Register
Georg Kreisler Forum Georg Kreisler (2010)
Mit freundlicher Genehmigung
© Axel Hegmann

* Willkommen

 
 
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
Hast du deine Aktivierungs E-Mail übersehen?

Letzte Beiträge

Witz des Tages von steffan
[17. November 2017, 23:15:17]


Fernseh-, Radio-Termine von h-j-urmel
[17. November 2017, 00:55:30]


Zwei alte Tanten Textinterpretation? von h-j-urmel
[14. November 2017, 12:29:00]


Comics (& Graphic Novels) von Burkhard Ihme
[13. November 2017, 21:01:42]


Heute Abend: Lola Blau von Burkhard Ihme
[02. November 2017, 12:50:21]

Herzlich willkommen im Georg Kreisler Forum!

Das Georg Kreisler Forum ist dem Werk des Satirikers, Dichters und Komponisten Georg Kreisler gewidmet. Das Georg Kreisler Forum ist ein Fanprojekt, Sie sind also herzlich eingeladen, Informationen zu Georg Kreisler beizusteuern und an den vielfältigen Diskussionen - auch weit über Georg Kreislers Werk hinaus - teilzunehmen.

"Wenn sich wer öffnet, mach' ich doch nicht zu. Noch einmal frag ich: Was sagst Du?" (Georg Kreisler, "Was sagst Du?")


Autor Thema: Peak Oil und der Wandel  (Gelesen 16509 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline whoknows

  • Mitglied
  • Beiträge: 1911
  • Bluntschlis: 0
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #25 am: 10. Oktober 2005, 12:21:52 »
Oh.

Das ist ein lustiger Thread, weil er vermischt Unsicherheiten in der Forumgestaltung und Links, die nicht klappen und Dinge werden rausgenommen und wieder reingetan und vertauschte Namen und ein ziemlich ernstes, komplexes Thema, noch dazu in einer Sprache, die unnötig ist - alles auf einmal durcherererenander. Da schwirrt einem schon mal der Kopf.

Aber ich geh jetzt darauf auch nciht mehr ein, denn just bei diesem Postin zeigt sich:
[highlight]Da ist eine super-coole Leiste für fettundfarbeundkursivundalldas!!![/highlight]
Schön!
Danke vielmals.
(Und ich werde nie mehr lernen, wo jetzt die verdammten, eckigen Klammern sind :'()

Ich habe - vielleicht altersmässig, vielleicht aus Blödheit - schon irgendwie aufgegeben, mich damit (dem Ressourcenumgang) wirklich tiefsinnig zu befassen. Ich guck zu. Teils amüsiert, teils ärgerlich, teils ängstlich.
Ich bemühe mich, so zu leben, dass ich mir in den Spiegel gucken kann. Und ich denke: solange G*tt uns nicht ein Gen mitgibt, dass MITDENKEN begünstigt, solange wird sich nicht rasend viel ändern.

Und ich denke noch was - das mag vielleicht blauäugig und unwissenschaftlich sein - aber:
Quote (selected)
Ich glaube nicht, dass wir einen "Öl- Nullpunkt" erreichen,
hat sich schon mal irgendwer überlegt, was passiert, wenn in der Erde, also in der Kugel selbst, plötzlich kein oder kaum noch Öl ist? Wer weiss, in welchem Zusammenhang das zB mit der Festigkeit der Kugel steht, oder mit irgendwelchen anderen Prozessen, die wir noch nicht kennen. Dieses Öl ist ja nicht GRUNDLOS da. Ich meine, bisherige Erfahrungen zeigen doch, dass es nichts, was es gibt, GRUNDLOS gibt. Also hat es eine Funktion, die nichts damit zu tun hat, dass wir auch Tabletten, Bettzeug, Plastik und Autos damit machen bzw fahren. Und was geschieht, wenn das Öl zu wenig wird? Vielleicht passiert dann auch etwas, wo es völlig WURSCHT ist, ob wir jetzt andere Brennstoffe entdeckt oder verarbeitbar gemacht haben. Und vielleicht geschieht das schon, wenn es zwar noch jede Menge Öl gibt - unserem Verbrauch nach gemessen - aber einfach zu wenig, für dessen ursprüngliche Funktion, die wir noch gar nciht kennen? Vielleicht haben wir morgen schon den Minimalpunkt für diese unbekannte Erdfunktion überschritten?
Was wollt Ihr machen, wenn das so ist: Diskutieren? Mit dem Fahrrad fahren? Wohin?
« Letzte Änderung: 10. Oktober 2005, 12:28:06 von whoknows »

