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"Wenn sich wer öffnet, mach' ich doch nicht zu. Noch einmal frag ich: Was sagst Du?" (Georg Kreisler, "Was sagst Du?")


Autor Thema: Kunst und Provokation  (Gelesen 37593 mal)

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angel

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #100 am: 16. Februar 2006, 22:15:34 »
Ich habe übrigens eben die Seite entdeckt, auf der zahlreiche Mohammedbilder des Mittelalters aufgelistet sind. Voila:
http://www.zombietime.com/mohammed_image_archive/islamic_mo_full/

Und hier sind - zusätzlich zu den 12 Karikaturen von Jyllands Posten - die drei Karikaturen, die diesen beigefügt wurden:
http://www.zombietime.com/mohammed_image_archive/jyllands-posten_cartoons/
« Letzte Änderung: 16. Februar 2006, 22:38:39 von angel »

Offline Andrea

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #101 am: 16. Februar 2006, 23:40:23 »
Zitat von angel:
beantwortet aber die Frage von whoknows nicht.
Stimmt. Ich wollte ihn nicht erst dann posten, sobald jemand Whoknows' Frage beantwortet hat. Man weiß ja nicht, wann...
Zum Licht gehört der Schatten, zum Tag die Nacht. Das musst du dir so oft sagen, bis du es weißt und für selbstverständlich hältst. Dann kannst du nicht enttäuscht darüber sein. Denn leben heißt: Das

angel

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #102 am: 17. Februar 2006, 00:31:22 »
Sorry, wegen den vielen Bildern, Andrea! Soll ich sie Dir beschreiben?

Es hat zumindest im Mittelalter kein Verbot der Darstellung von Mohammed gegeben! Natürlich sind dies keine Karikaturen, sondern kunstvoll angefertigte Bilder, die zumeist in Museen ausgestellt sind.

Hat Dir jemand diese 12 dänischen Karikaturen beschrieben? Die drei zusätzlichen Cartoons zeigen (von der Aussage her):
1. jemanden mit einer Schweinsmaske, der in ein Mikrophon singt und als "Mohammed" bezeichnet wird
2. ein betender Muslim, der während des Gebetes von einem Hund gef* wird und auch als "Mohammed" bezeichnet wird
3. einen angeblichen "Mohammed" als Kinderschänder

Da diese 3 zusätzlichen und besonders beleidigenden Karikaturen von Islamisten beigefügt den anderen beigefügt und einer breiteren Öffentlichkeit damit zugänglich gemacht wurden, zeigt dies auf, daß diese Islamisten nicht nur selbst gegen das Bilderverbot verstießen, sondern noch schlimmere Verächtlichmacher von Mohammed und des Islam sind als die Karikaturisten des Jylland Posten!

Es wird immer verrückter. Eben fand ich noch folgendes:
"A Danish paper publishes a cartoon that mocks Muslims.
An Iranian paper responds with a Holocaust cartoons contest -
- Now a group of Israelis announce their own anti-Semitic cartoons contest!"

Quelle: http://www.boomka.org/
« Letzte Änderung: 17. Februar 2006, 00:38:23 von angel »

Offline Has Been

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #103 am: 17. Februar 2006, 02:04:15 »
Quote (selected)
Warum stellt hier keiner die offensichtliche Frage: cui bono?
Da mangelt es ja nun nicht an Verschwörungstheorien, die teilweise publiziert, teilweise indiziert, teilweise in fiktional entschärfter belletristischer Form sogar Bestseller sind und alle eins gemeinsam haben: eine Handvoll streng verborgen operierender und geheimbündlerisch organisierter Strippenzieher, die mit geschickt manipulierten prominenten Marionetten (Politikern, Bänkern, Wirtschaftsbossen, religiösen Führern, Meinungsmachern etc.) und gezielt geschürten Konflikten unerkannt jahrhundertealten Plänen zur Erlangung der absoluten Macht folgen und die Geschicke der Menschheit in ihrem Sinne lenken.

