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Zusammenfassung

Autor: Bastian
« am: 18. März 2006, 18:29:38 »

Der Spiegel schreibt in seiner Onlineausgabe:
"Unter dem Titel "The Abu Ghraib Files" hat das US-Online-Magazin salon.com die bislang umfassendste visuelle und schriftliche Dokumentation des nunmehr drei Jahre alten Folterskandals veröffentlicht, eine neue Dimension der moralischen Katastrophe einer Weltmacht, die die Öffentlichkeit so bisher nicht zu Gesicht bekam."

Hier zu sehen: http://www.salon.com/news/abu_ghraib/2006/03/14/introduction/

Und wir können uns sicher sein: Das meiste wissen wir noch immer nicht...
Autor: Andrea
« am: 02. September 2004, 20:37:48 »


"Panorama":
Amerikanische Gefängnischefs im Irak waren bereits an

Misshandlungen und Todesfällen in US-Gefängnissen beteiligt

Hamburg (ots) -

Donnerstag, 2. September, 21.45 Uhr im Ersten

Die US-Regierung hat offenbar die Folter und die

Misshandlungen im Abu Ghraib-Gefängnis bei Bagdad stärker gefördert

als bislang zugegeben. Wie Recherchen des NDR Politmagazins

"Panorama" ergaben (Sendung: Donnerstag, 2. September, 21.45 Uhr im

Ersten), waren mindestens fünf Männer, die das US-Justizministerium

mit dem Aufbau des Gefängnissystems im Irak beauftragte, zuvor in den

USA in Fälle von Gefangenenmisshandlungen verwickelt gewesen. In

mindestens zwei Fällen hatte es auch entsprechende Urteile von

Zivilgerichten gegeben. Die Regierung entsandte die Männer nach

Bagdad, obwohl den zuständigen Behörden die Vorwürfe bekannt waren.

Teilweise hatten staatliche Stellen selbst die Misshandlungsvorwürfe

erhoben.

Zu den vorbelasteten Mitarbeitern gehört Lane McCotter. Bis 1997

war er Leiter aller Gefängnisse des US-Bundesstaats Utah. Diesen

Posten musste er abgeben, nachdem ein Insasse gestorben war. Ein

Video, das "Panorama" am 2. September ausstrahlen wird, zeigt, wie

sich dieser völlig verstörte Insasse nackt ausziehen musste. Danach

wurde er an einen sogenannten "restraint chair" gefesselt, eine Art

Disziplinarstuhl, um Gefangene gefügig zu machen. Nach 16 Stunden war

der Gefangene tot.

McCotter wechselte anschließend zu der privaten Gefängnisfirma

MTC, war auch für das "Santa Fe County Jail" verantwortlich. Im März

2003 kritisierte das Justizministerium scharf den dortigen Umgang mit

Gefangenen und monierte Menschenrechtsverletzungen. Dennoch entsandte

dasselbe Justizministerium Lane McCotter wenige Wochen später in den

Irak.

Dort war McCotter Chef für den Aufbau des gesamten irakischen

Gefängnissystems und damit auch für Abu Ghraib zuständig.

Bislang gibt es noch keine Beweise, dass McCotter direkt oder

indirekt an den bekannten Foltervorfällen von Abu Ghraib beteiligt

war. Es gibt aber Vorwürfe, dass er gemeinsam mit anderen geholfen

habe, ein Klima für Misshandlungen zu schaffen.

Das amerikanische Justizministerium verteidigt McCotters

Entsendung. Er genieße einen hervorragenden Ruf in der

Gefängnisindustrie. Er sei hauptsächlich damit beschäftigt gewesen,

geeignete Orte für Gefängnisse zu finden.

General Janis Karpinski, die in der Rangordnung unter McCotter

stand, sagte gegenüber "Panorama": "Die Zustände in den Zellen waren

unhaltbar, aber McCotter fand sie akzeptabel. Dabei stank es nach

Urin, Müll und Dreck. Es gab keine Betten, keine Toiletten und keine

Elektrizität."

