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"Wenn sich wer öffnet, mach' ich doch nicht zu. Noch einmal frag ich: Was sagst Du?" (Georg Kreisler, "Was sagst Du?")



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Zusammenfassung

Autor: whoknows
« am: 24. März 2007, 08:51:56 »

IN etwas weiterem Sinne ebenfalls Kindermord:
http://www.orf.at/070323-10501/index.html
Autor: Werner
« am: 12. November 2006, 09:11:25 »

Ist auch die ET letztendlich nicht in der Position die Entstehung des Kosmos schlüssig zu beweisen, so hat sie mittlerweile doch die Genetik unsere Herkunft entschlüsselt. Für die meisten unserer Anführer aus Politik und Religion bedarf es dieser Instrumente nicht.
Autor: Werner
« am: 12. November 2006, 09:02:00 »

Quote (selected)
Ich sehe das auch so, dass Religion privat ist
Nur in den Nischen  unserer immer noch gut versorgten Wohlstandsgesellschaften kann sich ein gut versorgter Wohlstandsbürger ein solch lauschiges Plätzchen betten. Stell dir mal vor (nicht als Perspektive, sondern nur mal so zum gruseln, wir sind ja in Sicherheit ) du wärst in eine Tallibanbeherrschten Ecke der Welt hineingeboren worden. Da is nich mit privat. Das geht nur hier wo statt der heiligen Einfalt (noch) ein Zastersack auf dem Altar ruht. ;)
Autor: michael
« am: 12. November 2006, 01:26:16 »

Quote (selected)
... im modernen Amerika (USA) die Kreationisten, die auch nicht so weit davon entfernt sind!

Modernes Amerika und Kreationisten....
Ist das unser Tribut an den 11.11. (für Berliner u.ä.: Karnevalsauftakt!)?
Aber ernsthaft: Die Kreationisten sind auch hier aktiv, und bitte nicht zu vergessen: Diese Geschichte, auf die die Kreationisten ihre Welt aufbauen, wird im Religionsunterricht allen zwangsteilnehmenden Kindern auch hier und jetzt als Wahrheit verkauft. Oder kennt ihr einen Religionslehrer, der offen / offiziell etwas anderes sagt?

PS: Sehr still im Forum diese Woche, obwohl das Wetter nicht so sommerlich ist....
Autor: kampmann
« am: 11. November 2006, 22:23:32 »

Quote (selected)
Das ist echt schrecklich, wie sehr in der heutigen Zeit immer noch RReligionen regieren. Ich sehe das auch so, dass Religion privat ist. Aber tief religiöse Menschen sehen das anders und verhalten sich auch so, als wäre Religion öffentlich.

ja, wenn das so einfach wäre! Es gibt ja im modernen Amerika (USA) die Kreationisten, die auch nicht so weit davon entfernt sind!
Autor: Andrea
« am: 11. November 2006, 21:59:58 »

Das ist echt schrecklich, wie sehr in der heutigen Zeit immer noch RReligionen regieren. Ich sehe das auch so, dass Religion privat ist. Aber tief religiöse Menschen sehen das anders und verhalten sich auch so, als wäre Religion öffentlich.
Autor: RIK
« am: 11. November 2006, 12:28:53 »

Auf der Pride Parade 2005 in Jerusalem sticht ein orthodoxer Jude auf Teilnehmer ein, drei müssen ins Krankenhaus. Zuvor hatte Jerusalems ultra-orthodoxer Bürgermeister Uri Lupoliansky verkündet, Homosexualität sei ein "Gräul, dass die Würde und die Heiligkeit Jerusalems befleckt und die israelische Gesellschaft unterminiert." Hohe Repräsentanten von Islam, Judentum und Christentum verurteilen die Durchführungen der World Pride und wollten ihn verhindern. Gleichzeitig ist Israel der einzige Staat im nahen Osten, in dem Homosexualität nicht strafbar ist. - Menahem Mazuz, Rechtsberater der Regierung stellte die Rechtsstaatlichkeit Israels über die religiöse Betroffenheit und genehmigte die Gay Pride Parade, entgegen allen Drohungen und Demonstrationen der Gegner. Orthodoxe Rabiner gaben bekannt, dass sie die Teilnehmer der Parade und die schützende Polizei mit einen Todesfluch belegen würden. - Wir wären in dieser Welt weiter, wenn die Trennung von Staat und Religion konsequent in jedem Land vollzogen wäre. Jedem seine Religion und sein Glaube, solange seine Gesetze und Gebote nur nach innen gerichtet sind und nicht Vorschriften und Verhaltensweisen anderer Menschen einbeziehen. Religion ist privat.
Autor: Volker2
« am: 10. November 2006, 23:56:40 »

Während da Morden beidseitig weitergeht, passieren sehr merkwürdige Dinge.

