Georg Kreisler Forum Georg Kreisler (2010)
Mit freundlicher Genehmigung
© Axel Hegmann

* Willkommen

 
 
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
Hast du deine Aktivierungs E-Mail übersehen?

Letzte Beiträge

Witz des Tages von steffan
[17. November 2017, 23:15:17]


Fernseh-, Radio-Termine von h-j-urmel
[17. November 2017, 00:55:30]


Zwei alte Tanten Textinterpretation? von h-j-urmel
[14. November 2017, 12:29:00]


Comics (& Graphic Novels) von Burkhard Ihme
[13. November 2017, 21:01:42]


Heute Abend: Lola Blau von Burkhard Ihme
[02. November 2017, 12:50:21]

Herzlich willkommen im Georg Kreisler Forum!

Das Georg Kreisler Forum ist dem Werk des Satirikers, Dichters und Komponisten Georg Kreisler gewidmet. Das Georg Kreisler Forum ist ein Fanprojekt, Sie sind also herzlich eingeladen, Informationen zu Georg Kreisler beizusteuern und an den vielfältigen Diskussionen - auch weit über Georg Kreislers Werk hinaus - teilzunehmen.

"Wenn sich wer öffnet, mach' ich doch nicht zu. Noch einmal frag ich: Was sagst Du?" (Georg Kreisler, "Was sagst Du?")



Antworten

Name:
E-Mail:
Betreff:
Symbol:

Verifizierung:
Bist Du ein Spambot?:
Wie heißt Georg Kreisler mit Vornamen?:

Shortcuts: mit Alt+S Beitrag schreiben oder Alt+P für Vorschau


Zusammenfassung

Autor: klärchen
« am: 20. Januar 2015, 14:10:13 »

...man muss nicht alles sehen...
Autor: Heiko
« am: 17. Januar 2014, 15:07:43 »

Vielen Dank Titanic! Deine Parodie auf die neueste McD-Kampagne dämpft meinen Impuls, den Fernseher aus dem Fenster zu werfen:

Autor: Heiko
« am: 16. November 2009, 02:42:53 »


Vor etwa 3 Jahren habe ich mal Jochen Busse getroffen. Und weil  er durchaus erkannt werden wollte, kamen wir ins Plaudern. Ich würde das natürlich nicht schreiben, wenn wir nicht genau auf das Thema von glaubhafter Werbung gekommen wären.
Dabei zeigte er erfreulicherweise eine kritische Distanz zu diesem Geschäft und betonte, dass er schon so einige Angebote ausgeschlagen habe, weil er sich mit dem Produkt nicht identifizieren konnte, wie beispielsweise sein Freund Mike Krüger mit seinem Baumarkt.
Ich habe ihm am Ende des Gesprächs Kopfschmerztabletten vorgeschlagen (nicht angeboten), weil er so herrlich gequält gucken kann.
Autor: Bastian
« am: 05. November 2009, 02:08:16 »

Quote (selected)
Quote (selected)
An vielen Straßenrändern hängen riesige Plakate mit einer überdimensionalen Mario Barth Abbildung. Diesem Comedy-Menschen, der mir zuwider ist, liegen  Menschenmengen zu Füßen.
Quote (selected)
Mir geht es mit Mario Barth genauso wie dir, Bastian. "Zuwider" trifft es genau.
Das Zitat stammt von Urmel.
Aber nachträglich unterschreibe ich es gerne.

Werbung hat ihre eigenen Regeln: Hersteller von Okularen spezialisieren sich auf Hobby- Astronomen, Major Labels auf den kleinsten gemeinsamen Nenner der Zuhörer, und Elektronik- Discounter auf den Otto- Normal- Subwoofer.

Jeder hat die Absicht, den größtmöglichen Absatzmarkt unter Einhaltung der fachspezifischen Kriterien zu erreichen. Wenn aber die Qualität des Produkts den Standard nicht erfüllt (z.B. weil man billig herstellen und billig verkaufen möchte), kommt die Werbefigur als Argumentum ad Auctoritatem ins Spiel. Da zählen dann die Köpfe, die in der zu erreichenden Käuferschicht als glaubwürdig, nachahmenswert oder schlicht bekannt gelten. Die Investition in eine Kühlerfigur ist Peanuts gegenüber der Investition in Produktqualität.