Ein weiteres Video, das "Panorama" am Donnerstagabend ausstrahlen

wird, zeigt Übergriffe in einem Gefängnis von Connecticut. Dort kam

ebenfalls ein Gefangener ums Leben, nachdem er von einer ganzen

Gruppe von Wärtern "ruhiggestellt" worden war. Verantwortlich für

dieses Gefängnis war John Armstrong, der nach den Übergriffen im

Februar 2003 seinen Job verlor. Dennoch wurde er kurz darauf zum

stellvertretenden Leiter des gesamten irakischen Gefängnissystems

berufen. Kritik gibt es dafür gegenüber "Panorama" von der

Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union, ACLU. "Die

Praktiken dieser Leute ", so die ACLU-Mitarbeiterin Kara Gotsch,

"hätten nicht in den Irak exportiert werden dürfen. Das ist ein

Skandal."

Dass Misshandlungen von Gefangenen in den USA eine lange Tradition

haben, zeigt ein Trainingsvideo für US-Gefängniswärter, in dem Hunde

auf Gefangene gehetzt wurden, sich Insassen nackt ausziehen und auf

dem Boden kriechen mussten. Die Bilder, die "Panorama" ebenfalls

zeigt, erinnern stark an die Folterbilder von Abu Ghraib. Die Wärter

sollten so lernen, wie mit Gefangenen umzuspringen sei. Es entstand

1996 in Texas. Der politisch Verantwortliche damals: Gouverneur

George W. Bush.

Fotos in Druckqualität gibt es unter www.ard-foto.de, Passwort

erhältlich über die NDR Fotoredaktion (Tel.: 040/ 4156-2306).



2. September 2004

ots-Originaltext: NDR Norddeutscher Rundfunk
Autor: whoknows
« am: 23. Juli 2004, 10:04:37 »

Das Problem ist, dass die Amerikaner immer noch glauben, ein Krieg kann ebenso endlich sein, wie die Intelligenz ihres Präsidenten...
Autor: christian
« am: 20. Juli 2004, 17:57:39 »

Hier noch eine karikatur:

Quote (selected)

Autor: christian
« am: 20. Juli 2004, 17:54:12 »

Quote (selected)
Stimmt.
andererseits - ich weiss nicht, inwieweit die "Befehlskette" von all dem auch hier informiert war, und halt "ein Auge zugedrückt" hat.
(...)

Trotzdem: Das Hauptproblem ist die STRUKTUELLE Menschenverachtung - und die ist hüben wie drüben gegeben - drüben wirken sich solche Dinge meist grösser und globaler aus.



Wie immer die befehlskette auch sein mag, ich meine die höheren ränge sind natürlich IMMER mitverantwortlich, wenn auch nicht für die taten, dann doch, dass solche sachen eben NICHT passieren.

Wie in einem verein, wie dem militär, mit einander umgegangen wird, welche werte in der praxis herrschen etc. etc., wirkt sich natürlich auf die letzten glieder der kette aus.

Ein gutes beispiel ist 'unser' herr rrrrrrumsfeld, der doch meinte, er stünde auch mal gern 8 stunden im amt, da wär das doch für die guantanameros, die man zu studenlangem stehen zwang, auch kein problem.

Ich gebe dir recht, sandra, dass es sich dabei um ein strukturelles problem handelt; nun sind die usa in der kritik, weil sie sich auch an die forderste front (wortwörtlich) stellen und eben momentan versuchen, die welt wirtschaftlich, militärisch und kulturell menschenverachtend zu dominieren.

Also, da sie mehr macht haben, haben sie auch mehr verantwortung.
Autor: Andrea
« am: 09. Juli 2004, 14:14:27 »

Zitat: bis sowas dann doch irgendwann das Licht der Öffentlchkeit erblickt, wird erstmal von allen gemauert - das nervt mich auch sehr. Und weil solche Dinge so lange vertuscht werden, fühlen sich die Polizisten sicher und machen Übergriffe.
Autor: Sandra
« am: 08. Juli 2004, 21:51:27 »

Stimmt.
andererseits - ich weiss nicht, inwieweit die "Befehlskette" von all dem auch hier informiert war, und halt "ein Auge zugedrückt" hat.
Und vor allem: bis sowas dann doch irgendwann das Licht der Öffentlchkeit erblickt, wird erstmal von allen gemauert - das nervt mich auch sehr.