Solche Nebelgebilde haben bei aller Faszination natürlich vor allem den Nachteil, dass sie sich nicht konkret bekämpfen lassen und daher zur Passivität verleiten.
Also halten wir uns ans Konkrete.
Halten wir uns an Politiker, Bänker, Wirtschaftsbosse, religiöse Führer, Meinungsmacher etc., denn denen allen nützt es, wenn Völker sich in blinder Wut gegenseitig die Köpfe einschlagen, egal wo und unter welchem Vorwand.

Gerade ist eine 20 Jahre alte Polit-Satire aus der Hinterlassenschaft von George Harrisons Firma HAND MADE FILMS auf DVD wiederveröffentlicht worden, der Kultstreifen "Wasser".
Darin geht es um eine vergessene weil touristisch und auch sonst uninteressante Karibik-Insel unter britischer Krone, auf der ein US-Ölkonzern eine gigantische Quelle feinsten Mineralwassers entdeckt.

Plötzlich erwacht im fernen London Sympathie für die örtliche Unabhängigkeitsbewegung, mit der man nach einer erfolgreichen Revolution lieber teilen würde, als den Amerikanern das Geschäft zu überlassen.

Die singende Insel-Guerilla hat ihrerseits schon einen Deal mit den Kubanern, Frankreich sieht seine Vormachtstellung auf dem Tafelwasser-Weltmarkt in Gefahr, und alle schicken ihre schwer bewaffneten und zum Äußersten bereiten Truppen (incl. Fernseh-Teams) in das eben noch so friedlich-langweilige Kiffer-Paradies...

Sagte ich Polit-SATIRE???
« Letzte Änderung: 17. Februar 2006, 02:07:06 von Has_Been »

Offline Dagmar

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #104 am: 17. Februar 2006, 02:53:35 »
Quote (selected)
Hat Dir jemand diese 12 dänischen Karikaturen beschrieben? Die drei zusätzlichen Cartoons zeigen (von der Aussage her):
1. jemanden mit einer Schweinsmaske, der in ein Mikrophon singt und als "Mohammed" bezeichnet wird  
2. ein betender Muslim, der während des Gebetes von einem Hund gef* wird und auch als "Mohammed" bezeichnet wird  
3. einen angeblichen "Mohammed" als Kinderschänder

Diese drei "Karikaturen", Andrea, haben zunächst einmal (jedenfalls von der Ursprungsintention) überhaupt nichts mit den 12 dänischen Karikaturen zu tun. Ich verstehe nicht, warum Angel nur diese drei beschreibt statt zuerst die zwölf anderen  :-/

Im übrigen: Sowohl Verschwörungstheorien als auch die Theorie "Bänkern" und "Wirtschaftsbossen" nutzt es, halte ich persönlich für restlosen Quatsch! In erster Linie wurde aus meiner Sicht hier ein ziemlich bekanntes Phänomen der Massenhysterie und frei floatenden Massendynamik in Gang gesetzt: Durch Fanatiker, hüben wie drüben- wie immer zu allen Zeiten der Weltgeschichte! Deren Interessen sind leicht durchschaubar: In den islamischen Ländern haben einige Regierungen einige nicht zu kleine Probleme mit ihrer Bevölkerung. Da kamen die Karikaturen gerade recht, um die Massen abzulenken von enormen Mißständen im eigenen Land und die Aggressionen auf die Straße gegen den sogenannten Westen zu kanalisieren. Das ist nicht meine Weisheit, diese Einschätzung habe ich x-mal in x Zeitungen in den letzten Wochen gelesen. Ich persönlich denke, dass an dieser Sichtweise sehr viel dran ist. Im sogenannten Westen wird spätestens seit dem 11.9. ein ähnliches Massenphänomen sichtbar (ziemlich angeheizt durch die amerikanische Politik, wie ich finde): Eine Art Angst-pushing, alle zwei Minuten könnte eine Bombe am nächsten Busbahnhof hochgehen oder ein Flugzeug in das örtliche Rathaus fliegen - von Islamisten gesteuert, versteht sich. Ängste kanalisieren sich bekanntermaßen rasch in Abwehr, daraus resultierenden Feindbildern und dem folgenden Aggressionen.
« Letzte Änderung: 17. Februar 2006, 02:54:35 von Dagmar »
Je fester dir einer die Wahrheit verspricht, in Programmen und Predigten, glaube ihm nicht. Und geh' zu den Gauklern, den Clowns und den Narr'n: Dort wirst du zwar nix, doch das in Wahrheit erfahr'n.

