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Zusammenfassung

Autor: Eric
« am: 14. November 2005, 18:18:08 »

Quote (selected)
6. Das Wiegenlied
 
Oi weh, hier bin ich Hin- und Hergerissen. Einerseits labt man sich hier an der großartigen Stimme Sandras und des vorzüglichen Klavierspiels von Jochem.
 
Wenn da nur nicht das Problem wäre, dass ich den Chanson selbst nach 10maligem Hören nicht verstehe.   3 Köpfe???? Häää? Tut mir Leid, da stehe ich wohl auf der Leitung.  

Also grad heute stieß ich über die Zufallswiedergabe meines MP3-Players mal wieder auf diesen Chanson. Er kommt selten, denn er macht ja nur 3 MB von 20000 oder so aus.  ;)
Also ich muss damals ja ziemlich auf der Leitung gestanden haben. Spätestens nach Sandras kurzer Erklärung zum Thema muss ich sagen, dass mich dieser Chanson sehr tief berühert. Das passiert manchmal, dass man sobald man den Hintergrund kennt urplötzlich alles ganz anders empfindet und aufnimmt...

Es ist wirklich ein sehr ergreifender Chanson! Da sprechen wirkliche Emotionen, ich mag sowas.  :D
Autor: Andrea
« am: 22. August 2005, 01:01:23 »

;D ;D
Autor: Sandra
« am: 20. August 2005, 16:50:50 »

Kicher  ;D
Autor: Maexl
« am: 20. August 2005, 14:50:01 »

Autor: Sandra
« am: 20. August 2005, 11:21:07 »

Das ist aber eine sehr süsse und freundliche Kritik, und ich danke Dir, dass Du Dir soviel zeit genommen hast.

Ein paar Fragen kann ich beantworten: "mein Mann will mich verlassen" ist drauf, weil ich bei den Shows immerimmerimmerwieder gefragt wurde, ob ich nicht das Lied auf einer CD habe.

Die meisten Lieder - Rondo, zB, auch "Anfang und Schluss" (die ich sehr mag, aber ich schätze, das ist vielleicht auch eine Altersfrage) - sind drauf, weil es eben die Lieder sind, die es noch nicht von GK auf Platten gibt. Und das war ja das Ziel - das zweite Ziel der Platte war, dass ich das Programm nicht mehr so oft spielen muss, weil es ja jetzt die CD gibt.

Mit dem "Lied über gar nichts" bin ich auch nciht glücklich. Wir hatten es vorher nie gemacht, Jochem war krank bei den Aufnahmen (Du solltest ihn spielen hören, wenn er gesund ist!) und ich wollte aber das Lied unbedingt drauf haben, weil ich es so mag. Aber man soll Chansons erst mal ne weile live spielen, bevor man sie aufnimmt: Ich würde es heute ganz anders machen.

Ich hab den Besten - richtet sich gegen Werbung im Allgemeinen.
(Die Mod die ich im programm nachher habe, ist: "heute hat jeder den Besten, den Schönsten, den Grössten (?).... etc)

Die Wiegenlied ist eine seiner berühmteren Nummern, und er hat es immer so als Verblödelung der schubertschen Schmalzlieder gemacht, als schwarzhumorige Lachnummer. Ich fand die Nummer immer schon ernst: für mich ist es einfach ein Liebeslied eines Vaters an sein behindertes Kind - wobei die konkrete Art der Behinderung im Dunkeln bleibt, und abstrakt beschrieben ist. Zeigt für mich, dass Schönheit immer nur im Auge des Beschauers liegt, und Liebe nicht berechenbar ist.
Meine grösste Trauer beim Wiegenlied ist, dass Jochem krank war - und das Klavier nicht mochte. So spielt er bestenfalls ein Drittel von dem, was er normaler Weise beim Wiegenlied fabriziert - er spielt es bei Shows oft so schön, dass ich eine Gänsehaut kriege. (Ich habe ihn ernsthaft schon mal gebeten, nicht ganz so schön zu spielen, weil ich mich sonst nicht mehr auf meine Darbeitung konzentrieren kann - wirklich!) Und so spielt er es zwar immer noch hinreissend - vor allem im Vergleich zum Georg - aber eben: ich kenn es noch viel viel schöner.

