz fest an meine Brust. Ich kann's ab, und spende all jenen Trost, die ertappte Steinewerfer ungerecht behandelt sehen. Ich habe ein großes Herz.

Um die schlechten und langweiligen Wortspiele "Blogwart" usw. um Eines zu ergänzen: "Wer im Bloghaus sitzt (liebes deutschlandhilft"), sollte nicht mit Steinen werfen.", muaha...

Gruß
der Böse von gegenüber


Edit: Ups, Geschlecht angepasst. Bastian

Autor: Bastian
« am: 27. Mai 2011, 20:03:31 »

Hallo Heiko,

Oh, du hast Recht!
Hier kann man den Artikel lesen, aus dem das Zitat stammt: http://www.abendblatt.de/hamburg/article1888410/Die-Besserwisser-sind-so-schlimm-wie-die-Betrueger.html

Da hab ich mich geirrt und hätte mich tatsächlich vertröstet... Mich hat durcheinandergebracht, dass "deutschlandhilft" auch für Zitate innerhalb eines Zitats die doppelten Anführungsstriche setzt- statt der Einfachen ('). Dadurch entstand bei mir der Eindruck, nur die inneren Zitate stammten von Armgard Seegers.

Was mach ich nu? Mal nachdenken...
Autor: Heiko
« am: 27. Mai 2011, 17:22:31 »

Quote (selected)
Bemerkenswerter finde ich, was der dortige Blogautor unter seinem Pseudonym "deutschlandhilft" da schreibt:
Quote:
Quote (selected)
Haben wir nicht alle als Kinder die Nachbarn gehasst, die selbstgerecht hinter der Gardine lauerten, um uns beim Steinewerfen zu ertappen. Und da kannten wir Wörter wie Denunziant oder Blogwart noch gar nicht. In unserer Sprache hießen die Klugscheißer, Korinthenkacker oder Oberlehrer. Oder sind die heutigen Blogwarte besser?

Ja, böse Nachbarn aber auch! Wo man doch nur ein paar Steine werfen wollte...

Fast überkommt es einen, und man möchte "deutschlandhilft" einfach nur mal in den Arm nehmen und trösten...

Hi Bastian!
 
Deine Tröstversuche treffen den Falschen. Das Zitat ist Teil eines Zitates nach Armgard Seegers, für das "deutschlandhilft" auch die Quelle verlinkt.
http://www.abendblatt.de/hamburg/article1888410/Die-Besserwisser-sind-so-schlimm-wie-die-Betrueger.html
(wer den Artikel über diesen Link nicht lesen kann, kommt mit einer kurzen Google-Suche schnell weiter.)

Nichtsdestoweniger ist der Vergleich von Plagiatoren mit Steinewerfen leicht verquer.
Autor: Bastian
« am: 27. Mai 2011, 13:44:25 »

Quote (selected)
Dabei missbrauchen sie Kunst zu Propagandazwecken: http://proguttenberg.wordpress.com/2011/05/13/denunzieren-der-neue-volkssport/ , hier zum Beispiel A. Paul Weber.
 

Bemerkenswerter finde ich, was der dortige Blogautor unter seinem Pseudonym "deutschlandhilft" da schreibt:
Quote (selected)
Haben wir nicht alle als Kinder die Nachbarn gehasst, die selbstgerecht hinter der Gardine lauerten, um uns beim Steinewerfen zu ertappen. Und da kannten wir Wörter wie Denunziant oder Blogwart noch gar nicht. In unserer Sprache hießen die Klugscheißer, Korinthenkacker oder Oberlehrer. Oder sind die heutigen Blogwarte besser?

Ja, böse Nachbarn aber auch! Wo man doch nur ein paar Steine werfen wollte...

Fast überkommt es einen, und man möchte "deutschlandhilft" einfach nur mal in den Arm nehmen und trösten...

Auch den Guttenberg, wenn das bei seinen Anhängern rhetorisch so weitergeht...

schnüff...
Autor: Burkhard Ihme
« am: 26. Mai 2011, 09:31:16 »

Meine Erfahrung mit dem Schreiben einer Doktorarbeit war ja rein handwerklicher Natur: Meine Schwester wollte ihre nicht selber tippen und hat sie mir diktiert. Irgendwas mit instabilem Hämoglobin am Beispiel HB Essen. Alles selber geforscht (an eben dem einen Patienten in Essen mit instabilem Hämoglobin). Und jetzt ist sie Augenärztin.
Aber auch da bedenkliche Nachlässigkeiten: Nachdem ich 90 Seiten getippt hatte, merkte sie, daß ich Hämoglobin konsequent falschgeschrieben hatte. Und das in Zeiten, wo Tipp-Ex grad mal erfunden war ...
Autor: Clas
« am: 25. Mai 2011, 10:39:36 »

Moin, moin,

nun striked ja das Empire of Swindle back, das Abendblatt übernimmt den Begriff des "Blogwartes" und überhaupt sind die Aufdecker genauso schlimm wie die Plagiatoren... Wer ein Plagiat begeht oder aufdeckt oder begangene oder aufgedeckte Plagiate in die Öffentlichkeit bringt und damit in die Öffentlichkeit tritt und Ehrverletzungen begeht... So sollte dann wohl demnächst das, nennen wir es Gesetz zum Schutze geistigen Eigentumes, formuliert werden, scheint es.