Der Hersteller optischer Geräte wird behaupten, Kepler wäre bestimmt ein Abnehmer seiner Okulare gewesen, das Major Label krallt sich den Bohlen und der Discounter wählt als Werbefigur denjenigen, der aktuell am meisten in F., F. und F. rotiert, z.B. den Barth. Mit den 200.000 Ocken (wenn's hoch kommt) 'optimiert' man keine Produktlinie.

In meinen Augen ist diese Personen/Autoritätenwerbung kein Hinweis auf mangelnde Qualität der Werbefigur; eher im Gegenteil. Wohl aber ein sanfter Hinweis auf die minderwertige Qualität des beworbenen Produkts.
Autor: Anke
« am: 04. November 2009, 21:34:02 »

Quote (selected)
An vielen Straßenrändern hängen riesige Plakate mit einer überdimensionalen Mario Barth Abbildung. Diesem Comedy-Menschen, der mir zuwider ist, liegen  Menschenmengen zu Füßen. Das Olympia-Stadion in Berlin war bei seiner Veranstaltung mit ca. 70 000 Besuchern ausverkauft. Die nächste Show in diesem Stadion steht fest. Ein Mediaunternehmen kann sich kein besseres Zugpferd wünschen.
Natürlich. Aus Marketing-/Werbesicht ist er das ideale Zugpferd, der Menschenmassen in die Läden ziehen kann.

Mir geht es mit Mario Barth genauso wie dir, Bastian. "Zuwider" trifft es genau.  :o
Es ist mir ein absolutes Rätsel, wie man von ihm fasziniert sein kann. Aber daran merkt man mal wieder, dass die Masse einen miserablen Geschmack hat. Ich werde es niemals verstehen. Genauso wie ich niemals verstehen werde, wie man Hitler faszinierend finden konnte. Das hat für mich nichts mit "der Zeit damals" zu tun o.ä. Ich finde ihn einfach grässlich, abstoßend, lächerlich, und ich bin sicher, dass ich das "damals" genauso empfunden hätte. So wie es ja einige tatsächlich schon damals empfunden haben. Leider viel zu wenige.  :-/ Ich will damit nicht etwa Mario Barth mit Hitler gleichsetzen, den ich für einen an sich harmlos-netten Kerl halte, um dem Vorwurf mal gleich zuvorzukommen. Aber der Massengeschmack ist m.E. vergleichbar.  :-/

Ich habe in letzter Zeit aber einmal einen Media-Markt für jemand anderen aufsuchen müssen und habe mich bei dieser Gelegenheit mal nach bestimmten Geräten erkundigt. Ich muss sagen, die Berater waren weit netter und kompetenter als die Werbung es vermuten ließe. Ich finde es eigentlich schade für die Angestellten, dass sie sich so proletenhaft vermarkten lassen müssen, damit die Prol.... äh, die Kunden, wirklich kaufen kommen.  :skeptisch Aber vermutlich nehmen die meisten es gar nicht so genau oder nicht wahr. Oder was meint ihr?
Autor: urmel
« am: 04. November 2009, 13:12:04 »

@Heiko
Wer nicht meiner Ansicht ist, der tritt nicht auf meine Füße. Ist für mich ein normaler Vorgang eines Dialoges. Außerdem hast Du bei mir
einen Sympathiebonus. Da kann so schnell nichts passieren.

Noch mal kurz zur Werbung. "Wirb oder stirb", dieses Motto musste ich mir als Marketingmann stets auf die Fahne schreiben. Und zum Media-Markt noch: Bin gerade in Dresden. Morgen ist eine Neu/Wiedereröffnung eines Mediamarktes. An vielen Straßenrändern hängen riesige Plakate mit einer überdimensionalen Mario Barth Abbildung. Diesem Comedy-Menschen, der mir zuwider ist, liegen  Menschenmengen zu Füßen. Das Olympia-Stadion in Berlin war bei seiner Veranstaltung mit ca. 70 000 Besuchern ausverkauft. Die nächste Show in diesem Stadion steht fest. Ein Mediaunternehmen kann sich kein besseres Zugpferd wünschen.

So weit, so "gut"! Bin wenig im Internet, da auf Kreisler-Tour. Im Dresden im Theaterhaus "Rudi" spielte das Rocktheater Dresden Kreisler´s Musical "Der Klezmer". . Der Theaterkahn Dresden bringt einen Kreisler Abend "Tauben vergiften".  Danach geht es via Berlin nach Rostock zur Opernpremiere.