Politiker ohne Liebe - gehört auch nciht zu meinen Lieblingen, DAS ist mir zu eindimensional, zu kabarettistisch (Geschmackssache) - aber auch danach wurde erstaunlicher Weise immer wieder gefragt - und wir wollen die CD ja verkaufen...

Meine F,Deine F und die "Kneipe"gehören zusammen - ist im Original auch so. Und gehören zu meinen Lieblingsnummern.

Klar ist unser Guntram gemeint! (danke übrigens, Guntram, für die CDS!!!!)

Du gehörst zu den sehr wenigen, die gerade "Die party" als so "eins zu eins" ansehen - die Meisten finden die Nummer eher schräg.
Ich finde im übrigen, dass es schon bei vielen Liedern auf der CD relativ verständlich ist, dass GK sie nicht auf platte genommen hat, aber sie sind nur im Vergleich zu SEINEN anderen Nummern nicht sooo great -  im Vergleich zu dem, was so landläufig rumkreucht und fleucht sind sie allemal toll. Und Wert, unter die Leute gebracht zu werden.
Bei der U-Bahn allerdings glaube ich, dass nicht die Schwäche der Nummer, sondern ihre Lieblichkeit den Weg zur Schallplatte verstellt hat. Und die mag ich auch sehr. hab allerdings eine Strophe rausgekürzt, die ich schwach fand, und der Nummer - durch Länge - abträglich.
Philosophie - ein Publikumsrenner, nicht mein Liebling.

Und die "Stille": Das sind zwei Kompositionen von Roger Stein, "Tribute to JC 4'22"
John Cage hat eine Komposition, die heisst 4'22, da ist das Orchester still - die Musik ist das husten und rascheln im Zuschauerraum.
Und roger hat das als Hommage erweitert: die Musik ist, was der CD Hörer zu Hause macht. Er soll sich selbst zuhören.
Damit ist natürlich auch ein Drittel der CD  nicht von GK - und das verändert die Tantiemenzahlungen.
Durch einen Bedauerlichen Fehler  ;D ;D  sind die Kompositionen von Roger zwar bei der AKM-Liste angegeben, scheinen aber nicht auf dem Cover der Platte auf.

Und das Wort heisst "schleissig" - von etwas verschleissen, verschlissene Warre - abnützen, abgenützt, zu dünner Stoff etc.
Autor: Eric
« am: 20. August 2005, 10:56:49 »

Was ist das nur für ein Mensch, dieser Kreisler? Wie kann einer allein nur so konsequent gegen den Rest der Menschheit arbeiten? Ich verstehe ihn nicht.

Sandra hat mir diese Woche ihre CDs gegeben, gestern abend war als Érstes die KsK dran, sozusagen als Betthupferl.  ;)

Der erste Eindruck war schonmal äußerst positiv. Die Covergestaltung wirkt sehr ansprechend und dezent, versucht sich nicht in den Vordergrund zu drängen.
Öffnet man das Booklet, so findet man darin eine  lange Stellungnahme zum Thema "Warum singt Sandra Kreisler GK-Lieder?" mit herber Kritik an den Medien.

Für mich persönlich wäre es wünschenwert gewesen, die Texte im Booklet abgedruckt zu haben. Das ist aber kein Muss und das Fehlen jener Texte beeinflusst die Hörqualität der CD keinesfalls.

Jetzt aber zum Wichtigsten: Die CD selbst.

1. Anfang

Der Anfang ist wohl nicht ganz s gut ausgewählt. Auch wenn der Titelname ohne Zweifel passt wird man von einer eher schwülstigen, zähen Nummer "begrüßt". Das mag aber durchaus Geschmackssache sein.

2. Ich will mich nicht mehr benehmen

Großes Lob an die Sandra für diese Nummer!!! Dieser Song reißt die unvorteilhafte Stimmung des "Anfang" wieder raus - ohne Frage.
Dieser Chanson ist erstklassig interpretiert, mitreißend und macht einfach Spaß! Er spricht wahrscheinlich den Meisten von uns aus dem Herzen und schafft es deshalb direkt in meine Favoritenliste.