Offline Bastian

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #105 am: 17. Februar 2006, 07:02:19 »
Hier die Zusammenfassung meines verschütteten Postings:

Die Fanatiker wollen nicht nur Angst machen, sondern auch Europa knacken.

Dabei halten sie die hier lebenden Muslime für einen Brückenposten für die Islamisierung. Ich hab wirklich großen Respekt vor den hier integrierten Muslimen, die sich nicht instrumentalisieren lassen. Welchen Anfeindungen sind sie hier bisweilen ausgesetzt, wie lange schon wird auf ihrem Rücken Politik gemacht...? Wenn da jemand nicht auf schlichte Demagogie reinfällt, ringt mir das Respekt ab.

Auch das muss man sehen und aussprechen, sonst droht man selbst den Demagogen in die Hände zu spielen. Wir dürfen nicht vergessen, dass es für die religiösen Eiferer ein Dorn im Auge ist, dass wir hier recht friedlich zusammenleben. Wenn sie ein Exempel statuieren wollten, dann werden sie versuchen dies in Europa zu tun.

Bei allen Differenzen und Konflikten, die wir hier haben, sollten wir hohorieren, dass sie Differenzen und Konflikte sind und keine Jihads. Wir alle haben tatsächlich gemeinsam etwas zu verteidigen. Nicht nur die Aufklärung, Menschenrechte und unsere diversen Freiheiten, sondern auch unser Zusammenleben.
« Letzte Änderung: 17. Februar 2006, 07:02:53 von Bastian »

Offline Has Been

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #106 am: 17. Februar 2006, 10:19:29 »
Quote (selected)
...die Theorie "Bänkern" und "Wirtschaftsbossen" nutzt es, halte ich persönlich für restlosen Quatsch!
Das überrascht insofern, als Du doch anschließend so genau beschreibst, WIE es (u.a.) funktioniert!? :-?

Angst verkauft ja nicht nur Waffen, sondern auch Versicherungen, Riester-Renten und Anti-Vogelgrippen-Wirkstoffe.
Aus Angst sind wir sogar bereit, flächendeckende Überwachung, Demonstrationsverbote und Lohnkürzungen zu akzeptieren.

Wir haben tatsächlich alle gemeinsam etwas zu verteidigen, denn wir haben im Unterschied zu anderen Teilen der Weltbevölkerung auch viel zu verlieren.
Dass uns nach jedem vergleichsweise kleinen Verlust dann auch immer noch vergleichsweise Vieles bleibt, darf nicht darüber hinweg täuschen, dass "wir" gegen "deren" Interessen genau so instrumentalisiert werden wie umgekehrt; und damit natürlich jeder, der es zulässt, immer auch gegen sich selbst.
« Letzte Änderung: 17. Februar 2006, 10:53:53 von Has_Been »

Offline Bastian

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #107 am: 17. Februar 2006, 12:02:53 »
Wenn man sich diesem "divide et impera" widersetzen will, hilft meines Erachtens leider nur.. äh,... "convenite et defendete" (anwesende Lehrer bitte nachsichtig sein). Und im Verteidigen sind wir offenbar nicht sehr erfahren. Es tut mir immer in der Seele weh, wenn ich sehe, wie mir verhältnismäßig sympathische Politiker wie z.B. der Ströbele herumdrucksen und lavieren, statt extremistische Tendenzen wirklich zu verurteilen. Ich glaube, dass eine klare Haltung in der Karikaturensache, dem Iran, der Türkei, usw, von den Gegenseiten wesentlich stärker respektiert würde, als das Wischiwaschi...

