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Georg Kreisler Forum Georg Kreisler (2010)
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Herzlich willkommen im Georg Kreisler Forum!

Das Georg Kreisler Forum ist dem Werk des Satirikers, Dichters und Komponisten Georg Kreisler gewidmet. Das Georg Kreisler Forum ist ein Fanprojekt, Sie sind also herzlich eingeladen, Informationen zu Georg Kreisler beizusteuern und an den vielfältigen Diskussionen - auch weit über Georg Kreislers Werk hinaus - teilzunehmen.

"Wenn sich wer öffnet, mach' ich doch nicht zu. Noch einmal frag ich: Was sagst Du?" (Georg Kreisler, "Was sagst Du?")



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Zusammenfassung

Autor: Heiko
« am: 06. März 2014, 15:05:25 »

Polittbüro: Die letzten Auftritte von Tim Fischer mit "Das war gut!"

http://www.polittbuero.de/2014/04/16_04.html
Autor: h-j-urmel
« am: 10. Juli 2013, 17:41:02 »

....von Trotha trifft......Tim Fischer. Der TV-Sender Alex brachte ein 30 Minuten-Interview mit Tim Fischer. Natürlich kommt dabei die Zusammenarbeit mit Georg Kreisler zur Sprache. Ist bei You Tube eingestellt. Gute Unterhaltung!
Autor: Bastian
« am: 09. November 2012, 15:41:52 »

Düsseldorf, 17. November: Tim Fischer Premiere von "Das war gut" im Savoy-Theater.

http://www.wz-newsline.de/lokales/duesseldorf/kultur/tim-fischer-im-savoy-theater-eine-grosse-hommage-an-georg-kreisler-1.1147821

Ich kann leider nicht hin, weil ich an dem Tag selbst zwei Auftritte habe. Aber vielleicht treffen sich andere Kreislerianer aus der Region und berichten davon?

Grüße
Bastian
Autor: Alexander
« am: 29. August 2010, 14:16:07 »

Heute (Sonntag 29.8.2010) um 17:05 Uhr in hr2 Radio - Tim Fischer singt Georg Kreisler, Aufnahme vom 21.5.2010 aus Frankfurt am Main

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=20584&key=standard_document_38690787
Autor: Alexander
« am: 17. August 2010, 15:58:54 »

Autor: Alexander
« am: 08. März 2010, 19:44:40 »

Autor: Margarte
« am: 13. Dezember 2008, 13:03:28 »

Tim Fischer singt Georg Kreislers 'Gnadenlose Abrechnung'

„Tim Fischer singt Georg Kreislers ‚Gnadenlose Abrechnung’ heißt das neue Programm. Aber mit wem wird abgerechnet? Das ist nicht sicher, und das ist es eben. Irgendwann fällt der Satz: „Vielleicht liegt Berlin am Ganges und New York an der Elbe“. Man kann in unserer Zeit nie wissen, was auf einen zukommt. Ist Europa wirklich nur eine „Bequemlichkeit der Millionäre“, wie es in einem anderen Lied heißt?

Georg Kreisler, Autor und Komponist des Programms, mutet Tim Fischer hier einiges zu. Aber er weiß natürlich seine Worte in den besten Händen. Wie immer gibt es auch Liebeslieder, aber sie sind von Unsicherheit geprägt, vielleicht war der Vater oder der Großvater ein „Fliegergeneral“, und das hat auf den Liebsten abgefärbt. Vielleicht sollte man vorsichtshalber nur reich heiraten. In einem anderen Lied wünscht er sich auf die ferne Insel Samoa, aber auch das ist keine echte Lösung.

An diesem Abend verzichtet Tim Fischer auf alles schmückende Beiwerk. Keine Kostüme, keine Lichteffekte, keine Band, nur er und Rüdiger Mühleisen am Klavier. Der kleine Mann gegen den Rest der Welt, und die Waffe heißt Musik. David gegen Goliath, atemlos und womöglich auch lächelnd, denn Humor hilft weiter, zumindest eine Zeitlang. Es ist ein Abend, der noch lange in unserer Erinnerung haften wird.“ Georg Kreisler



Autor: Margarte
« am: 24. Oktober 2008, 17:56:17 »

Tim Fischer Newsletter:

Liebe Freundinnen und Freunde,
sehr geehrte Damen und Herren,

im November setzt Tim Fischer seine Tour mit dem Programm „Zarah ohne Kleid“ fort und auch im neuen Jahr wird er mit damit noch in vielen Städten in Deutschland, Österreich und bei einem Konzert in Frankreich zu sehen sein.

Aber schon im Januar wird er mit einem neuen Programm auftreten. Nach der überaus erfolgreichen Zusammenarbeit bei dem Stück „Adam Schaf hat Angst“, für das Tim Fischer 2007 mit dem Rolf-Mares-Preis der Hamburger Theater ausgezeichnet wurde, hat Georg Kreisler einen neuen Abend für ihn geschrieben.

Tim Fischer singt Georg Kreislers ‚Gnadenlose Abrechnung’ lautet der Titel. Mit wem rechnet er ab? Da ist er nicht sicher, und das ist es eben. Irgendwann fällt der Satz: „Vielleicht liegt Berlin am Ganges und New York an der Elbe“. Man kann in unserer Zeit nie wissen, was auf einen zukommt. Ist Europa wirklich nur eine „Bequemlichkeit der Millionäre“, wie es in einem anderen Lied heißt? Wie immer gibt es auch Liebeslieder, aber sie sind von Unsicherheit geprägt - vielleicht sollte man vorsichtshalber nur reich heiraten ...