Ich habe gerade in den Tagesthemen einen Bericht gesehen, in dem man jüdische, christliche und islamische Geistliche in Jerusalem an einen Tisch vereint gesehen hat. Nicht etwa, weil sie eine Friedensinitiative starten wollten – es ging darum, ihre Empörung über eine Gay-Parade in Jerusalem zu demonstrieren. Im Hass vereint. Ein schönes Beispiel für die Toleranz der Religionen. Im Kampf gegen das wirklich Böse ziehen sie doch alle an einem Strang. Irgendwie Realsatire.
Autor: whoknows
« am: 25. August 2006, 10:27:10 »

Lieber Sense, auch wenn der thread "Politik" heisst: hier ist keine Ironiefreie Zone.  ;)
Autor: Sense
« am: 25. August 2006, 01:59:11 »

Und wenn der Himmel herunterfällt sind alle Spatzen tot... Selbstverständlich ist nicht alles einfach! Aber man kann sich vieles einfach machen, siehe hier, u.a. auch Herrn Becker den ich aber nicht persönlich kenne und daher auch nicht für bewertende Zitate heranziehen möchte - schon garnicht wenn das Zitat aus einer Presse zu stammen scheint die mich eher nicht anspricht. Gehts bitte etwas gehaltvoller?
Autor: Dorian
« am: 24. August 2006, 06:36:42 »

Das ist ja schön, wenn alles so einfach ist.
Oder wie Boris Becker mal sagte: "Wenn alle Menschen grün wären, gäb's keinen Unterschied mehr zwischen schwarz und weiss."
Autor: Sense
« am: 24. August 2006, 02:31:35 »

Die journalistische  und politische Verwertung gewaltätiger Ereignisse irgendwo auf der Welt dient immer konkreten Zielen und ist ein Geschäft wie jedes andere auch. Wäre Israel seinerzeit z.B. auf den Falklandinseln gegründet worden dann gäbe es keinen unauflösbaren Konflikt wie der absolute und nicht eintauschbare Anspruch auf eine heilige Stadt. Aber Israel, an der Schnittstelle zu den Gebieten mit den für "uns" so wichtigen Oelvorkommen wird natürlich anders kommentiert. Genauso wie alle Nachbarstaaten auch die zufällig über dem schwarzen Gold zu Hause sind. Sinds gute Araber, dann streben sie westliche Werte an und schliessen Frieden mit Israel - wenn nicht sind sie selbstverständlich Teil der "Achse des Bösen". So einfach ist das. Wenn in den Konfliktstaaten des Ex-UDSSR 15 Kinder ins Jenseits gebombt werden, stimuliert das den medialen Konsumenten nicht. So einfach ist auch das.
Autor: whoknows
« am: 16. August 2006, 23:45:06 »

Ich kann das verstehen, so auf den ersten Blick. Was mich nur nervt, ist, dass derlei Dinge immer und überall passieren, Übergriffe von Machtpersonen, dass es sogenannte "Bürger zweiter Klasse" gibt - und das kann man auch nicht verteidigen. Aber die Informationen über Übergriffe fliessen unterschiedlich - über den ganz normalen Wahnsinn, dem man in Israel seit Jahren tagtäglich ausgesetzt ist, da sind sie bei bei Weitem nicht so üppig, wie wenn man etwas  GEGEN Israel sagen kann.

Nicht zuletzt durch die Deutschen ist der Staat Israel überhaupt notwendig geworden und zustande gekommen. Und es wundert mich, dass die Deutschen im allgemeinen so garnicht an einer auch nur entfernt ausgewogenen Berichterstattung interessiert sind, sondern im Gegenteil alles nachgerade begierig aufschnappen, was GEGEN Israel spräche.

Eigentlich hätte schon grosse Empörung aufbranden müssen, als Israel den Gazastreifen endlich geräumt hat - und sofort flogen wieder die Bomben von diesem Gebiet aus, kaum zeigt Israel weniger Präsenz, werden Leute entführt, steigen die Selbstmordattentate. Eigentlich ist es erstaunlich, dass man hierzulande nicht mehr eintritt für das Recht Israels auf Selbstverteidigung, auf Schutz - dass man so tut, als sei ISRAEL der Aggressor, als sei der Hass auf BEIDEN Seiten - und das stimmt schlicht nicht. Wer will hier wen in's Meer treiben? Wessen Gotteshäuser müssen weltweit beschützt werden? Und warum wird ausgerechnet von Deutschland aus eine zunehmende Nervosität - die zugegebenermassen in Extremreaktionen mündet - nicht zumindest von einem Blickwinkel des Verstehen-Wollens aus betrachtet?