Ihr wisst wohl wie ich's meine... Seit langer Zeit haben wir nur die Wahl zwischen gehässigen, rechten Polemikern auf der einen, und kritiklosen Träumern auf der anderen Seite. Dabei war die multikulturelle Gesellschaft, die wir haben, immer schon  mehr als eine Gänseblümchen- Ringelreihe- Angelegenheit. Sie bedeutet Arbeit, Auseinandersetzung und Dazulernen. Notfalls brauchts auch einmal ein klares "nein". Aber damit tun wir uns offenbar alle schwer...
« Letzte Änderung: 17. Februar 2006, 12:05:00 von Bastian »

angel

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #108 am: 17. Februar 2006, 17:25:27 »
Dagmar, ich gehe davon aus, daß sich Andrea in ihrer WG oder durch anderweitige soziale Konktakte über die dänischen Karikaturen informiert hat bzw. sich hat beschreiben lassen und deshalb über diese "im Bilde" ist. Das sagt mir irgendwie meine Intuition, denn sonst hätte sie hier ja nachgefragt...

Deine Analyse bezüglich der Ablenkung von inneren Problemen und der Staatskrise im Zeitalter der Globalisisierung stimme ich Dir zu. Komplettiert wird dies durch die Darstellung von Has Been - aber ich halte es für notwendig, eine Staatsanalyse mit einzubeziehen und natürlich das Gewaltmonopol darin zu berücksichtigen, d.h. man muß auch eine politiökonomische Erforschung des militärindustriellen Sektors mit einbeziehen.
Die Terrorhysterie, die mit dem 11. September 2001 begann, dient auch dazu, den Staat zu stärken, da dieser Schutz verspricht.

Doch es existiert diesbezüglich bekanntlich ein Lied:

Edit: EIN FEIND, EIN GUTER FEIND,
das ist das Beste, was es gibt auf der Welt
EIN FEIND, EIN GUTER FEIND
...und wenn die ganze Welt zusammenfällt...
ein Feind, ein guter Feind,
das ist das Beste auf der Welt!!!



Basti, wenn ich Dich so reden höre, dann habe ich das Gefühl, Du gibst die Stimmung an deutschen Stammtischen wieder... :-[

Klar wollen die Islamisten Zulauf - aber im Wesentlichen geht es ihnen zunächst strategisch darum, den arabischen Raum in einen Gottesstaat unter der Scharia zu verwandeln, die US-Stützpunkte bzw. den verhaßten Feind USA dort zu vertreiben und Israel zu zerstören. Klar wollen sie auch die Staaten schwächen, die an der Seite Israels stehen und einen Zwist zwischen Europa und den USA schüren. Die Attentate z.B. in Madrid zielten darauf ab, Spanien aus dem Bündnis mit den USA herauszubrechen.
Aber es geht ihnen meines Erachtens primär um Spendengelder der europäischen Muslime und die Karikaturen waren deshalb ein "gefundenes Fressen" für sie...

Die Frage ist für mich viel mehr "Was tun?" und da habe ich auch schon ein paar Ideen, doch jetzt muß ich zum Chor und schreibe morgen etwas mehr.
« Letzte Änderung: 17. Februar 2006, 17:38:59 von angel »

Offline Bastian

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #109 am: 17. Februar 2006, 20:25:58 »
Quote (selected)
Basti, wenn ich Dich so reden höre, dann habe ich das Gefühl, Du gibst die Stimmung an deutschen Stammtischen wieder...
Wenn dem so wäre,
hättest du mich verstanden...
(Sorry, aber es juckte so)

Es hängt übrigens auch immer davon ab, mit wem man am Tisch sitzt:

- in Bayreuth mit Sepp, Hans und Rudolf,
- in Ratingen mit Kevin, Ayshe und Milosz,
- in Sömmerda ohne Ayshe
oder in Tüüübingen in der Teestube der Asta mit Karl, Friedrich und Erich

So, ich könnt auch noch etwas Kluges sagen, ich geh jetzt aber aus. ;)

Offline whoknows

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #110 am: 17. Februar 2006, 23:43:02 »
Quote (selected)
Es wird immer verrückter. Eben fand ich noch folgendes:
"A Danish paper publishes a cartoon that mocks Muslims.
An Iranian paper responds with a Holocaust cartoons contest -
- Now a group of Israelis announce their own anti-Semitic cartoons contest!"

das lese ich jetzt erst. Finde ich grossartig. DAS nenne ich Humor.

angel

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #111 am: 18. Februar 2006, 01:01:39 »
Insbesondere das "special secret 11th commandment" hat mehr "schwarzen Humor" als die "Tauben" und "brennenden Zirkusse" von GK. Die Karikatur spielt auch auf den 9/11th an (da das ja angeblich - verschwörungsidiotisch angenommen -  ein Werk des Mossad war) ...