Georg Kreisler mutet Tim Fischer einiges zu, aber er weiß natürlich seine Worte in den besten Händen. Die Presse nannte es einen „Glücksfall für das Publikum, dass der Autor als Interpreten diesen Tim Fischer gewonnen hat! Denn der folgt ihm bis hinein in die feinsten Verästelungen seiner Texte, präsentiert sie mit Biss und Charme und voll perfekt pointierter Verwandlungs- und Sangeskunst.“ Und so darf das Publikum auch dieses Mal einen Abend erwarten, der noch lange in der Erinnerung haften wird. Premiere ist am 21. Januar 2009 im Kölner Senftöpfchen Theater.

Am Mittwoch, den 29.10.2008, können Sie Tim Fischer um 16 Uhr im MDR-TV in der Sendung „Hier ab 4“ sehen.


Hier folgt nun der aktuelle Tourplan mit Terminen bis in den Mai des kommenden Jahres.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Tim Fischer Team




Tim Fischer Chansons - Postfach 150 427 - 10666 Berlin - www.timfischer.de

TOURNEEPLAN 2008-2009 (November 2008 – Mai 2009 Änderungen vorbehalten)

… 2008 …………………………………………………………………………………………………………………………………………………
07.11.08 19.30 Uhr Z* Detmold / Landestheater 05231-974 803
08.11.08 19.30 Uhr Z Wilhemshaven / Landesbühne 04421-94 0115
09.11.08 19.30 Uhr Z Oldenburg / Staatstheater 441-2225-111
11.11.08 20.00 Uhr Z Iserlohn / Parktheater 02371-217 1819
12.11.08 20.00 Uhr Z Düsseldorf / Savoy 0211-37 30 70
13.11.08 20.00 Uhr Z Mainz / Frankfurter Hof 06131-22 04 38
14.11.08 20.00 Uhr Z Heidelberg / Brahmssaal 01805 700 733
15.11.08 19.30 Uhr Z Bamberg / ETA Hofmann Theater 0951-87 30 30
16.11.08 20.30 Uhr Z Lorsch / Theater Sapperlot 06251-970 538
17.11.08 20.00 Uhr Z Gaggenau / klag-Bühne 07225/13 42
18.11.08 20.00 Uhr Z Trossingen / Konzerthaus 07425-25 141
19.11.08 20.00 Uhr Z Lörrach / Burghof 07621-940 89 11
28.11.08 20.00 Uhr Z Bochum / Schauspielhaus 0234-3333 55 55
04.12.08 19.30 Uhr Z Augsburg / Parktheater 0821-906 22 22
05.12.08 20.00 Uhr Z München / Prinzregententheater 089-811 6191

… 2009 ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………
21.-25.01.09 20.15 Uhr GA** Köln / Senftöpfchen 0221-258 1058
29.01.09 20.00 Uhr GA Linz / Posthof +43-732-7818 00
30.01.09 20.00 Uhr GA Salzburg / ARGEkultur +43-662 848 7840
05.02.09 20.00 Uhr GA Heidelberg / Theater Heidelberg 06221-582 0000
06.-08.02.09 20.00 Uhr GA Stuttgart / Renitenztheater 0711-29 70 75
09.02.09 19.30 Uhr GA Fürth / Comödie 0911-74 93 40
12.02.-01.03.09 20.00 Uhr GA Berlin / Bar jeder Vernunft 030-883 15 82
So 19.00 Uhr
06.03.09 20.00 Uhr GA Wahlstedt / Kleines Theater 04554-2211 / 04554-5745
07.03.09 19.30 Uhr GA Elmshorn / Stadttheater 04121-611 89
08.03.09 20.00 Uhr GA Rostock / Volkstheater 0381-381 4700
10.03.09 20.00 Uhr Z Kiel / Schauspielhaus 0431-901 901
11.-14.03.09 20.00 Uhr Z Bremen / Junges Theater 0421-700 141
17.03.09 20.00 Uhr Z Wien / Theater Akzent +43-1-501 65 336
19.03.09 19.30 Uhr Z Münster / Städtische Bühne 0251-5909 100
20.03.09 20.00 Uhr Z Bonn / Oper 0180-500 1812
21.03.09 20.00 Uhr Z Kaarst / Albert-Einstein-Forum 02131-987 223 / 02131-987 273
25.-26.03.09 20.00 Uhr Z Leipzig / Leipziger Funzel 0341-960 3232
27.03.09 20.00 Uhr Z Chemnitz / Stadthalle/Kleiner Saal 0371-4508 722
28.03.09 20.00 Uhr Z Erfurt / DASDIE Brettl 0361-55 11 66
29.03.09 20.00 Uhr Z Dresden / Schauspielhaus 0351-4913 555
02.04.09 21.00 Uhr GA Hunziken / Mühle Hunziken 0041 31 721 0 721
03.04.09 20.00 Uhr GA Zürich / Kaufleuten +41-44-225 3322
04.04.09 20.00 Uhr GA Winterthur / Casinotheater +41 52 260 5858
05.04.09 20.00 Uhr GA Singen / Kulturzentrum Gems 07731-66 557
18.04.09 19.30 Uhr Z Hagen / Stadttheater 02331-207 3218 / 02331-207 3219
19.04.09 20.00 Uhr Z Osnabrück / Rosenhof 0541-961 46 29
21.04.09 20.30 Uhr Z Darmstadt / Staatstheater 06151- 366 8899
22.04.09 21.00 Uhr Z Mannheim / Alte Feuerwache 0621-33 67 333
23.04.09 20.00 Uhr Z Frankfurt / Neues Theater 069-33 9999 33
24.04.09 20.00 Uhr Z Trier / Tuchfabrik 0651-994 11 88 / 0651-73 456
25.04.09 20.30 Uhr Z Guebwiller /Les Dominicains de Haute-Alsace
Aus Deutschland: +33-389 62 21 83
Aus France: +33-389 6221 82
14.05.09 19.30 Uhr Z Braunschweig / Staatstheater 0531-1234 567
15.05.09 20.00 Uhr Z Oberhausen / Ebertbad 0208-205 4024
17.+18.05.09 19.00/20.00 Z Hamburg / Tivoli 040-3177 88 99

