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Autor Thema: Rap  (Gelesen 12109 mal)

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Offline Stroganoff

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Rap
« am: 10. März 2005, 01:41:33 »
Dies ist der Thread der musikalischen Säule des Hip Hops: Rap!



Beginnen möchte ich mit einer recht schlichten Anfrage an Sandra, die Hip Hop ja oft nicht unerwähnt lässt.

Sandra, zähle bitte so deine zehn Lieblings Hip Hop Acts auf und gestatte die Frage: Wie oft hörst du Hip Hop im Alltag?
« Letzte Änderung: 10. März 2005, 01:48:15 von Stroganoff »

Offline Bastian

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Re: Rap
« Antwort #1 am: 10. März 2005, 09:37:20 »
Geiles Bild  ;D. Das nenn ich Ghettokids...

Rapper erzählen mir zu oft von Problemen, die sie nicht hätten, wenn sie nicht Rapper wären. Sie reden von sich selbst und dem Rap, und finden, dass andere nun so gar nicht rappen können. Die wiederum dissen den nächsten, der es nicht kann, usw... Ziemlich inzestuös und engstirnig. Leider gibt es mindestens so viele schlechte Rapper, wie es schlechte Blockflötenschüler gibt. Und viele sind sich nicht zu blöd, gegenseitig aufeinander herabzuschauen. Und ALLE bemängeln, dass es zu viele schlecht Rapper gibt, nur sie selbst gehören natürlich nicht dazu... ;)

Aber Sandra hat mir im Auto mal eine Scheibe von Blumentopf vorgespielt. Die fand ich geil. Blumentopf auch. :D Und ich wünsche mir mehr Rap von dieser Sorte. Auch Fettes Brot machen seit vielen Jahren etwas, das sich von den Pseudoghettoisten absetzt. Und sie werden belächelt, weil sie nicht als Machos daherkommen.

Wenn mir allerdings ein flaumbärtiger Realschüler aus Gütersloh sagt: "Ey, reeespekt! Vergiss never, wo du herkomms, Alter!" dann darf ich schmunzeln und weitergehen. Aber man darf Rap nicht vorwerfen, dass soo viele die Möglichkeiten nicht ausnutzen. Denn er ist bestimmt eines der Gewänder, in denen heute das Gedicht daherkommt.
« Letzte Änderung: 10. März 2005, 09:44:36 von Bastian »

Offline Sandra

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Re: Rap
« Antwort #2 am: 10. März 2005, 11:31:06 »
 Rap, oder, wie ein Freund von mir zu sagen pflegt Rythmisch Ausgeführte Poesie.

Meiner Meinung nach die direkte Weiterführung von Gebrauchslyrik ála Kästner&tucho.

Ich höre es viel im Auto, weil ich da sehr viel fm4 höre, (kann man auch übers netz kriegen, unter http://fm4.orf.at) Roger ist definitv der grössere Experte. Ich würde sagen, ich höre es im Schnitt ca 1/2 bis 1 Stunde am Tag

Ich merke mir sehr oft die Namen der Bands nicht. Ich mag die älteren Eminem, ich mag Fettes Brot und Blumentopf, manches von Texta, Sido,  PR Kantate aus Berlin ist ZIEMLICH  geil  - (mit den meisten Amis kann ich weniger anfangen, weil die sehr oft weniger politisch sind und weniger humorvoll - und ausserdem sehr oft eher fluchen und irgendwelche Mädels in schwarzen Ghettos-Geschichten erzählen, die nix mit meiner Wirklichkeit zu tun haben, da höre ich auch zu wenig unterschiede) ich höre ziemlich oft einzelne Nummern, die ich total geil finde, und merke mir dann nicht, von wem die sind.

