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Zusammenfassung

Autor: Werner
« am: 11. Dezember 2006, 20:20:01 »

Wenn er dich (also sozusagen von seiner Muse inspiriert) mit Pinsel und Farbe in ein lebendes Kunstwerk verwandelt hätte, das würde schon zählen. Obwohl dessen Haltbarkeit - ich meine damit natürlich die Farbe :) -den grossen Rest der Welt schon um den Kunstgenuss gebracht hätte (wenns nicht gestochen wäre). Lass uns lesen wenn du schreibst..
Autor: whoknows
« am: 11. Dezember 2006, 12:58:54 »

War ein Zitat, wie Du aus der Verfolgung der davorstehenden Postings erkennen kannst. Malen tu ich nicht - ich war allerdings mit einem Maler verheiratet, wenn das auch zählt  ;D
Und komponieren derweil mehr in Zusammenarbeit als janzallene - aber das wird noch, das wird noch. ;)
Schreiben schon. Aber ich lass nur sehr wenig davon raus.
Autor: Werner
« am: 11. Dezember 2006, 05:08:45 »

Eigentlich dich, oder war die Formulierung nur allgemein gedacht. (Bassmeister hörte ich schon).
Autor: whoknows
« am: 10. Dezember 2006, 21:45:13 »

Wen meinst Du jetzt? Bassmeister, mich oder den Fragebogen?
Autor: Werner
« am: 10. Dezember 2006, 20:44:22 »

Quote (selected)
schreibe/male/komponiere ich
Privat? Oder gibts ne site mit näherem hierzu?
Würde mich interessieren.
Autor: whoknows
« am: 04. September 2006, 00:13:16 »

Ist ja auch klar: wenn ich kein Geld habe, schreibe/male/komponiere ich viel, um dann DAMIT hoffentlich wieder was zu verdienen. ::) Wenn ich viel Geld habe, mache ich auch mal Urlaub - fördert die Kreativität nur mittelbar.
Autor: Bassmeister
« am: 03. September 2006, 21:14:19 »

Auf dem Fragebogen stand die Frage etwa so:
Sind Sie der Meinung, daß die finanzielle Situation Ihre Kreativität eher fördert, oder daß Sie unter finanziell sichereren Bedingungen besser arbeiten können?
Da ich ahnte, worauf die Frage hinauswill und eine Falle vermutete,
Quote (selected)
Das wird ja sooo gerne als Argument benützt, um nix zu ändern: Sie wollen es ja nicht anders...
habe ich letzteres angereuzt, obwohl die erste Fragestellung durchaus ihre Berechtigung hat.
Die Meisten scheinen aber in die von mir vermutete "Falle" hinein getappt zu sein.

Schrieb ich übrigens 6 Jahre für rund 600000 Euro?
Weit verrechnet, es müssen ca. 33 Jahre sein (soviel Zeit, wie ich noch bis zur Rente habe. Mein Einkommen vorausgesetzt)
Autor: whoknows
« am: 02. September 2006, 12:33:25 »

Ich kann Dir sagen, wie er das macht (ich habe noch NIE von ihm gehört, nb): Er hat eine gute PR-Firma und ein gutes Management. Nur so geht es heutzutage, leider.

Was mich besonders fasziniert hat, ist dieser Satz:
Quote (selected)
Denn so wenig die Künstler auch verdienen, so die Studie, sind sie mit ihrer Gesamtsituation nicht unzufrieden.
Das wird ja sooo gerne als Argument benützt, um nix zu ändern: Sie wollen es ja nicht anders.....
Und es stimmt aber SO nicht. Künstler sind mit ihrer ARBEIT zufrieden, das heisst aber noch nicht, dass sie mit ihren allgemeinen Lebensbedingungen zufrieden sind: Materielle Sorgen - und das steht ja auch weiter unten - hilft absolut NICHT der kreativen Produktion.

Der Typ, der gemeint hat, es könne locker auf Kunst und Kultur verzichten....den hab ich ja besonders gern. Das ist schon interessant, dass die Leute tatsächlich nciht merken, wie sehr es auf die wirtschaftliche Kompetenz abfärbt, Kunst und Kultur wertvoll zu halten.
Die glauben echt, dass völlig entleerte Menschen-Hüllen gut produzieren können... weit gefehlt: wenn ein Land Kultur und Kunst hat, eine "Seele", ist es auch wirtschaftlich fitter.
Autor: Bassmeister
« am: 01. September 2006, 17:34:57 »

Heißer Artikel. Ich glaube, diese Studie habe ich damals auch mit gemacht, jedenfalls erinnnere ich mich an einen Fragebogen, der genau dieses Thema behandelte.
Also liege ich eigentlich für einen Musiker und Mann mit meinem Einkommen ganz gut.
(meinen die eigentlich das Netto- oder das Brutto-Einkommen? Das ist bei uns KünstlerInnen ja auch so n Ding mitm Pfiff, weil vieles, was man so "absetzt" ja auch Geld ist, von dem wir gleichzeitig leben.)