………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………
* Z - Programm Zarah ohne Kleid
** GA - Tim Fischer singt Georg Kreislers GNADENLOSE ABRECHNUNG
Autor: Margarte
« am: 12. September 2008, 01:08:49 »

Kreisler gibt ein Lebenszeichen:

Tim Fischer
„Gnadenlose Abrechnung“

Neue Lieder von Georg Kreisler

Georg Kreisler, Autor und Komponist des Programms, mutet seinem Interpreten einiges zu, denn er weiß seine Worte in den besten Händen. An diesem Abend verzichtet Tim Fischer auf alles schmückende Beiwerk. Der kleine Mann gegen den Rest der Welt, und die Waffe heißt Musik. David gegen Goliath, atemlos und womöglich auch lächelnd, denn Humor hilft weiter, zumindest eine Zeitlang.
Es ist ein Abend, der noch lange in unserer Erinnerung haften wird.
Datum: 21.01.09 - 25.01.09/Köln
Autor: hmmm
« am: 07. September 2008, 18:54:55 »

manchmal reicht es schon aus wenn man 40 oder 60 jährigen wirklich zuhört, um ihren erfahrungshorizont zu erfassen. wenn man sich dafür  nicht zu schade ist, kann man schon früh viel wissen, ohne dabei alt zu sein.

ich will ja jetzt echt nicht zickig rüberkommen, aber es ist jedesmal irgendwie ärgerlich wenn man aufgrund seines alters nicht so ernstgenommen wird, wie andere die dasselbe sagen, aber darüber erst 40 geworden sind...

ok, ich muss los, zu nem kindergeburtstag, aber ich wollte noch was dalassen was gk zur oper geschrieben hat.


konkretluftGeorg Kreisler: Gedanken zur zweiten Oper


Meine zweite Oper habe ich vor einigen Tagen abgeschlossen. Sie wird, wie meine erste Oper, kaum gespielt werden. Die erste Oper wurde fünf Mal in Wien gespielt, und es gibt eine CD bei kip records. Sie heißt: DER AUFSTAND DER SCHMETTERLINGE. Meine zweite Oper heißt: DAS AQUARIUM oder DIE STIMME DER VERNUNFT. Davon gibt es keine CD, und ich nehme an, dass ich sie nie hören werde.

Unter den Opernintendanten, in deren Macht es liegt, meine Opern auf ihren Spielplan zu setzen, gibt es eine Reihe, die meine Lieder schätzen, wie sie mir zu wiederholten Malen versichert haben. Man kennt sich ja, man ist sich im Lauf der Jahre immer wieder begegnet. Aber ein Opernintendant ist unter anderem zu seiner Stellung gekommen, indem er sich bei diversen einflussreichen Kulturbeamten und Politikern beliebt gemacht hat. Sein Spielraum ist begrenzt, so begrenzt wie die Hirne der einflussreichen Kulturbeamten und Politikern. Er will und kann nicht riskieren, dass ihm einer von diesen sagt: „Wozu spielen Sie eine Oper von diesem aufsässigen jüdischen Kabarettisten? Das ist nicht Ihre Aufgabe!” Also schaut sich ein Intendant meine Opern gar nicht erst an. Er riskiert sie nicht. Bestenfalls legt er sich zu Hause eine CD auf und macht sich ein paar schöne Stunden mit meiner Oper. Komische Opern, wie meine, soll man ja womöglich überhaupt nicht spielen, es sei denn, sie wären aus dem vorvorigen Jahrhundert. Seht euch doch die Spielpläne eures Opernhauses an!

Nun könnte ja jemand einwenden: Der Kreisler legt sich da eine Ausrede zurecht, es kommt ihm gar nicht in den Sinn, dass seine Oper schlecht oder unspielbar sein könnte. Dem kann ich nur erwidern, dass meine erste Oper, wie erwähnt, fünf Mal in Wien aufgeführt wurde, jedesmal vor ausverkauftem Haus mit anschließendem Publikumsjubel und mit hervorragenden Kritiken. Der Personenaufwand ist gering, kein Ballett, kein Chor, normales Opernorchester. Aber komisch. Allerdings - ausverkaufte Häuser interessieren die Intendanten nur am Rande. Wichtig sind Subventionen. Kein Intendant kämpft für sein Publikum. Jeder Intendant kämpft für seine Subventionen. Im Sprechtheater ist es nicht anders. Das widerwärtige Regietheater feiert nach wie vor seine Misserfolge. Übrigens fast nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Täglich wird es publikumsärmer, theaterfremder und harmloser. Man wird wahrscheinlich auf eine neue Kritikergeneration warten müssen, die dem Publikum die Augen öffnet.