3. Freiheit ist die Kneipe nebenan

In diesem Chanson gefällt mir vor Allem der Pianist. Sein Anschlag ist sehr angenehm, das Klavier schön hell abgemischt.... Insgesamt eine sehr hochwertige Aufnahme und keineswegs "schießig" (ODer wie hieß das nochmal?  ;D)

Genial an dieer Stelle auch der Fluss der CD, nahtlos gelangt der Zuhörer zum nächsten Chanson:

4. Meine Freiheit, deine Freiheit

Die Interpretation dieses Chansons gefällt mir nicht ganz, es ´klingt recht mathematisch vom Rythmus her. Das ist sicherlich bewusst so gemacht, naja... Ich kann diesem Chanson selbst nicht so viel abgewinnen. Auf meiner CD wäre er gar nicht erst drauf gelandet. Also: Geschmackssache, eindeutig.

Was mir sehr positiv auffällt ist Sandras angenehme, wandlungsfähige Stimme. Diese kann jenen Chanson gut retten.

5. Lied über Garnichts

Die Interpretation dieses Chansons ist wieder absolut gelungen! Vielleicht ist er etwas schnell geraten. etwas langsamer hätte ein büsschen von der Naivität des Songs profitiert / sie unterstützt.
Trotzdem gefällt es mir super! Das sind ja persönliche Vorlieben, die ich hier in's Spiel bringe. Sicher werden das viele anders sehen. Ist ja aber nichts Gravierendes.  :D

6. Das Wiegenlied

Oi weh, hier bin ich Hin- und Hergerissen. Einerseits labt man sich hier an der großartigen Stimme Sandras und des vorzüglichen Klavierspiels von Jochem.

Wenn da nur nicht das Problem wäre, dass ich den Chanson selbst nach 10maligem Hören nicht verstehe.  :-/ 3 Köpfe???? Häää? Tut mir Leid, da stehe ich wohl auf der Leitung.

7. Der Mensch ist gut

Wie macht die Sandra das bloß? Der Chanson ist wiedermal in einer atemberaubenden Geschwindigkeit, Trotzdem bleibt die Intonation sauber und das Gesagte verständlich.

Klasse Interpretation, sehr liebevoll produziert. Sehr gut, Sandra!!!!

8. Rondo (Einmal im Mai)

Das hier einzubauen ist wohl ein kleiner gag zur Auflockerung, so in der Mitte drinnen. Eigentlich scheint uns dieser song nicht wirklich was sagen zu wollen. Er lockert trotzdem auf und treibt einem das Schmunzeln in's Gesicht.  ;)
Irgendwie erinnert "Rondo" mich an einen Chanson von Otto Reutter. Da gibt es auch einen (dessen Name mir gerade entfallen ist), der ähnlich aufgebaut wird. Wenn ich den wieder finde, dann schreibe ich das noch hinterher.

9. Ich hab den Besten

Eine Knobelufgabe für den Hörer, wenn es auch irrelevant sein mag für uns: Sie hat den Besten WAS?
Aber genau das ist ja der Effekt, den es haben soll. ´(Oder etwa nicht?)

10. Die ewige U-Bahn

Super Sandra!!! Auch wieder ein Favorit für mich. Reden wir es nicht tot, geniale Nummer!!!

11. Party

Na was hat der GK denn da fabriziert? Kannte diesen Chanson bisher nicht. Das liegt sicherlich daran, dass dies (für mich persönlich) auch kein wirklich schöner Chanson Kreislers ist. Die Message ist direkt und klar. Genau DAS bin ich nicht gewöhnt von Kreisler und genau DAS ist es, was ich an Brecht immer zu kritisieren habe. Naja, schade um den Platz auf der CD. (Nichts gegen Dich, Sandra! Es geht mir nur um GKs Werk, das mir nicht gefällt.)  

12. Es wird alles wieder gut Herr Professor

Jawoll! Wiedermal ein Volltreffer!!! "Schau'n Sie meinen Guntram an".  ;D Eine Hommage an unseren Guntram? War auf jeden Fall sehr überrascht, gefällt mir gut.

13. Philosophie

Ja wiedermal ein Volltreffer!!! Einfach herrlich diese Nummer. Sowohl Sandra als auch Jochem in Höchstform!!!

14. Mein Mann will mich verlassen

Einfach Kult, naja... Etwas ausgeleiherter Chanson an sich vielleicht. Ist auf jeden Fall wieder so ein kleiner Gag auf der CD, ein Schmankerl ohne Frage.

Doch eine Frage: Warum ist "Mein Mann will mich verlassen" auf dieser CD gelandet? War nicht das Ziel gewesen, die unbekannten KReislerchansons zu präsentieren? EGAL. Die Nummer ist super gemacht.
Zum Schluss lachen Sandra und der Hörer um die Wette. Rundum gelungen!