Womit ich nicht so gut zurecht komme, ist die Art, WIE die Musik gewertet wird im Rap. Da geht es eher um einzelne Sounds, was für Bass-sound, was für drums und so, während ich eher noch so konditioniert bin, dass mir wichtig ist, dass die Harmonien und akkordfolgen interessant sind.
Ich glaube inzwischen, dass man Rap nicht beurteilen kann, wenn man mit dem "klassischen" musikverständnis daran herangeht. Es ist eine andere Art. Es zählen andere "Werturteile" (wobei das in der musik ja an und pfirsich diskutierbar ist, Werturteile) als ich es gelernt habe. Man hört auch anders zu. Es geht zum Beispiel auch darum, dass man dem Text nicht zuhören MUSS - es muss auch die Möglichkeit geben, alles einfach als Lärmteppich vorbeirauschen zu lassen - jedenfalls, so würde ich es mit meinen alten Ohren beschreiben, Roger würde mir jetzt wohl in's Gesicht springen.

HipHop ist glaube ich eine Unterart, wo es mehr um den textlichen Inhalt geht, und beim Rap mehr um den Rythmus. Aber das glaube ich nur, das weiss ich nciht.
Ausserdem sehe ich starke Unterschiede inhaltlicher Art zwischen englischsprachigem und deutschsprachigem HipHop/Rap - in deutschland sind die Texte weniger aggressiv und seltener so extrem frauenfeindlich, ich habe den Eindruck, es geht mehr darum inhalte zu vermitteln als blosses Anti-Gefühl, die Texte sind sozialkritischer, wirklichkeitsbetonter und weniger Heldenepig

Ich bin erst vor relativ kurzer Zeit überhaupt drauf gekommen (achja, die älteren Fanta 4 verganz ich gass - die finde ich auch gut) und bin kein Experte - und eben, die meisten Namen vergesse ich wieder. Wie hiess zum Beispiel der, der diesen total netten Song "sommerzeit" geschrieben hat? Und der, der diesen entzückenden Song hat, wo er nur das Rezept von Mangochutney rapt? Ich glaube "Milchmann" kann das sein. Es gibt eine Produktionsfirma, da habe ich schon vieles gehört aus deren Stube, das mir gefallen hat, die hiessen "Kinderzimmer productions"
Nett ist auch diese irgendwas Cactus, die so mit französischem Akzent singt "Drück misch, isch bin ein Citron" etc. Die ist total süss. Klar, die "Wir sind Helden" mag ich auch - Juli ist zwar nciht unangenehm, aber ein klar von Plattenfirmen gebautes Produkt, das mag ich nciht so - aber da geht es bei allen schon ziemlich weg vom klasssichen HipHop denke ich. Auch diese Neue, Annette Louisan - mir gefällt's sogar ziemlcih gut, vor allem diese "Gefühl"-Nummer, aber es ist auch wieder klar Massenware.
Ich mag es, wenn ich das Gefühl habe, jemand ist authentisch und nicht ein reines Konstrukt um einen Hit zu landen.

@ Basti
Quote (selected)
Rapper erzählen mir zu oft von Problemen, die sie nicht hätten, wenn sie nicht Rapper wären. Sie reden von sich selbst und dem Rap, und finden, dass andere nun so gar nicht rappen können. Die wiederum dissen den nächsten, der es nicht kann, usw... Ziemlich inzestuös und engstirnig. Leider gibt es mindestens so viele schlechte Rapper, wie es schlechte Blockflötenschüler gibt. Und viele sind sich nicht zu blöd, gegenseitig aufeinander herabzuschauen. Und ALLE bemängeln, dass es zu viele schlecht Rapper gibt, nur sie selbst gehören natürlich nicht dazu...


setz mal statt Rapper das Wort "Chansonsänger" ein - und dann lies mal unsere Postings hier  - zB über Tim Fischer - durch. ;D

Oder, for that matter, rede mit tontechnikern, Computerspielbauern Dirigenten oder Tischlern. Überall dasselbe.
« Letzte Änderung: 10. März 2005, 12:16:25 von sandra »

Offline Sandra

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Re: Rap
« Antwort #3 am: 10. März 2005, 11:52:48 »
http://www.plattenreiter.de das ist pr kantate. Den mag ich SEHR.