Basti, Du hast schon so viel Kluges gesagt, Du darfst auch gern mal ausgehen und austreten (kI) ohne daß Du deshalb als Auslaufmodell von Bohlen entdeckt wirst.  ;D

Offline Bastian

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #112 am: 18. Februar 2006, 01:05:34 »
Ich bin schon so Bohlen, dass ich das nicht kapiert hab... :-/

Offline Dagmar

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #113 am: 18. Februar 2006, 01:08:17 »
Macht nix!  :-*
Je fester dir einer die Wahrheit verspricht, in Programmen und Predigten, glaube ihm nicht. Und geh' zu den Gauklern, den Clowns und den Narr'n: Dort wirst du zwar nix, doch das in Wahrheit erfahr'n.

angel

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #114 am: 18. Februar 2006, 01:39:19 »
Ich bin auch nicht mehr ganz nüchtern, Basti... ;)  - wir haben nach der Chorprobe noch geschlemmt und getrunken und Lenas neue Wohnung eingeweiht! War ein wunderbarer Abend!

angel

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #115 am: 18. Februar 2006, 20:37:46 »
"Was tun" muß noch etwas "behirnt" werden, wie es hier schön heißt. Ich warte noch auf Feed Back von Freund/innen...  8-)

Ansonsten "behirne" ich gerade, wie man "wortfront" anschieben könnte. Ich werde diesbezüglich mal einen guten alten Freund mit vielen Kontakten und PR-Begabung aufsuchen, der solche Art der Kultur sicherlich auch gern (fördern) mag...

Basti - nur fallst Du immer "auf Bohlen" bist  ;); es ging um diese Karikatur:
http://www.boomka.org/entries/moses-daniel-higgins-s.jpg



« Letzte Änderung: 18. Februar 2006, 20:43:04 von angel »

Offline Has Been

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #116 am: 18. Februar 2006, 21:33:23 »
Quote (selected)
Basti - nur fallst Du immer "auf Bohlen" bist ...
Wenn ich Bastian richtig verstanden habe, war er nicht "auf Bohlen", sondern einfach nur "Bohlen", was bei ihm vermutlich (es schaudert mich bei dem Gedanken) in etwa gleichbedeutend mit "brahms" ist...

Offline Bastian

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #117 am: 18. Februar 2006, 22:14:07 »
Stimmt.

Beinahe jedenfalls, denn Bohlen als Zustand war mir bis gestern unbekannt, und hat mit brahms eigentlich nichts zu tun. Es war eher der Versuch, Angels Schriften eine mir sinnvol erscheinende Bedeutung zu geben. Brahms ist übrigens keineswegs negativ belegt- es kann sogar sehr inspirirerend sein. Beispielsweise Frühstück auf Hausboot, während man brahms ist, ist sogar wirklich schön. Die Zeit verfliegt dabei nicht, sie steht. Dabei reicht es völlig, wenn man unausgeschlafen ist. Es bedarf dazu keiner "Fremdeinwirkung" es ist primär eine endogene Angelegenheit. Ah, jetzt bekommt die Sache sogar noch ein edles Vokabular, sehr schön!

Ich vermute, zwischen Bohlen und der exogen erzeugten Form von brahms liegen (wie soll es auch anders sein) mehrere Zwischenstufen, über die ich mir aber noch nie Gedanken gemacht hab. Die letzte vor dem Einschlafen könnte man Bukowski nennen, aber danach ists bestimmt nix mehr mit Frühstück...
« Letzte Änderung: 18. Februar 2006, 22:37:26 von Bastian »

Offline Bastian

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #118 am: 18. Februar 2006, 22:29:20 »
Ah, es geht ja um Kunst und Provokation:
Gerade lesen Peter Bichsel und Durs Grünbein in meiner ehemaligen Stammbar (Heine Geburtshaus) Texte von Harry H. Die Bar ist jetzt nämlich eine Buchhandlung, und nennt sich "Heine Haus". Der Sieg der Archivaren über die Künste.