15. Angst

Sicherlich kein schlechtes Lied. Es reiht sich so im vorderen Mittelfeld ein, nicht das Beste aber trotzdem gut.

16. Politiker ohne Liebe

:D Ich liebe die "Liebeslieder am Ultimo". Nur die Interpretation... Einen neuen Weg sucht die nicht. Kommt der GK-Interpretation sehr nahe. Diesen Chanson wünsche ich mir etwas aufgefrischt und originell arrangiert auf dem OMQ. Wenn du magst kann ich mich gern mal daran probieren, Sandra?

17. Vorletztes Lied

Gute Titelwahl in diesem Falle wieder! Die Interpretation st sehr ergreifend. Schöne Akkorde. Ganz nach meinem Geschmack!

18. Schluss

Ja also, all in all sorgen "Anfang" und "Schluss" für einen grandios runden Gesamteindruck. (Auch wenn ich die beiden Lieder nicht als Bevorzugte bezeichnen würde.)

19. Stille

(Das war sicher nicht beabsichtigt)

20. Stille

(Das war sicher auch nicht beabsichtigt?)
-----------------------------------------------------------------------

Fazit:

Mit KsK hält man eine durchaus runde und sinnige CD in den Händen. Auf ihr finden sich einige Sachen für Liebhaber aber auch "Allgemeingängiges". Für Kreislerneulinge kann ich diese CD nur bedingt empfehlen, da Sandra ihren eigenen Stil durchzieht. Wer sich also ein Bild von GK machen will, der sollte zu GK-eigenen CDs greifen.
Wer allerdings davon "fort geschritten" ist, der wird diese CD lieben. Sandra Kreislers Stimme ist grandios, ihre Interpretationen meist frisch und stimmig.

Die Titelauswahl finde ich nicht immer nach dem CD-Motto gelungen. Es finden sich nicht nur unbekannte Chansons Kreislers auf der CD, allerdings kennt man die Meisten tatsächlich noch nicht. Teilweise mag die Unbekannheit einiger davon daran liegen, dass sie sich ganz anders anhören als die allgemein hin bekannten Kreislerchansons. Einige gehen durchaus in's Ohr (z.B. "Die ewige U-Bahn"), andere hört man und vergisst sie besser gleich wieder (z.B. "Ich hab den Besten")

Man hört dass sehr viel Zeit und Liebe in die CD gesteckt wurde. Die Abmischung Rogers ist sehr klar, das Cover sehr sorgfältig hergestellt.
Sandras Stimme und Interpretationen wissen immer wieder zu überzeugen und mit Jochem Hochstenbach an ihrer Seite hat sich da ein großartiges Team gefunden, von dem man gern noch mehr hören will.

Danke für dieses Hörerlebnis, Sandra!
Autor: Sandra
« am: 19. Januar 2005, 20:38:32 »

Nuja, starkes Interesse würd ich das nicht nennen. Er kriegt ne CD von mir geschickt, mein Agent fragt ihn Monate später, ob er sie gehört, und wie sie ihm gefallen hat, und er sagt: Ihre Stimme klingt kalt und die CD ist schleissig (unsauber) aufgenommen, weil man an einer Stelle noch Lachen hört.

Autor: Adi
« am: 19. Januar 2005, 19:32:56 »

Was meinte er denn mit "schleissig"? Ich kann mir unter dem Wort nichts vorstellen.
Aber GK hat dann offensichtlich doch ein starkes Interesse an Dir!
Autor: Sandra
« am: 19. Januar 2005, 18:07:48 »

*honigkuchenpferdgrinsen*
Das tut gut, an einem Tag soooo gelobt zu werden!!
Und, schön, dass es so genau ist, und auch konstruktive Kritik beinhaltet - das freut mich ganz besonders.
Nur zum Beispiel:
Quote (selected)
Der Schluss des Liedes ist ungewöhnlich und befremdet etwas (Lachen und Pianistenstimme), weil es das einzige Mal auf dieser CD ist, dass die Interpreten derart "aus der Kunst treten".

