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Georg Kreisler Forum Georg Kreisler (2010)
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Das Georg Kreisler Forum ist dem Werk des Satirikers, Dichters und Komponisten Georg Kreisler gewidmet. Das Georg Kreisler Forum ist ein Fanprojekt, Sie sind also herzlich eingeladen, Informationen zu Georg Kreisler beizusteuern und an den vielfältigen Diskussionen - auch weit über Georg Kreislers Werk hinaus - teilzunehmen.

"Wenn sich wer öffnet, mach' ich doch nicht zu. Noch einmal frag ich: Was sagst Du?" (Georg Kreisler, "Was sagst Du?")



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Zusammenfassung

Autor: angel
« am: 20. März 2006, 18:27:22 »

Ich habe auch sehr schnell bemerkt, dass dies im Kulturbetrieb gefordert und gefördert wird. Man wird zum Objekt gemacht und ist sehr schnell mehr Verpackung und "Klappentext" statt Wesen. Mit aus diesem Grund habe ich nach einigen kleineren Auftritten die Medien und den bürgerlichen Kulturbetrieb gemieden. Ich kann und will sowas nicht. Da bleibe ich lieber "ganz unten", d.h. "Kellerkind in caput mortum town" und mache lieber Straßenaktionskunst für die Gören, an der sie partizipieren können.
Autor: whoknows
« am: 20. März 2006, 16:01:08 »

Nagut, der Handke ist schon lange unangenehm aufgefallen - ich glaube auch nicht, dass der das für Publicity macht, der ist einfach meschugge geworden.
Aber grundsätzlich ist es schon so, dass man  - im Musikbusiness auf jeden Fall - sich irgendwelche Gschichterln ausdenken muss, um präsent zu sein. Es gibt zu viele, und den Medien ist es einfach nciht mehr genug, wenn man "nur"gut ist - es muss irgendeine Geschichte sein. Leider.
Autor: Alexander
« am: 20. März 2006, 13:30:31 »

Ich frage mich überhaupt: was ist PR und was ist "ungewollte PR" und was ist nicht als PR gemeint und wird aber so aufgefaßt?
Oder anders gefragt: Ist es legitim bzw. soll man es bewußt anstreben, als Künstler "aktionistisch um der Aufmerksamkeit willen" etwas zu tun oder zu sagen (was gar nicht der eigentlichen Kunst entspricht, die man sonst macht), um wahrgenommen zu werden?

Beispiel:

Aus einem Kommentar heute in der FAZ zum Milosevich-Begräbnis, der mich in seinem Tonfall anwidert und der genau in diese Kerbe schlägt (www.faz.net):

"Dazwischen dann ein schmächtig wirkender Österreicher. Es kann nicht sein, daß er sich hingezogen fühlt zu den anderen Rednern in ihren impotenten Posen. Dennoch ist Peter Handke da. Er verkündet harmlose Geistreicheleien. Er sei glücklich, daß er in Serbien und Milosevic nahe sei, heißt es dann auch. Soll man sich darüber ärgern? Noch jedes Regime hat seinen Sänger gefunden. Wäre nicht er hier, dann wäre es ein anderer. Ein Claqueur, der mit Aufmerksamkeit entlohnt werden will. Die Stimmungsmacher aber sind andere an diesem Tag."  
Autor: whoknows
« am: 20. März 2006, 12:56:47 »

"Nicht ganz von dieser Welt" das passt auch hierfür:
Quote (selected)
Der Schauspieler Andre Eisermann und der Pianist Jakob Vinje sind in Deutschland auf einer Tournee mit der Lesung "Es ist der König" über Ludwig II. nach eigenen Angaben von einem Zuschauer angegriffen worden.
Grund der Attacke seien die Inhalte der Lesung von Originaltexten gewesen, laut denen der Märchenkönig homosexuelle Neigungen hatte. Der Zuschauer habe ihn vor einem Auftritt am Samstagabend in Mannheim angreifen wollen, berichtete der Schauspieler gestern.
Vinje habe den Zuschauer abhalten wollen, dabei sei ihm der Ringfinger der linken Hand angebrochen worden. Nur mit Mühe könne der Pianist trotzdem spielen.