Mir scheint es so, als ob Israel, in dem Moment, in dem es sich wie ein "normaler Staat" mit normalen Menschen zeigt, der Böse ist. Israel darf keine Fehlreaktionen haben, es darf kein Rassismus aufkommen, in einem Masse, in dem er in jedem Land der Welt vorhanden ist, und vor allem: es darf sich nicht wehren.

Wenn ich nur halb so empörte Reaktionen auf das (interne und externe) Verhalten von Staaten wie Iran, Russland, Indonesien, China und wasweissich wie viele mehr hören würde, wenn nur halb soviele Artikel zu deren Kriegen geschrieben würden - aber da wird halt sanft kritisiert,  - und wenn, dann wird gerade von der Linken  vornehmlich zum KLEINEREN der beiden Konfliktparteien gehalten. Nur bei Israel, da ist es andersrum.
Autor: kampmann
« am: 16. August 2006, 19:37:00 »

http://www.iwps-pal.org/en/articles/index.php?section=2&category=6

das ist eine Quelle von Daten in verschiedenen Sprachen über das ewig-alte Thema Israel und Palestina. Ich bin eigentlich Verehrer der grundsätzlichen "Israel"-Idee, war 1996 für eine gute Woche dort - aber ich fange langsam an zu zweifeln.

Eine der Mitglieder von IWPS ist eine Französin - sie lebt in St. Gallen (Schweiz). Sie war mehrfach in Haarez und die Berichte von ihr sind erschütternd. Brutalität von Soldaten gegen Zivilisten ist das geringste. Und sie sagt: Es herrscht eine Vertrauenskrise. Die Palästinenser glauben keinem Israeli, man hat es immer anders erlebt.

Ich persönlich habe vor Jahren einen Diplomanden gehabt, der aus Israel stammte und Palästinenser war. Er sagte: wir Palestinenser sind trotz unserer israelischen Staatsbürgerschaft Bürger zweiter Klasse.

Ich könnte hier noch mehr Geschichten erzählen, alte und neue Geschichten, die ich persönlich erlebt habe. Wie gesagt: ich bin (war?) ein Freund der Israel-Idee ... aber ...

Whoknows: bitte nicht übel nehmen - aber ich schwanke ...
Autor: Andrea
« am: 15. August 2006, 19:05:39 »

Ein musikalisches Zeichen des friedlichen Dialogs

Hamburg (ddp). Das israelisch-arabische Nachwuchsorchester West-Eastern Divan Orchestra mit Daniel Barenboim gibt am 27. August in Berlin ein Benefiz-Konzert. Das Orchester werde Beethovens Symphonie Nr. 9 aufführen und wolle damit ein musikalisches Zeichen des friedlichen Dialogs zwischen Israelis und Arabern setzen, teilte die Plattenfirma Warner Music in Hamburg mit. Warner Classics wird Ende September die Liveaufnahme des Konzertes auf CD veröffentlichen.

Der in Israel aufgewachsene Dirigent und Pianist Barenboim hatte 1999 den West-Eastern Divan Workshop ins Leben gerufen, der junge Musiker aus Israel und den arabischen Ländern jeden Sommer zum gemeinsamen Musizieren zusammenführt. 2005 hatte das Orchester in der palästinensischen Stadt Ramallah ein Konzert von historischer Bedeutung gegeben.

Neben dem Berliner Benefiz-Konzert treten die Musiker in Deutschland auch am 25. August in der Kölner Philharmonie und am 28. August im Deutschen Nationaltheater Weimar auf.