Beste Grüße und einen schönen Tag!
Autor: Heiko
« am: 02. November 2009, 15:31:07 »

@Anke   :)
Danke, aber ein Wort musste ich austauschen (und die Grammatik entsprechend anpassen), weil mir da der Tastaturteufel doch was allzu unfreundliches geflüstert hat.

@urmel      
Falls ich dir auf die Füße getreten bin, bitte ich um Verzeihung!

Quote (selected)
Media-Markt und Saturn gehören zu den erfolgreichsten Ketten dieser Branche.
Das bedeutet ganz aktuell Mario Barth suggestiert für MediaMarkt: „DAS ist mein Laden!“ Die Aufdringlichkeit der Spots überrascht dabei schon nicht gar nicht mehr.
Für Saturn wirbt neuerdings Alice Cooper, der in „Coopers Bar“ Aliens bedient und stets schließt mit: „Alles eine Frage der Technik.“ Erinnert mich ein wenig an Das Restaurant am Ende des Universums von D. Adams.

Quote (selected)
Dabei ist mir noch nicht einmal irgendein Prominenter dabei aufgefallen. Das sind doch alles so ganz einfache Typen "aus dem Volke" - sind das etwa getarnte Promis?  :o
Ich glaube nicht. Mehr als die beiden genannten fallen mir nämlich auch nicht ein.
Autor: Anke
« am: 31. Oktober 2009, 22:46:37 »

Heiko, ich stimme in jedem Punkt mit dir überein.  :-*

Urmel hat "mein" MM richtig identifiziert. Mich stößt deren Werbung einfach seit Jahren richtig ab. Dabei ist mir noch nicht einmal irgendein Prominenter dabei aufgefallen. Das sind doch alles so ganz einfache Typen "aus dem Volke" - sind das etwa getarnte Promis?  :o

Habe gerade die aktuelle weiße MM-Werbung gesehen und muss meine Aussage aktualisieren: die aktuelle Werbung mit dem älteren Herrn, der so ausssieht wie Einstein finde ich ganz nett. Aber der jahrelange alte Werbestil hängt mir noch immer fest in der Hirnrinde.  :skeptisch
Autor: Heiko
« am: 31. Oktober 2009, 14:42:18 »

Quote (selected)
Aber offenbar funktioniert Werbung mit Prominenten immer wieder. Der Kartoffelsalat, für den Barbara Schöneberger wirbt, hat auf Grund dieser Werbung seine Umsätze um 40 % steigern können.
Unschön sind für den Prominenten natürlich solche Entwicklungen wie der T-Aktie. Nun sind alle Besitzer dieser Aktie sauer auf Manfred Krug.
Ina Müller behauptete gestern in der NDR Talk Show im direkten Gespräch mit Barbara Schöneberger, dass sie keine Werbung für Fleischsalat machen würde.
Zickenkrieg oder inhaltliche Auseinandersetzung? Ich weiß es nicht, denn ich habe weiter gezappt ...

Quote (selected)
Bei MM tippe ich auf Müller Milch. Die werben ebenfalls gerne mit Prominenten. Harald Juhnke und die Putzfrau der Lindenstraße fallen mir dazu ein. "Wenn´s schön macht" ist ein landläufiger Spruch geworden.
Ach klar, das wird es natürlich sein!

