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"Wenn sich wer öffnet, mach' ich doch nicht zu. Noch einmal frag ich: Was sagst Du?" (Georg Kreisler, "Was sagst Du?")


Autor Thema: Die Zeugen Jehovas  (Gelesen 3985 mal)

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Offline Eric

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Die Zeugen Jehovas
« am: 03. Juli 2005, 17:02:28 »
Weil wir schon an einer anderen Stelle des Forums bei Religion angelangt sind möchte ich gleich mal die Frage in den Raum stellen, wer von euch welche Erfahrungen mit den Zeugen Jehovas schon machen "durfte".
Vielleicht ist gar der eine oder andere Zeuge unter uns?

Ich möchte allerdings bitte nicht, dass wir hier über diese religiösen Menschen herziehen und ihnen damit wehtun. Eben um das zu vermeiden sage ich auch lieber erstmal selbst nix zum Thema, weil meine Erfahrungen mit denen mich zu tief berühern, als dass ich da jetzt sachlich drüber sprechen könnte.

Deswegen: Legt mal vor!
« Letzte Änderung: 03. Juli 2005, 17:07:07 von theaterfreek »

Offline Sandra

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Re: Die Zeugen Jehovas
« Antwort #1 am: 03. Juli 2005, 17:46:15 »
Ich denke, wie bei den meisten Menschen beschränkt sich meine Kenntnis auf Zeitungsausschnitte, und langweilig aussehende Menschen, die an fremde Türen klopfen um einen zu ihrer Religion zu überreden.Und die "Wahrheit"-Verkäufer an den Bahnhöfen.
Und ich kann schon sehr wohl über die herziehen, denn ich finde es ausgesprochen unfein (um höflich zu bleiben) wenn man versucht, andere Menschen von der eigenen Religion zu überzeugen.
Überdies scheint mir diese Religion ausschliesslich Extremismus zuzulassen, was ich auch fatal finde.

Offline Eric

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Re: Die Zeugen Jehovas
« Antwort #2 am: 03. Juli 2005, 18:28:10 »
Quote (selected)
Überdies scheint mir diese Religion ausschliesslich Extremismus zuzulassen, was ich auch fatal finde.

Das ist das Problem dabei. Vor ein paar Jahren musste eine Frau in meinem Umfeld sterben, weil sie bei einer Routine-OP keine Bluttransfusion als Zeugin erhalten durfte. Sie selbst kannte ich nicht, aber sie hat 2 wunderbare Töchter auf die Welt gebracht, eine der beiden hat noch heute davon psychisch einen leichten Knacks weg.

Wenn ich ausbrüchig werden darf: Ich verachte ihren Mann dafür, dass er damals zusah, wie sie starb. Wie kann ein Mensch so herzlos sein, so vernagelt und besessen?  :'( :'( :'(

Fällt mir schwer, ihm unter die Augen zu treten. Sowas macht die Zeugen für mich zu unmenschlichen, herzlosen Menschen.
Ein Leben für die Religion - Da hört bei mir die Toleranz auf.
« Letzte Änderung: 26. Oktober 2006, 10:02:15 von theaterfreek »

Offline Sandra

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Re: Die Zeugen Jehovas
« Antwort #3 am: 03. Juli 2005, 22:03:01 »
Quote (selected)
eine der beiden hat noch heute davon psychisch einen leichten Knacks


Nähme mich wunder, wenn die nicht BEIDE einen Knacks haben - aber halt unterschiedlich damit umgehen.

Und: hattest du nciht irgendwas von "nicht drüber herziehen" gesagt? ;D

Aber natürlich gebe ich Dir Recht - es gibt Sekten, da hört sich einfach der Spass auf.

Offline Eric

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Re: Die Zeugen Jehovas
« Antwort #4 am: 03. Juli 2005, 22:07:49 »
Entschuldigt bitte, ich bin ja sonst ein toleranter Mensch und es gehört tatsächlich nicht zu meiner Art öffentlich jemanden bloßzustellen oder gar zu hassen.  :(
Das ist eine absolute Ausnahmesituation, denn die beiden Mädels stehen mir so nah, das geht mir sprichwörtlich an die Nieren.

