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Autor Thema: Gaza bis morgen?  (Gelesen 993 mal)

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Offline Bastian

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Gaza bis morgen?
« am: 15. August 2005, 19:28:38 »
Ich habe keinen Artikel gefunden, der alle Aspekte dieses Problems beschreibt. Also hier die für meinen Begriff klarste Meldung:

Newe Dekalim (Reuters) - Radikale israelische Siedler im Gaza-Streifen haben sich am Montag zu hunderten geweigert, die offizielle Ankündigung einer Zwangsräumung ihrer Häuser entgegenzunehmen.

Mit den Anweisungen leitete Israel seinen Abzug aus dem besetzten Palästinenser-Gebiet ein, an den sich Hoffnungen auf eine Wiederbelebung des Friedensprozesses knüpfen.

Gegner des Abzugs blockierten die Zufahrten zu einigen Siedlungen, in denen die Soldaten jeder Familie persönlich eine Aufforderung zum Wegzug überreichen sollten. In der Nacht zum Mittwoch läuft die 48-Stunden-Frist aus, nach der die Regierung die Siedlungen durch die Armee räumen lässt. Offiziellen Angaben zufolge harren derzeit noch mehr als die Hälfte der 8500 Siedler im Gaza-Streifen aus. Sie werden von 5000 ultranationalistischen Israelis verstärkt, die eine Aufgabe des Gebiets verhindern wollen. Ministerpräsident Ariel Scharon bekräftigte am Montag im Kabinett: "Wir werden keine Gewalt und Hetze von Seiten derjenigen akzeptieren, die uns ihre Meinung aufzwingen wollen."

Um bereits in dieser Phase Auseinandersetzungen zu vermeiden, verzichtete die Armee eigenen Angaben zufolge darauf, die Räumungsankündigungen in den fünf Hochburgen des Siedler-Widerstands zu verteilen. Vor der größten Siedlung im Zentrum des Gaza-Streifens, Newe Dekalim, bildeten Siedler Blockaden und errichteten provisorische Barrikaden, um die Soldaten draußen zu halten. An der Hauptzufahrt beteten bärtige Männer lautstark um ein göttliches Eingreifen. Andere provozierten Rangeleien mit Polizisten und bewarfen sie mit Ballons, die mit Farbe gefüllt waren. Einzelne setzten zudem Autoreifen in Brand und forderten die Soldaten per Lautsprecher auf, sich ihren Befehlen zu widersetzen.

"Tun Sie uns das nicht an!" Unter Tränen appellierte eine Frau in der Siedlung Morag an einen Soldaten, der ihr die Frist-Ankündigung in die Hand drückte. Dabei hatte sie ein Kleinkind auf dem Arm. An einem anderen Haus klopften die Soldaten an eine Tür, an der ein Schild mit den Worten hing: "Wir werden nicht von hier wegziehen." Chaim Gross, einer der Bewohner Morags, sagte: "Auf diesem heiligen Land ist viel Blut geflossen. Es wurde Abraham für die Juden genannt und wir werden es nicht verlassen." In den weniger religiösen Siedlungen im Norden des Gaza-Streifens stießen die Soldaten dagegen kaum auf Widerstand. Mehr und Mehr Siedler packten ihre Siebensachen zusammen. Viele Häuser waren bereits verlassen.

Israel hat rund 50.000 Soldaten aufgeboten, um den Abzug zu bewerkstelligen und abziehende Siedler vor palästinensischen Angriffen zu schützen. Die Regierung rechnet damit, dass es zwei bis drei Wochen dauert, bis alle 21 Siedlungen im Gaza-Streifen geräumt sind. Vier weitere Siedlungen im Westjordanland sollen Anfang September verlassen werden. Es ist das erste Mal, dass Israel Land aufgibt, das von den Palästinensern für ihren künftigen Staat beansprucht wird. Die Palästinenser-Behörde unter Präsident Mahmud Abbas wird damit über ein Gebiet verfügen, das sie eigenständig verwalten kann und das zur Keimzelle eines Staates werden könnte.

Quelle: Reuters.de

Wie seht ihr das? Mir schwirren zig Fragen durch den Schädel: Wie wird das die Situaton ändern? Wie geht Israel nachher mit den ehemaligen Siedlern um? Wie ernst kann ich das nehmen, oder wird es in ein paar Jahren wieder "zwangsverwaltet" werden? Werden es die Palästinenser schaffen, sich dort selbst zu verwalten?...
« Letzte Änderung: 15. August 2005, 19:34:20 von Bastian »

Offline Sandra

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Re: Gaza bis morgen?
« Antwort #1 am: 16. August 2005, 01:19:45 »
Es ist den Versuch wert, definitv.
Trotzdem blutet mir das Herz.
man muss nur mal ganz klar auflisten, was die Israelis schon alles gezahlt haben, gelehrt haben, an Jobs gegeben haben, an Häusern gebaut haben - alles für die Palästinenser, um Frieden zu schaffen.
-- Und was die Palästinenser gemacht haben, um "Frieden" zu schaffen.

Klar, die Palästinenser werden verhetzt und verheizt, von den anderen Arabern. Das ist ganz offensichtlich.
Aber Israel hat in den letzten Jahren -x mal "die andere Wange" hingehalten. Allein schon, wieviele palästinensische Attentäter  sie freigelassen haben, im Austausch zu wie wenigen Israelis. Siedlungen gebaut, für die palästinenser, wo innerhalb von wenigen Monaten die Häuser zerstört und die Installationen verkauft waren, und und und.
Jetzt probieren sie es noch mal.
Mit Recht.
Anders geht es nicht.
Aber trotzdem: Mir blutet das Herz.
Auch wenn ich die Siedler - vor allem die Hyperreligiösen - ziemlich arschlochös finde. Trotzdem.

 

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