Offline Stroganoff

  • Mitglied
  • Beiträge: 459
  • Bluntschlis: 0
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #26 am: 10. Oktober 2005, 12:39:39 »
Quote (selected)
hat sich schon mal irgendwer überlegt, was passiert, wenn in der Erde, also in der Kugel selbst, plötzlich kein oder kaum noch Öl ist? Wer weiss, in welchem Zusammenhang das zB mit der Festigkeit der Kugel steht, oder mit irgendwelchen anderen Prozessen, die wir noch nicht kennen. Dieses Öl ist ja nicht GRUNDLOS da. Ich meine, bisherige Erfahrungen zeigen doch, dass es nichts, was es gibt, GRUNDLOS gibt.
Dieses Öl ist durch Zusammenpressung von pflanzlicher Materie entstanden und füllt auch nicht wie so eine Praline unsere Erdkugel aus, sondern liegt in (global gesehen) geringer Tiefe in unserer Erdkruste. Bevors so krass grün auf unserem Planeten wurde, kam die Erde noch ganz gut ohne diese Stabilisierende Einheit aus.  [smiley=old_tongue.gif]
Der ganze Kohlenstoff hat sich vorher übrigens im Wesentlichen in der Atmossphäre befunden, die zu sogenannten Urzeiten ganz gut mit CO² gefüllt war. CO², das unter erheblichem Energieaufwand in diese schön dickflüssige Form (und Kohle etc.) gepresst wurde.

Insofern ist das meine geringste Sorge.

Übrigens gibt's da noch die Bakterien tief unter den Ölfeld-Regionen, die scheinbar durch irgendwelche natürlichen Prozesse sehr dezentral Öl produzieren und in die Kruste hinaufsickern lassen.
« Letzte Änderung: 10. Oktober 2005, 12:50:45 von Stroganoff »

Offline Bastian

  • Administrator
  • Beiträge: 3393
  • Bluntschlis: 3
    • Georg Kreisler Forum
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #27 am: 10. Oktober 2005, 12:45:17 »
Hihi, was du da schreibst halte ich für ausserordentlich dimensionslos. Erdöl ist aus den abgestorbenen organischen Materialien der vergangenen jahrhundertmillionen, also Vorgänge, die damals auf der Erdkruste stattgefunden haben ud heute etwas tiefer liegen. Im Vergleich zu Erdmantel und Erdkern eine rein oberflächliche Sache. Die Festigkeit der Kugel wird davon nicht beeinflusst. Allerdings verfurzen wir pro Liter Öl tausende von Litern CO2 in die Atmosphäre. DA sollte man sich Sorgen machen.

Quote (selected)
GRUNDLOS, GRUNDLOS...
Im Übrigen verwechselst du Grund und Zweck. Wenn ich deine Befürchtung lese, ähnelt das doch ziemlich dem "intelligent Design" ;)
Quote (selected)
...ernstes, komplexes Thema, noch dazu in einer Sprache, die unnötig ist
Whatcha mean?
« Letzte Änderung: 10. Oktober 2005, 13:12:31 von Bastian »

Offline Guntram

  • Mitglied
  • Beiträge: 1458
  • Bluntschlis: 0
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #28 am: 10. Oktober 2005, 14:21:13 »
@angel

Was du so über öffentlichen Nahverkehr schreibst mag für größere Städte zutreffen. Fahrräder mögen in der näheren Umgebung der Wohnung (meinetwegen bis 20 km) auch gehen, aber was machst du auf dem Land? Da wird der Nahverkehr nicht mehr finanzierbar und in bergigen Gegenden ist das mit dem Fahrrad auch so einen Sache.

In Norwegen haben vor vielen Jahren selbst die Grünen zugegeben das in dünner besiedelten Gebieten mit ÖNV nichts zu machen ist. Deutschland und Norwegen sind zwar nicht direkt vergleichbar, aber auch bei uns gibt es Gegenden da bist du am A*sch der Welt. Also keine Pauschallösungen, sondern ein bisschen differenzierter betrachten.
« Letzte Änderung: 10. Oktober 2005, 14:22:30 von guntram »
Träume sind nicht Schäume, sind nicht Schall und Rauch,
sondern unser Leben so wie wache Stunden auch.
Wirklichkeit heißt Spesen, Träume sind Ertrag. Träume sind uns sicher schwarz auf weiß wie Nac