Aber klar, das bild ist ein anderes, da hast du völlig recht.

Trotzdem: Das Hauptproblem ist die STRUKTUELLE Menschenverachtung - und die ist hüben wie drüben gegeben - drüben wirken sich solche Dinge meist grösser und globaler aus.

Autor: joelli
« am: 08. Juli 2004, 20:36:02 »

Ich möchte dich noch etwas ensthaftes dazu schreiben:

Aus der Sicht des Opfers ist es sicher egal, ob man von brutalen österreichischen oder von amerikanischen "Aufsehern" gequält wird.

Aber objektiv ist es doch ein gewaltiger Unterschied, ob die Regierung (wie im Fal von Guantanamo) die Folterlager einrichtet, oder ob "nur"(wie in Stein) die Beamten sich völlig daneben verhalten.

Autor: Bastian
« am: 08. Juli 2004, 19:21:23 »

Autor: Sandra
« am: 08. Juli 2004, 13:38:04 »

Autor: Bastian
« am: 08. Juli 2004, 11:25:21 »

Stimmt.
Autor: Sandra
« am: 08. Juli 2004, 10:30:05 »

Den hat er nicht gelesen - er war noch beim vorigen. 8)
Autor: Dagmar
« am: 08. Juli 2004, 01:36:57 »

Quote (selected)
Ich weiß nicht, wie ich das alles als "Ausnahme" in mein Bild von den USA einbauen soll.


Das verstehe ich nicht so ganz: Wieso 'Bild von den USA'? Der Artikel bezieht sich doch auf Menschenrechtsverletzungen in Österreich.
Autor: Sandra
« am: 07. Juli 2004, 10:46:36 »

Amerika scheint mir immer mehr eine Karikaturform der Dinge zu sein, die zwar in der restlichen (westlichen) Welt auch passieren, aber eben nicht so....kitschig. In Amerika wirkt das alles wie eine Parodie auf die restliche Welt, eine Überzeichnung.
Autor: Bastian
« am: 07. Juli 2004, 10:16:34 »

Also ich bekomme eine Wut. Ich weiß nicht, wie ich das alles als "Ausnahme" in mein Bild von den USA einbauen soll. Es scheint mir mittlerweile eine Ausnahme zu sein, wenn die Menschenwürde geachtet wird. Und was habe ich gestern im Fernsehen gehört?: Die Vorkommnisse schaden George W. Bush, aber Kerry kann keinen Gewinn daraus ziehen...

Was meinen die mit solchen Sätzen?
Autor: Sandra
« am: 07. Juli 2004, 10:11:27 »

Jaja. Nur die Amis sind die Bösen... (Ich hab den nachfolgenden Artikel mal hier reinkopiert, weil ich nicht weiss, wie lange er in der Zeitung im Netz steht.)
WISSEN wir denn, wer noch alles Dreck am Stecken hat?
Wo Menschen zusammenkommen - und leider muss man sagen, vor allem, wo viele Männer zusammenkommen - gibt es Ausschreitungen, gibt es Dinge, die uns zeigen, dass die Hemmschwelle zu Gewalt an anderen weitaus niedriger liegt, als wir "zivilisierten" das glauben möchten....

Wiener linksalternative Stadtzeitung "Falter" 28/04 vom 07.07.2004 :

Schockierende Fotos und Fälle aus Österreichs Gefängnissen
STRAFVOLLZUG  Blutverschmierter toter Häftling am Gurtenbett fixiert, Blut quillt aus seinem Mund
Amnesty-Chef Patzelt: "Grobe Menschenrechtsverletzungen"
Mediziner Vogt: "Schwer fahrlässig"
Selbstmord im "
archaischen Gitterkäfig" in Göllersdorf
   
In ihrer am 7. Juli erscheinenden Ausgabe veröffentlicht die Wiener Stadtzeitung Falter mehrere Fotos eines in der Justizanstalt Krems-Stein qualvoll verstorbenen Häftlings. Die Bilder geben Einblicke in die dunkelsten Winkel des heimischen Strafvollzuges. Man sieht auf ihnen einen blutverschmierten toten Häftling mit gebrochener Nase und zugestopftem Nasenloch, der in einer kleinen "Sonderzelle" an einer Hand und an beiden Füßen auf dem Rücken mit Lederriemen an ein Bett gegurtet ist. Aus dem Mund des Toten rinnt Blut.