Ich vermisse allerdings in dem Artikel Aufklärung daüber, wie Neo Rauch das macht, daß er für ein Bild Geld bekommt, das ein "normaler" Künstler, der ja auch nichts anderes tut, in 6 Jahren verdienen muß!
Autor: Alexander
« am: 01. September 2006, 13:23:25 »

Heute in "Neues Deutschland":

Avantgardisten des Prekariats
Eine aktuelle Studie des Deutschen Kulturrates zeigt: Viele Künstler leben in Armut
 
Von Simone Schmollack

Der Maler Neo Rauch hat kürzlich ein Bild verkauft. Im Grunde ist das nichts Außergewöhnliches. Der Professor an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und Begründer der Neuen Leipziger Schule hat schon viele Bilder gegen Geld getauscht. Das Besondere am letzten Deal ist der Preis, den er für sein Werk bekommen hat: 663 450 Euro. Damit ist Neo Rauch auf Platz zwei der Rangliste der teuersten zeitgenössischen Künstler gerauscht. Neo Rauch ist 46 Jahre alt. Bis zum Jahre 2008 sind alle seine Bilder bestellt und verkauft. Die meisten davon sind noch nicht einmal gemalt.
Jost B. verkauft auch Bilder. Der 45-jährige Maler und Bildhauer nimmt für eine Zeichnung bis zu 800 Euro. Eine Triptychon geht für 2200 weg, Mengenrabatt muss sein. Bei jedem Verkauf hat er ein schlechtes Gewissen: »Ist das nicht zu teuer?« Der Bochumer kennt die Lage auf dem Kunstmarkt genau so gut wie die Lage auf dem Arbeitsmarkt und mag den Leuten ungern solche Summen für seine Kunst abknöpfen. Obwohl er weiß, dass sie so viel und noch mehr wert ist. Aber er kennt auch seine Situation und weiß, dass er mit dem Preis nicht weiter runter gehen kann. Er ist auf jeden Cent angewiesen. Sein Atelier kostet 400 Euro im Monat. »Das ist billig«, sagt er. Die Wohnung ist eher ein Verschlag. Deshalb schläft er öfter, als es ihm lieb ist, im Atelier. »Dort habe ich Licht und Platz.« In manchen Monaten verdient er gar nichts, in anderen bis zu 1500 Euro. Je nach Nachfrage. »Ich kann nichts planen, nichts ist sicher.« Doch die monatlichen Festkosten bleiben, auch die Abzüge für die Lebensversicherung, die seine Rente darstellt.

Kein einziges Bild
Als vor anderthalb Jahren Hartz IV in Kraft trat, war das Land verunsichert. Auch die Kunstsammler taten sich plötzlich schwer. Das hat Jost B. zu spüren bekommen. Über ein halbes Jahr hat er kein einziges Bild und keine Plastik verkauft. Nicht mal eine kleine Zeichnung für 60 Euro ist er losgeworden. Er hat sich einen Job als Taxifahrer gesucht. Fortan saß er täglich zehn Stunden in einem alten gelben Benz und hat Touristen, Kranke und Alte durch die Stadt kutschiert. Manchmal bekam er dafür ein großzügiges Trinkgeld, manchmal ein nettes Wort. Und als Lohn zwischen 900 und 1100 Euro. In dieser Zeit aber konnte er keine Kunst machen und hat sich nicht mehr als Künstler gefühlt. Eine fette Depression rückte an.