Offline Dorian

  • Mitglied
  • Beiträge: 513
  • Bluntschlis: 0
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #29 am: 10. Oktober 2005, 14:25:07 »
Quote (selected)
DAS KANN NICHT WAHR SEIN!!!!
ICH BIN BEKLOPPPT ODER WAS????????????????
HIER STAND EIN RIESENLANGER BEITRAG VON STROG ÜBER IRGENDWAS MIT OIL UND GAUSS'SCHER NORMALVERTEILUNGSKURVE (was im übrigen hinkte, weil die Standardnormalverteilung aufgrund ihrer statistischen Konstruktion nix mit dem natürlichen Ende von begrenzten Ressourcen zu tun hat).

Der ist doch noch hier.  :o

Aber Hut ab, Dagmar, ich bin ziemlich froh, dass ich nicht der einzige bin, der bemerkt hat dass das mit der Gaußverteilung hinkt.
Nicht alles was eine Kurve ist und einen Peak hat ist eine Normalverteilung (bzw. deren  Dichte), auch wenn manche populistische Buchautoren das gerne so hätten, weil's sich dann besser verkauft.

Der Hubbert ist daran übrigens unschuldig. Der starb schon 1989 und hat gar keine Kurvengleichung postuliert. Die gescannte Buchseite stammt aus dem Buch von Deffeyes. Und der dreidimensionale Kurvenplot hat eh mit dem Beispiel nix zu tun.



Offline Stroganoff

  • Mitglied
  • Beiträge: 459
  • Bluntschlis: 0
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #30 am: 10. Oktober 2005, 14:56:18 »
Die gescannte Buchseite kommt aus dem Buch "Hubbert's Peak" von Kenneth S. Deffeyes - und zwar im Anhang als Zitat aus Hubbert, M. K. (1982), "Techniques of Prediction as Applied to the Production of Oil and Gas"

Die 3D-Kurve dient zur Veranschaulichung und ist in der Tat ergooglet.  [smiley=thumbsup.gif]
« Letzte Änderung: 10. Oktober 2005, 14:56:44 von Stroganoff »

Offline whoknows

  • Mitglied
  • Beiträge: 1911
  • Bluntschlis: 0
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #31 am: 10. Oktober 2005, 15:50:16 »
Kinders, seid nicht so schrecklich deutsch: lernt, auch zwischen den Zeilen zu lesen! Ich hab nicht gesagt, dass die Erde auseinanderfällt, wenn es kein Öl gibt. Ich hab das als ein BEISPIEL genommen. Und grundlos heisst: Es gibt auf dieser Welt NICHTS, absolut NICHTS, (abgesehen von Menschen-Gemachtes, natürlich) das nur einfach da ist, weil es REST von was ist, und sonst für nix. Alles hat irgendeinen Sinn. Und ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass Öl nur dafür da ist, dass die Menschen was damit machen können. Ich meine, es wird schon irgendwas bewirken - vielleicht wissen wir das einfach nur noch nicht - wär ja nicht das einzige, wo wir uns irgendwelche Zusammenhänge nicht vorstellen können. Sowas passiert ja recht häufig, dass der Mensch irgendwas ausbeutet, und dann völlig "erstaunt" ist, dass genau diese Ausbeutung dann irgendeinen wesentlichen Kreislauf stört.  DAS war der Gedanke hinter meinem Posting.

Offline Stroganoff

  • Mitglied
  • Beiträge: 459
  • Bluntschlis: 0
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #32 am: 10. Oktober 2005, 22:07:57 »
Quote (selected)
Den Telepolis-Artikel von Bröckers fand ich nicht sonderlich gut, da er ja an der automibilitärischen Gesellschaft festhält. Oder habe ich da was falsch verstanden?
Das ist eher ein falscher Eindruck, der da aus Versehen rüberkommt, kennst du seine anderen Arbeiten?
Es ist ja eh nicht davon auszugehen, dass wir mit Bioöl unseren kompletten momentanen Transportbedarf decken können. Wenn du Biodiesel natürlich nur in dem Kontext siehst, dass deine anderen beschriebenen Veränderungen nicht durchgezogen werden - dann mag es dazu helfen, den Mobilitätswahn aufrecht zu erhalten, das liegt aber leider kaum mehr in Bröckers Macht.

Quote (selected)
Tabellen können in Texten etwas veranschaulichen. Wenn sie jedoch die Dominanz innerhalb eines Themas haben, fühle ich mich dadurch eher abgestoßen.
Wer ist Hubbert?