Wie der Falter berichtet, geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Häftling einen natürlichen Tod starb. Dass der Mann auf einem verbotenen Gurtenbett fixiert war, wird ebenso wenig beanstandet, wie der Umstand, dass der Häftling trotz verstopfter und gebrochener Nase nur am Rücken liegen kann. Menschenrechtsexperten und Mediziner kritisieren die Fixierung des Verletzten nun als Menschenrechtsverletzung. Heinz Patzelt, Chef der Menschenrechtsorganisation amnesty international sagt im Falter: "Diese Fesselung eines Verletzten ist schwer menschenrechtswidrig. Ich kenne keinen medizinisch plausiblen Grund, der es erlauben würde, jemanden so zu fixieren. Es ist völlig unverständlich, dass am Tod dieses Menschen niemand Schuld tragen soll." Werner Vogt, Gerichtsgutachter und seit dem Lainz-Skandal Pflegeombudsmann der Stadt Wien sagt nach Ansicht der Bilder zum Falter: "So darf man einen Menschen nicht behandeln. Das ist schwer fahrlässig. Diesem Mann kann das Blut in die Atemwege rinnen.".

Im Falter kommt ein hoher Ministerialbeamter zu Wort. Er bezeichnet den Fall wörtlich als "Super-Gau des heimischen Strafvollzuges". Der Fall habe System. Die Justiz werde mit der Zunahme geistig abnormer Rechtsbrecher nicht mehr fertig, es gebe zu wenig Ärzte und Psychiater.

Der Falter berichtet auch über einen mysteriösen Todesfall in der Justizanstalt Göllersdorf. Dort befindet sich ein Käfig, der vom Anti-Folter-Komitee des Europarats bereits 1999 als "archaisch" und "potentiell lebensgefährlich" bezeichnet wurde. Das Komitee empfahl, den Käfig still zu legen. Wie der Falter unter Berufung auf das Justizministerium berichtet, hat sich ein Häftling in dem Käfig an seinem Pyjama erhängt.

Ein ausführlicher Bericht findet sich im aktuellen Falter.
http://www.falter.at

Autor: Guntram
« am: 07. Juli 2004, 09:30:27 »

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID3415548_NAVSPM11174_REF3,00.html

http://www.swr.de/report/archiv/sendungen/040705/02/frames.html

Zu den Berichten erspare ich mir jeden Kommentar, aber die USA sind auf dem besten Weg in die Barbarei.
Autor: Guntram
« am: 25. Juni 2004, 08:02:31 »

Sandra hat recht woher kam die Anordnung?

Ein einfacher amerikanischer Soldat denkt nicht, er führt Befehle aus. Das macht die Ausbidungsmethode, ist hier schon angeklungen, den Menschen zerbrechen und als "gehorsame Kampfmaschine" wieder aufbauen.

Ab welchen Dienstgrad wieder mitgedacht wird
???, aber die waren alle mal zerbrochen.

Also es heißt "Sorgt dafür das die Gefangenen spuren!!!"
Das Ergebnis ist bekannt.
Autor: Bastian
« am: 25. Juni 2004, 01:21:55 »

Quote (selected)
Die einzige Anordnung, die mich interessiert, ist die, die von oben kam

Huch, von der sprach ich. ... Hoppla!