Ich werde das nicht mehr erleben, denn mich hat schon fast der Schlag getroffen, als ich unlängst im Fernsehen die Oper CARMEN , inszeniert von einem gewissen Herrn Martin Kusej, gesehen habe. Die Thematik dieser Oper ist ja hochmodern, denn es geht gegen das Kleinbürgertum. Die letzten Worte im 2. Akt lauten: "Freiheit! Freiheit!" Und bevor Carmen stirbt, singt sie: "Ich bleibe frei, auch im Tod." Aber all das bedeutet diesem Regisseur nichts, er will seine "Ideen" anbringen, alles andere ist ihm wurscht. Kusej gegen den französischen Klassiker Mallarme. In Deutschland gewinnt vorläufig noch Kusej. Denn das ist nicht wie im Fußball, wo meistens der Bessere gewinnt.

Übrigens: Ich werde mein Ein-Personen-Stück ADAM SCHAF HAT ANGST in Hamburg im Schmidt Theater mit Tim Fischer inszenieren. Die Premiere ist am 13. Oktober. Das Stück wurde schon einmal von Werner Schroeter in Berlin inszeniert, das war so ähnlich wie Kusej oben. Ich habe mein Stück dort nicht wiedererkannt, aber in Hamburg werde ich natürlich versuchen, den Autor Georg Kreisler sprechen zu lassen. Mit Tim Fischer habe ich auch einen hervorragenden Interpreten.
Autor: Anke
« am: 07. September 2008, 16:04:41 »

Hallöchen,

@ hmmm
Quote (selected)
das alter eines menschen sagt wirklich nichts aus über seine lebensphilosophie/erfahrung/weisheit/reflektion oder auch mal emotionalität...übereifer?
kann jeder immer in jedem maß haben
Dann wart's ab, bis du 40 oder 60 bist! Ich hoffe für dich, dass du da doch noch etwas an Lebenserfahrung und Weisheit hinzugewonnen hast.  :D Womit ich deine jetzige keineswegs abwerten will.  :)
Ich finde es sehr erfreulich, dass du dich so für Kunst aller Art interessierst und dich so dafür engagierst.
Und wünsche dir viel Freude am nächsten TF-Konzert.  :)


@ Alexander

Ich würde das dann nicht als "Interpretieren" des Stücks sehen, sondern als andere Darbietungsart, um die Dösköppe da unten besser zu erreichen, im schlimmsten Fall: aufzuwecken. An seiner "Auffassung" des Stücks muss sich dabei beim Künstler selbst m.E. überhaupt nichts geändert haben. Nur an seiner Auffassung des Publikums. :-)

Wenn man z.B. einem Schwerhörigen etwas sagen will, redet man in doppelter Lautstärke. Das heißt aber doch sicher nicht, dass man den Inhalt seiner Mitteilung selber anders auffasst oder möchte, dass ihn der andere anders auffasst, oda?  8-)  Im Gegenteil, damit das Publikum ;-) den Inhalt  halbwegs  wie eigentlich ursprünglich beabsichtigt mitkriegt, muss es der darbietende Schöpfer vielleicht ab und an anders anpacken.

Sicherlich ist es auch möglich, dass er sich manchmal anders fühlt und ein Lied, das er sonst aggressiv vorträgt, versöhnlicher vorträgt. Aber das sehe ich trotzdem nicht als "Interpretieren", sondern als Teil seiner Schöpfung.

"Interpretieren" muss man als Nicht-Schöpfer, weil der Schöpfer sein Werk nur unvollständig zu Papier bringen kann. Die Noten- u.a. Zeichen können es nie 1:1 wiedergeben. Der Schöpfer selber kennt die Lücken zwischen Notenbild und Werkabsicht, und zudem darf er sie jederzeit selber abändern. Er ist nicht einmal dazu verpflichtet, sich an seine - in jedem Fall unvollständigen - Noten und Texte zu halten (was aber aus verschiedenen Gründen ratsam ist).
Wie sollte ein Schöpfer sein eigenes Produkt also "intrepretieren" müssen, um es spielen/singen zu können?  :o

Der Begriff "Interpret" kam wohl in den letzten Jahrzehnten so inflationär auf, als auf den Schallplatten, CDs ff im Zusammenhang mit der Systematisierung und Digitalisierung der massenhaften Kauf- und Verkaufsaktionen gekennzeichnet werden sollte, wer der ausführende (+ interpretierende)  Künstler ist. Schallplatte X: Wer ist der Komponist? Wer ist der Ausführende = Interpret? Das wollte und sollte das kaufinteressierte Publikum erfahren.

Bei klassischer Musik ist das gar kein Problem, da sind ja sämtliche Schöpfer ohnehin tot. :-)

Bei zeitgenössischer Musik wird das problematischer. Was soll die 400-Euro-Datenerfasserin in das Kästchen "Interpret" eintippen, wenn der Schöpfer das Werk selber vorträgt? Und es gibt kein anderes Kästchen, in das der Komponist als Vortragender eingetragen werden könnte. ;-) Dann tippt sie eben dort auch den Komponisten ein - der Programmierer lässt ihr keine Wahl. So wird der Begriff "Interpret" inflationär über alle Musik Vortragenden gegossen. Sozusagen von der praktisch-technischen Seite zum Inhaltlichen.  8-)

Wie gesagt, was mich am "Interpretieren" = Darbieten des eigenen musikalischen Werks so stört, ist die damit implizierte Distanz und Fremdheit zwischen Autor und Werk und die vermeintliche Notwendigkeit, diese Lücke mit Spekulation zu füllen. Denn letztlich ist jede "Interpretation" eine Spekulation, und nur deswegen kann es so viele von ein und demselben Stück geben.

Etwas anderes wäre, wenn der Schöpfer gebeten würde, sein Werk verbal zu deuten. Eine Gedicht- und Musikintrepretaion eben. Dann sollte er etwas darüber sagen. Was aber meines Wissens die meisten Künstler strikt ablehnen.  