Ich seh da keine Tabellen sondern nur das überflüssige Beiwerk der Ableitung der Logistikgleichung durch Hubbert. Das müsst ihr nicht lesen, nicht verstehen, akzeptiert es einfach. Der Text funktioniert ohne die Bildchen genauso gut.
Und sollten dich in Zukunft weiterhin Fragen plagen wie, "Wer ist eigentlich [wichtige person]?", dann guck doch einfach mal bei www.wikipedia.org nach.
« Letzte Änderung: 10. Oktober 2005, 22:55:03 von Stroganoff »

angel

  • Gast
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #33 am: 10. Oktober 2005, 23:11:57 »
Quote (selected)

@Angel: Ich halte es für illusorisch zu glauben, dass urbane und rurale Gegenden sich angleichen würden- das Gegenteil findet seit Jahrzehnten statt: Landflucht- "Stadtluft". Es gibt auch keinen ersichtlichen Grund, dies anzunehmen.

Dazu debattierte ich eben noch mit jemandem aus meiner Nachbarschaft:  Zentralisierung und Dezentralisierung. Ich komme aus der grassroot-Bewegung, in der es immer schon hieß: "Nur Stämme werden überleben" und wir kannten auch die Hopy-Weissagung, die von der Dortmunder Band "Cochise" vertont wurde.

Anschließend beschäftigte ich mich mit den Sozialutopisten.

Nu ja, ich trage immer noch die Utopie einer völlig anderen Gesellschaft in mir und ich so sage ich ganz einfach: Nichts muß so bleiben, wie es ist. Die Städte / Metropolen (sprich: "Ballungszentren") können dezentralisiert und begrünt werden, die Landbezirke können mehr besiedelt werden. Das halte ich auch für notwendig für die Gattung Mensch.
« Letzte Änderung: 11. Oktober 2005, 12:44:50 von angel »

Offline whoknows

  • Mitglied
  • Beiträge: 1911
  • Bluntschlis: 0
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #34 am: 10. Oktober 2005, 23:40:00 »
Das haben sie in den Staaten schon lange versucht - und jetzt fahren die Städtebauexperten nach old Europe, und lernen Strategien, wie sie die alten Zentren wieder beleben können - die sind nämlich drüben zu Slums verkommen, es gibt nur noch Shopping-Center, kein Einzelhandel, Los Angeles, "concrete Jungle" wird es auch genannt, ist ein Paradebeispiel dafür.
Kurz: Das halte ich für eine höchst gefährliche Entwicklung, dieses Dezentralisieren, denn man macht die Rechnung ohne die Bequemlichkeit der Menschen und ohne die Anpassungsfähigkeit der transnationalen Konzerne. Menschenmassen sind ähnlich wie Wasser (in Paniksituationen wird übrigens erstaunlicherweise zähe Brühe verwendet, um die Menschenströme zu symbolisieren) - sie suchen sich immer den zunächst einfachsten Weg, und fluten den.

angel

  • Gast
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #35 am: 10. Oktober 2005, 23:57:23 »
Quote (selected)
Quote (selected)
Den Telepolis-Artikel von Bröckers fand ich nicht sonderlich gut, da er ja an der automibilitärischen Gesellschaft festhält. Oder habe ich da was falsch verstanden?
Das ist eher ein falscher Eindruck, der da aus Versehen rüberkommt, kennst du seine anderen Arbeiten?

Ich kenne sein Hanf-Buch und Artikel und Debatten / Veranstaltungen, will mich aber dazu jetzt nicht weiter äußern.
Gestern nacht habe ich außer dem Artikel von ihm auch noch die Commentare dazu gelesen...

Quote (selected)
Es ist ja eh nicht davon auszugehen, dass wir mit Bioöl unseren kompletten momentanen Transportbedarf decken können.
Habe ich nicht geschrieben, daß ich - ganz ausdrücklich - keine Waffen- und Militärtransporte mehr will? Nimm/denke mich also bitte (zumindest an dieser Stelle) aus Deinem "wir" raus.  *coolguck*

Quote (selected)
Wenn du Biodiesel natürlich nur in dem Kontext siehst, dass deine anderen beschriebenen Veränderungen nicht durchgezogen werden - dann mag es dazu helfen, den Mobilitätswahn aufrecht zu erhalten, das liegt aber leider kaum mehr in Bröckers Macht.