Ich habe versucht die Brücke zwischen deinen Gedanken und den Gedanken Dagmars zu schlagen... Sind zwei verschiedene, richtige und interessante Perspektiven/ Zugänge zum selben Thema.
Autor: Sandra
« am: 25. Juni 2004, 01:06:57 »

Öh. Mir ist eigentlich wurscht, warum die soldaten ihre Opfer wie angeordnet haben. Die einzige Anordnung, die mich interessiert, ist die, die von oben kam.

Das soldaten in Kriegszeiten, und Männer allüberall auszucken, ist klar, kennt man, muss  man was machen dagegen.
Aber in dem Fall geht es mir um die Aufforderung zu diesem Auszucken.
Autor: Bastian
« am: 25. Juni 2004, 01:04:38 »

So betrachtet stützt das die Vermutung, dass es sich bei den Folterungen in Abu Ghraib nicht um Ausbrüche einer unterdrückten (...gestauten) Triebenergie, sondern um eine Form erlernten Verhaltens handelt.
Autor: Bastian
« am: 25. Juni 2004, 01:58:48 »

Quote (selected)
Das ist die sehr klassische szenische Verwertung von Kastrationssymbolik

Stimmt. Das ist auch ein Aspekt. Aber auch mehr. Ich hoffe, ich drücke mich im Folgenden freudianisch richtig aus: Ich wollte damit sagen, dass durch den Satz "Dies ist mein Stolz, und das mein Gewehr" und der Umkehr der Bezüge

Gewehr= "Stolz", und
der Sack= "das Gewehr" des Soldaten

eine überkreuze Lenkung der jeweiligen Triebziele auf das jeweils andere Objekt vollzogen wird. Dies ist die kreuzweise Sublimierung, zu der jeder einzelne Soldat gezwungen wird (Abu Ghraib/ Folterungen) Und hinzu kommt die Anordnung, der Befehl von oben: Befohlen/ vorgelebt wird dies im Film durch den Drill- Instructor(-das Pentagon- Donald Rumsfeld)
Autor: Nilepile
« am: 25. Juni 2004, 01:06:18 »

Quote (selected)
Nachdem J. J. live die Möpse aus der Bluse gesprungen sind haben die Fernsehsender freiwillig beschlossen LIVE-Übertragungen um Sekunden zeitverzögert zu senden um bei ähnlichen Zwischenfällen die Übertragung abbrechen zu können. Ein Verfahren das man bisher nur aus streng islamischen Ländern kannte.
Irrtum: Die Idee wurde bereits 1974 in dem schwedischen Kriminalroman "Die Terroristen" von Sjöwall/Wahlöö erfolgreich angewendet, um ein Attentat auf den amerikanischen Präsidenten oder sowas ähnliches beim Staatsbesuch zu vereiteln.
Autor: Dagmar
« am: 24. Juni 2004, 23:52:17 »

Quote (selected)
Nachdem J. J. live die Möpse aus der Bluse gesprungen sind haben die Fernsehsender freiwillig beschlossen LIVE-Übertragungen um Sekunden zeitverzögert zu senden um bei ähnlichen Zwischenfällen die Übertragung abbrechen zu können. Ein Verfahren das man bisher nur aus streng islamischen Ländern kannte.


Exakt!

Ich seh' das in Teilen nämlich anders: Es sind zwei Baustellen der menschlichen "Abgründe", über die wir hier diskutieren: Aggressive Energien einerseits und libidinöse Energien andererseits. Da reden wir in den postings ein wenig aneinander vorbei.

Quote (selected)
a.) Zizek spricht glaube ich schon in dem Wissen, dass die Folterungen letztlich angeordnet waren.
b.) Du sprichst hauptsächlich davon, in welcher FORM sie dann von den Soldaten ausgeübt wurden.


Nein, ich hab' nicht nur die Form gemeint. Ich ergänzte Zizek zum Aspekt, den C.G. Jung das kollektive Unbewußte genannt hat. Das wirkt sich dann genauso auf Anordnungen aus. Die Anordnungen sind auch schon Ergebnis verdrängter Triebimpulse, die Handlungen und deren Form spiegeln das dann.