So seh ich dat halt, nä.  :)

Sicher, wenn man "interpretieren" im Sinne der Darbietungsweise versteht, dann kann auch der Schöpfer es "interpretieren". Und ein darbietender Nicht-Schöpfer kann ein Musikstück einschl. Lied natürlich nicht nur interpretieren = erspekulieren, um es einigermaßen werktreu hinzubringen, sondern aus seiner eigenen Seele und Empfindung heraus unterschiedliche Darbietungsweisen hervorbringen. Das sind dann aber m.E. nicht wirklich Interpretationen, sondern Projektionen der eigenen Gefühle auf das Werk. (Auch wenn diese Aussage vielen darbietenden Künstlern, v.a. Sängern, möglicherweise nicht gefällt.  8-) )

Lg
Anke
Autor: hmmm
« am: 06. September 2008, 14:01:43 »

hey anke,

deine wissenschaftliche betrachtungsweise gefällt mir, und hat mich dann jetzt hier in ihrer ausführlichkeit wirklich überzeugt. manchmal gehen in der kürze einfach die wirklich gemeinten inhalte verschütt...

wollte deinen beitrag auch nicht niedermachen, sorry wenn ich das getan habe.

ja. richtig gerechnet, ich bin jetzt 21. (aber darüber gibts nix zu schmunzeln:)
denn das alter eines menschen sagt wirklich nichts aus über seine lebensphilosophie/erfahrung/weisheit/reflektion oder auch mal emotionalität...übereifer?
kann jeder immer in jedem maß haben, und nur weil es viele menschen in bestimmten altern gibt die sich ähnlich verhalten, heißt das eben nix.

wenn jetzt der eine oder andere hier geschrieben hätte:" ich hab da mal mit dem georg drüber gesprochen, und der findets echt voll doof was der tim da macht", DANN hätte ich das geglaubt...aber so...?

mir ist schon klar das die meisten hier älter sind als ich, aber deswegen darf ich doch mitspielen...oder:) "kinder", hihi. floskel halt. es tuuut mir leid:)

so. ich werde mir tf im januar nochmal mit dem neuen kreisler programm ansehen. pressetext kling STARK nach ner zusammenarbeit, und weniger danach das da jemand auf teufel komm raus irgendwelche kreisler texte interpretiert. der neue/alte stil ist ja jetzt auch eher weg von den aufwändigen kostümen und der schrillen show, hin zur intimität. hätte ich andere programme von ihm gesehen, hätten sie mir vielleicht auch nicht so gut gefallen...who knows

gruß
Autor: Alexander
« am: 06. September 2008, 11:19:18 »

Hallo hmmm, herzlich willommen im Forum. Ich finde auch, man muss Fischer auf jeden Fall live erlebt haben, um sich wirklich ein Urteil erlauben zu dürfen.

Hallo Anke,

ich finde sehr wohl, dass auch ein "Interpret seiner eigenen Werke" interpretiert. Das muss er sogar zumal live. Wenn man auf Tournee geht, ist man ja jeden Tag anders drauf, vielleicht schleicht sich nach ein paar Tagen ein Schlendrian ein, dem man entgegenwirken muss, ein anderes Mal ist das Publikum extrem "geladen", man kann Extempores einbauen, dann wieder scheinen alle zu schlafen, man muss ungemein ackern um was rüberzubringen, wenn es ein politisches Lied ist kann man (auch spontan) aktualisieren etc. - ich finde, das gehört sehr wohl schon in den Bereich der Interpretation.

Herzlicher Gruß
Alexander
Autor: Anke
« am: 06. September 2008, 09:52:57 »

Hallöchen, hmmm,

über deinen in doppeltem Sinne eingehenden Beitrag musste ich mehrfach schmunzeln. :-)

Zum einen, weil ich mich freue, hier mal wieder einen engagierten und gefühlshaltigen Beitrag zu lesen. Immer nur Infos finde ich langweilig. :-)

Zum anderen, weil du am Ende "Kinders" geschrieben hast und am Anfang, dass du jetzt umma 20 bist. :-) Die meisten hier scheinen mir mehr in der Generation deiner Eltern oder Großeltern zu sein. Und haben Georg Kreisler mit Sicherheit selber auf der Bühne gesehen - und manche hier kennen Kreisler so persönlich, dass es persönlicher nimmer geht.  8-)

Zum dritten, weil du ausgerechnet meinen Beitrag zu der Diskussion erwähnt und bekämpft hast, der bereits von allen anderen hier niedergemacht worden war, nämlich meine Ansicht, dass ein Textautor UND Komponist eines Lieds sein eigenes Werk nicht "interpretiert", sondern halt so darbietet, so wie er das Lied bei Text UND Musik in seiner Wirkung beabsichtigt .

Obwohl ich von allen einschließlich dir niedergemacht wurde, bin ich nach wie vor dieser Ansicht. Denn andernfalls könnte es den Begriff der "Werktreue" kontra "Interpretationen" gar nicht geben. Die Werktreue ist nicht dem reinen Notenbild geschuldet, sondern der ursprünglichen  Wiedergabe- oder Spielweiseabsicht des Urhebers = Komponisten. "Interpretieren" heißt "auslegen, deuten". Es würde gerade dir von dir mit Recht kritisierte Trennung von Urheber und darbietendem Urheber bedeuten, wenn man davon ausgehen würde, dass der Schöpfer sein eigenes Werk erstmal deuten müsste, damit er es vortragen kann.  :o Das genau muss der Urheber als einziger nicht. Er weiß und bestimmt von innen her, was herauskommen soll. Die anderen, die nicht der Schöpfer des Werks sind, müssen interpretieren = deuten, wenn sie die Noten angucken. Und sogar dann, wenn sie den Schöpfer selber hören können - denn einfach "nachmachen" funktioniert gerade bei Gesungenem gar nicht (s.u.).