Ich habe in diesem Forum noch nicht viel dazu geschrieben und merke, daß es Zeit wird, meine über das Netz verteilten theoretischen Texte und Manifeste mal wieder zusammenzufassen und zu bearbeiten. Die Menschheit folgt nach wie vor den Gesetzen der Kapitalakkumulation (btw: was für Dich ggf. M.K. Hubbert ist, ist für mich ggf. K. Marx) und die Transporte gehören zu den faux fraix-Kosten, die jedoch innerhalb der Ökonomie auf die Warenpreise aufgeschlagen werden. Zunächst einmal geht die Produktion dahin, wo die Arbeitskraft billig ist und es Märkte zu erobern gilt (siehe die Wirtschaftsstrategie von Siemens in China z.B.). Aber natürlich hast Du recht: nur Herumzuschwadronieren und nur auf theoretische Unzulänglichkeit bei Bröckers (übrigens einer der Lieblingsfeinde von Broder *g*) hinzuweisen, bringt nicht viel. Selbst bei Methan/Biogas bahnt sich schon ein Wirtschaftsprotektionismus bezüglich des Raps-Anbaues gegenüber Brasilien an

...

Quote (selected)
Ich seh da keine Tabellen sondern nur das überflüssige Beiwerk der Ableitung der Logistikgleichung durch Hubbert. Das müsst ihr nicht lesen, nicht verstehen, akzeptiert es einfach.
Okay, dann ist es halt "das überflüssige Beiwerk der Ableitung der Logistikgleichung durch Hubbert". Aber warum ist es "überflüssig"? Und wenn es "überflüssig" ist, warum postest Du es dann? Ich dachte, wir werden auch die Verschwendung in diesem Thread kritisch reflektieren und ggf. sogar praktizieren?
Mir kam es eher so vor, als sei es wichtig für Dich und ggf. sogar Grundlage Deiner derzeitigen Meinung (?) von der Erde/Welt(gesellschaft? Willst Du verstanden und begriffen oder nur akzeptiert werden? Doch da "akzeptieren" auch "zustimmen" heißt: Warum und wozu sollte ich einer Theorie/Ideologie/Philosophie/Berechnung etc. pp. zustimme, die ich nicht verstanden habe? Ich habe gelernt, daß man sogar Kleingedrucktes und Fußnoten lesen und reflektieren - also verstanden haben sollte - bevor man etwas unterschreibt.

Quote (selected)
Der Text funktioniert ohne die Bildchen genauso gut.
Der Text "funktioniert" nicht, "funktionieren" tun Maschinen. Kurvendiagramm samt Gleichung incl. Text wirken auf mich ein. Ich wollte einfach nur sagen: Die "Bildchen" (wie Du sie nennst) erschlagen den Text. So zumindest empfand ich das und das hat mich abgestoßen. Klar, das mag subjektiv sein - aber das bin ich nun einmal. Jeder Mensch hat ein ästhetisches Empfinden.

Quote (selected)
Und sollten dich in Zukunft weiterhin Fragen plagen wie, "Wer ist eigentlich [wichtige person]?", dann guck doch einfach mal bei www.wikipedia.org nach.

Wer Hubbert ist, habe ich mir gestern nacht noch selbst ergoogelt. Aber ich dachte, ich könnte auch Dich fragen, denn dann weiß ich anschließend vielleicht sogar, wie Du ihn liest bzw. ob er für Dich sowas wie ein "Guru" ist, was ja ggf. auch gar nicht tragisch oder "anrüchig" ist.

Sei bitte etwas weniger aggressiv. Schließlich hast [size=+20]DU[/size] diesen Geophysiker für wichtig genug befunden, ihn hier einzubringen. Da darf ich doch auch mal nachfragen, nicht wahr?

Noch was: Ich kann "in der Sache" beim Argumentieren sehr hart sein, meine es aber nicht persönlich und will hier auch niemanden beleidigen, verächtlich machen oder "unterbuttern".

Und nun habe auch ich wieder Wort- und Zeitverschwendung betrieben? *grübel* Nein, ich werde hier kein peak angel mit mir betreiben *lach*


« Letzte Änderung: 12. Oktober 2005, 04:32:41 von angel »

Offline Guntram

  • Mitglied
  • Beiträge: 1458
  • Bluntschlis: 0
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #36 am: 11. Oktober 2005, 07:50:28 »
???