In den Leserbriefen beklagen, offenbar ernst gemeint, Schreiber die durch die Anonymen Plagiatssucher beschädigten Leistungsträger... Merkwürdig, welche und was für Gestalten plötzlich Empathie evozieren im neoliberalen Spiegelkabinett.

Dabei missbrauchen sie Kunst zu Propagandazwecken: http://proguttenberg.wordpress.com/2011/05/13/denunzieren-der-neue-volkssport/ , hier zum Beispiel A. Paul Weber.

Gruß Clas
Autor: Bastian
« am: 26. April 2011, 23:32:17 »

Quote (selected)
Ich dachte bis anhin, das sei vor allem kein Offizialdelikt und daher auf eine Anzeige eines Geschädigten hin erst zu verfolgen.

So hatte ich das auch verstanden. Und da hätte ich vermutet, dass beim Ansetzen von Fristen von Belang sein müsste, wann der Beschädigte Kenntnis von der Urheberrechtsverletzung erlangt hat. Aber anscheinend ist verjährt tatsächlich verjährt, so wie sonst ja auch...

Oder es bestand von Anfang an- anders als bei Gutti- definitiv ein "öffentliches Interesse" an der Verfolgung. Und nur da ist etwas verjährt- privat ist noch alles drin.

Aber das kapiere ich auch nicht. Da wären ja Werke ab einer kurzen Frist rechtefrei, was nicht sein kann...

Oder stehe ich gerade massiv auf dem Schlauch?
Autor: Clas
« am: 22. April 2011, 08:26:00 »

Moin Bastian,

verjährt? Dann sollte auch eine Anzeige nichts mehr nützen.

Ich dachte bis anhin, das sei vor allem kein Offizialdelikt und daher auf eine Anzeige eines Geschädigten hin erst zu verfolgen.

Privatklage? Da müsste doch erstmal ein wirklich erlittener Schaden dargetan werden können, also Tantiemen, die der Plagiator statt des Autoren beansprucht und erhalten hat. Und ob die Diss für die erreichte Position denn wirklich wesentlich und die geklauten Stellen für den Erfolg maßgeblich gewesen waren: Da wäre man ja denn als Kläger womöglich beweislastig, und das beweise dann mal eben...

Und da inzwischen die Wikiplagleute  schon als digitale "Blockwarte" beschimpft werden, gibt es da im Umfeld der Bezichtigten offenbar kein Gefühl für das Erlaubte und massive Verzweiflung.

Zum Beißpiel: http://www.visdp.de/magazin/skandal-oder-pillepalle/

Gruß Clas
Autor: Bastian
« am: 21. April 2011, 20:53:42 »

...27,36% (Seiten mit kopierten Stellen)...
Nur den Staatsanwalt interessiert's nicht, da verjährt. Aber privat klagen könnte ein betroffener Autor ja wohl, oder? Kennt sich da jemand aus? Ich dachte nämlich, bei sowas sei der Zeitpunkt der Kenntnisnahme auch von Bedeutung...

Bei Gutti enthalten 94,4% der Seiten Plagiate. Wow!
(Anscheinend hat gerade mal das Inhaltsverzeichnis die nötige Schöpfungshöhe für ein Eigenwerk.) Da sollte schon fast ne Doktorfeier für die Beklauten drin sein.
Autor: Heiko
« am: 12. April 2011, 22:49:18 »

Die Freunde des gepflegten Dissertations-Dekonstruktivismus beschäftigen sich jetzt auch mit Dr.(?) Silvana Koch-Mehrin.
Ihr derzeitiger Plagiats-Quotient: 13,43%

http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Home
Autor: Clas
« am: 11. April 2011, 08:34:05 »

Moin, moin,

dass er diesen Bericht nicht gerne veröffentlicht sehen möchte, kann man ja verstehen, aber ich hoffe doch sehr, dass das nicht allzuviel nutzen wird.

Schließlich ist nach der Promotionsordnung dort der Betrug die notwendige Voraussetzung, den Titel wieder einzuziehen, bis dahin unbemerkte handwerkliche Fehler heilt die bestandene Prüfung.

Außerdem hätte die Uni Bayreuth ja immer noch Reste von Renommée zu verlieren, wenn sie das Ergebnis ihrer sorgfältigen Prüfung unter Verschluss hielte. Das ist, glaube ich, auch Hochschulmitgliedern bewusst und nicht erwünscht.

Gruß Clas