Ein niedriges Einkommen
Laut einer Studie, die der Kulturrat und die Rheinische Friedrich-Wilhelm-Universität jüngst durchgeführt haben, beträgt das Jahreseinkommen von Malern, Schriftstellern, Tänzern, Sängern, Schauspielern 11 000 Euro, also gerade mal 900 Euro im Monat. Nun sind die niedrigen Einkommen von Künstlern allgemein bekannt. Aber eine Studie, die exakt darüber Auskunft gibt, wie sich die Honorare mit dem Alter der Befragten verändern, wie sie sonst leben und wie hoch der gefühlte Ertrag für Kunst ist, gab es das letzte Mal 1973 in den alten Bundesländern. Offensichtlich ist der Drang groß, die Situation von Künstlern besser zu kennen, um daraus eine Idee für alternative Lebens- und Arbeitsmodelle und einen Mehrwert für die Gesamtgesellschaft abzuleiten. Das Prekariat als Avantgarde! Worüber Jost B. nur milde lächeln kann, scheint für andere einen Argumentationsreiz zu besitzen. Denn so wenig die Künstler auch verdienen, so die Studie, sind sie mit ihrer Gesamtsituation nicht unzufrieden. Sie schätzen die Selbstständigkeit und das Gefühl von Unabhängigkeit und schöpferischer Freiheit. Das sagt auch Jost B. »Eigentlich müsste ich mir mal einen Bürojob suchen, um mich einigermaßen zu sanieren und um mit 45 nicht noch immer wie ein Student zu vegetieren.« Er hat im Internet nach Stellen gefahndet. Aber als er die Angebote las, wurde ihm endgültig klar, dass er in festen Strukturen nicht arbeiten kann. »Ich bin Künstler und das bleibe ich, egal, was ich mache. Dafür muss ich dann wohl oder übel auch die Unsicherheit in Kauf nehmen.«
Finanziell ging es Künstlern – mit einigen mehr oder weniger berühmt gewordenen Ausnahmen – noch nie sonderlich gut. Doch jetzt, so scheint es, spitzt sich die Lage noch einmal zu, sie wird als prekär bezeichnet. Seit der Jahrtausendwende haben soziale Netze zunehmend größere Löcher bekommen und Künstler fallen durch die Hartz IV-Regelung mit als erste aus der letzten sozialen Sicherungsmöglichkeit heraus. Sie haben größere Schwierigkeiten als andere nachzuweisen, wovon sie gelebt haben, wenn sie bei längerer Auftragsflaute doch mal gezwungen sind, Sozialleistungen zu beantragen. Arbeitslosengeld bekommen sie nicht, denn sie arbeiten freischaffend. Gab es früher die (etwas lockerer gehandhabte) Sozialhilfe, greift nun das harte Hartz IV-Gesetz. Doch bevor die erste Zahlung fließt, müssen Sparbücher (die fast nie vorhanden sind) und Lebensversicherungen (die meist gering ausfallen) weitgehend aufgebraucht sein. Die Betroffenen werden nicht nur ihrer Würde beraubt, schlimmer noch, ihnen wird die letzte Möglichkeit genommen, sich durch die Lebensversicherungen eine Rente anzusparen.
Trotzdem ziehen Künstler ein Leben in Unsicherheit dem abgefederten Dasein vor. Nicht, weil es sonderlich attraktiv ist und besonders kreativ macht, sich von Monat zu Monat neu überlegen zu müssen, wie Miete, Kleidung und Nahrungsmittel finanziert werden, sondern weil ihre Berufe fast nur freiberuflich ausgeübt werden können.
Die Untersuchung ist zwar nur, wie die Verfasser betonen, eine Stichprobenerhebung, dennoch lässt sich ein Trend erkennen: 66 Prozent der Befragten betrachten ihre Kunst als Haupterwerb, alle anderen Tätigkeiten, die mitunter den Broterwerb bilden bzw. ergänzend wirken, sind in Künstleraugen Zu- oder Nebenerwerb. Das Einkommen unterscheidet sich je nach Sparte, Alter und Geschlecht: Je jünger die Betroffenen, desto weniger verdienen sie, Männer kriegen mehr als Frauen und Wort- und bildende Künstler etwas mehr als Musiker und darstellende Künstler. Schriftsteller unter 30 erhalten durchschnittlich 11 000 Euro jährlich, Schriftstellerinnen unter 30 bis zu 8900 Euro. Dichter zwischen 50 und 60 Jahren erschreiben sich etwa 18 000 Euro im Jahr, Dichterinnen 2000 Euro weniger. Musiker zwischen 30 und 40 verdienen rund 9000 Euro jährlich, Musikerinnen der gleichen Altersspanne rund 1500 Euro weniger. Bildhauerinnen und Malerinnen zwischen 40 und 50 leben von etwa 9000 Euro im Jahr, ihre männlichen Kollegen von knapp 12 000 Euro. Vereinfacht lässt sich sagen, dass der Verdienst der Frauen mit jedem Lebensjahrzehnt etwa um 1000 Euro jährlich steigt, der der Männer um 2000 Euro.