Ich hab nix verstanden!  :-X


 ;) Welches sind die einzigen beiden Fremdwörter die eine Blondine kennt?

Mannifest und ficktief  ;)

Fiel mir grad so ein als ich Manifest gelesen hab  ;D
Träume sind nicht Schäume, sind nicht Schall und Rauch,
sondern unser Leben so wie wache Stunden auch.
Wirklichkeit heißt Spesen, Träume sind Ertrag. Träume sind uns sicher schwarz auf weiß wie Nac

Offline Bassmeister

  • Mitglied
  • Beiträge: 621
  • Bluntschlis: 0
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #37 am: 11. Oktober 2005, 08:06:45 »
Quote (selected)
Es gibt auf dieser Welt NICHTS, absolut NICHTS, (abgesehen von Menschen-Gemachtes, natürlich) das nur einfach da ist, weil es REST von was ist, und sonst für nix. Alles hat irgendeinen Sinn.

@whoknows: Da gebe ich Dir recht. Und ich würde den Menschen und seine Werke da absolut mit einschließen! Warum bilden wir Menschen  uns eigentlich immer eine Sonderrolle ein??
Wir verarbeiten die Stoffe, die hier sind zu anderen Stoffen. Wie auch andere Organismen das tagein, tagaus ohne Unterlaß tun. Wer sagt denn, daß nicht in einer Zeit, in der wir längst ausgestorben und vergessen sein werden, Wesen existieren werden, die genau von diesen Stoffen leben werden? Die Schwefeldioxid atmen werden und mit radioaktiver Strahlung Wärme erzeugen? Die Kohlendioxid und UV-Strahlung unbedingt zu ihrer Fortpflanzung benötigen? Wenn man mal die Eitelkeit des Menschen in seinem unerhörten Anspruch auf ewiges Leben wegläßt, dann relativiert sich das alles.

Quote (selected)
aber auch bei uns gibt es Gegenden da bist du am A*sch der Welt.

Wenn ich solche Gegenden besuche (was ich immer mal wieder tu, weil ich den A**** der Welt irgendwie mag), dann stelle ich immer wieder fest, wie gut die Luft da ist, wegen der wenigen Autos, die da fahren. Die Menge ist das Problem, denke ich.
« Letzte Änderung: 11. Oktober 2005, 08:09:29 von Bassmeister »
[size=9]Nicht alles, was zwei Backen hat, ist ein Gesicht...[/size]

Offline Bastian

  • Administrator
  • Beiträge: 3393
  • Bluntschlis: 3
    • Georg Kreisler Forum
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #38 am: 11. Oktober 2005, 10:32:12 »
Sorry, whoknows und Bassmeister. Ich verstehe nicht, wieso ihr die realen Gründe und Folgen ausblendet, und stattdessen von imaginären Gefahren und möglichem "Sinn" des Öls für eventuelle Wesen sprecht. (Ich bleibe dabei: s. "Intelligent Design") Ich habe ja überhaupt nix gegen phantasievolle Gedankenspiele, aber es ist bei aller durchaus erwünschten Eitelkeit nicht zu erwarten, dass sich die Realität nach ihnen richtet. Hinzu kommt, dass für jedes irreale Szenario das man zeichnet, eine Wirklichkeit augeblendet werden muss, mit der man sich dann nicht befasst.

Ein Beispiel: Wenn du, whoknows, schreibst, es seien die Konzerne an allem Schuld- ist das eine bequeme Selbstentmündigung, die just ein Teil des Gesamtproblems ist. Vor dem Hintergrund, dass über 50% der fossilen Energieträger durch die Privathaushalte und den Verkehr verfurzt werden, wird klar, was wir versäumen, wenn wir dir Industrie zum Sündenbock ernennen. Klar rauchen Fabrikschornsteine, aber selbst die rauchen für uns. Ich hab auch nicht prinzipiell etwas gegen "unbekannte Erdfunktionen", wie die Festigkeit der Kugel, aber zunächst gibt es bekannte Gefahren. Wenn man sich nicht um diese kümmern will, sondern ein anderes willkürliches Szenario erfindet, macht das auf mich nicht den Eindruck, als wollte man aus den Realitäten Schlüsse ziehen.