Kommt nicht wieder vor, okay.  :-[

Offline Bassmeister

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Re: Die Zeugen Jehovas
« Antwort #5 am: 03. Juli 2005, 23:27:38 »
In einer älteren Wohnung hatte ich immer mal Besuch von ihnen. Immer aufs Neue wollten sie mit mir über die Bibel reden. Da ich ein offner Mensch bin, hab ich sie reingelassen. Ich war von  meiner eigenen Kriche ganz gut aufgeklärt und habe genau gewußt, was ich will und was ich nicht will.
Eigenartig war, daß die beiden "grauen Herren" (Anspielung auf "Momo" v.M.Ende) sich immer nur auf einige, ganz bestimmte Bibelstellen bezogen und das Gespräch immer in einer ganz bestimmten Richtung führen wollten. Auf Äußerungen meinerseits sind sie leider überhaupt nicht eingegangen, selbst dann nicht, als ich ihnen erzählte, daß ich ihnen gerne zuhöre, jedoch weiterhin Weihnachten feiern und Blut spenden werde. Eigenartig.
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Offline Eric

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Re: Die Zeugen Jehovas
« Antwort #6 am: 03. Juli 2005, 23:32:05 »
über die Türschwelle sind deren Missionare bei uns nie gekommen. Deswegen kann ich das weder bestätigen, noch abschmettern. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass die Zeugen relativ einseitig "forschen". Schließlich bezeichnen sie sich ja als "Bibelforscher".

Offline Guntram

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Re: Die Zeugen Jehovas
« Antwort #7 am: 04. Juli 2005, 07:10:21 »
Wir hatten einen in der Klasse als ich auf der Realschule war (lang ist´s her). Er war ein netter Typ aber doch ein bischen seltsam, lag vermutlich an der Erziehung. Obwohl es keiner laut ausspricht würde ich die Zeugen Jehovas doch als gut organisierte Sekte bezeichenen. Sie bemühen sich seit Jahren als Religionsgemeinschaft mit allen damit verbundenen Privilegien in Deutschalnd anerkannt zu werden und in Berlin haben sie es wohl geschaft.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zeugen_Jehovas

http://www.bistum-trier.de/sekten/kinfos/jehovas.htm

http://www.jehovaszeugen.de/1/default.htm

Wenn sie klingeln, bloss kein Interesse zeigen. Die haben da ein klar geregeltes Verfahren, wie oft sie wiederkommen müssen wenn sich jemand Interesse zeigt um ihn zu bekehren und man krieg sie so schnell nicht mehr los.
Träume sind nicht Schäume, sind nicht Schall und Rauch,
sondern unser Leben so wie wache Stunden auch.
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Offline Bassmeister

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Re: Die Zeugen Jehovas
« Antwort #8 am: 04. Juli 2005, 17:20:04 »
Aha. Dann kann ich Euch genau sagen: dreimal waren sie bei mir. Drei nette Gespräche - dreimal vergeudete Zeit für sie (ob sie das registrieren?) und dreimal was über sie gelernt für mich.
Angst macht mir nur, was ich nicht kenne!
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Offline Sandra

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Re: Die Zeugen Jehovas
« Antwort #9 am: 04. Juli 2005, 18:57:12 »
Angst macht sowas ja auch nicht, denke ich.
Mir tun die Leid, die sowas zu "brauchen" glauben.
Da gibt's Besseres, wenn man schon was zum innerlich anlehnen braucht.

Offline Bassmeister

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Re: Die Zeugen Jehovas
« Antwort #10 am: 04. Juli 2005, 21:26:40 »
Manchen macht das schon Angst:
"Huhuuuu, eine böööse Sekte, da kommste nie wieder raus und dann mußte schuften für die und darfst keinen Kontakt mehr zur Familie undsoweiterundsofort"
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Offline Dagmar

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Re: Die Zeugen Jehovas
« Antwort #11 am: 05. Juli 2005, 01:20:37 »
Na ja, das gilt ja auch für genug Sekten und ist kein bißchen witzig. Ich erinnere mich da an so den einen oder anderen Fall aus meiner Praxis, das war schon sehr übel. Vor Jahren kam mal über die Scientologen ein Buch heraus von einer Aussteigerin - ich habe den Namen der Autorin leider vergessen, das Buch hieß "Ich klage an". Die Autorin konnte das Buch nur unter größten Sicherheitsvorkehrungen (Stacheldraht ums Haus, Videoüberwachung der Haustüre, Sicherheitsdienst, usw.) zuende schreiben. Er erinnere noch, dass das damals auch ziemlich durch die Presse ging.

Das finde ich schon sehr zum Fürchten.
Je fester dir einer die Wahrheit verspricht, in Programmen und Predigten, glaube ihm nicht. Und geh' zu den Gauklern, den Clowns und den Narr'n: Dort wirst du zwar nix, doch das in Wahrheit erfahr'n.