Der Zuschauer habe ihn beschimpft, der König von Bayern sei nicht homosexuell gewesen, sagte Eisermann. Dabei spreche die ganze Lesung durch und durch für den König. "Es geht nicht darum, den König bloßzustellen - im Gegenteil: Ich zeige den Menschen mit all seinen Sehnsüchten", sagte Eisermann. "Ludwig ist jemand, der nach Liebe sucht."
Quelle: orf.online

Obwohl: Der Pianist, der mit angebrochenem Finger "trotzdem spielen" kann....könnte auch eine PR-mässige Übertreibung sein....
Autor: Andrea
« am: 04. März 2006, 22:12:11 »

Bin für alle Tipps dankbar. Vielleicht sollten wir mal einen Booking-Thread mit derlei Links eröffnen, wo jeder schnell alle Booking-Adressen findet. Sobald ich meine alle zusammengesammelt habe, kann ich ja mal den anfang machen. Aber vor meiner Operation wird das nix mehr. Am Montag komm ich nämlich endgültig unters Messer. Ich durfte gestern Abend, nachdem ich die Voruntersuchungen hinter mir hatte, für zwei Tage nach Hause, Morgen Abend geht's wieder ins Krankenhaus.
Autor: Eric
« am: 03. März 2006, 23:27:42 »

Ja wirklich, frag doch da mal an in der Schalotte, die sind wirklich alle ganz nett und nicht kommerziell orientiert, arbeiten und betreiben das Theater ja alle ehrenamtlich. Trotzdem ist es nix "minderwertiges". Die Schalotte ist in der Berliner Off-Szene recht bekannt. Georgette Dee und Tim Fischer haben u.a. ihre Karrieren da gestartet.  :)

Quote (selected)
www.schalotte.de
- da findest du hundert pro ne Kontaktfunktion -
Autor: Andrea
« am: 03. März 2006, 22:56:08 »

Mein Auftritt in Berlin im Mai fällt flach, hab ich gestern erfahren. Johnny hat den Auftritt mit dem Kinderzirkus Kabuwazi leider abgesagt - die hatten Spannungen und Terminkollisionen. - Schade. Aber okay, dann tut sich bestimmt in nächster Zeit ein anderer Berlin-Gig auf.
Autor: angel
« am: 03. März 2006, 16:41:29 »

 :-*
dies ist ein sehr schönes Stück gegen Suizid, finde ich...
Nur: wie können wir es von der Bühne in die Realität tragen, damit am Baum schöne Früchte und keine Menschen hängen ?

Nicht  von dieser Welt ist auch die für mich eingerichtete Spiel-Wiese. Welche Rolle hat Bastian darin?

Ich sinniere gerade dazu, ob sich dieses Theater als Auftrittsort für Andrea im Mai eignet. Da ich eine kranke Irre (kI) bin, kann ich das natürlich nicht beurteilen.  ;)
Was denkst Du? Das Klavier klang gut und das Team ist supernett...
Autor: Eric
« am: 03. März 2006, 16:32:22 »

Quote (selected)
Apropos des Stückes: Ich finde, daß jede Frau und einige Männer etwas von diesen 4 Charaktären in sich tragen.  
Gegen Ende fangen sie an, sich füreinander selbst zu lieben und brauchen den "Baum" nicht mehr.

Absolut d'accord, angel.  :-*
Autor: angel
« am: 03. März 2006, 15:36:02 »

Apropos des Stückes: Ich finde, daß jede Frau und einige Männer etwas von diesen 4 Charaktären in sich tragen.
Gegen Ende fangen sie an, sich füreinander selbst zu lieben und brauchen den "Baum" nicht mehr.

Es stellt für mich so etwas dar, wie die Rückkehr in den Garten Eden. Paradies als wOrt hat übrigens einen persischen Ursprung.
hmmm - ur-laub/ur-sprung?
Autor: angel
« am: 01. März 2006, 18:25:46 »

schade, dass du nicht hier bist  :'(
Autor: Eric
« am: 01. März 2006, 17:57:15 »

Sollte ich je in Berlin wohnen ließe sich sicher etwas auf die Beine stellen, aber momentan leider nicht.  :(
Autor: angel
« am: 01. März 2006, 17:54:46 »

Ja, Eric!

Faszinierend !

Es ent-wickelt die menschlichen Sinne für das Feine, für die menschlichen & humanen Wesenskräfte.

Ich hätte große Lust, mit Dir z.B. an so etwas zu arbeiten!

"ästhetik"  :-*



Autor: Eric
« am: 01. März 2006, 17:32:55 »

Naja, es fällt schwer alles komplett zu erfassen und hier wiederzugeben... meine Beschreibung ist lückenhaft und so...
Aber es war wirklich ein schöne Stückli, gibt es nix.

Dabei fasziniert mich dieses MEHRSPARTENtheater (was Musical nunmal ist) besonders. (klar, is schließlich mein "Freizeitjob").
Autor: angel
« am: 01. März 2006, 17:27:11 »

Du bist ein Schatz  :-*  :-*  :-*

Andrea wollte das wissen.

das stück war ein kuss der Musen

sowie

ein quartett & glücks-kleeblatt

enthält natürlich auch andere & weitere interpretationen bzw. -spiel(t)räume!

so etwas sollte mehr gefördert werden - ggf. auch ohne sprache - nur musik - ohne worte, aber mit tanz und bewegung... pantomime....

am anfang war das wEIb ;)
es aß nicht vom baum
sondern hatte einen (t)raum

es waren dann vier
und die blieben hier

doch was ist welt? was ver-binden (?) wir damit?
ein gespräch dazu wäre GUT

oder fehlt der MUT
???


Autor: Eric
« am: 01. März 2006, 17:06:47 »

Auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Dame: Hier ist der Thread zur Dikussion der jüngsten Produktion des Ballettcentrums Berlin Ku'damm-Karree, an der das Jugendtheater Döbeln viel Dienst getan hat.
Am Samstag abend war ich zusammen mit der angel da, gespielt wurde in Charlottenburg in der Schalotte, ein ehemaliges Kino das nach und nach zu einem Café und letztlich zu nem Theater umgebaut wurde und seit 25 Jahren von ehrenamtlich arbeitenden kulturinteressierten Menschen unter der "Schirmherrschaft" der Kirchengemeinde betrieben wird.

"Nicht ganz von dieser Welt" ist eine bunte Musicalcollage, die Abschlussarbeit 4er Musicalstudenten des Berliner Ballettcentrums Ku'damm-Karree, eine Privatschule.
Im Mittelpunkt stehen 4 sehr stark gezeichnete Charaktäre: Eine Fee, eine Trollin, eine Teufelin und eine Hexe.
Ausgeschlossen von der diesseitigen Welt beginnen sie in ihrer eigenen Welt zu leben und eine Freundschaft aufzubauen.
Es wird den 4en jedoch erst allmählich klar, dass niemand so ist wie er erscheint:
Die Charaktäre sind gegensätzlich - die Fee ist eine Zicke, die Hexe kann nicht zaubern, die Teufelin ist feenartig lieb und die Trollin sehr feinsinnig und mit ihrem Schuhfetischismus absolut bezaubernd. ( ;D)
Der Freundschaft stehen unter anderem noch eine Liebelei im Weg: Die Fee hat der Teufelin den Geliebten ausgespannt (Auf der Bühne durch einen Baum verkörpert). Als die Teufelin schließlich bemerkt wie sich die Fee an ihren Liebsten (dem Baum) schmiegt wird ihr klar, wie falsch ihr Weltbild doch ist. Sie erkennt plötzlich "Die Wahrheit", dass sie nämlich gar nicht geliebt wird und alles nur ein Spiel ist das man mit ihr treibt. - Es kommt zum Zickenterror untereinander -.
Aufgrund der ausweglosen Situation, dass die 4 ja aber von der diesseitigen Welt ausgeschlossen sind müssen sie sich wohl oder übel zusammenraufen, die Hexe (die eigentlich nicht zaubern kann) versucht einen Trank zu brauen und erschrickt plötzlich als sie es doch schafft, einen Blitz und Donner herbeizuführen...

So geht der Selbstfindungstrip immer weiter, die 4 rücken immer näher zusammen, je mehr sie ihre Vorurteile über den jeweils anderen über Bord schmeißen. Als sie letztlich zu Freunden geworden sind und man ihnen den Weg in die "reale" Welt wieder freigibt beschließen sie, da gar nicht mehr hin zu wollen. Sie singen "Wir sind wie wir sind", haben erkannt dass nichts so ist wie es scheint und sind zu viert in ihrer eigenen Welt da recht glücklich und zufrieden.  :)

Das Jugendtheater hat nen wichtigen Anteil an dieser Produktion gehabt: Das Bühnenbild war zusammengewürfelt aus Teilen von Bühnenbildern unserer alten Produktionen wie "Bremer Stadtmusikanten" oder "Tanz der Vampire", den Baum haben wir extra neu gebaut für diesen Anlass, die Tontechnik war die unsere, Bühnenbild hab ich mit aufgebaut und auch einige der Lieder in dieser Musicalcollage sind welche, die wir in einer unserer Musicalrevues mit drinnen haben. Das liegt nicht zuletzt an "unserer" Claudia, die an diesem Abend als Absolventin dieser Musicalschule auf der Bühne stand und zusammen mit ihren 3 Studienfreundinnen das Stück "zusammengeschrieben" hatte. Musikalische Elemente flossen ein aus Musicals, die Texte rührten von klassischen Texten wie Faust I her... Alles ein bunter Mix, aber durchaus stimmig. Gut inszeniert, gutes bühnenbild (darf ich doch mit loben, oder?  ;)), SUPER DARSTELLERINNEN...

Besonders die Trollin gefiel mir sehr gut vom Schauspiel her, Claudia überzeugte (für mich) vor allem gesanglich...

So kam es jedenfalls dass 9 von knapp 30 Jugendtheatersleuten am Samstag Abend in Berlin waren, angel kennt somit nun nen gutes Drittel von uns.  :)

Sie macht sich sehr viele Gedanken zum Stück und bat mich deshalb, hier was zu eröffnen. Bitteschön!  :-*