Offline Sue

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Re: Rap
« Antwort #4 am: 10. März 2005, 12:19:03 »
Also....Ich liebe die Beginner (früher Absolute Beginner), allein schon für die Texte.
Ansonsten ist es wie überall: Auch beim HipHop gibt es viel Mist.
Achja, HipHop ist die Musikrichtung und Rap das was dazu "gesungen" wird, wenn ich richtig informiert bin.

Offline Sandra

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Re: Rap
« Antwort #5 am: 10. März 2005, 12:44:15 »
Stimmt, die Beginner habe ich auch schon gehört, und hat mir gefallen!

Offline Stroganoff

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Re: Rap
« Antwort #6 am: 10. März 2005, 14:55:43 »
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Achja, Hip Hop ist die Musikrichtung und Rap das was dazu "gesungen" wird, wenn ich richtig informiert bin.

Du bist nicht umfassend informiert, HipHop ist der Lebensstil, das große und ganze Ding, bestehend aus Rap, DJing, Breakdance und Sprühkunst.
« Letzte Änderung: 10. März 2005, 14:58:02 von Stroganoff »

Offline Sue

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Re: Rap
« Antwort #7 am: 10. März 2005, 15:17:55 »
Oder so-nee, richtig fit bin ich auf dem Gebiet nicht, aber einen Versuch war's wert ;)
Ich bin die Punk/Hardcore-Fachfrau,aber man soll ja für alles offen sein, nich?

Offline Bastian

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Re: Rap
« Antwort #8 am: 10. März 2005, 16:28:41 »
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setz mal statt Rapper das Wort "Chansonsänger" ein - und dann lies mal unsere Postings hier  - zB über Tim Fischer - durch.
 ;D
Klar, aber ich hoffe, dass du nie ein böses Lied gegen Tim Fischer singst. ("Sing niemals etwas böses über Tim." ;)) Denn ich meine, sie rappen zu einem großen Teil sogar über den Rap und andere Hiphoper. Und sie haben ihre Homies, mit denen sie gegen andere Rapper und deren Homies andissen. Ya know? Wie Kool Savas gegen diesen kleinen Kerl dessen Name mir nicht einfällt.. Und der wiederum gegen Sido, der wiederum den Savas in Grund und Boden sabbeln will. Also batteln, meine ich. Und das gesäbbl wird dann jeweils in einen Song gewurschtet und verkauft. Das meine ich mit (thematischer) Inzucht.

Stell dir vor, ich, Puff Kopp schröb ein Lied über Dich "Sie kann kein Klavier", du, Schwester K. (Spree- Coast), konterst mit einem Song gegen mich "Der Schweizer singt Österreicher nach". Und dann belaste ich aus blinder Wut die Charts mit einem Song über Brecht in Bonn, was meinen eigentlichen Rhine-Coast- Homie Daggy-O dazu veranlasst einen Killer auf mich anzusetzen. Wenn ich dann aufgebahrt in der Düsselchapel liege, fahrt ihr in einer Limo vor, und gebt lächelnd Interviews... die ihr dann im nächsten Chansonvideo verwurschtet... Usw.

??? Äh, aber es gibt auch guten Rap...

Offline Sandra

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Re: Rap
« Antwort #9 am: 10. März 2005, 16:36:55 »
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DJing, Breakdance und Sprühkunst

komisch, das gab es doch schon  alles laaaange vor hiphop?
Hat man sich da nicht was angeeignet, das schon längst die Lebensart von anderen war? ist das nicht a bissel so, wie wenn ich sage, Baumwollpflücken gehört zum Jazz? Oder zum Soul? Kopftücher gehören zum Islamismus? Tatoos zum Rocknroll?
Ich mein, Jackson Pollock, Keith Haring, Jean Michel Basquiat, all diese Graffiti-Künstler würden sich schön bedanken, jetzt plötzlich (post mortem)  vom Hiphop vereinnahmt zu werden. Von den Tonnen an djs und djanes ganz zu schweigen. Und breakdance war auch schon out, lange bevor hiphop in war.
Nicht einmal der Kleiderstil ist hiphop - der ist nur ein Zitat, eine Hommage an die Gefangenen in den usa.