Offline Bastian

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Re: Die Zeugen Jehovas
« Antwort #12 am: 05. Juli 2005, 01:38:04 »
Du meinst Renate Hartwig. Ich hab das Buch auch gelesen, eine bewundernswerte Frau.

Offline Dagmar

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Re: Die Zeugen Jehovas
« Antwort #13 am: 05. Juli 2005, 01:48:57 »
Ja genau! Die meine ich.
Je fester dir einer die Wahrheit verspricht, in Programmen und Predigten, glaube ihm nicht. Und geh' zu den Gauklern, den Clowns und den Narr'n: Dort wirst du zwar nix, doch das in Wahrheit erfahr'n.

Offline Sandra

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Re: Die Zeugen Jehovas
« Antwort #14 am: 05. Juli 2005, 01:59:54 »
Ja, aber was ich meinte, ist: ICH muss mich vor denen nicht fürchten, weil ich da ja nicht hinkomm. Fürchten müssen sich die, die damit zu tun haben. Aber die sind selber schuld.

Offline Guntram

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Re: Die Zeugen Jehovas
« Antwort #15 am: 05. Juli 2005, 06:38:56 »
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Offline Sandra

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Re: Die Zeugen Jehovas
« Antwort #16 am: 05. Juli 2005, 10:30:01 »
Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie strunzdumm manche Menschen sein können, und auf was sie alles hereinfallen.
Ich bin jedes Mal auf's Neue verblüfft. Diese komischen Sekten, diese komischen Werbungen, diese komischen Politversprechungen - lernen die Leute denn nie, einfach mal loigisch nachzudenken?

Offline Guntram

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Re: Die Zeugen Jehovas
« Antwort #17 am: 05. Juli 2005, 10:48:50 »
Hare Krishna Hare Krishna
Krishna Krishna Hare Hare
Hare Rama Hare Rama
Rama Rama Hare Hare
« Letzte Änderung: 05. Juli 2005, 10:50:23 von guntram »
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Offline Bassmeister

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Re: Die Zeugen Jehovas
« Antwort #18 am: 05. Juli 2005, 18:03:55 »
Was genau heißt das eigentlich? Mit diesen Worten wurde ich in Weimar mal auf der Straße angemacht. Das sagte mir aber leider gar nichts.
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Offline Eric

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Re: Die Zeugen Jehovas
« Antwort #19 am: 05. Juli 2005, 18:15:47 »
Was dadaistisches?

Offline Bastian

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Re: Die Zeugen Jehovas
« Antwort #20 am: 05. Juli 2005, 18:25:11 »
"You're my heart, you're my soul
I keep it shining everywhere I go
You're my heart, you're my soul
I'll be holding you forever, stay with you together..."
usw...
« Letzte Änderung: 05. Juli 2005, 22:17:56 von Bastian »

Offline Guntram

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Re: Die Zeugen Jehovas
« Antwort #21 am: 06. Juli 2005, 06:42:59 »
@Bassmeister

Das ist das Mantra der Hare Krishna, mehr unter

http://de.wikipedia.org/wiki/Mantra

Mußt du 10.000.000.000 aufsagen, dann wirst du göttlich erleuchtet oder landest in der Klapsmühle.  ;D
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Offline Sandra

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Re: Die Zeugen Jehovas
« Antwort #22 am: 06. Juli 2005, 10:56:59 »
Krishna und Rama sind Gottheiten. Was hare heisst, weiss ich nicht.
durch die ständige Wiederholung des Mantras wird man in einen bestimmten Geisteszustand versetzt. kann jeder selbst ausprobieren: Wenn man eine einfach tätigkeit immer wieder wiederholt, kommt man in eine Art Trance.
Übrigens stimmt das über das jüdische Mantra bei Wikipedia nicht. Es gibt im Judentum keine Mantras. Was sie da anführen, ist einfach der Anfang eines Gebetes, des Hauptgebetes. Evtl vergleichbar mit "komm Herr Jesus, sei unser Gast" oder sowas in er Art.
Gebete funktionieren ähnlich wei Mantras, nur gehen sie halt textlich und inhaltlich weiter, und wiederholen nicht immer nur einen Satz oder ein Wort.
Aber weil sie eben auch meditativ und/oder wie autogenes Training funktionieren, sagen viele gläubige Menschen, dass richtiges Beten ihnen so helfen kann: Wenn man sich in einen gewissen Geisteszustand versetzen kann, passiert was mit einem. Man kann klarer werden - oder sich zumindest klarer fühlen - man kann zielgerichteter werden. Das heisst, in Unsicherheiten kriegt man dadurch leichter wieder Halt.