Und ich?
Ich geh nicht hin.

Da werden Peter und der Durs sich aber schwarz ärgern. 8-)

Für die Interessierten: Wer es schafft, ein Gedicht mit den Worten:
Peter,
Grünbein,
Harry,
Bichsel

und

Durs

zu schreiben, vor dem ziehe ich hier feierlich meinen Hut.
« Letzte Änderung: 18. Februar 2006, 22:30:00 von Bastian »

Offline whoknows

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #119 am: 18. Februar 2006, 22:59:41 »
Oba späta
war Peter
mit mia in dürnstein.
Er warf das Gebein
vom Grünstein
hinein.
Dann war i
mi'n Harry
im Internet
es is jaWinter, net?
Und dann hab i an Lauf (=wienerisch für glück)
und verkauf
a mille Pixel
an einen Schweizer. :P

Hoffentlich verlangt der kan Rekurs.
« Letzte Änderung: 18. Februar 2006, 23:00:52 von whoknows »

Offline Dagmar

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #120 am: 18. Februar 2006, 23:09:12 »
Als der Peter sah sein Grünbein
wunderte sich Harry sehr,
weil der Peter, blaß und klein
schrie "wo kommt das grüne Bein denn her?"

Da sprach der Harry "ei der Durs,
wo zum Bichsel lebt der Peter?"
Grüne Beine vom Diskurs
kriegt ein jeder im Gezeter.
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Offline Dagmar

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #121 am: 18. Februar 2006, 23:10:27 »
 :P Whoknows war 10 Minuten schneller  8-)
Je fester dir einer die Wahrheit verspricht, in Programmen und Predigten, glaube ihm nicht. Und geh' zu den Gauklern, den Clowns und den Narr'n: Dort wirst du zwar nix, doch das in Wahrheit erfahr'n.

Offline Has Been

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #122 am: 18. Februar 2006, 23:31:32 »
"Wos hülft des Lamentieren,"
sprach Harry einst, der Frosch
"I greif ma jetz mei Bichsel
und schieß da in de Gosch!"

Dem ins Gesicht er's sagte,
Storch Peter konnt's nicht schrecken
Er schnappte einmal müde und
- ließ sich das Grünbein schmecken.

Nur ein Gedanke blieb noch
dem Rebelln auf Magenkurs:

Edit: "Wann kummt jetz mei Räquäquiem

voll schönster Molls und Durs?"
« Letzte Änderung: 19. Februar 2006, 09:48:56 von Has_Been »

Offline whoknows

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #123 am: 19. Februar 2006, 00:45:21 »
Quote (selected)
:P Whoknows war 10 Minuten schneller  8-)

und mindestens genausoviel schlechter. :-*
Aber immerhin: ich hab als Einzige tatsächlich alle Namen gereimt - wenn auch nicht rasend begabt....
« Letzte Änderung: 19. Februar 2006, 00:46:28 von whoknows »

Offline Andrea

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Re: Kunst und Provokation
« Antwort #124 am: 19. Februar 2006, 00:45:33 »
Der Peter
kommt später
zu seinem Rendezvous.
Er trinkt mit Harri Grünbein
Glühwein.
Davon is er zu.
Beim Zahlen muss er trickseln,
er hat kein Geld, sondern nur Bichsel
oder kann spielen ein paar Lieder
und zahl'n in Molls und Durs.
Der Kellner hört das immer wieder.
Er hat nur solche Kunden.
Er resigniert nach Stunden
und geht dann in Konkurs.
Zum Licht gehört der Schatten, zum Tag die Nacht. Das musst du dir so oft sagen, bis du es weißt und für selbstverständlich hältst. Dann kannst du nicht enttäuscht darüber sein. Denn leben heißt: Das

 

Bei der Schnellantwort kannst du Bulletin Board Code und Smileys wie im normalen Beitrag benutzen.

Name: E-Mail:
Verifizierung:
Bist Du ein Spambot?:
Wie heißt Marie Galetta mit Vornamen?:

Kunst und Provokation, die Zweite

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