@Basti: *ggg* stimmt schon, das wird ja zur Kunstform erhoben - aber es gibt auch genügend an Nabelbeschau, die singen darüber, wie sie nicht in die #Charts kommen, oder dass das Publikum sie nach der Show nicht mehr erkennt, oder - wie Eminem - dass jeder seinen Namen kennt, aber keiner seine Band.
Das mit dem herumballern und sich gegenseitig ausrotten, das waren halt die Anfangszeiten, kurz nachdem sie durch Grandmaster flash draufgekommen sind, dass man damit kohle machen kann, und gleich drauf haben sie gemerkt, das vor allem die flucherei und Ballerei und  all das Publikum und Presse bringt. In Amerika  (und gerade in der black community) sind die Äusserlichkeiten ja noch wichtiger als bei uns - aber es schwappt ordentlich herüber...

Übrigens: ich hätte kein gesteigertes Problem damit, über Tim zu singen - wenn's nicht nur bös sondern auch lustig ist. Und wenn's wen interessieren würde.
« Letzte Änderung: 10. März 2005, 16:43:44 von sandra »

Offline Maexl

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Re: Rap
« Antwort #10 am: 10. März 2005, 21:05:11 »
*kaputtlach* ich muss basti voll zustimmen *lol*

klar gibt es auch gute sachen... aber auf die meisten rap-songs könnte verzichten... und noch dazu terrorisieren die musiksender einen mit schlechtem zeug... *grml*

und dieses großspurige gehabe, dass sich die meisten zugelegt haben ist für mich ein kriterium in den ersten sekunden umzuschalten.... auch wenn es vielleicht dann mal kein beschissener diss-rap oder irgendwelche selbstverliebten textzeilen sind...

Offline Dagmar

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Re: Rap
« Antwort #11 am: 10. März 2005, 22:20:01 »
Ich kenn' mich in dem Genre überhaupt nicht aus. Als reine Konsumentin von hin und wieder Gehörtem/vidoeclipmäßig Gesehenem und nur in Beurteilung dessen:

Die Performance wirkte auf mich durchweg nicht authentisch, sehr aufgesetzt und gemacht, die Texte haben mich auch leider nicht überzeugt - ich fand es immer reichlich daher gesabbelt.

Ich wäre gespannt mal was Gutes zu hören - das nächste Mal in Deinem Auto vielleicht, Sandra.

Ach und nochwas: @Basti: So würde das wahrscheinlich nicht ausgehen. Ich tippe eher, dass wir uns zu einem clam zusammen tun würden und gegen die "Unfähigen" anchansonnen (?) würden - uns selbstredend ausgenommen  ;)
« Letzte Änderung: 10. März 2005, 22:21:58 von Dagmar »
Je fester dir einer die Wahrheit verspricht, in Programmen und Predigten, glaube ihm nicht. Und geh' zu den Gauklern, den Clowns und den Narr'n: Dort wirst du zwar nix, doch das in Wahrheit erfahr'n.

Offline Sandra

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Re: Rap
« Antwort #12 am: 10. März 2005, 23:41:24 »
Na, da reden die Blinde von der Farbe ;-) (Anwesende Blinde ausgeschlossen *ggg*) Wir könnten allerdings in den Wissenschafts-vs-Eso Thread wechseln: Nur weil ihr ein paar Maxeln gehört habt, die Euch nicht überzeugen, heisst das nciht dass die ganze Richtung Schrott ist, es könnte schon auch sein, dass es echt was feines dabei gibt.... ;)
Hört doch mal rein bei PR Kantate (zB das grandiose ismaejal) - man darf es nur nicht immer von seiner erlernten Warte aus betrachten - da gelten andere Kriterien.