(ddp)

yahoo.d
Autor: Andrea
« am: 11. August 2006, 23:55:23 »

Urgh! Solche Schweine!
Autor: whoknows
« am: 11. August 2006, 10:06:39 »

Das wird nützen.  ;) ;D

In Berlin sind Plakate geklebt worden  mit Antisemitischen Inhalten, und wenn man die Plakate abreissen will, kann man sich verletzen, weil der Kleister mit Glassplittern versetzt wurde.
http://www.handelsblatt.com/news/default.aspx?_p=204493&_t=ft&_b=1118585

Autor: Andrea
« am: 11. August 2006, 04:08:12 »

Das ist ja widerlich und unglaublich. Sowas darf hier in Deutschland passieren? Solche sogenannten "Neutralitätsansagen" gehen doch nach hinten los. Wenn in Israel der Bär abgeht, ist das schlimm genug. Da muss man nicht auch noch hierzulande jüdische Künstler diskriminieren. Wieso gibt's denn immer noch so viele Menschen, die nicht zwischen Juden und Israeliten unterscheiden? Ich meine, auf das, was da gerade passiert, haben wir hier keinen Einfluss. Aber auf das, was hier passiert, schon. Vielleicht sollten wir denen mal schreiben, wie kurzsichtig und blöd sie denken.
Autor: whoknows
« am: 09. August 2006, 00:33:44 »

Urgh. Kotz.
Danke für die Mitteilung.

Ich bin immer extrem genervt von diesen einseitigen Geschichten - glaubt Ihr,Palästinensische Künstler wären auch ausgeladen worden?
Gerade die mit den schönen, bunten Pace-Fahnen hab ich gefressen - die sind zumeist dermassen einäugig....

Mein Lieblings-Argument: Wo müssen Polizisten zum Schutz von Moscheen abgestellt werden? Noch nciht mal in Israel.
Autor: Alexander
« am: 08. August 2006, 13:49:42 »

Ich stelle das hier rein, weil es peripher zum Thema gehört. In Kommentaren zu diesem Blog kann man auch Stellungnahmen lesen. Wenn ich so was lese "Begründet wurde die Absage damit, dass die TUFA politisch und weltanschaulich neutral sei und Veranstaltungen mit jüdischen oder israelischen Künstlern eine Provokation darstellen könnte.", frage ich mich, wie es um Deutschland 2006 bestellt ist ...

3.8.2006, 17:42
Peinliche Ausladung jüdischer Künstler
Von Hans-Peter Linz
Als "bedenkliche Entgleisung im Kulturzentrum TUFA" bezeichnet Johannes Platz von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft die Ausladung von jüdischen Künstlern aus der Tuchfabrik in Trier:

"Wegen des Libanonkonflikts kündigte die TUFA der Jüdischen Kultusgemeinde Trier die Kooperationszusage für Kulturveranstaltungen im September und November diesen Jahres, revidierte dies jedoch nach heftigem Protest. Die Jüdische Gemeinde Trier plante für September ein Konzert der bekannten Berliner Kantorin Avitall Gerstetter, in dessen Rahmen die international erfolgreiche Künstlerin, die unter anderem schon zusammen mit Konstantin Wecker aufgetreten ist, synagogale Musik interpretieren sollte. Für den November plante die Gemeinde gemeinsam mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Trier (DIG) ein Konzert im großen Saal des städtischen Kulturzentrums Tuchfabrik (TUFA) mit der israelischen Jazz-Interpretin Alony. Als Daniel Botmann, stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Rheinland-Pfalz und stellvertretender Vorsitzender der DIG Trier, aus seinem Urlaub nach Trier zurückkehrte fand er eine E-Mail vor, die mitteilte, dass man seitens der TUFA von der bereits schriftlich erteilten Raumzusage sowohl für die September- als auch für die Novemberveranstaltung zurücktrete. Begründet wurde die Absage damit, dass die TUFA politisch und weltanschaulich neutral sei und Veranstaltungen mit jüdischen oder israelischen Künstlern eine Provokation darstellen könnte. Erst nach heftigem Protest der Jüdischen Gemeinde nahm die TUFA die Kündigung der Kooperationsvereinbarung zurück – jedoch ohne Kommentar."

Egal weshalb, wieso, warum, ob Missverständnis oder nicht - das ist eine mehr als peinliche Geschichte und ramponiert das Image Triers. Wäre die Tuchfabrik ein Privat-Unternehmen, wäre es schon schlimm genug - aber die Tuchfabrik untersteht dem Kulturdezernat...

http://tiefenschaerfe.blog.intrinet.de/

Autor: whoknows
« am: 05. August 2006, 11:30:18 »

Hier noch ein sehr interessantes Interview zum Thema, das sich mit rein strategischen Gwdanken auseinandersetzt: http://www.zeit.de/2006/32/F_-Ajami
Autor: whoknows
« am: 01. August 2006, 11:09:34 »

Eine spannende Sicht zum Thema bietet Lila aus Israel, die einen deutschen Blogg schreibt, der unbedingt lesenswert ist. Er steht außerhalb der teils grotesken Juppie Kultur der deutschen Journalisten, die mir ihren welterklärenden Kommentaren nichts verstehen möchten. Es ist nur zu einfach, auf Israel einzuschlagen. Die Situation ist auch dort differenzierter und grotesker, als man sich vorstellen mag.