Quote (selected)
Wer ein Gerät der Unterhaltungsindustrie erwerben will, der muss es nach unseren System in irgend einem Laden gegen Geld erstehen. Unternehmensverantwortliche habe dafür zu sorgen, dass dieses Geschäft möglichst bei ihnen abgewickelt wird. Media-Markt und Saturn gehören zu den erfolgreichsten Ketten dieser Branche. Dieses Resultat wäre nicht zu erzielen, wenn man zimperlich in der Ecke steht. Der Werbeagentur darf gratuliert werden. Bei der Media-Markt Eröffnung am Alexander Platz in Berlin, die um Mitternacht stattfand, war ein riesiges Aufgebot an Sicherheitskräften notwendig, um die Menschenmassen in Zaum zu halten. Es lockt das Schnäppchen, also Geld sparen oder bei den Künstlern/Promis die mitmachen, Geld verdienen, oft viel Geld für wenig Einsatz. Und nur das liebe Geld kann die Motivation gewesen sein, dass Rio Reiser´s Erben sein Werk für Werbezwecke her gaben. - Konsumfreiheit hin, Konsumfreiheit her, ich muss meine Ausgaben sorgfältig kalkulieren und habe den Preis als Maßstab, nicht das Werbeumfeld. Bei Nokia dagegen gibt es für mich keine Kompromisse. Die kriegen keinen Cent von mir.
Ok, du hast mit allem Recht.
Es ist aber wie immer eine Frage des Blickwinkels. Und weil wir uns im Unterforum Kunst befinden, versuche ich eben Werbung aus dieser Ecke zu betrachten. Wir könnten jetzt natürlich erfolgreiche Werbeführung durch eine manipulative Emotionalisierung der Masse als „Kunst“ definieren. Für mich bleibt es nur „Können“, weil Kunst etwas mit Wahrheit zu tun haben und nicht einzig durch Geld motiviert sein sollte.
Selbstverständlich kann man auch Geld verdienen wollen und es kommt trotzdem Kunst heraus. So wie beispielsweise Kreisler seine Lieder schrieb, weil er mit diesen Geld verdienen konnte, ohne sich dabei inhaltlich zu verbiegen. Andere suchen sich einen Brotberuf um künstlerische Ansprüche verwirklichen zu können.

Quote (selected)
Konsumfreiheit hin, Konsumfreiheit her, ich muss meine Ausgaben sorgfältig kalkulieren und habe den Preis als Maßstab, nicht das Werbeumfeld.
Gut, so mancher akzeptiert für sich als homo oeconomicus eben das wirtschaftliche Primat. Seine Freiheit! Ich werde auch weiterhin andere Kriterien bei Kaufentscheidungen berücksichtigen. Meine Freiheit!

Quote (selected)
Und nur das liebe Geld kann die Motivation gewesen sein, dass Rio Reiser´s Erben sein Werk für Werbezwecke her gaben.
Jaja, Reisers Erben! Warum hat man nicht gleich „Alles Lüge“ genommen? Von der Melodie her durchaus werbetauglich, könnte man „Alles Tiefstpreis“ texten. Meines Wissens hat Rio nie Werbung gemacht – bitte korrigiert mich, falls doch – wieso glauben die Erben eigentlich, dass ginge schon in Ordnung? Bitte nicht nochmal „das liebe Geld“ als Erklärung anführen. Das Motiv habe ich durchaus verstanden.
Wie sähe es denn irgendwann mit Kreisler aus? Wenn beispielsweise ein fiktiver Gigantomarkt aufmachen würde und sich für seine Kampagne in sinnverkehrende Weise bei Kreislers „Im Warenhaus“ bedient?
Tote können sich halt nicht wehren. Und so müssen auch Marx, Lenin und Che heute unfreiwillig für ein Automobil werben. Da kann ich über den satirischen Anspruch sogar ein wenig schmunzeln. Aber eben auch Ärgern, weil die Betroffenen im Leben nicht zugesagt hätten. Wer traut sich als erstes mit Hitler zu werben? Natürlich nur um gezielt zu provozieren und den Markennamen bekannt zu machen.
Autor: urmel
« am: 30. Oktober 2009, 10:15:21 »

Bei MM tippe ich auf Müller Milch. Die werben ebenfalls gerne mit Prominenten. Harald Juhnke und die Putzfrau der Lindenstraße fallen mir dazu ein. "Wenn´s schön macht" ist ein landläufiger Spruch geworden.

Wer ein Gerät der Unterhaltungsindustrie erwerben will, der muss es nach unseren System in irgend einem Laden gegen Geld erstehen. Unternehmensverantwortliche habe dafür zu sorgen, dass dieses Geschäft möglichst bei ihnen abgewickelt wird. Media-Markt und Saturn gehören zu den erfolgreichsten Ketten dieser Branche. Dieses Resultat wäre nicht zu erzielen, wenn man zimperlich in der Ecke steht. Der Werbeagentur darf gratuliert werden. Bei der Media-Markt Eröffnung am Alexander Platz in Berlin, die um Mitternacht stattfand, war ein riesiges Aufgebot an Sicherheitskräften notwendig, um die Menschenmassen in Zaum zu halten. Es lockt das Schnäppchen, also Geld sparen oder bei den Künstlern/Promis die mitmachen, Geld verdienen, oft viel Geld für wenig Einsatz. Und nur das liebe Geld kann die Motivation gewesen sein, dass Rio Reiser´s Erben sein Werk für Werbezwecke her gaben. - Konsumfreiheit hin, Konsumfreiheit her, ich muss meine Ausgaben sorgfältig kalkulieren und habe den Preis als Maßstab, nicht das Werbeumfeld. Bei Nokia dagegen gibt es für mich keine Kompromisse. Die kriegen keinen Cent von mir.


Autor: Burkhard Ihme
« am: 30. Oktober 2009, 02:08:26 »

Aber offenbar funktioniert Werbung mit Prominenten immer wieder. Der Kartoffelsalat, für den Barbara Schöneberger wirbt, hat auf Grund dieser Werbung seine Umsätze um 40 % steigern können.
Unschön sind für den Prominenten natürlich solche Entwicklungen wie der T-Aktie. Nun sind alle Besitzer dieser Aktie sauer auf Manfred Krug.
Autor: Heiko
« am: 30. Oktober 2009, 00:32:03 »

Quote (selected)
Werbung definiert sich doch heutzutage nicht durch künstlerischen Anspruch
... aber Künstler tun dies doch.
und bestimmt gibt es in der Werbung auch ein paar positive Beispiele.

Quote (selected)
Die Werbeagentur hat jedenfalls meine Anerkennung, dass sie die Gratwanderung zwischen Aufregung und Ablehnung seit Jahren so beherrscht. Ein kleines, geplantes Skandälchen zwischendurch schürt da sogar noch die Aufmerksamkeit der einfältigen Kundenmasse, uns eingeschlossen.

Ich verstehe noch nicht ganz: hat die Agentur jetzt deine Anerkennung, obwohl oder weil sie uns als einfältige Kundenmasse betrachtet?


Quote (selected)
Ich weiß nicht, ob alle anderen Leute wirklich so anders gestrickt sind als ich. Jedenfalls kaufe ich ganz bewusst und gezielt bei den Firmen nicht bzw. Produkte nicht, deren Werbung mir grundlegend missfällt.

Mache ich genauso. Nicht weil ich glaube ich könnte den Firmen damit schaden. Aber soviel Unabhängigkeit möchte ich mir einbilden dürfen.


Quote (selected)
Das trifft nicht nur auf den MediaMarkt zu. Es gibt interessanterweise eine zweite Firma mit genau denselben Initialen MM, deren Produkten ich, soweit es möglich ist, aufgrund ihrer Werbung ausweiche.

 :-?
Jetzt werde ich wohl die halbe Nacht rätseln müssen.
Die gleiche Sparte?



Autor: Anke
« am: 29. Oktober 2009, 23:24:43 »

Ich weiß nicht, ob alle anderen Leute wirklich so anders gestrickt sind als ich. Jedenfalls kaufe ich ganz bewusst und gezielt bei den Firmen nicht bzw. Produkte nicht, deren Werbung mir grundlegend missfällt. Das trifft nicht nur auf den MediaMarkt zu. Es gibt interessanterweise eine zweite Firma mit genau denselben Initialen MM, deren Produkten ich, soweit es möglich ist, aufgrund ihrer Werbung ausweiche.  Denn ich schließe - m.E. zu Recht - von der Art der Werbung auf den Charakter des Unternehmers und seiner Werber.  >:(

Die Theorie, dass auch eine abstoßende Werbung eine gute Werbung sei, ist zwar verbreitet, jedoch halte ich sie für falsch und m.E. wird sie deswegen  genau von Werbetreibenden propagiert, die abstoßende Werbung machen und damit ihre eigenen abstoßenden Neigungen ausleben. Anstatt offen zu sagen: "Ich habe nur Sch.... im Kopf, und ich ziele mit meiner Werbung auf die Leute, die auch nur Sch.... im Kopf haben." Das wäre ebenfalls Sch....., aber wenigstens ehrlich.  ::)
Autor: immernochsaurier
« am: 29. Oktober 2009, 10:05:13 »

Quote (selected)
Ich begreife nicht, wie man sich als Künstler mit halbwegs seriösem Komikeranspruch für MediaMarkt-Werbung hergeben kann. Ich empfinde deren Werbung als grässlich proletenhaft. ...

... und dadurch ein Markterfolg: Werbung definiert sich doch heutzutage nicht durch künstlerischen Anspruch, sondern durch den Bekanntheitsgrad. Und wenn sogar Du mit dem Gedanken an deren Werbung den Namen der werbenden Firma (s.o.) sofort parat hast, dann ist es eine  effektive (wirtschaftlich gute) Werbung. Die Werbeagentur hat jedenfalls meine Anerkennung, dass sie die Gratwanderung zwischen Aufregung und Ablehnung seit Jahren so beherrscht. Ein kleines, geplantes Skandälchen zwischendurch schürt da sogar noch die Aufmerksamkeit der einfältigen Kundenmasse, uns eingeschlossen.
Autor: Anke
« am: 28. Oktober 2009, 12:55:53 »

Ich begreife nicht, wie man sich als Künstler mit halbwegs seriösem Komikeranspruch für MediaMarkt-Werbung hergeben kann. Ich empfinde deren Werbung als grässlich proletenhaft. Olli Dittrich z.B. hat sich damit m.E. einen rein finanziellen Gefallen getan, aber keinen künstlerischen. Zumal ich glaube, dass kaum jemand überhaupt erkannt hat
- wer sich hinter diesen diversen Figuren verbirgt
- dass es immer derselbe Schauspieler (?), Künstler (?) oder whatever ist. Schon gar nicht, dass es "Dittsche" ist. Dittsche ist eine Minderheitensendung und MediaMarkt das genaue Gegenteil. Also m.E. völlig an der Zielgruppe vorbei.

Ähnliches in schwächerer Form gilt m.E. für Harald Schmidt. Er war wenigstens bekannter. Aber passte m.E. überhaupt nicht in diese Werbung.
Autor: Heiko
« am: 28. Oktober 2009, 00:23:15 »

mir fällt da noch der arme Rio Reiser ein,
der posthum vermediamarktet wurde.
Es ist zwar schon zwei oder drei Jahre her,
aber der Ärger über die Verwurstung seines Königs von Deutschland
ist immer noch nicht vollständig verflogen.
Autor: Anke
« am: 24. Oktober 2009, 01:59:45 »

Quote (selected)
Die nennen sich ja "XXXL Möbelhäuser" ...  So wenig bleibt also bei mir hängen, wenn ich Werbung sehe...
Ich vermute, dir liegt einfach das "XXL" noch sehr fern   ^^
Autor: Bastian
« am: 23. Oktober 2009, 21:32:46 »

Quote (selected)
Quote (selected)
Dass das Möbelhaus mit ihm wirbt, verstehe ich in der Sache nicht. Ich sehe einfach den Bezug zur Person Fischer nicht.
Ich sehe die Verbindung ganz einfach in der augenfälligen XXL - = extra-large-Größe.   8-)

Achja, natürlich. Die nennen sich ja "XXXL Möbelhäuser", ich Hornochse! Danke für den Zaunpfahl. So wenig bleibt also bei mir hängen, wenn ich Werbung sehe...

Quote (selected)
Separater Thread?
Och, das passt schon alles hier rein. Hab ihn mal umbenannt.
Autor: Anke
« am: 23. Oktober 2009, 20:40:54 »

Quote (selected)
Wie wärs mit Prominente in der Werbung, die man bisher geschätzt hat?
Finde ich eine gute Idee. Separater Thread?
Ich hätte da auch noch welche beizusteuern.  :skeptisch
Autor: Anke
« am: 23. Oktober 2009, 20:38:25 »

Quote (selected)
Dass das Möbelhaus mit ihm wirbt, verstehe ich in der Sache nicht. Ich sehe einfach den Bezug zur Person Fischer nicht.
Ich sehe die Verbindung ganz einfach in der augenfälligen XXL - = extra-large-Größe.   8-)

Autor: Heiko
« am: 22. Oktober 2009, 00:12:36 »

Allerdings ist die zweifelhafte Kombination von Kabarett und roten Stuhl kein Einzelfall:
http://www.kabarett-der-rote-stuhl.de/
Kreimeyer ist beeindruckend und sehr zu empfehlen.
Allerdings muss man ihn live erleben, denn die Zuschauerreaktionen sind elementar. Sein Programm ist konsequent auf Interaktion mit dem Publikum ausgelegt und da nützt es auch nichts sich nach hinten zu setzen.
Autor: Heiko
« am: 21. Oktober 2009, 23:32:16 »

Quote (selected)
Quote (selected)
@Alexander: Gibt es eigentlich einen Jugendschutzbeauftragten im Forum?
Ja: mich. :)
;D

Quote (selected)
Es klingt bitter, aber ich kann verstehen, dass Fischer heute Rente praecox betreibt.
Ja, klar kann ich das auch verstehen.
Die Fischer-XXL-Geschichte ist nicht wirklich schlimm. Ich wollte auch nur darauf hinaus, dass er ein Kalauer nach dem anderen reißt, man glaubt er habe semantistisch alles im Griff und am Ende kommt dann der Knaller mit dem roten Stuhl. Leicht peinlich.

Quote (selected)
Dass das Möbelhaus mit ihm wirbt, verstehe ich in der Sache nicht. Ich sehe einfach den Bezug zur Person Fischer nicht.
Vielleicht soll ja auf die Stabilität der Möbel hingewiesen werden.


Und was TRIO betrifft ist mir klar, dass ich aus dem Wissen her argumentiere, so schnell nicht in die Verlegenheit zu geraten, einen Werbevertrag der legalisierten Piraterie und organisierten Umweltzerstörung angeboten zu bekommen.
Darum kann ich meine hehren Ideale auch weiter in die Höhe halten. Kostjanix!
Autor: Bastian
« am: 21. Oktober 2009, 06:04:56 »

Quote (selected)
@Bastian: Dein letzter Absatz treibt mir die Schamesröte ins Gesicht!
@Alexander: Gibt es eigentlich einen Jugendschutzbeauftragten im Forum?
Ja: mich. :)

Quote (selected)
Problematischer ist die Geschichte mit Otfried Fischer und seiner Werbung für das Möbelhaus XX(X(X)))L. Populistische Sprüche und wenig Reflektion. Und dann noch äußerst unappetlich mit dem Roten Stuhll werbend.


... zumal es bei rotem Stuhl nur ein adäquates Möbel gibt.

Es klingt bitter, aber ich kann verstehen, dass Fischer heute Rente praecox betreibt. Dass das Möbelhaus mit ihm wirbt, verstehe ich in der Sache nicht. Ich sehe einfach den Bezug zur Person Fischer nicht.
Autor: Heiko
« am: 21. Oktober 2009, 00:27:16 »

@Bastian: Dein letzter Absatz treibt mir die Schamesröte ins Gesicht!
@Alexander: Gibt es eigentlich einen Jugendschutzbeauftragten im Forum?      

Ok, ernsthaft!
Wie wärs mit Prominente in der Werbung, die man bisher geschätzt hat?
      
Einen der Blixa-Hornbach-Spots würde ich wirklich gerne im Fernsehen zu sehen bekommen. Soll er doch gut verdienen! Er behält in meinen Augen glaubhaft seinen subversiven Anspruch.

Problematischer ist die Geschichte mit Otfried Fischer und seiner Werbung für das Möbelhaus XX(X(X)))L. Populistische Sprüche und wenig Reflektion. Und dann noch äußerst unappetlich mit dem Roten Stuhl werbend. Das lass ich bei einer Werbung, die mich nicht interessiert durchgehen, aber nicht bei einem Kaberettisten.

auch von TRIO hätte ich nicht erwartet, dass sie für einen Energiekonzern werben: Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Der Preis bleibt!.



Änderungsgrund: orthographische Korrekturen
Autor: Bastian
« am: 20. Oktober 2009, 01:36:50 »

Ich war mir da auch nicht sicher, weil ich die Spots vorher noch nicht gesehen hatte. ARTE war es jedenfalls eine "Doku" wert:
http://www.arte.tv/de/Kultur-entdecken/Poetry-Slam/Themenabend/1769542,CmC=1762014.html

Auf Deine Frage hin sah ich gerade, dass Hornbach durchaus mit den Filmchen wirbt:

http://www.hornbach.com/home/de/html/index.phtml?url=/download/de/html/cont_download_blixa_bargeld.phtml

Und weil ich von einem gut unterrichteten Kumpel weiß, dass Blixa Bargeld in Verhandlungen seinem Namen alle Ehre macht, gehe ich davon aus, dass da ein beiderseitiges Interesse bestand.

Nun,so sei es denn. Künstler wollen bezahlt werden. Und wenn die "Bohrlochklemme" sowohl die Lyriker als auch die Heimwerker anfixt, sollen sie auch beide etwas von ihr haben.