Das ist Natürlich klug erkannt, auch "was es ist" nämlcih Jochems stimme. (GK hat meinem Agenten wegen der Stelle gesagt, es sei schleissig aufgenommen *gg*)
das hat natürlich eine Geschichte: Mein Mann will mich verlassen ist die Nummer, die natürlich nie fehlen darf, der ablsolute Renner bei jedem programm - und wir haben's einfach schon viel zu oft gemacht. (Obwohl Jochem jedes mal was neues beim Spielen einfällt!!)
Es ist schon SEHR abgenudelt. Schon Topsy hat dieses Lied für ihren Geschmack "zu oft" gemacht - und wir nehmen's einfach nur noch als Scherz. Es ist auf der CD, weil es eben soooo viel verlangt wird... Aber: es ist privat, inzwischen.
Und das mit der "Geschichte" auf der ganzen Cd stimmt auch teilweise - das wird im Programm noch deutlicher, da hat der zweite Teil ganz klar eine Geschichte. Ich meine ja, obwohl das niemand beim ersten hören und an einem Theaterabend mitkriegen kann, ist der zweite Teil genau deshalb so gut gelungen, weil er eine Struktur hat, die mehr ist, als nur: welches Lied passt als nächstes. Aber es freut natürlich besonders, wenn's dann doch jemand mitkriegt.....
Autor: Alexander
« am: 19. Januar 2005, 13:08:01 »

Meine Meinung zur CD "Kreisler singt Kreisler" (gestern das erste Mal ganz gehört):

Ich finde es gut, dass es diese CD gibt. Diese Lieder und Interpretationen sind es unbedingt wert, akustisch festgehalten zu sein. Für mich stellt die Zusammenstellung einen großen, in sich geschlossenen Bogen dar. Das ergibt sich natürlich aus dem ersten und letzten Beitrag, aber auch die Inhalte vieler Lieder fügen sich für mich zu eben diesem großen Ganzen. Auf mich wirkt diese CD wie ein Liederzyklus.
Ich habe Georg Kreislers Art Lieder zu schreiben durch "Heute abend ... Lola Blau!" kennen gelernt, das ich 1997 im Wiener Theater Pygmalion begleiten durfte. Für mich gibt es seither bei vielen Liedern Deja-vu Erlebnisse. Er hat nun mal seine Musiksprache, und wie bei jedem anderen Komponist findet sich diese und jene Wendung anderswo wieder. Das stört mich überhaupt nicht, ganz im Gegenteil, ich finde es sympathisch familiär.
Seine Texte regen mich zum Nachdenken, zum Weiterdenken an. Grundsätzlich tu ich mir bei CDs mit Liedern von Kreisler schwer, alles in einem durch zu hören. Man kann sich an jedem Lied festhalten. Bei "KsK" musste ich auch öfter unterbrechen. Man tut sich leichter, das eine oder andere Lied für sich nachwirken zu lassen.
"Anfang" und "Schluss" gehören für mich musikalisch und textlich zu Kreislers schönsten Eingebungen (aber da muss ich noch viel kennen lernen). Gegenüber Georg Kreislers eigenem, oft "genial-zweckdienlichem" Klavierspiel überrascht Jochem Hochstenbach mit vollgriffig-weichem, raumfüllendem Klavierspiel. Von diesem Pianisten wünsche ich mir eine Klavier Solo CD (am besten live im Großen Musikvereinssaal eingespielt - Träumen wird man ja dürfen), lauter Improvisationen oder Liedbearbeitungen ...
"Anfang" und "Schluss" kann ich mir auch gut orchestral vorstellen. Sandra singt wunderbar zurückhaltend, mit "wissendem" Unterton.
Das zweite Lied "Ich will mich nicht mehr benehmen" hat was Pubertäres oder 68er-haftes für mich. Wie gut passt es also unmittelbar nach dem ersten Lied! Ich assoziiere: Auf dieser CD werde ich ein Leben mitleben. Die Titel 3 und 4 mit dem Thema "Freiheit" schließen thematisch genial an. Mich fasziniert die Art, wie sich Sandra in jedes Lied einfühlt, wie sie nie nur "absingt", sondern wie wichtig ihr jede Nuance ist. (Nicht alles gefällt mir, aber alles hat meiner Empfindung nach "Hand und Fuß".) Und ich liebe im Lauf des Hörens immer mehr Jochems Klavierspiel. Einziger "Schönheitsfehler": Manchmal umschlingt das Klavier die Stimme so stark, dass diese etwas verschwindet in den Weiten des Pianosounds. Ich hätte die Stimme manchmal deutlicher herausgestellt. (Ich höre CDs meist mit Kopfhörern. Und selbst da versinken einige Wortwendungen von "KsK" im Klavierklang.)
Beim "Lied über gar nichts" habe ich zwei Assoziationen: Aus Leonard Bernsteins "Wonderful Town" den "Wrong Note Rag" (musikalisch) und "Das Lied" zum selben Thema von Krista Posch (aus ihrer CD "Erogene Zone").
Ganz meine Welt ist das "Wiegenlied". Wieder eine ganz wunderbare Melodie, und ein Lied, das ja eigentlich ein Vater singen sollte. Finde ich aber auch in Sandras Interpretation glaubwürdig.
"Der Mensch ist gut" passt für mich zur "Gutmenschendiskussion" der Jetztzeit.
Das "Rondo" spielt mit der Technik der "10 kleinen Negerlein". Mehr als Sprachspiel denn inhaltlich interessant.
"Ich hab den Besten" muss man von Sandra live gehört haben. Da kommt es noch intensiver rüber. (Die CD ist sehr gut. Aber man MUSS Sandra auch live gesehen und gehört haben! Das gibt noch mal eine eigene Dimension. Ich hatte z.B. in Aalen das Vergnügen ...)
"Die ewige U-Bahn" ist mein drittes Lieblingslied der CD. Und das singt Sandra nun wirklich wunderbar.
"Die Party", nichtssagender Smalltalk - leider kann ich da nicht mitreden, weil ich solche Partys prinzipiell meide. Erst recht nach diesem Lied!
Für einen Wiener speziell (in Wien wird man ja gerne und meist h.c. Professor) ist das Lied "Es wird alles wieder gut, Herr Professor" besonders vergnüglich. Danke für dieses Kleinod der Liedkunst und für diese dezidiert den Ton treffende Interpretation!
Ich mag auch sehr das längste Lied der CD "Philosophie". Das ist aber eines der Lieder, die ich mehrmals hören muss, um "alles mitzubekommen".
Ein Hit ist ja dann "Mein Mann will mich verlassen". In diesem Fall schätze ich mich glücklich, allein zu leben, als sogenannter "Single". Nach dem Lied hebe ich mir die Träume von einer dauerhaften "glücklichen" Beziehung gerne wieder mal für später auf. Speziell die von der Desillusionierung nach einiger Zeit. Der Schluss des Liedes ist ungewöhnlich und befremdet etwas (Lachen und Pianistenstimme), weil es das einzige Mal auf dieser CD ist, dass die Interpreten derart "aus der Kunst treten". Nimmt man das Lied für sich (und nicht im Kontext der ganzen CD), passt es aber.
"Die Angst" als Urmotivation z.B. der Polizei - das Lied macht mich sehr nachdenklich. Schließlich basiert ja die ganze Weltpolitik auf Angst. Für mich ein thematisch ganz wichtiges Lied! (Wolfgang Ambros hat ja die Problematik des Polizistendaseins wienerisch simpler eingefangen: "Du bist a Polizist und i waaß net, warumst es bist ...")
Nachdem ich zuvor "Literarisches und Nichtarisches" gehört habe, setzt "Ein Politiker hat keine Liebe" für mich den "Ticker" fort.
Sehr reizvoll auch die Thematik des "Vorletzten Liedes", für mich fast ein Plädoyer in Richtung Nihilismus.
Ich behaupte: diese CD ist ein Kunstwerk. Sandra Kreisler und Jochem Hochstenbach haben auf künstlerisch höchstem Niveau versucht, das Grundmaterial in ihre Sprache, auf ihre Weise umzusetzen. Es wäre unendlich schade, würde es diese CD nicht geben.
Autor: Guntram
« am: 18. Oktober 2004, 07:12:12 »

@Nase

Ich habe eine weile gebraucht bis ich drauf gekommen bin und wirklich erst der Vergleich mit dem Original hat bei mir den Groschen fallen lassen.
Autor: Nase
« am: 15. Oktober 2004, 17:17:04 »

Guntram, vielleicht ist das des Nagels Kopf!!

Ich hab geschrieben, dass ichs zu schnell finde und so ists noch immer. Aber es wär glaub ich nicht so tragisch, wenn das Lied sich mehr zu einer Seite bekennen würde (jidd./hochd.)

Im Gegensatz zu Christian finde ich gerade, dass das bled u.ä. Stellen unauthentisch rüberkommen, wenn nicht das ganze Lied gejiddelt wird.
Autor: Andrea
« am: 15. Oktober 2004, 04:03:50 »

Freut mich, dass du auch schon von der Sandra-Kreisler-CD-Sucht befallen bist. Ich trage ja immer mindestens eine davon mit mir 'rum.
Für mich könnte das Lied "Ein Mann will mich verlassen" ruhig ein Bissel jiddischer sein - weil ich's in dieser Version einfach schon so lange kenne. -  
Autor: christian
« am: 15. Oktober 2004, 03:44:18 »

Also, erstmal muss ich sagen, dass ich die CD wirklich fantastisch finde! Ich find einige georg kreisler lieder wesentlich - sagen wir interessanter und auch etwas moderner - interpretiert, als von georg selbst. Die stücke sind gut gesungen, gut gespielt und hervorragend interpretiert. Die cd macht glaube ich sogar süchtig!

Das einzige, was ich wirklich ein bisschen "bled" finde, eigentlich eher schade in diesem fall, ist dass die cd nicht  von einem größeren label vertrieben wird, und von daher wahrscheinlich eher einem kleineren publikum zu ohren kommt.

Quote (selected)
@Sandra
Wie ich geschrieben, wenn hochdeutsch, dann durchgängig hochdeutsch, ich finde in der jetzigen Form passen nicht alle an manchen Stellen vorhandenen jiddischen Begriffe/Wortformen rein. Aus dem Gedächnis, ich glaube du singst "bled", dann schon "blöd". An manchen Stellen ist problematischer wegen dem Reim. Aber dann ist es glaube ich stimmiger.


Ich glaube, die geschmäcker sind verschieden:
Natürlich ist mir das "bled" auch aufgefallen, aber mir hat's gerade gut gefallen, weil es etwas autentisches hat, in das mileau der lieder passt, und ich es absolut erfrischend finde, wenn jemand zwischendurch bei reimen (auch wenn's nicht reimtechnisch nötig ist) dialektformen einbaut - wie georg k. ja übrigens auch an so einigen stellen...
Autor: Sandra
« am: 13. Oktober 2004, 13:01:26 »

Ich find, leider, dass mir bei der Nummer die Aufmerksamkeit abgebröselt ist: sie ist runtergeratscht. Liebloser gemacht, automatischer.
Autor: Guntram
« am: 13. Oktober 2004, 11:20:58 »

Aus irgend einem Grund ist es mir bei der Nummer sofort aufgefallen das was, für mein hörempfinden, nicht stimmig ist. Ich weis nicht ob nur ich das so empfinde. Bei allen anderen Liedern hört es sich für im ok an.  :D :-*
Autor: Sandra
« am: 13. Oktober 2004, 11:06:19 »

Das mag sein. Bled ist allerdings auch wienerisch - wie viele der Ausdrücke, die deutschen jiddisch vorkommen können, im wienerischen ganz normal sind. Aber natürlich, ich hätte es auch radikal eindeutschen können - ich fand halt, eine sanfte korrektur reicht, damit es nicht zu sehr rausfällt. Der ganze Gedankengang ist ja wienerisch-jiddisch. Allerdings nicht nur in der Nummer... ;)
Autor: Guntram
« am: 13. Oktober 2004, 08:12:39 »

@Sandra
Wie ich geschrieben, wenn hochdeutsch, dann durchgängig hochdeutsch, ich finde in der jetzigen Form passen nicht alle an manchen Stellen vorhandenen jiddischen Begriffe/Wortformen rein. Aus dem Gedächnis, ich glaube du singst "bled", dann schon "blöd". An manchen Stellen ist problematischer wegen dem Reim. Aber dann ist es glaube ich stimmiger.
Autor: Sandra
« am: 12. Oktober 2004, 15:59:52 »

Hey, danke!! Ich hab Mein Mann bewusst eingedeutscht, weil es mir sonst im Kontext rausgefallen wäre - ich singe ja auch nciht die original variante: Er ist doch "nebbich unbetamt wie jeder Ehemann" - und wegen der Schnelligkeit: Wir hatten's auch schneller - aber bei den meisten Leuten höre ich jetzt schon, es sei zu schnell - isses eigentlich auch, wenn man das Lied nicht kennt, kann man nirgends mal auf die Pointen hören. Noch schneller wäre dann nur noch runtergeratscht, finde ich. und das cover gehört eigentlich etwas heller - ich wollte, dass das grau schwer zu lesen ist, und dass das bild am cover nie ins schwarz absäuft, weil ich dasn och etwas edler gefunden hätte - aber so isses jetzt, was soll man machen. Wir waren zur Drucklegung nicht da, selber schuld. Aber ich freue mich, dass Die die CD gut gefällt - und die Ubahn ist auch mein Liebling!
Autor: Guntram
« am: 12. Oktober 2004, 12:36:30 »

Nach so viel fundierter Kritik habe ich mir schwer getan auch meinen Senf zu der CD zu geben.