Aber es stimmt, die Amis haben diese "Mann, ich bin ja sooo cool" Masche zum Exzess getrieben, das ist aber auch eine Art eigene Kultur inzwischen, so wie die überbordende Höflichkeit in Japan vielleicht. Trotzdem, meins ist das auch nciht. Ich steh eher auf die, die mir etwas vermitteln, das ich als echt empfunden annehmen kann - wobei es da nciht um die Umsetzung im Video geht, da geht mir diese "Titten müssen sein" - Ästhektik auch ziemlich auf den Hammer.
Ich habe erst gelernt, dass es da auch tolle Momente geben kann, als ich aufgehört habe, es mit meinen erlernten Erwartungen anzuschauen. Es ist - für mihc - nicht "Musik" wie ich es kenne, oder "Text und musik" es ist eben Rap oder Hiphop, das ist etwas anderes. So wie Äpfel und birnen.
« Letzte Änderung: 10. März 2005, 23:46:33 von sandra »

Offline Sandra

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Re: Rap
« Antwort #13 am: 10. März 2005, 23:47:56 »
Im Übrigen finde ich, Strog, Du hast angefangen, jetzt sag doch mal deine Meinung dazu.

Offline Bastian

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Re: Rap
« Antwort #14 am: 10. März 2005, 23:57:39 »
Ich sag ja, ich hab schon Gutes gehört. Rap ist meines Erachtens sogar so alt wie Schwitters. Oder wenn ich zum X-ten Mal Erdbeermund vom Kinski gesprochen höre, dann finde ich auch Ansätze davon. Ich glaube es gibt noch viel mehr Zugänge zum Rap, als in der Glotze dargeboten werden. Oder sogar, als viele Hiphoper denken. Ich halte mich da sogar für recht offen. Nur durch diese Offenheit schwemmt leider auch der übermäßig viele Müll in meine kleine Birne. Aber das werfe ich nicht dem Rap vor, sondern den vielen Ghettophilen, die sich mit ihm schmücken...

Offline Dagmar

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Re: Rap
« Antwort #15 am: 11. März 2005, 01:08:06 »
Hab' doch gesagt: Ich versteh' nichts davon und würde gerne mal etwas hören, was als gut gilt. Ich wollte mehr meinen reinen Konsumenteneindruck schildern: Und da hat es mich bislang nicht so wirklich angemacht.
Je fester dir einer die Wahrheit verspricht, in Programmen und Predigten, glaube ihm nicht. Und geh' zu den Gauklern, den Clowns und den Narr'n: Dort wirst du zwar nix, doch das in Wahrheit erfahr'n.

Offline Bastian

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Re: Rap
« Antwort #16 am: 11. März 2005, 01:09:52 »
Ich schrieb:
Quote (selected)
Erdbeermund vom Kinski
Grauenvoll, übrigens. Ich hab seit jahren nicht mehr dran gedacht und das war gut so. Aber in Punkto Rhythmik ists schon recht interessant, wenn ich mich recht erinnere.
« Letzte Änderung: 11. März 2005, 01:10:52 von Bastian »

Offline Andrea

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Re: Rap
« Antwort #17 am: 11. März 2005, 01:11:47 »
Ich glaube, bei Hiphop und Rap muss man zuhören. Ein Lärmteppich würde mich nerfen. Das ist so wie zuzehnt in einer Kneipe, und im Hintergrund läuft Musik.
Hie und da ist mir schon das eine oder andere gute Lied zu Ohren gekommen. Fanta 4, die Solo-CD von Thomas D. (habe ich in meinem CD-Schrank), Beginners, sogar Ticktacktoe (die ich gerade wahrscheinlich wieder verunstaltet habe), und viele Lieder von Leuten, deren Bandnamen ich nicht kenne. Aber so richtig gefesselt hat mich diese Musikweise noch nicht (außer die Songs von Roger). Aber es lässt sich bestimmt auf der nächsten Autofahrt mit Sandra nachprüfen, ob das so bleibt.
Dagmar, wie wär's mit 'nem Rap "Die feinen Damen"?
Renate Otta hat mit einigen prominenten Schauspielerinnen das "Dichterinnenprojekt" gemacht. Ich habe die CD zu Hause. Dann kann ich dir zeigen, wie ich das höre. Das ist allerdings nicht Hiphop, sondern die Sprache richtet sich nicht unbedingt nach dem Takt. Sie wird so  betont, wie das Wort es braucht.
Zum Licht gehört der Schatten, zum Tag die Nacht. Das musst du dir so oft sagen, bis du es weißt und für selbstverständlich hältst. Dann kannst du nicht enttäuscht darüber sein. Denn leben heißt: Das