Unbestritten ist die europäische Kultur und Geschichte eine vollkommen andere als die amerikanische, entsprechend verlaufen die Sozialisationsprozesse in beiden Kontinenten völlig anders. Die Mechanismen menschlicher Psyche haben damit aber wenig zu tun. Eine Blindarmentzündung in Europa ist ja auch nicht anders als eine in Amerika. Psychische und physische (NICHT sozialisierende!) Faktoren sind metakulturell.

Ich bedau're, dass das vorhandene Wissen darum so wenig bis gar nicht in internationalen Deeskalationsbemühungen einbezogen wird!

Quote (selected)
Zu Beginn des Filmes- in Parris Island- werden die Rekruten geschoren (Samson?  )und mit all den anderen Männern durchs Gelände gejagt. Der Drill Instructor brüllt sie dabei laufend als "Ladies" an. Speziell den dicken, nicht angepassten Private Pyle (der in der deutschen Version banalerweise "Powler" heißt)... Sie sollen ihren Gewehren Frauennamen geben... (Mit seinem Gewehr wird sich Pyle später selbst erschießen) Ein paar Einstellungen später sieht man sie in Unterwäsche durch den Schlafsaal marschieren, während sie "Dies ist mein Stolz, und das mein Gewehr" singen. Dabei greifen sie sich zunächst ans Gewehr (Stolz), und beim Wort "Gewehr" greifen sie sich an den Sack...


Das ist die sehr klassische szenische Verwertung von Kastrationssymbolik: Der kleine Junge ist in seiner Wahrnehmungswelt von Kastration durch den übermächtigen Vater bedoht, weil er BEGEHRT. Das Begehren muss abgewehrt werden. Und - sorry jetzt wiederhole ich mich - Abgewehrtes bricht IMMER durch in unkontrollierbar gewordenen Impulsen (was sich in den Folterungen und vorgenommenen Erniedrigungen zeigt, was sich im Umgang mit Frauen im Islam zeigt, usw.)

Eine weitere Ergänzung übrigens: Parallel mit der Unterdrückung libidinöser Energien explodieren aggressive Energien. Oder im Normaldeutsch: desto bigotter umso aggressiver.
Autor: Guntram
« am: 24. Juni 2004, 12:28:28 »

Das das mit den Stäflingen so lange nachwirkt naja.
Da müßte es in Australien aber noch schlimmer sein wie in USA, die waren am Anfang eine reine Sträflingskolonie und sind heute irgendwie stolz drauf.

Amerika wurde eher von "freiwilligen" kolonisiert und ein paar Versuche gingen ganz schön in die Hose (lest mal das GEO Epoche über Amerika).

In Kanada sieht es ganz anders aus und die Anfänge sind ähnlich, aber es ging anders weiter.

Die heutige USA ist trotzdem ein Produkt seiner Entstehung (Indianermassaker, gebrochene Verträge mit ihnen, gewaltsame vom Staat sanktionierte Landnahme etc.). Das Gesetz des Stärkeren.

Das Selbstversändnis gegenüber Gewalt in USA sind erschreckend.

Beispiele: Nach einem Massaker eines Amokschützen an seine Mitschülern sagte der Vater eines Schülers dieser Schule: "Ich bin mit meinem Sohn (so 3-4 Klasse) erst mal raus gefahren damit er auf ein paar Flaschen schießen kann um sich zu beruhigen."

Und in Texas sind Gewehrhalterungen in PickUps Serienausstattung (hat mir mal einer erzählt)

Ich gebe Sandra recht das ist eine Sache der Politik vor allem der Bildungspolitik. Aber dort müssen auch die Vorgaben stimmen was eigentlich gelehrt werden soll. Das fortschrittlichste Land der Welt ist mit seinem Puritanismus so verklemmt und rückschrittlich das man es schon wieder mit den Islamischen fundamentalisten vergleichen kann.

Nachdem J. J. live die Möpse aus der Bluse gesprungen sind haben die Fernsehsender freiwillig beschlossen LIVE-Übertragungen um Sekunden zeitverzögert zu senden um bei ähnlichen Zwischenfällen die Übertragung abbrechen zu können. Ein Verfahren das man bisher nur aus streng islamischen Ländern kannte.