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"Wenn sich wer öffnet, mach' ich doch nicht zu. Noch einmal frag ich: Was sagst Du?" (Georg Kreisler, "Was sagst Du?")


Autor Thema: Kunst & Krieg  (Gelesen 13590 mal)

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Offline Guntram

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Re: Kunst & Krieg
« Antwort #50 am: 16. März 2007, 21:22:59 »
Freddy Quinn  [smiley=peinlich.gif] (Ich kann nichts dafür aber er hast´s nun mal gesungen. Alternativ kann ich noch Heidi Brühl anbieten)
(B. Sadler; R. Moore; ?)

Irgendwo im fremden Land
Ziehen wir durch Stein und Sand
Fern von zuhaus und vogelfrei
Hundert Mann, und ich bin dabei

Hundert Mann und ein Befehl
Und ein Weg, den keiner will
Tagein, tagaus, wer weisz wohin
Verbranntes Land, und was ist der Sinn?

Ganz allein in dunkler Nacht
Hab' ich oft daran gedacht
Dass weit von hier der Vollmond scheint
Und weit von mir ein Mädchen weint

Und die Welt ist doch so schön
Könnt' ich dich noch einmal sehn
Nun trennt uns schon ein langes Jahr
Weil ein Befehl unser Schicksal war

Wahllos schlägt das Schicksal zu
Heute ich und morgen du
Ich hör' von fern die Krähen schrein
Im Morgenrot. Warum muss das sein?

Irgendwo im fremden Land
Ziehen wir durch Stein und Sand
Fern von zuhaus und vogelfrei
Hundert Mann, und ich bin dabei


Hier noch ein Link zum englischen Text mit Gesang. Achtung er trifft vor Patriotismus.

http://www.brownielocks.com/balladofthegreenberetsWAVE.html
Träume sind nicht Schäume, sind nicht Schall und Rauch,
sondern unser Leben so wie wache Stunden auch.
Wirklichkeit heißt Spesen, Träume sind Ertrag. Träume sind uns sicher schwarz auf weiß wie Nac

Offline Burkhard Ihme

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  • Erschienen im November 2017: COMIC!-Jahrbuch 2018
Re: Kunst & Krieg
« Antwort #51 am: 27. Juni 2007, 07:26:21 »
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Also - sehr überspitzt gesagt: wenn ich jetzt den "Weg zur Arbeit" verändere in zB "Und ich grüsse freundlich/ den Friseurgehilfen Navratil/ der auch bei Bayern München war, oder war es HertaBSC?"
Bei genauer Kenntnis der Geschichte wäre diese Frage (nicht im Kontext des korrekten Kreisler-Zitates allerdings) durchaus von Belang, denn Bayern München war ein jüdischer Verein, der wohl nicht ohne Grund nach der von 1932 so schnell keine Meisterschaft mehr gewann (erst 1969 mit Beckenbauer, Müller, Maier).

Quote (selected)
Wär' ja möglich, dass es noch mehr Verfilmungen davon gibt, keine Ahnung. Auf jeden Fall ein Meisterwerk, in diesem Falle ist der Film sogar fast noch eindringlicher als das Buch, was selbiges aber keinesfalls abwerten soll - im Gegenteil.
Es gibt bisher nur die Verfilmungen von 1930 und 1979 (wenn man das Musical "Not so Quiet on the Western Front" nicht als solche zählt). Für 2009 ist aber eine weitere angekündigt (außer dem Regisseur scheint aber noch nichts fix zu sein).

Quote (selected)
Und es bleibt mmer noch die Frage: Wenn ein zB im Nazideutschland verfolgter Künstler ein reines Liebeslied schreibt, völlig bewusst NICHT im Kontext mit seinen Erlebnissen - und jemand singt dieses Lied dann kommentarlos heute neben einem reinen Liebeslied von einem Künstler, der diese Zeit kritiklos und unbeschadet überstanden hat - und der Künstler singt auch einfach nur diese beiden Liebeslieder hintereinander als Liebeslieder, ohne auf die unterschiedlichen Lebensstationen der beiden Künstler in irgendeiner Weise einzugehen - ist das legitim? "Darf" man das? "Darf" man das dann auch als künstlerischen Abend geniessen, oder "muss" man sich empören?
Darf man "Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehn" als Durchhaltelied der Nazis anprangern und in diesem Kontext verwenden, wenn man doch weiß:

Bruno Balz wurde insbesondere während der NS-Zeit mehrmals Opfer der schwulenfeindlichen Gesetzgebung. So verbrachte er 1936 mehrere Monate im Gefängnis, wurde jedoch unter der Auflage freigelassen, dass sein Name in der Öffentlichkeit nicht mehr in Erscheinung treten durfte (dies mag dazu beigetragen haben, dass er bis heute weitgehend unbekannt geblieben ist). Er musste, um nach außen den geforderten Anschein zu wahren, eine Alibi-Ehe mit Selma, einer linientreuen Frau aus Pommern, eingehen.

1941 wurde er erneut von der Gestapo verhaftet, nachdem er in kompromittierender Situation mit einem jungen Mann ertappt worden war. Nach tagelanger Folter im Gestapo-Hauptquartier in der Prinz-Albert-Straße drohte ihm der Weg ins KZ. Erst die Intervention von Michael Jary, der die von Propagandaminister Joseph Goebbels geforderten Lieder ohne die Hilfe seines Partners nicht zustandebrachte, kam Bruno Balz innerhalb weniger Stunden wieder frei. In den ersten 24 Stunden nach seiner Freilassung schrieb er zwei seiner größten Erfolge, nämlich „Davon geht die Welt nicht unter“ und „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh'n“.

Info aus der Wikipedia

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Ich finde z.B. "Hiroshima" von Wishful Thinking sehr gut, es ist grösstenteils getragen, aber die Leute werden beim "Schmusebacketanzen" aufgeschreckt, wenn der wilde Zwischenteil kommt. Und der Titel drückt ja ganz direkt aus, worum es geht, Hiroshima ist ja ein echtes Schlagwort wie "Tschernobyl", "Tsunami", "Hurricane Katrina" ect.
Aber werden hier nicht auch, wie weiter oben in Bezug auf die deutschen Opfer der Bombadierung durch die Alliierten in höchster moralischer Empörung angemahnt, die Täter zu Opfern gemacht? Japan hat den USA den Krieg erklärt.

Quote (selected)
Hundert Mann und ein Befehl kenn ich leider bloß als ironische Begleitmusik in einem Werner-Film, wo Bruno und Helmut, die beiden Polizisten weit ab von ihrem Revierbereich Werner und seine Kumpels verfolgen...
Der deutsche Texter, Ernst Bader, hat im Kabarett angefangen, was uns hoffen läßt, daß das Lied nicht als Aufruf zur Beteiligung am Vietnam-Krieg gemeint war.
Edith Jeske, die hier gelegentlich mitliest, hat ihn ja gekannt. Vielleicht kann sie uns ihre Einschätzung mitteilen.
« Letzte Änderung: 27. Juni 2007, 08:05:59 von Burkhard_Ihme »

 

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