Man findet ihn hier http://rungholt.wordpress.com/2006/07/31/es-ist-schwer/

Ein kurzes Zitat daraus:

"Heute hat uns die Hisbollah besiegt - ein Sieg in einer langen Reihe von Siegen. Wir sind von Mohammad Dura besiegt worden, obwohl der Junge höchstwahrscheinlich von palästinensischen Kugeln erschossen wurde - doch als das herauskam, hörte die Welt schon nicht mehr zu. Wir sind vom sogenannten Massaker von Jenin besiegt worden - das nie stattgefunden hat, aber als sich das herausstellte, hörte die Welt schon nicht mehr zu. Wir sind von der Explosion am Strand von Gaza besiegt worden - deren Umstände ungeklärt und keineswegs eindeutig bleiben, doch auch wenn das eines Tages geklärt werden sollte, wird schon keiner mehr hören wollen. Wir sind von den vier UN-Beobachtern besiegt worden - zwar hat einer von ihnen schon Tage vor seinem Tod beklagt, daß die Hisbollah ihn und seine Kollegen als Schutzschild mißbrauchte, und gerade um dieses zu verhindern, waren er und seine Kollegen da - doch bevor der genaue Ablauf der Dinge ans Licht kommen wird, wird schon keiner mehr zuhören."

Ihr gesamter Blog befasst sich mit allem Möglichen, nicht nur mit Krieg - ist aber wie gesagt durchaus interessant: http://rungholt.wordpress.com


Autor: Volker2
« am: 30. Juli 2006, 16:22:29 »

15 Kinder getötet – inzwischen muss wohl eine Null drangehängt werden, und immer noch ist keine Waffenruhe in Sicht. Das Morden geht beidseitig weiter.

Plötzlich ist Frau Rice für einen sofortigen Waffenstillstand, aber Herr Olmert braucht noch zehn bis 14 Tage zur Bekämpfung der Hisbollah. Alle Statistiker sollten schon mal eine weitere Null bereit halten.

So, jetzt aber  [smiley=lipsrsealed.gif]
Autor: whoknows
« am: 28. Juli 2006, 23:23:21 »

Und das ist eigentlich das Hauptproblem: Das ganze ist dermassen emotionalisiert....
Ich finde es immer erstaunlich, wie wenig in diesem Konflikt die Verhältnismässigkeit gewahrt wird, auch und vor allem vom "Westen". Vergleichbare - zum Teil blutigere, zum Teil für Europa wichtigere Konflikte werden bei weitem nicht so vorrangig behandelt. Und diese "Bühne" trägt dann natürlich wiederum dazu bei, dass der Konflikt nicht zu lösen ist.
Autor: Volker2
« am: 28. Juli 2006, 18:24:13 »

•••  
  Zitat: "...dass in unmittelbarer Nähe des UNO -Quartiers die Hisbollah von den Uno-Leuten ungehindert Raketen abgeschossen hat - und zwar lange..."

Dafür haben die UN-Soldaten ja nun auch ihre gerechte Strafe erhalten – aber mal im Ernst: Es handelt sich um Beobachter, unbewaffnete Blauhelme. Da muss doch vielmehr hinterfragt werden, zu was für Einsätzen die UN-Staaten ihre Soldaten schicken bzw. was für einen Unsinn die UN beschließt, wenn es immer nur der kleinste gemeinsame Nenner ist (siehe die niederländischen Blauhelme in Bosnien als die Serben das Massakrieren begannen).

Ich habe einen weiteren Mitschuldigen an der derzeitigen Lage ausfindig gemacht: den Libanon. Siehe diesen Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Resolution_1559_des_UN-Sicherheitsrates


Nichtsdestotrotz bleibt die Tötung hunderter Zivilisten in Libanon eine Schweinerei und ist als Kollateralschaden nicht zu rechtfertigen. Oder ist da jemand anderer Meinung? (Natürlich ist eines klar: Der Beschuss israelischer Dörfer und Städte, Bombenattentate, die Forderung, Israel auszulöschen statt sein Existenzrecht anzuerkennen und die Leugnung des Holocaust ist ungeheuerlich, inakzeptabel und menschenverachtend.)