Der Gedanke des Mantras ist ähnlich wie in einer Übung, die ich gerne Schülern gegen Lampenfieber gebe: Man beschäftigt einen Teil des Gehirns bewusst mit einer Sache, die sich auch nachgerade automatisch abspielen kann - dann geht alles an "Flatterhaftem", Unsicherheiten, Nervosität, Ablenkung dorthin, und der Rest kann sich freier verhalten.
In meiner Übung lernt man einen Gegenstand erst mal gut kennen - irgendeinen Gegenstand, den man in die Hand nehmen kann - ein ring, eine Kette, eine kleine Figur. Man begreift den Gegenstand, schaut ihn genau an, ist sehr konzentriert dabei. Dann setzt man sich den Gegenstand an irgendeine Stelle am Körper, und versucht, sich das Gefühl genau zu merken.
Und wenn man später in einer Situation ist, wo man Lampenfieber hat, oder sich unsicher fühlt, stellt man sich einfach das Gefühl wieder vor, das man hatte, als der gegenstand am Körper war. Dadurch wird das Gehirn irgendwie wieder zentrierter oder zielbewusster.
Ich hab das mal bei Leuten gemacht, die eine Fernsehschirm-Schulung gemacht haben. Sie mussten eine Moderation einmal mit und einmal ohne diesen "gegenstand-Gedanken" machen. Es war sehr klar zu sehen, wie sehr das hilft.

Oder, auch ein Vergleich, Leute, die ständig mit irgendwas rumspielen müssen (oder Raucher) mit papier herumwuzeln, oder Kugelschreiber kauen - die lenken unbewusst einen Teil der "überschüssigen" Energie in dieses Eck.
Da ist nur das Problem, dass es eine sichtbarer Aktion ist, und daher dem Gegenüber gerade die Nervosität VERMITTELT, die sie eigentlich ablenken soll.

Nur, beim guten Mantra - wie zum Beispiel "Om" kommt dann noch dazu, dass die Schwingungen, die im Körper durch das Aussprechen des Wortes erzeugt werden,  auch heilsam auf diverse Körperregionen wirken. Ist übrigens kein Aberglaube, das wurde schon nachgewiesen. Auch singen oder diverse Gesangsübungen können das.
« Letzte Änderung: 06. Juli 2005, 11:05:45 von sandra »

Offline Eric

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Re: Die Zeugen Jehovas
« Antwort #23 am: 06. Juli 2005, 15:42:39 »
Quote (selected)

Der Gedanke des Mantras ist ähnlich wie in einer Übung, die ich gerne Schülern gegen Lampenfieber gebe: Man beschäftigt einen Teil des Gehirns bewusst mit einer Sache, die sich auch nachgerade automatisch abspielen kann - dann geht alles an "Flatterhaftem", Unsicherheiten, Nervosität, Ablenkung dorthin, und der Rest kann sich freier verhalten.
In meiner Übung lernt man einen Gegenstand erst mal gut kennen - irgendeinen Gegenstand, den man in die Hand nehmen kann - ein ring, eine Kette, eine kleine Figur. Man begreift den Gegenstand, schaut ihn genau an, ist sehr konzentriert dabei. Dann setzt man sich den Gegenstand an irgendeine Stelle am Körper, und versucht, sich das Gefühl genau zu merken.
Und wenn man später in einer Situation ist, wo man Lampenfieber hat, oder sich unsicher fühlt, stellt man sich einfach das Gefühl wieder vor, das man hatte, als der gegenstand am Körper war. Dadurch wird das Gehirn irgendwie wieder zentrierter oder zielbewusster.
Ich hab das mal bei Leuten gemacht, die eine Fernsehschirm-Schulung gemacht haben. Sie mussten eine Moderation einmal mit und einmal ohne diesen "gegenstand-Gedanken" machen. Es war sehr klar zu sehen, wie sehr das hilft.
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Mensch super Sandra, danke für diesen Tip!!! Das werde ich gleich mal bei der nächsten Vorstellung ausprobieren. Ich bin zwar keiner, der von riesigem Lampenfieber vor Vorstellungen geplagt ist, aber vielleicht bekomme ich dieses restliche seltsame Gefühl dadurch auch noch weg.
Solche Tips gehören gesammelt in ein Buch.  ;)

Offline Sandra

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Re: Die Zeugen Jehovas
« Antwort #24 am: 06. Juli 2005, 17:51:07 »
Du musst es üben! erst mal hinsetzen, und den Gegenstand kennenlernen. Dann immer wieder dieses Gefühl "zurückholen". Nicht am selben Tag der vorstellung. Vorher schon üben.

 

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