Offline Katinka Koschka

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Re: Rap
« Antwort #18 am: 11. März 2005, 08:39:43 »
Mir gefällt der Rap am besten der humorvoll oder anrührend ist. Eminems Stan treibt mir manchmal die Tränen in die Augen in seiner kühlen Art, ein tragisches Schicksal rüberzubringen...während das Video von "Just Lose it" mich zu Lachkrämpfen animiert, genau wie D12 mit "My Band" (was aber auch ohne Video schon richtig lustig ist) oder Outkast mit dem niedlichen "Hey YA" und ihrem kultigen "Miss Jackson" Clip (DIE SPRECHENDE EULE!! ;D)
Und immerhin hat dieser ominöse Grandmaster Flash mit seinem rhythmischen Lachen sogar die Prog-Altmeister von Genesis zu "Mama" inspiriert... ;D

Wie in jeder Musikrichtung gibt es im Rap richtig knackige Sachen und Müll.
Mir gefällt auch in meiner Lieblingsrichtig Progressive Rock nicht alles.

Was ich natürlich auch ätzend finde, sind diese "Dissereien", die es aber in ähnlich dümmlicher Form auch in meiner zweiten Lieblingsrichtung, dem Heavyrock gibt. Da behaken sich ganz gern die achsoharten "True Metal" Leute mit den achsotuntigen "Glam Rockern" ::) Für dieses Affentheater hätte ich manchmal Metallica in die Schn.... hauen können. Und nur wenige Jahre später klangen sie unrockiger als Poison... :P


Quote (selected)
aber man soll ja für alles offen sein, nich?


Vorsicht...es gibt Zeitgenossen, die hauen dir dann ein "Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht" an den Kopf :-/ ich bin aber kein so'n Zeitgenosse, denn leider tendieren gerade solche Leute zu galloppierender Intoleranz und wer für fast gar nix ist, ist mir auch nicht geheuer... :-/
Apripi -das heißt- apropos, Halli halli hallo

Offline Sue

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Re: Rap
« Antwort #19 am: 11. März 2005, 08:49:53 »
Also, was die Musik betrifft, bin ich tatsächlich für nahezu alles offen. Bei anderen Dingen (keine Ahnung-Politik, Philosophie etc. pp.) eher kompromisslos (was übrigens auch durchaus anfechtbar ist). Aber an Musikrichtungen findet sich fast alles in meinem Plattenschrank. Manches in der Versenkung, aber vieles, was mich überrascht hat, weil ich von der Musikrichtung her nichts Positives erwartet habe.

Offline Sandra

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Re: Rap
« Antwort #20 am: 11. März 2005, 10:21:46 »
Ich warte ja drauf, bis endlich jemand, der's kann, das "meine Freiheit,Deine Freiheit" von GK als Hiphop aufmotzt. Ich hab's mal in soner Version gemacht, aber da ich es gemacht habe, war's natürlich bestenfalls angedeutet. Gerade bei GK gibt es etliche Songs, die sich dafür eignen würden.