Kunst als Haupterwerb
Davon kann man nicht leben. Und das hat in den wenigsten Fällen etwas mit der Qualität der Kunstwerke zu tun. Konnten bis vor wenigen Jahren lediglich zwei Prozent aller Künstler von der Kunst leben, so sind es heute immerhin schon vier Prozent. Dank zahlreicher Stipendien, befristeter Werkverträge, Preisgelder, Studienaufenthalte. Inzwischen nimmt auch in Deutschland cultural sponsoring ein wenig Form an, in Amerika ist das seit Jahren ein ganzer Industriezweig. Kunstinteressierte vermögende Privatpersonen gründen Stiftungen oder stellen Preisgelder in nicht geringen Höhen zur Verfügung, lassen Künstlerhäuser bauen und unterstützen einzelne Künstler aus aller Welt. In Deutschland werden die kommunalen Ausgaben für Kunst und Kultur sowie die Zuwendungen für Frauenprojekte meist als erste gekürzt, wenn es heißt: Wir müssen sparen. Das ist ein altes Lied. Und als vor wenigen Wochen in Chemnitz Bürgermeisterwahlen stattfanden, machte der CDU-Kandidat Detlef Nonnen Kunst und Kultur zu einem Wahlkampfthema. Er könne getrost auf Kunst und Kultur verzichten, das koste doch nur Geld, sagte er. Gewonnen hat schließlich die Kandidatin der SPD Barbara Ludwig, die sich ausdrücklich für Theater, Malerei und Film aussprach.
In einem Punkt ist die Erhebung des Kulturrates ein Novum. Sie hat erstmalig untersucht, in welchen Haushalten die Befragten leben und ob sie Kinder haben. Im Alltag können auch Künstler sehr irdisch sein. Frauen leben häufiger in Zweipersonenhaushalten und zum größten Teil von ihren Partnern, Männer eher allein. Schriftstellerinnen und literarische Übersetzerinnen haben häufiger Kinder als andere Künstlerinnen. Trotzdem spielten Kinder und Kinderbetreuung beim Motiv, sich in der jeweiligen Kunstsparte selbstständig zu machen, eine eher untergeordnete Rolle. 80 Prozent der Künstler gaben an, vom Gehalt der Partner zu profitieren bzw. von ihnen durch unbezahlte Mitarbeit unterstützt zu werden.
Jost B. hat keine Kinder und zur Zeit auch keine Frau. Das ist einerseits ein Glück, »weil ich nur für mich selbst sorgen muss«. Andererseits fehlt ihm ein Stück seelische Geborgenheit, die eine Liebe bietet und die ihn in psychischen Krisensituationen stützen könnte.

http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=96340&IDC=4
Autor: Dagmar
« am: 26. Juni 2005, 02:56:02 »

Ich hatte einen wunderschönen Abend: Ich war auf einem Open Air auf der Museumsmeile in Bonn (DIE Bühne, die mir das Kulturamt für das Tsunami-Benefiz verwehrt hat  >:( aber das ist ein anderes Thema).

Es war die "Abschiedstournee" von B.B. King.

Meine Einschätzung:

B.B. King hat - die Kulturgötter mögen es mir verzeihen - seine Jahre hinter sich. Er hat den Zeitpunkt überschritten, an dem man besser aufhören sollte, weil die Stimme nicht mehr trägt und die Tontechnik gnadenlos die Stimme hochsteuern muss, damit man überhaupt noch etwas vom ehemaligen Volumen und Können hört. Andererseits beeindruckt und rührt es, dass ein knapp achtzig-Jähriger noch eine solche Tournee auf sich nimmt und trotz seines hohen Alters eine derartige Bühnenpräsenz erzeugt. Die frenetische Begeisterung im Publikum schien mir zum großen Teil dieser Tatsache geschuldet. Während seines Gesangs flachte das deutlich merkbar ab. Er machte das wett durch 3 Aspekte: Zum ersten spielte er in altbekannter und nicht nachlassender Qualität unendlich virtuos Gitarre. Das war genial und hat mich riesig beeindruckt.

Zum zweiten hatte er ein Aufgebot an erstklassigen und hochrangigen Musikern auf der Bühne, dass einem der Atem wegblieb: Vier Trompeten - einer besser als der nächste, ein Star-Saxophonist, ein Drummer, ein Keyboard und ein Piano. Diese Band spielte gottgleich und liess vergessen, dass die Stimme von B.B. King nicht einmal mehr ein Drittel an frühere Zeiten heran reichte.

Zum Dritten habe ich seine Management-Fähigkeiten bewundert: Er hat absolut hochrangige Künstler als "Vorgruppen" verpflichtet, so dass die Leute schon sehr zufrieden sein konnten mit dem bisher Dargebotenen als sein Auftritt kam.

Als erste spielte Renee Olstead: Ein ganz junges Mädchen mit einer hohen musikalischen Fähigkeit: Die Einsätze und das Spiel mit der Stimme zu immerhin 6 Musikern auf der Bühne waren perfekt und restlos fehlerfrei. Leider hatte ihre Stimme ein Manko: Es fehlten alle dunklen Farben vollständig. Das ließ ihren Auftritt leider farblos werden nach ca. 15 Minuten, wozu ihr schlecht gestaltetes Bühnen-outfit und ihre (sicher auf der Basis ihres noch sehr jungen Alters) geringe Bühnenpräsenz erheblich beitrug. Sicherlich eine Chance für die Zukunft mit zunehmender Erfahrung.