In Wikipedia steht dazu etwas, sicher in einigen Punkten nicht ganz unanfechtbar, aber in der Tendenz m.M.n. richtig: http://de.wikipedia.org/wiki/Interpretation_(Musik)
Man kann auch viele andere Quellen anschauen - nirgendwo wird in ernsthaften Beiträgen davon gesprochen, dass der Komponist seine eigenen Werke beim Vortragen "interpretiere". Oder würdest du/würdet ihr sagen, dass Chopin seine Werke "interpretiert" hat?

Du schriebst allerdings:
Quote (selected)
nichtmal mehr eine wichtige rolle bei der interpretation seiner texte?
Möglicherweise stammt daher das Missverständnis zwischen mir und euch: Ich sprach und spreche nicht von der Interpretation der TEXTE, sondern der LIEDER. Ein "Lied" enthält für mich selbstverständlich auch die Musik. So könnte man evtl. sagen, ein Liedkomponist interpretiere mit Hilfe seiner Musik seine Texte - soweit ok.
 
Aber wenn er das Lied komponiert hat und es dann singt, dann "interpretiert" er nach meiner festen Überzeugung das Lied nicht mehr, sondern er singt es einfach so, wie er es als Urheber meinte und meint. Ein darbietender Urheber ist m.E. per se "werktreu".

Dagegen spricht m.E. auch nicht, dass ein Urheber das "gleiche" Werk später mal anders darbieten kann. Dann hat er damit das Werk ein wenig abgeändert - was er als Urheber selbstverständlich darf: Es gibt dann eben eine frühe und eine spätere Version davon. Es ist aber nicht eine vom Urheber unabhängige "Interpretation" desselben "Werks".

Es ist dabei egal, ob der Urheber = Dichter+Komponist nur ein paar Tempi, Lautstärken oder Wörter und Noten ändert. Don Giovanni u.v.a. gab's auch in mehreren Versionen - deswegen würde ja wohl niemand behaupten, Mozart habe diese Oper auf mehrere Weisen "interpretiert", oder? Er hat einfach das Werk, seine eigene Schöpfung, verändert, weil er es so besser fand.

Als "Interpreten" bezeichnet man ja genau deswegen diejenigen Künstler, die die dargebotenen Werke NICHT erdacht/komponiert haben, sondern sie lediglich darbieten. Diese Künstler MÜSSEN natürlich "interpretieren" - was sonst bleibt ihnen übrig? Wenn sie die Originalversion(en) des Urhebers gehört haben, können sie sich noch entscheiden, ob sie "werktreu" oder "eigenwillig" interpretieren wollen.
C'est ca.

------------

Kreisler selbst ist m.E. durch nichts und niemanden zu ersetzen. Ich weine mind. 1x wöchentlich in mein Kissen, dass er nie mehr auftreten wird.   :'( Bisher habe ich noch keinen Sänger gefunden, der für mich auch nur annähernd dieselbe Wirkung seiner Lieder erzeugt wie Kreisler selbst. Es ist eben nicht nur der Text oder die Musik, sondern die Persönlichkeit und die Absicht, die dahinterstehen, die die eigentliche Wirkung einer Darbietung ausmachen. Diese drücken sich auch in der Stimme, Stimmführung, Gesichtsausdruck, gesamten Körpersprache usw. aus. Und das kann m.E. gar kein Interpret schaffen, da Kreisler sein persönliches Gift und seine persönliche Galle, die er mit diesen Liedern transportieren wollte, beim Singen rübergebracht hat - das kann ja niemand außer ihm haben.
Oooooohhhh, warum lässt sich die Zeit nicht zurückdrehen ...  :'(

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Ansonsten, was Tim Fischer angeht, gebe ich eher dir recht. Auch wenn er mehr in Richtung "Show" geht als Kreisler: Er hat eine enorme Intensität, er gibt wirklich alles und ist verblüffend vielseitig in seiner Darstellungsfähigkeit. Das finde ich absolut bewundernswert.
Ich empfinde dabei gleichzeitig - wie einige hier auch - eine gewisse Kühle, eine innere Distanz trotz der Intensität. Aber das ist halt seine Art. Wie Kreisler kann er nicht sein, weil er nicht Kreisler ist. *seufz*

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Und jetzt bin ich gespannt, ob und was die anderen hier dazu sagen werden. Hier isses ja sehr ruhig geworden.  ::)

Liebe Grüße,
Anke
Autor: hmmm
« am: 06. September 2008, 02:22:02 »

achso...
ich hab lange drüber nachgedacht..und ich finde nicht das er in eurem revier wildert.
er hat ein programm, das bietet er an, es wird gesehen.
ihr habt auch ein programm, bietet es auch an, es wird von nicht ganz so vielen leuten gesehen. na und?
wer da jetzt mehr chanson ist, und wer da jetzt mehr ein entertainer ist...ist wurscht (schlagersänger fand ich allerdings echt fies)

gut nacht
Autor: hmmm
« am: 06. September 2008, 02:10:41 »