Aber Sandra hat es verdient auch meine Meinung zu hören.

Ich finde die CD sehr gelungen auf wenn ich darauf ein unrühmliches Ende finde. An der Interpretation der Lieder möchte ich auch nicht rummeckern weils mir gefällt.

Die ewige U-Bahn ist einfach traumhaft schön und Das Lied über Gar Nichts ist so und so eines meiner Lieblindskreislerlieder und kommt toll rüber.

Über das Rondo kann man streiten es ist ein Lied das sich schnell "abhört" aber das liegt am Lied und nicht an Sandra.

Gestolpert bin ich über Mein Mann will mich verlassen. Nicht wegen des Tempos. Das Lied hat was wenn es so schnell wird. Könnte sogar noch mehr Tempo vertragen, müßte Sandra mal ausprobieren.
Und ihre Stimme klingt nicht gehetzt. Ich habe ein paar schnelle Lieder von ihren anderen CDs gehört die klingen gehetzt (vielleicht wars Absicht?) finde ich allerdings gar nicht gut.
Irgendwas störte mich aber schon beim ersten anhören. Ich habe mir dann das Original (obwohl ich nicht vergleichen wollte) angehört.
Das Lied gehört zu den Nichtarischen Arien und wird mit jiddischem Akzent gesungen. Sandra hält sich zwar an den  Text mit allen jiddischen Worten kriegt aber nicht, so finde ich, die Sprachmelodie hin. Es klingt irgendwie zu hart, zu hochdeutsch. Das Jiddische ist weicher, angenehmer im Klang. Das beißt sich. Alternative wäre es wirklich durchgängig hochdeutsch zu singen und den Text entsprechend anzupassen. Dann wäre es wieder stimmig.

Das Cover sticht aus der Masse hervor. Kein aufwendiger überflüssiger Firlefanz, zwei ausdrucksstarke Augen in schwarz-weiß. Text in grau und der Titel in einem unaufdringlichen rot. Minimalistisch und wirkungsvoll zugleich, einfach gelungen.

Und wenn die CD auf dem Kopf steht können wir Sandra auch mal böse schauen lassen  ;) ;D ;D ;D  :-*
Autor: Dagmar
« am: 12. September 2004, 23:25:23 »

Quote (selected)
Uhuhuhund :-[ ihich :'( hahab eiheinmal nihicht *snief* rehecht gehabt, *schluchz,buhuu* :'(
wie werde ich damit nur fertig? :-[



 ;D :D(Ohne weiteren Kommentar  ;))

Ich hab' übrigens immer "ausgezählt" verstanden  :o
Autor: Sandra
« am: 12. September 2004, 20:40:41 »

Wir sind einfach schon viel zu ösihaft sozialisiert, Andrea, das schadet nur ;)
Autor: Andrea
« am: 12. September 2004, 19:53:49 »

Nicht nur, dass ich bedingungslos zu dir stehe, Sandra. ;D Nein, ich begründe es ja auch noch (siehe oben).
Und Zitat:
ich hatte nie daran gedacht, dass es ausgezankt heissen könnte - dieses Wort findet sich nicht in meinem aktiven Sprachschatz - schon garnicht im Zusammenhang
mit Chefs.
Gilt auch für mich.
Autor: Maexl
« am: 12. September 2004, 16:55:40 »

:-[ keine ahnung
lass dich doch von biddla buh inspirieren  ???  ;)
:-X  :-[  :'( tja sorry, ich fühle mit dir  ::)

:mata: Mäxl
Autor: Sandra
« am: 12. September 2004, 15:51:04 »

 :D

Uhuhuhund :-[ ihich :'( hahab eiheinmal nihicht *snief* rehecht gehabt, *schluchz,buhuu* :'(
wie werde ich damit nur fertig? :-[