Danach spielte Olita Adams. Für mich der absolute Höhepunkt des ganzen Abends. Ich bin dahin geschmolzen bei DER Stimme. Alle Register waren rund und tragend und voller Farben. Ich war so etwas von fasziniert davon und - zugegebenermassen - auch super neidisch und böse auf den blöden Gott, der mir als die Stimmen verteilt wurden nur sehr viel weniger mitgegeben hat (vielleicht habe ich auch nicht laut genug "hier" geschrieen  ;) ) Olita Adams sollte meiner Meinung nach allerdings darauf verzichten selber das Piano zu spielen. Ihr Klavierspiel war durchschnittlich. Nicht schlecht, aber bei weitem nicht herausragend. Dem trug die Tonsteuerung auch hier Rechnung, in dem das Klavier völlig untersteuert war. Besser ein guter Pianist dabei und diese begnadete Sängerin konzentriert sich ausschliesslich auf ihren stimmlichen Vortrag.

Dann kam Randy Crawford. Die Leute waren hin und weg. Ich persönlich mochte noch nie dieses Hauchige in ihrer Stimme. Mit dem Älterwerden ist das sehr viel stärker hörbar. Ich fand, ihr ganzer Vortrag verlor extrem dadurch.

Na ja - und dann kam B.B. King.

Alles in allem ein wunderbarer Abend  ;)
Autor: Sandra
« am: 12. Mai 2005, 23:16:04 »

Ich denke schon. Es liegt am Haus. Ich denke, wenn er zB im Burgtheater aufgetreten wäre, wo man gewöhnt ist, sperrige Kost zu erhalten, wäre er voller gewesen.
Es muss halt ein Haus sein, das von vornherein diesen Ruf hat - wenn Du da ein Neues aufsperrst, kriegst du den altehrwürdigen Bildungs-ruf nicht so leicht, und musst daher erst mal Tonnen investieren. Und DAS ist glaube ich die Crux. Und an altehrwürdigen Häusern haben sie auch ihr Ensemble und kaufen wenig ein. Wenn er jetzt ein Star wäre, ein grosser Name, wäre er auch leichter voll geworden. Aber er war ein Niemand in einem Nichtstheater. Aber irgedwoher muss erst mal der Ruf herkommen, entweder vom haus (das sich den auch schaffen muss über jahre, und sich ein Publikum "züchten" muss) oder vom Namen. oder er tritt im Rahmen eines berühmten Festivals auf, und kriegt so Vorschusslorbeeren, das hilft wahrscheinlich auch.

Um deine Frage zu beantworten: Ich denke, als Nobody, in einem Nobodyrahmen kannst du auch viel werben, und es wird wenig helfen. Aber wenn du schon wer bist, schon Kritiken hattest, mit anderen Sachen - und dann mit viel Werbung in einem Nobodyhausspielst, dann kómmen auch da Leute. oder eben umgekehrt: Du bist an einem tollen haus, wo man erwartet, so etwas zu sehen, wo man unbesehen hingeht, weil man einfach weiss, das ist gut , was dort läuft, das hilft auch. Aber die Ideallösung ist beides nicht, nur Hilfe - denke ich mal.

Man muss Deinen Namen kennen, Dich im idealfall aus dem Fernsehen kennen - dann bist du voll.
So richtig VOLL ist man heute sehr schwer - wenn man nicht platteste Breitenwirksame Suppe macht. Alle theater kämpfen.
Autor: Dagmar
« am: 12. Mai 2005, 18:19:55 »

Ich meinte das eigentlich grundsätzlicher, also gar nicht so sehr auf nur eine oder gar meine Sachen bezogen. Wenn es zunehmend Leute gibt, die die ewig gleichen Sachen an den Staatshäusern nicht mehr hören können und auch nicht mehr so riesig viel Lust auf die Keller-Comedy haben, die aber keiner bedient, dann müsste man vielleicht ein kleines Haus aufmachen, und verschiedenste Künstler und Genres einkaufen. Richtig gute Leute, bei denen eben sonst immer nur 17 Nasen im Theater sitzen. Mit einem sehr guten Marketing könnte es dann vielleicht gehen. Oder auch nicht. Auf die Idee sind ja andere auch schon gekommen und es dümpelt bei denen so vor sich hin.

Nur wenn es überwiegend daran liegt, dass so Leute wie der mit dem Walser-Programm außer einem Zweizeiler, den Du auch noch suchen musst, kein Marketing haben, dann liesse sich DAS doch ändern. Meine Frage war eher, ob Ihr glaubt, dass mit einem hohen Aufwand an Werbung, ÖA, Pressearbeit usw. dann da mehr sitzen würden als 17? Es muss sich ja rechnen unter'm Strich.
Autor: Sandra
« am: 12. Mai 2005, 10:34:20 »

Stimmt, Geld ist wichtig für gutes Marketing, aber wenn's das produkt nicht bringt...

erinnert Ihr Euch noch an Pia Zadora? so eine kleine blonde mit grossem Kopf, so Lolita-Schema. Die hat einen Millionär geheiratet, und der hat immense Summen in ihre Vermarktung gesteckt, eine Zeitlang waren alle Medien voll mit ihr. Und die Konzerte waren trotzdem leer. Weil sie einfach keinen Interessiert hat...

Sowas ist dann natürlich auch eine Spirale: Du musst investieren, damit Du bekannt wirst. Dann brauchst Du aber schon mal ziemlich volle Konzerte, um Deinen aufwand wieder  reinzukriegen - und dann musst Du noch mehr trommeln, und brauchst noch mehr grosse Konzerte, damit sich das rechnet. Und insofern haben die Multis schon Recht, wenn Sie nur solche Künstler pushen, die irgendwann selbstläufer werden - wie zB die Rolling Stones. Jetzt kostet es nix mehr, die zu promoten: Wenn die sagen, wir machen ne pressekonferenz, kommen alle gelaufen, und man kann sich die Medien aussuchen. Bei unsereins muss man noch nachtelefonieren, und irgendwelche "Zuckerln" anbieten, damit ein zwei-zeiler erscheint....

du hast also vermutlich ein noch grösseres problem als Dagmar, Bassmeister. Denn alte Musik, die ist für Kenner interessant, aber ein neues Publikum ist damit hölle-schwer zu erreichen. Brecht indes wird schon von der Schule aus (vermutlich?) als Name "gepusht" und da kann man noch Leute finden, die sagen: namen gehört, aber nie Sachen von dem - gucken wir uns mal an.
Autor: Bassmeister
« am: 12. Mai 2005, 09:33:27 »

Da mußt Du auch richtig Glück haben! Du mußt jemanden finden, der/die das Marketing aus dem FF beherrscht, sich in Deiner ganz speziellen Szene auskennt, die Leute kennt, mit Menschen (vor allem Veranstaltern) gut umgehen kann, sich interessant machen kann, begeistert von Deiner Musik ist.

Hinzu kommt, daß Deine Idee auf eine Sehnsucht unter den Menschen treffen muß, wenn das nicht so ist, dann nutzt das beste Marketing der Welt nichts.

Ich habe das Problem gerade, ich suche jemanden, der genau die obigen Kriterien für Musik des frühen 17. Jahrhunderts erfüllt!

Mit einem Wort - man braucht auch ne Portion Glück.
Autor: Dagmar
« am: 12. Mai 2005, 01:01:09 »

Witzig: Ich habe auch gestern noch einmal an unseren Theaterbesuch bei dem Schweizer gedacht. Das war wirklich absolute Spitzenklasse. Richtig richtig gut. Und 17 Leute oder so waren im Theater  :(

Ich glaube auch, dass Marketing eine riesige Rolle spielt. Mir fällt der Wahnsinns-Werbe-Aufwand ein, den ich letzten Herbst für die Brecht-Geschichte gemacht habe - und das hat es gebracht. Ein paar hundert haben die Vorstellungen gesehen - obwohl unbekannt und so. Also was ich damit sagen will:

Vielleicht muss man einfach eine kleine Bühne fest anmieten, gute Leute einkaufen und dann dafür richtig professionelles Marketing machen. Ich überlege immer öfter, ob das nicht richtig laufen würde. Abschrecken tut mich bei so einer Idee der Aufwand - das rechnet sich am Ende dann wahrscheinlich doch nicht (was meine Brecht-Konzerte ja auch letztlich gezeigt haben).
Autor: Sandra
« am: 11. Mai 2005, 01:47:09 »

Ich habe auch den Eindruck, dass sich genau diese "intelligente Normalbürger-Mittelschicht" wieder aus ihren Löchern traut ( ::)) - aber die Veranstalter, die Medien checken's nicht - oder, wenn sie's checken, wissen sie auch, dass es zwar ein für unsereins ernstzunehmendes Publikum wären - aber in den margen, in denen DIE denken, sind es einfach zu wenige. Und das heisst, dass die Programme, die wir meinen (zum Beispiel dieser grossartige Schweizer mit dem Walser-programm oder Deines oder meines) - einfach zu schlecht angekündigt werden. Viele Leute wissen nicht ,dass es stattfindet, viele Leute ERWARTEN nicht , dass es stattfindet, viele Leute suchen auch nciht danach, und viele Leute wissen auch nciht, dass es ihnen gefallen würde - weil die Werbung, die Veranstalter, die Medien diese Events nicht promoten, oder viel zu wenig. und wir alle aber gewöhnt sind, unsere Informationen über das, was "passiert" nicht zu suchen, sondern vor die Nase geknallt zu kriegen.

erinnere Dich, Dagmar, wie lange wir gesucht haben, in den Programmen, bis wir was gefunden haben, was uns interessiert - das steht nun mal nicht an sichtbarer Stelle.Das ist ein klassischer "Catch22" - Sie erfahren's nicht, daher kommen sie nicht, daher nehmen es die Veranstalter nicht, daher lernt es niemand kennen, daher macht es niemand mehr...

An anderer Stelle haben wir über tim fischer geredet. Der hat ja auch lange getingelt. Und als er dann anfing, breitenwirksamer zu werden, und mit leichteren Programmen und Glitzerglatzer und Gschistschasti und blonden Perücken aufgetreten ist - da war auf einmal ein Publikum, da waren Veranstalter, da waren Medien.
Und jemand ohne den grossen Glamour,(wie zum beispiel Pigor) der spielt immer noch in Kellerschuppen vor 80 Leuten, die dann alle begeistert sind, und nachher sagen: wieso macht der nicht die grosse karriere?
Autor: Dagmar
« am: 10. Mai 2005, 22:20:01 »

Quote (selected)
Die Vorsicht hast du ja selbst schon am eigenen Leibe spüren müssen, wie ich weiß.


:'( :'( :'(  ja da bin ich echt traurig (kI)

Quote (selected)
die Dreigroschenoper würde ich vermutlich nicht ertragen - an den Theatern kann keiner mehr Chansons interpretieren....
 :-*  :-*  :-*

Deswegen werde ich mir das vielleicht anschauen, aber eben auch nur deswegen. Und nur fürs selber-auf-die-Schulter-klopfen sind mir die Karten dann wirklich eigentlich zu teuer.

Ich kann das trotzdem nicht begreifen. Ich kenne ziemlich viele Leute, die so irre jung nun auch nicht mehr sind, aber eben auch noch keine Rentner. Die von all den Kellertheatern mit Comedy (hier in Bonn gibt es da fast nichts anderes außer Comedy) genug haben (das ist ja letztlich auch immer dieselbe Machart, und die Themen sind oft sehr vorhersehbar). Die aber auch nicht mit Mitte 40 immer noch die Sachen sehen wollen, die sie schon während ihrer Zeit des verbilligten Jugendabos gesehen haben. Mit dem einzigen Unterschied, jetzt in Reihe 2 statt in Reihe 31 zu sitzen. Ich kenne keinen in meinem Umfeld, der ernsthaft erwägt, sich eine dieser Sachen anzuschauen. Es gähnen alle. Warum bedient die keiner?
Autor: Sandra
« am: 10. Mai 2005, 20:25:20 »

Ich meine, die Theater, die solche Spielpläne bauen, sägen am Ast auf dem sie sitzen.
ja, sie machen es für die alten Leutchens, die nix Neues sehen wollen. Aber die alten Leutchens sterben alle irgendwann - und keiner hat sich drum gekümmert, dass junge Leutchens nachwachsen, die sich für Theater interessieren.
Natürlich ist es von den Proben oder so her nicht teurer, ein neues Stück zu inszenzieren, als kabale und Liebe - aber sie fürchten, sie kriegen kein Publikum.
Sie haben Angst vor der eigenen Innovationslosigkeit, von der eigenen Unfähigkeit, gut zu inszenieren.
Den gute Stücke gibt es.
In Berlin wird noch ab und zu was gutes gespielt - aber im Verhältnis 2 zu 8 mal Kabale und Ähnliches.
In Wien im Verhältnis 3 zu 7, manchmal sogar bissel mehr.

Es liegt auch daran, dass es - das Gefühl habe ich in Deutschland, vielleicht irre ich mich auch - keine (oder keine nennenswerte) gebildete MITTELschicht gibt. Es gibt Hochkulur, und Subkultur - und dazwischen gibt es fast nix. keine mittelgrossen Theater, die ganz normale urbane, relativ junge, gebildete Bürger "bedienen". Nur Staatshäuser mit Oper und Schiller - und Kellertheater mit Comedy und Komödie.
Die Leute, die das Theater bräuchte, gehen stattdessen in's Kino (und auch hier kommen immer mehr nurnoch Cineplexx mit Blockbuster-Ami-Tschinnbumm). Und das theater tut nix, um sie zu locken. Karten unter 20 euro sind eine Seltenheit.
Und so haben die Theaterleiter wieder Recht: nur die Alten ZAHLEN für das Theater, und auch nur dann, wenn sie wissen, was sie sehen werden.

die Dreigroschenoper würde ich vermutlich nicht ertragen - an den Theatern kann keiner mehr Chansons interpretieren....
Autor: Eric
« am: 10. Mai 2005, 17:24:33 »

Da ist es wieder, das alte Problem. Wir hatten ja darüber schonmal gesprochen, Dagmar.

In der tatsächlichen Theaterprovinz (da wohne ich nämlich) ist die Situation noch viel extremer, als in Bonn. Die Erklärung ist schlicht und einfach: Niemand hat so viel Geld zur Verfügung, um neue Stücke anzugehen. Solche Experimente sind den Theatern. die heute wirtschaftlicher arbeiten müssen als manches Großunternehmen, zu risokoreich.