Oder die Wesen, die Schwefeldämpfe atmen, H2SO4 trinken und sich von glühenden Arsenfrikadellen ernähren, sind mir zwar sehr sympathisch, aber wirklich weiterhelfen tun sie uns nicht. Was wollt ihr damit sagen? Reichen die Realitäten denn nicht mehr aus, dass man sich Fürchten kann? Oder liegt es daran, dass es leichter ist, sich mit einem selbstgesetzten Thema zu beschäftigen, egal, ob es mit der Wirklichkeit etwas zu tun hat...?
 [smiley=old_kiss.gif]
« Letzte Änderung: 11. Oktober 2005, 10:38:23 von Bastian »

Offline whoknows

  • Mitglied
  • Beiträge: 1911
  • Bluntschlis: 0
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #39 am: 11. Oktober 2005, 11:17:09 »
Quote (selected)
wieso ihr die realen Gründe und Folgen ausblendet, und stattdessen von imaginären Gefahren und möglichem "Sinn" des Öls für eventuelle Wesen sprecht

Du verstehst etwas anderes nicht: Es geht überhaupt nicht darum, die realen Gefahren auszublenden. Macht auch keiner. Es geht um: "Even more!!" Die realen Gefahren werden übrigens auch von Herrn Bush und Co ausgeblendet - unzweifelhaft sind die USA da wesentlich näher am "Unhold" als deutsche Haushalte.
Oder meinst Du, dass Kyoto (was letztlich lachhafte Ziele vorgab) grundlos eher auf die Konzerne abzielt? Über die realen Gefahren - die nb auch noch nciht von allen unisono anerkannt werden - wird genug geredet. Und jeder tut, was er kann. Hierzulande. Oder sagt zumindest: Ja, man muss was tun. das ist einfach eine redundante Diskussion.

Das alles, was ich gesagt habe, heisst nicht, dass wir nix machen können/sollen. Es lässt nur quasi erstens die Kirche im Dorf bei den wahren grossen Übeln (und der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf), nämlich zB auch, dass Otto Normalverbraucher nicht zuletzt auch GETRIMMT wird auf Otto Überverbraucher. Und das man auch da vielleicht mal ansetzen könnte.
Und weiters ist es ja wie gesagt auch so: Der Expertenstreit geht  weiter. Wir haben genug, wir haben nicht genug, die fossilen Brennstoffe sind schuld, sie sind nicht schuld - aber wie das Kanichen auf die Schlange starren alle auf die gleichen Probleme. Und erhoffen sich Lösung in den gleichen Ideen. Aber die URSACHEN werden nicht angegangen.
Ähnlicher Mechanismus wie bei der Arbeitslosigkeit, wo alle die immergleichen Rezepte für immerneue Probleme suchen.

Ich halte nun mal nix davon, immer von -für mich - längst bekannten und akzeptierten Problemen zu reden.
Ich werde nicht immer sagen: ja, wenn man 90 ist, wird man vergesslich, dagegen müssen wir was tun. Ich sage dann: Und die Füsse tun Dir auch weh. Und das könnte man auch mal in's Auge fassen.
Capisce?

Offline Bassmeister

  • Mitglied
  • Beiträge: 621
  • Bluntschlis: 0
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #40 am: 11. Oktober 2005, 12:24:58 »
Und ich will bloß ein wenig mehr Abstand und ein wenig weniger Furcht, da liegst Du ganz richtig.

Und: auch die Konzerne sind Menschen und arbeiten mit dem Geld ihrer Kunden. Von daher hast Du vollkommen recht, Bastian, wenn Du sagst, daß jeder "mit schuld" ist.
[size=9]Nicht alles, was zwei Backen hat, ist ein Gesicht...[/size]

angel

  • Gast
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #41 am: 11. Oktober 2005, 12:33:37 »
Quote (selected)
@angel

Was du so über öffentlichen Nahverkehr schreibst mag für größere Städte zutreffen. Fahrräder mögen in der näheren Umgebung der Wohnung (meinetwegen bis 20 km) auch gehen, aber was machst du auf dem Land? Da wird der Nahverkehr nicht mehr finanzierbar und in bergigen Gegenden ist das mit dem Fahrrad auch so einen Sache.

Daran sehen wir ja, daß die menschliche Lebensgemeinschaft die Kapitalzwängen überwinden muß.
In bergigen Gegenden können dann mehr Lifte als Nahverkehrsmittel eingerichtet werden.