Dieser "wer für alles offen ist" Spruch gehört schon in die Abteilung "blöde Sprüche" - denn für alles offen sein, heisst ja nicht, alles akzeptieren. Sondern nur: sich alles anschauen

Offline Dagmar

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Re: Rap
« Antwort #21 am: 11. März 2005, 12:29:12 »
Quote (selected)
Dagmar, wie wär's mit 'nem Rap "Die feinen Damen"?
Renate Otta hat mit einigen prominenten Schauspielerinnen das "Dichterinnenprojekt" gemacht. Ich habe die CD zu Hause. Dann kann ich dir zeigen, wie ich das höre. Das ist allerdings nicht Hiphop, sondern die Sprache richtet sich nicht unbedingt nach dem Takt. Sie wird so  betont, wie das Wort es braucht.


Interessante Idee, die CD würde ich in jedem Fall gerne mal hören. Allerdings traue ich mir wenig zu, meine "Damen" als Rap zu machen - ich verstehe null komma null davon - klar, das kann man ändern. Aber meine Tendenz geht doch eher dahin, für die Nummer ein Genre zu wählen, in dem ich mich besser auskenne. Ob gesprochen oder gesungen oder eine Mischung aus beidem wird sich sicher auch danach richten, was die Komposition dann braucht. Da bin ich mal noch ganz offen.
Je fester dir einer die Wahrheit verspricht, in Programmen und Predigten, glaube ihm nicht. Und geh' zu den Gauklern, den Clowns und den Narr'n: Dort wirst du zwar nix, doch das in Wahrheit erfahr'n.

Offline Dorian

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Re: Rap
« Antwort #22 am: 14. März 2005, 11:52:32 »
Quote (selected)
 ... zähle bitte so deine zehn Lieblings Hip Hop Acts auf ...


Also ich komme da auf nicht so viele.

Also die Toten Hosen fand ich ganz gut mit "Hip Hop Bommi Bop"

Dann waren da noch diese Hessen da mit "Was haddn da der babba da? Der hadd a flasch grappa da der babba"

Gab`s da sonst noch richtungsweisende acts?

Als Karikatur kann ich Rap jedenfalls ganz gut ertragen.

Ach ja, dieser Snoop Dogg imponiert mir noch. Aber erst seitdem der Pornos macht. Der bringt doch mal auf den Ponkt, worum`s in dem Business wirklich geht.

Offline Katinka Koschka

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Re: Rap
« Antwort #23 am: 14. März 2005, 12:12:47 »
Quote (selected)
.

Also die Toten Hosen fand ich ganz gut mit "Hip Hop Bommi Bop"

Dann waren da noch diese Hessen da mit "Was haddn da der babba da? Der hadd a flasch grappa da der babba"



Richtungsweisend?? Das waren beides Parodien, denn normalerweise sind beide Bands (jene Hessen sind die Rottgau Monotones) Rockbands :-/

Quote (selected)
Ach ja, dieser Snoop Dogg imponiert mir noch. Aber erst seitdem der Pornos macht. Der bringt doch mal auf den Ponkt, worum`s in dem Business wirklich geht.


Hmm...eigentlich hat ja Sandra oben erläutert, daß die Sache mit den Pornos ect. eher das Clichévolk ist... so wie bestimmte Rockrichtungen ums F :-X en und Motorradfahren gehen, aber eben nicht alle...
Das gewisse F-Wort kann man z.B. bei Bands wie Rush lange suchen ;D
Und bei Rappern gibt es eben auch solche und solche.
Ich find das Ding von den Monotones auch witzig, aber auch unter echten Rappern gibt's witzige Sachen und die hab ich ja oben schon erwähnt... :)
Apripi -das heißt- apropos, Halli halli hallo

Offline Dorian

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Re: Rap
« Antwort #24 am: 14. März 2005, 12:19:08 »
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Mir gefällt der Rap am besten der humorvoll oder anrührend ist. Eminems Stan treibt mir manchmal die Tränen in die Augen

Ja, mir auch. Wegen Dido. Die finde ich so suess.
So Raps werden ganz ertraeglich, wenn sie auf Samples von Kuenstlern basieren.
Ansonsten ist MM so ziemlich genau das Arschloch, das er in dem Song portraetiert.


 

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