hallo erstmal(um den gehobenen konventionen in diesem forum rechnung zu tragen)
ich habe jetzt wirklich sehr viel zeit investiert und diese diskussion, die sich immerhin über 4jahre hingezogen hat verfolgt...
ich bin auf dieses forum gestoßen, weil ich tim fischer im internet recherchiert habe (und erstaunlich wenig nützliche informationen gefunden habe)
vor ca. 3 jahren, da war ich 17 oder 18, habe ich irgendwo mal ein bild von tim fischer gesehen. weiß nicht mehr wo, oder warum, und auch nicht ob es vorher oder nachher war das meine eltern mir erzählt haben das sie tf mit seinem allerersten programm, damals auch zarah ohne kleid, im kölner schauspielhaus gesehen haben, er war damals 19 oder 20, und das es ein unglaubliches erlebnis war, dass ein so junger mensch ein so großes haus mit seiner bühnenpräsenz(!) so zum knistern bringt.
hatte also noch nix gesehen oder gehört, kann mich aber noch genau erinnern das ich als ich das foto sah sofort wusste das ich das irgendwann mal live sehen MUSS!
wie das so ist, blabla, dauert ne weile, aber letzte woche war ich endlich da. in köln im senftöpfchen, wo geschätzte 200 reinpassen.
zufällig war es ja nun das gleiche programm das meine eltern schon vor fast 20 jahren in den bann gezogen hat, und da ich zu meinen eltern ein ungestörtes, nicht von revolution geprägtes verhältnis habe, und denen so einiges abkaufe, bin ich mit völlig überzogenen erwartungen dahingegangen, hab unfassbar viel hineingelegt in bühnenperson tf, also wirklich UNFASSBAR viel, und wurde wirklich NICHT enttäuscht.
meine mutter hatte vorher gesagt sie würde sich das nochmal ansehen weil er zarah leander lieder singt, und nicht weil sie alles gut findet was er macht. und das kann ich jetzt durchaus nachvollziehen.

ich bin kein ungebildeter mensch und kein kulturbanause. ich gehe in die oper, ins theater, in ausstellungen und konzerte, und bin durchaus in der lage zu sagen ob und warum mir etwas gefällt oder nicht. homosexualität ist für mich nun wirklich nichts per se aufregendes.
ich hab zwar ein intesives verhältnis zur sprache, kann aber keine notenlesen. ich bin reflektiert, und lasse mir alles erzählen und  mich gerne unterhalten. ob das das publikum ist, was sich die damen und herren künstler hier im forum wünschen weiß ich nicht, das müssen sie schon selbst entscheiden.
an der stelle möchte ich nur kurz darauf hinweisen das die diskussion in meinen augen da ihren tiefpunkt erreicht hat wo sich über das tf publikum lustig gemacht wurde. das bedarf ja wirklich eine schier unglaublichen abgehobenheit, und entbehrt vorallem der erkenntnis, das diese damen und herren, wenn sie im richtigen leben nicht zahnärtzte oder ähnliches sind, auf das interesse an ihrer musik von mehr als 10 leuten angewiesen sind.

naja.
ich kann die ansicht nachvollziehen, das tf manch ein lied umarmt/benutzt, zur darstellung seiner kunstfigur, und fand das auch wirklich präzise ausgedrückt. was ich allerdings nicht verstehe ist die aufregung darüber. welchen vorwurf will man ihm machen? jeder hat das recht jeden titel so zu interpretieren wie er es für richtig hält. er draf ihn kopieren, imitieren, interpretieren...und ich denke nicht das dabei irgendwer vergewaltigt wird. wer das selbsbewusstsein hat liedgut in die welt zu setzen hat auch das selbstbewusstsein zu sagen: gefällt mir nicht was du damit machst, aus die maus. ich gehe zumindest davon aus das ein gk das hat.

wer von euch kennt gk eigtl persönlich? tf tuts.
und wer weiß denn so genau das er die interpretationen von tf ganz bestimmt ganz furchtbar findet? wenn das so wäre würde er sich sicher nicht so mit ihm zusammen in der öffentlichkeit präsentieren, das wäre schließlich nicht nötig um tantiemen zu kassieren.

bei der ganzen debatte um ausdruck/interpretation hin oder her, sollten erstmal nur diejenigenm mitquatschen die tf schonmal live gesehen haben. denn so wie ihr selber die interpretation eines chansons oder anderen stückes definiert, muss es ja schier unmöglich sein das aufgrund eines videobandes oder gar einer cd zu beurteilen. tf ist natürlich, und um das zu erkennen muss man kein genie sein, und auch nicht jahrelang debattieren, jemand der menschen mit seinen live auftritten überzeugt. das ist eine gabe die nur sekundär erlernbar ist, und bei der die lehrbuch-interpretation eines chansons wohl weniger essentiell ist als die tatsache das man vielleicht nicht aus einem behüteten elternhaus kommt, und vielleicht schon viel ablehnung erfahren hat, und die vielleicht auch einfach angeboren ist.
tf hat lebenserfahrungen gemacht die es ihm offensichtlich ermöglichen vielen seiner interpretationen, meinetwegen nicht allen, die nötige tiefe zu verleihen. da muss man nicht neidisch sein (zumal ich nicht glaube dass da jemand tauschen will), und auch nicht verzweifelt nach einem weg suchen das auf fachlichem weg für nichtig zu erklären selbst wenn es geht. das würde nämlich  nicht gerade ein ausdruck besonderer größe sein.

ich verehre gk für die schärfe seines blickes und die treffsicherheit mit der er seinen eindrücken ausdruck verleiht. aber ich denke nicht das es nur einen richtigen weg, oder auch nur eine richtige art gibt diese texte zu interpretieren. und selbst wenn, dann ist er in meinen augen nicht der maßstab.

irgendjemand hat geschrieben(keine lust nochmal alles durchzusehen), das man den autor bei der interpration seines chansons außen vor lässt, schließlich stamme es ja von ihm...??? und das erst andere künstler interpretatoren wären. finde ich irgendwie nicht logisch... jetzt spielt der autor, der erst so sträflich missachtet wird nichtmal mehr eine wichtige rolle bei der interpretation seiner texte?

alles in allem ist meine ganz persönliche meinung, das hier der eine oder andere das genre, die kunst, gk und vielleicht auch sich selbst ein bisschen überbewertet.

wie die indi-polizei. "das ist unser chanson. niemand sonst versteht das. der pöbel. frisst alles. tim fischer. mainstream"
fehlt nur noch: wenn das jetzt alle gut finden finde ich das nicht mehr gut...

es ist mein gutes recht zu tf zu gehen, unterhalten, berührt und manchmal zum lachen gebracht zu werden.

wenn ich dann mal ein wort lang nicht auf den text gehört habe, weil ich über seinen ausschnitt sinniert habe, dann ist das auch  mein gutes recht, und dann macht mich das nicht zum banausen. wenn ich will kann ich mir ja auch jederzeit gk ansehen.

für mehr toleranz!

und kinder: singen kann der mann.
Autor: Guntram
« am: 25. August 2008, 15:53:46 »

Ohne Geld gibt es als Aufnahme von GK. Ist auch die Älteste von 1971.

Von den anderen drei Textversionen auf die Melodie gibt es nur Aufnahmen von BP.

... und über die stimmlichen Qualitäten haben wir uns hier schon oft genug ausgetauscht ...

... Ohne Geld ist gesanglich die Beste. Über den Inhalt sei hier keine Wertung abgegeben.
Autor: Burkhard Ihme
« am: 19. August 2008, 20:58:38 »

Es soll vorgekommen sein, daß Topsy Küppers (au ja) oder Barbara Peters (na ja) Kreislers Lieder gesungen haben.
Autor: urmel
« am: 19. August 2008, 17:48:03 »

Quote (selected)
Klingt aber deutlich besser wenn er selbst singt.
Ohne Geld
Ohne Krieg
Ein Offizier

Werden diese Lieder von anderen Interpreten gesungen oder wie ist dein Satz zu verstehen?
Autor: Guntram
« am: 19. August 2008, 16:15:40 »

Die Melodie zu "Nur kein Jud" hat GK öfters recycelt.

Ohne Geld
Ohne Krieg
Ein Offizier

Klingt aber deutlich besser wenn er selbst singt. ;)
Autor: Peter Silie
« am: 15. August 2008, 23:50:22 »

Hey! Ist mir auch entgangen bislang, dieses Lied.
Hammerhart, wenn ich so sagen darf.
Gefällt mir sehr gut.
Assoziiere den Text spontan mit "Amstetten".
Autor: susi
« am: 13. August 2008, 23:43:07 »

Nicht gerade eines seiner allerbesten Lieder wie ich finde. Zu Recht eher unbekannt geblieben wie viele Lieder aus dieser Zeit.  Und redundant ist es auch. Zu diesem Thema hat er selbst schon besseres geschrieben.
Auch das "Nur kein Jud" stammt aus dieser Phase  und das ist auch ein eher schwaches Lied.
Autor: Margarte
« am: 13. August 2008, 19:32:37 »

Wenn das mein Vater wüsste

Georg Kreisler


Siehst du dort die vielen schwarzen Leute,
in ihren Taschen Heroin?
Sie nehmen uns're Fraun als ihre Beute,
bevor sie lachend heimwärts ziehn!
Heimatland, Heimatland,
wo kommen diese Leute her?
Heimatland, mein Heimatland,
ich kenne dich nicht mehr!

Wenn das mein Vater wüsste,
er wäre lichterloh.
Er wüsste, was ich dringend müsste,
und ginge sofort mit mir aufs Klo.
Wenn das die Mutter wüsste
In ihrem Kämmerlein,
sie zöge mich an ihre Brüste
tief in ihr Bett hinein.

Eines Tages werden wir uns wehren,
wir sind schon heute kampfbereit!
Denn wenn sich die Ausländer vermehren,
dann sind bald wir die Minderheit!
Heimatland, Heimatland,
wenn dich auch Feinde rings bedrohn,
Heimatland, mein Heimatland,
ich bleib dein treuer Sohn.

Wenn das mein Vater wüsste
in seiner rauhen Art,
wie der mich naß und saftig küsste
durch seinen dichten Bart.
Wenn das die Mutter wüsste
in ihrem Kabinett,
sie kriegte nochmals ein Paar Brüste
in ihrem heißen Bett.

Einen hab ich heute früh erstochen,
ich glaub, es war ein Jugoslaw.
Der wird uns jetzt nicht mehr unterjochen!
Ich fühl mich deutsch, ich fühl mich brav.
Heimatland, Heimatland,
ich laß dich nie mehr so lange im Stich.
Heimatland, mein Heimatland,
ich bin so stolz auf dich.

Wenn das mein Vater wüsste,
ich wär für ihn ab jetzt ein Mann.
Ich hätte allerlei Gelüste,
die er mir zeigen kann.
Wenn das die Mutter wüsste,
dann wär mit uns was los!
Ich stünde hoch auf ihrer Liste
und tief in ihrem Schoß.
Sie würde sagen: Junge, Junge,
du machst mir viel Plaisir,
und führ mit ihrer dicken Zunge
irgendwohin auf mir.
Autor: Margarte
« am: 13. August 2008, 19:29:43 »

"Fürchten wir das Beste" / Georg Kreisler (1997)