Deswegen hält man am Altbewährten fest. Außerdem will man das Stammpublikum (Rentner) unseres Theaters nicht verärgern. Eine experimentelle Aufführung würden jene als "Störung des gemütlichen Theatergenusses" empfinden.

Ich finde es auch nicht schön, dass immer an den weit bekannten Stücken festgehalten wird. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass man in Bonn auf ein breiteres, dynamischeres und jüngeres Publikum stößt, als hier. Trotzdem heißt es im Theater viel zu oft "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste". Wenn der Intendant dann eben denkt, mit einem speziellen Stück (und sei es ein Brecht-Abend), das Haus nicht füllen zu können, lässt er noch nichtmal ein Gastspiel zu, geschweige denn er produziert es selbst.

Die Vorsicht hast du ja selbst schon am eigenen Leibe spüren müssen, wie ich weiß.  ;)
Autor: Dagmar
« am: 10. Mai 2005, 16:58:09 »

Da sitze ich gemütlich beim Pausenkaffee und freue mich, den neuen Spielplan 05/06 bekommen zu haben. Fröhlich blättere ich darin herum, um dann sehr bald in Agonie zu verfallen:

Ich kann aussuchen, ob ich in der kommenden Theatersaison zum 377. Mal Fidelio hören will, oder vielleicht doch lieber La Triviata? Ich kann mit meinen Kindern auch in die mindestens dritte Auflage in ihrem kurzen Leben einer Vorstellung vom doppelten Lottchen gehen. Ach ja und natürlich zum jetzigen Zeitpunkt "Kabale und Liebe" - gääähn. Nicht das ich keinen respekt vor Schillers Dichtung hätte, hab's nur seit 25 Jahren schon etwa 9 Mal gesehen. Im Tanztheater bieten sie wenigstens zwei neue Sachen, die ich noch nicht kenne.

Dann läuft noch die Dreigroschenoper, nachdem seit September letzten Jahres wöchentlich 2 Mal Aturo Ui läuft (läuft immer noch - das Brecht-Publikum muss ungeahnt groß sein in Bonn). Na ja, die Dreigroschenoper kann ich ja mit meinem Sohn besuchen, der kann dann alles mitsingen, und ich guck' mal ob es bei der 768789. Interpretation was Neues zu lernen gibt.

Also guck ich bei den off-Theatern: Immerhin Ionesco - auch eine rasende Überraschung an Innovation oder Puschkin vielleicht? Ingrid Caven wird Fassbinder-Lieder singen - na ja wenigstens etwas.

Liegt's an der Provinz hier? Oder dass es kein Geld mehr für Theater gibt, so dass die alle drei Jahre ihre alten Kulissen und Kostüme wieder benutzen müssen. Oder fehlt es an Einfallsreichtum?
Autor: Alexander
« am: 27. April 2005, 13:36:45 »

Franz Xaver Gruber (1787-1863)

Der Komponist von "Stille Nacht!" wurde am 25. November 1787 in Hochburg (Oberösterreich) geboren. Bereits früh erhielt er eine musikalische Ausbildung, unter anderem vom Organisten der Pfarre Burhausen. Auch wenn er eigentlich das Handwerk seines Vaters (Weber) erlernen hätte sollen, gewährte ihm dieser die Ausbildung zum Volksschullehrer. Ein Jahr nach seinem Abschluss (1806, Ried im Innkreis) erhielt er in Arnsdorf eine Stelle als Lehrer, Organist und Mesner. Ab dem Jahr 1816 bespielte er auch die Orgel von der benachbarten Gemeinde Obendorf, wo er auch auf Joseph Mohr trifft und zwei Jahre später die bekannte Weihnachts-Melodie komponierte. Seine musikalische Laufbahn setzte Gruber in Berndorf und Hallein fort, wo er schließlich im Alter von 76 Jahren an Altersschwäche starb.

http://www.stillenacht.info/de/stillenacht/d_schoepfer.htm

Autor: Sandra
« am: 27. April 2005, 12:15:22 »

War der Komponist von "Stille Nacht heilige Nacht" nicht auch ein tiroler pfarrer? Ein Pfarrer jedenfalls, oder ein Organist in einer Kirche, irgendein kleiner Mann....
Autor: Bastian
« am: 26. April 2005, 23:46:16 »

Edmund Angerer (1740-1794)  :-[ Hier die Quelle, aber obs stimmt, weiß ich auch nicht...
http://www.musikland-tirol.at/html/kindersinfonie.html

Also, zumindest sagen das die Tiroler!  ;D
Autor: Bastian
« am: 26. April 2005, 23:44:16 »

Naaa... ich glaub es ist andersrum, Maexl. Eben weil ich sie auch schon von Kindesbeinen an dem Leopold Mozart zugeschrieben kenne. Aber du hast Recht, da war irgendwas unklar. Ich denke, sie ist von diesem Dings, dessen Name mir nicht einfällt. Schande. Ich gugl mal.