@ # 36

Darf Eric Dich nun ab sofort mit "Schatzi" ansprechen und Dich mannifest in den Po zwicken? Er will nämlich üben und braucht noch eine Versuchsperson. [smiley=old_grin.gif]
« Letzte Änderung: 11. Oktober 2005, 13:26:12 von angel »

Offline Bastian

  • Administrator
  • Beiträge: 3393
  • Bluntschlis: 3
    • Georg Kreisler Forum
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #42 am: 11. Oktober 2005, 14:01:56 »
Na, Eric hat doch selbst einen Po. Wieso in die Ferne kneifen, wenn das Gute liegt so nah?
« Letzte Änderung: 11. Oktober 2005, 17:34:04 von Bastian »

Offline Dorian

  • Mitglied
  • Beiträge: 513
  • Bluntschlis: 0
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #43 am: 11. Oktober 2005, 14:29:19 »
Quote (selected)
Das übliche Mißverständnis. Peak Oil spricht nicht vom Ende der Ressourcen (es gibt so viel unrentables Zeuch, aus dem man zum Spaß Öl herstellen könnte

Mit negativer Energiebilanz.  ->  Ressourcenknappheit.  Ein Teufelskreis.
 
In der Tat ist aber der chemische Rohstoff Erdöl viel zu schade zum verfeuern. Kohle übrigens auch.



Offline Bastian

  • Administrator
  • Beiträge: 3393
  • Bluntschlis: 3
    • Georg Kreisler Forum
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #44 am: 11. Oktober 2005, 15:07:42 »
Quote (selected)
Mit negativer Energiebilanz
Yep, es ist Unsinn, z.B. aus geschnipselten Plastiktütenresten und zig Tonnen druck drei Tropfen Öl zu "gewinnen".
« Letzte Änderung: 11. Oktober 2005, 15:08:02 von Bastian »

Offline Stroganoff

  • Mitglied
  • Beiträge: 459
  • Bluntschlis: 0
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #45 am: 11. Oktober 2005, 15:25:29 »
Quote (selected)
Mit negativer Energiebilanz
Was wollte ich mit "unrentabel" und "zum Spaß" ausdrücken?
« Letzte Änderung: 11. Oktober 2005, 15:25:48 von Stroganoff »

Offline Bastian

  • Administrator
  • Beiträge: 3393
  • Bluntschlis: 3
    • Georg Kreisler Forum
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #46 am: 11. Oktober 2005, 15:31:49 »
von Angel:
Quote (selected)
In bergigen Gegenden können dann mehr Lifte als Nahverkehrsmittel eingerichtet werden.
Nun ja, wird ja auch gemacht. Aber es funktioniert nur in wenigen speziellen Fällen.

von Bassmann:
Quote (selected)
...(was ich immer mal wieder tu, weil ich den A**** der Welt irgendwie mag), dann stelle ich immer wieder fest, wie gut die Luft da ist,
Hihi, der ist mir zuerst gar nicht aufgefallen.
« Letzte Änderung: 11. Oktober 2005, 17:43:26 von Bastian »

angel

  • Gast
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #47 am: 11. Oktober 2005, 21:02:07 »
Quote (selected)
Na, Eric hat doch selbst einen Po. Wieso in die Ferne kneifen, wenn das Gute liegt so nah?

Gehört Deine reply nicht in den Thread "Kreisler-Treffen"? [smiley=old_wink.gif]
« Letzte Änderung: 11. Oktober 2005, 22:15:58 von angel »

angel

  • Gast
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #48 am: 11. Oktober 2005, 21:22:23 »
Quote (selected)
von Angel:
Quote (selected)
In bergigen Gegenden können dann mehr Lifte als Nahverkehrsmittel eingerichtet werden.
Nun ja, wird ja auch gemacht. Aber es funktioniert nur in wenigen speziellen Fällen.

Woran liegen die "Funktions"hindernisse? Sind sie in der Technologie begründet? In welchen Fällen ist es möglich sie einzusetzen und ich welchen Fällen nicht?



Offline Stroganoff

  • Mitglied
  • Beiträge: 459
  • Bluntschlis: 0
Re: Peak Oil und der Wandel
« Antwort #49 am: 11. Oktober 2005, 22:07:50 »
Off topic replies have been moved to [link=http://www.georgkreisler.net/cgi-bin/yabb/YaBB.cgi?num=1129063552]This Thread[/link]
« Letzte Änderung: 12. Oktober 2005, 12:07:33 von Stroganoff »

 

Bei der Schnellantwort kannst du Bulletin Board Code und Smileys wie im normalen Beitrag benutzen.

Name: E-Mail:
Verifizierung:
Bist Du ein Spambot?:
Wie heißt Marie Galetta mit Vornamen?: