Georg Kreisler Forum Georg Kreisler (2010)
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Das Georg Kreisler Forum ist dem Werk des Satirikers, Dichters und Komponisten Georg Kreisler gewidmet. Das Georg Kreisler Forum ist ein Fanprojekt, Sie sind also herzlich eingeladen, Informationen zu Georg Kreisler beizusteuern und an den vielfältigen Diskussionen - auch weit über Georg Kreislers Werk hinaus - teilzunehmen.

"Wenn sich wer öffnet, mach' ich doch nicht zu. Noch einmal frag ich: Was sagst Du?" (Georg Kreisler, "Was sagst Du?")



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Zusammenfassung

Autor: whoknows
« am: 25. April 2006, 10:27:47 »

Wer den "Frosch im Mixer" von Joe Cartoon kennt, für den ist das vielleicht nichts Neues - aber ich finde diese Aktion gar nicht so schlecht.
ich habe leider auch erst durch den "Raub" davon erfahren - wobei noch zu überlegen ist, ob das nicht irgendwie gelauncht wurde, um mehr Aufmerksamkeit zu erzielen - ich kenne die Vorgeschichte auch nicht.
Aber die Grundidee finde ich nett.

http://vorarlberg.orf.at/stories/104846/
Autor: whoknows
« am: 17. April 2006, 14:58:16 »

Unter diesen titel glaub ich passt das am Besten:
Wer Zeit hat und gerne englisch liest: hier eine fulminante Rede von Cortney Love zur Realität in der Pop-business und Plattenfirmen-Welt.

http://archive.salon.com/tech/feature/2000/06/14/love/
Autor: Maexl
« am: 02. September 2004, 17:56:09 »

Quote (selected)
Freiheit der Gesetzgebung


wat'n dat :mata:

ich stell mir gerade ein affe in einem käfig vor, der gesetze macht und von fundamentalistischen tierschutzgegnern dort rausgezerrt wird  ;)

nein... aber ein immer interessantes thema.

könnte mir vorstellen ergiebig mit dir über politik diskutieren zu können.  :D
- hoffe auf gelegenheit - (@lanie du warst nicht zufällig in norwegen?)
Autor: Lanie
« am: 02. September 2004, 17:25:18 »

Ergo.

Das deutsche Rechtssystem verbietet es einem Todkranken Kokain zu nehmen und rumzuhuren wie es ihn beliebt und es gibt viele Details die verraten das der Richter auch aus moralischen Seite die Rechtslage beleuchtet hat.  Und hat er überhaupt das Recht dazu? Natürlich nicht denn ich bin der Meinung das bitte sehr jeder Mensch selbst entscheiden kann was er in irgendeiner Weise konsumiert, schließlich ist es auch nicht illegal Waschpulver oder Chlorreiniger zu sniffen obwohl letzteres viel schlimmer für Charakter,Geiste und Psyche wäre. Eine furchtbare Doppemoral ist das, die vieleicht nur aus der Angst von ein paar verkappten Padagögen endstand und dem ewigen Fluch der Religion.  

Soll doch jeder Mensch schlecken,fressen,lustschen, konsumieren,sniffen,ficken, so viel und so oft er will, ansonsten sehe ich nicht die Freiheit des Individums sondern die Freiheit der Gesetzgebung als solches. Was aber im Denkansatz "Demokratie" falsch ist, weil ja das "Volk" auf den Einzellnen als Basis zurückgeht. Nach und nach bin ich gegen diese Art von Demokratie, ich kann mir nicht helfen. Basisdemokratie wäre vieleicht besser, jedenfalls zu einem bestimmten Teil.

Gerade Künstler sollten Drogen nehmen dürfen, und zwar nicht wie die ganzen Pseuodrogisten sagen, aus Kreativsammlung, als Basis und so sondern einfach aus Perspektivenwechsel.
Autor: Bastian
« am: 09. August 2004, 21:26:24 »

Im letzten spiegel war auch ein Artikel über das Verhalten dieses Richters. Nicht gerade professionell, der Mann...
Autor: Andrea
« am: 09. August 2004, 11:35:49 »

Ich bin auch empört. Sonst hätte ich nicht so reagiert wie ich reagiert habe.
Autor: Sandra
« am: 07. August 2004, 13:34:08 »

Im ASCHENBECHER? Der typ hat keinen Genierer. ::)

Jedenfalls: Sauerei. ein todkranker Mann, ein wirklicher Künstler, macht mit dem Rest seines kargen Lebens was er will - ohne wem zu schaden ! - und dann DAS.
der Richter ist vermutlich neidisch, weil er mit der Selbstinzenierung um dem überchic von Immendorf nicht umgehen kann.
Was gehen ihn die Nutten an?
Was geht ihn das sexuelle Leben an?
Ich bin ziemlcih empört.
Autor: Dorian
« am: 05. August 2004, 17:14:59 »

Quote (selected)
...mit neun Prostituierten und mehreren Gramm Kokain...


12 Prostituierte waren bestellt, 9 sind gekommen. - Servicewüste Deutschland. (Harald Schmidt)
Autor: Andrea
« am: 04. August 2004, 22:20:01 »

...mit neun Prostituierten und mehreren Gramm Kokain... Hätte der Typ nicht gekokst, hätte man ihn dann auch dafür belangt, dass er Prostituierte bei sich im Zimmer hatte? Hätte man ihn dann vom Dienst suspendiert?
Warum wird jemandem, der "unmoralisch?" gehandelt hat oder haben soll, sofort sein Können abgesprochen und sein Job genommen?
Autor: Bastian
« am: 04. August 2004, 21:29:54 »

Jörg Immendorff wirkt gezeichnet von seiner schweren Krankheit. Als die Richter eintreten, muss ihm sein Anwalt helfen, sich zu erheben. Der 59-jährige Kunstprofessor räumt sofort alle Vorwürfe der Anklage ein, gesteht seinen Kokainkonsum und seine Sex-Orgien.
Aber der Vorsitzende Richter Jochen Schuster will es ganz genau wissen. «Haben Sie gedient? Sind Sie sexuell normal veranlagt? Hatten Sie schon früher Kontakt zu Prostituierten? Haben Sie mal an der Steuer vorbei ein Bild verkauft?» Der Prozessauftakt vor dem Düsseldorfer Landgericht wird für den renommierten Maler zum quälenden Verhör. Richter Schuster kennt kein Pardon.

«Das wäre ja auch noch schöner», entfährt es ihm, als Immendorff beteuert, nie in der Kunstakademie gekokst zu haben. Der Maler schildert, wie er vor zehn Jahren «aus leichtsinniger Neugier» die Partydroge in Clubs auf der Düsseldorfer Königsallee ausprobiert hat. Vor fünf Jahren habe sich die Bedeutung des weißen Pulvers für ihn aber völlig verändert.

Nach der niederschmetternden Diagnose, an der Nervenkrankheit ALS unheilbar erkrankt zu sein und bald zu ersticken, hätten ihn «extreme Angstschübe» geplagt. Allmählich sei er «zum Krüppel geworden», sagt Immendorff. Kokain sei sein Mittel gegen die Panikattacken, aber auch sein Instrument zum Stillen seiner «Lebensgier» geworden.

Mal drei, mal fünf, mal zehn Gramm habe er gekauft, sich in Hotels eingemietet, Prostituierte bestellt und sich mit Kokain, Pornofilmen und Alkohol «über meine körperlichen Gebrechen hinweggetäuscht und euphorisiert». Das Kokain habe er in einen Aschenbecher geschüttet und dann mit Strohhalmen oder Geldscheinen geschnupft. Er habe sich in den Hotelsuiten «sexuell amüsieren wollen», räumt der Maler ohne Zögern ein - eine «erotische Inszenierung» ohne Geschlechtsverkehr. «Meine Familie war die eine Seite, meine Lebensgier eine andere.

» Richter Schuster bohrt weiter, bis Immendorff genug hat: «Meine sexuellen Bedürfnisse möchte ich hier nicht weiter erörtern.» Aber der Jurist nennt die Namen der Prostituierten, will mehr wissen. «Laut Prognose meiner Ärzte habe ich über meine Zeit gelebt. Wenn mir danach war, habe ich mir das Recht genommen, Prostituierte einzuladen», sagt der Maler sichtlich verärgert.

Der Richter konfrontiert den Künstler mit Zeugenaussagen der Damen: «Der kam schon mal mit weißer Nase aus dem Nebenzimmer.» Doch diesmal behält Immendorff die Fassung: «Dem ist nichts hinzuzufügen.» Die Zuschauer im Gerichtssaal schauen betreten.

Der Beuys-Schüler Immendorff war vor knapp einem Jahr in der Suite eines Düsseldorfer Luxushotels mit neun Prostituierten und mehreren Gramm Kokain von Polizisten erwischt worden. Er muss nun mit einer Haftstrafe und dem Verlust seiner Professur rechnen.

Von der Fassade der weltweit angesehenen Kunstakakademie unweit des Gerichts hing für kurze Zeit am Montag ein Solidaritäts- Transparent für den suspendierten Kunstprofessor. Die erwarteten Studentenaktionen blieben zum Prozessbeginn aber aus: «Das wär vor 30 Jahren ganz sicher anders gewesen», meinte der Akademie-Pförtner lakonisch.

hg/dpa

20.07.2004