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Autor Thema: Bisexualität  (Gelesen 2213 mal)

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Offline Eric

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Bisexualität
« am: 14. November 2005, 18:48:54 »
Quote (selected)
"Wer nicht bisexuell ist, verpasst das Beste"
 
Die Schauspielerin Inge Meysel (Bild) empfiehlt, das Sex-Leben nicht auf das jeweils andere Geschlecht zu beschränken. "Wer nicht bisexuell ist, verpasst doch das Beste" sagte sie der Illustrierten "Bunte". Sie bereue ihre sexuellen Erlebnisse nicht. Man habe nur ein Leben und müsse alles ausprobieren. Sonst sterbe man doch verblödet. Richtig verliebt war die "TV-Mutter der Nation" nach eigenem Bekunden das letzte Mal vor 35 Jahren.


Na wenn sogar die "Mutter der Nation" sowas sagt, das gibt Mut.
Ich bin ja einer der Vertreter, der jedem Menschen eine bisexuelle Neigung zuschreibt. Im Kerne sind da sicherlich sehr viele in ihrem tiefen Inneren betroffen. Der Punkt ist der, dass es die meisten Menschen nicht zulassen, weil sie vielleicht Angst haben, diskriminiert zu werden und in ihrer Gesellschaft in Nischen und Schubladen gepresst zu werden.
Schwer macht es der Fakt, dass ein jeder es zu seiner Selbstbestimmung zählt, für sich erstmal zu entscheiden, er sei "ganz normal" und damit die klassische Heterosexualität meint.
Für den reflektierten bewusst lebenden Menschen ist es nun wieder eine Neugier sich selbst etwas genauer und vorurteilsfreier zu beobachten. Wenn jeder diese Selbstbeobachtung praktizieren würde, intensiv!!!, dann kämen so manche zu einer erstaunlichen Erkenntnis.

Nun stellt sich die Frage, warum tut das keiner? Warum ist das Thema Schwulsein und erst recht Bisexuellsein in Deutschland so tabuisiert? (Dass es das in diesem Foru nicht wird weiß ich ja) Warum lassen sich alle so einschüchtern und vorschreiben, wie ihr Sexualleben aussehen soll? Warum haben alle so Flausen im Kopf, dass sie sogar über sich selbst vorurtilsbehaftet urteilen?

Ich hab da ausführlich drüber nachgedacht und auch meinen Freundeskreis da mit einbezogen. Das Ergebnis ist erstaunlich, fast jeder von uns gibt eine Zuneigung zu beiden Geschlechtern zu, auch ich.

Das finde ich höchst interessant! Könnte diese These aufgehen, dass ein jeder zunächst diese Veranlagung in sich trägt und sich erst nach einer Weile des Erfahrungen sammelns herauskristallisiert, wozu man sich mehr hingezogen fühlt? Und bei manchen entscheidet es sich halt gar nicht, bei denen bleibt das gleiche bisexuelle Interesse? Würden ohne diese Vorurteile, die fast alle haben, vielleicht gar die Hälfte homosexuell und die andere heterosexuell leben???

Das sind natürlich rhetorische Fragen. Mich würde interessieren wie ihr darüber denkt und was ihr mit dem Thema für Erfahrungen habt.  
« Letzte Änderung: 14. November 2005, 18:50:25 von theaterfreek »

Offline Bastian

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Re: Bisexualität
« Antwort #1 am: 14. November 2005, 20:05:41 »
Tja, ein paar interessante Gedanken. Das Problem, wenn es denn eines ist, ist, dass jeder es von seiner Warte aus beurteilt.

Der Homosexuelle fragt sich, wieso sich die Heten nicht dem eigenen Geschlecht öffnen- "die verpassen ja was".

Die Heteros fragen, wieso sich die Homos nicht dem anderen Geschlecht öffnen- "die verpassen ja was".

Die Bisexuellen stellen den anderen beide Fragen, und meinen ebenfalls, die anderen verpassen was.

Offline Andrea

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Re: Bisexualität
« Antwort #2 am: 14. November 2005, 21:04:57 »
Ich gehöre zu denen, die beides ausprobiert haben.
Als iuch irgendwann dachte, ich bin sowieso lesbisch, hab ich mich plötzllich in einen Mann verliebt. Also geht beides - bei mir. -
Zum Licht gehört der Schatten, zum Tag die Nacht. Das musst du dir so oft sagen, bis du es weißt und für selbstverständlich hältst. Dann kannst du nicht enttäuscht darüber sein. Denn leben heißt: Das

Offline Eric

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Re: Bisexualität
« Antwort #3 am: 14. November 2005, 21:09:44 »
Würde also meine These bestätigen!?  :)
Also ich würde mich auf beides einlassen, wie halt grad die Chemie stimmt. Warum sollte ich mich nur auf Frauen oder nur auf Männer versteifen! Was du sagst, Andrea, klingt genau nach Bestätigung meiner These...  :)

Offline Bastian

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Re: Bisexualität
« Antwort #4 am: 14. November 2005, 22:07:16 »
Quote (selected)
Warum sollte ich mich nur auf Frauen oder nur auf Männer versteifen!
Na, hauptsache es versteift, oder? ::)

Es ist bestimmt nicht leicht, sich NICHT festzulegen. Und es bestimmt auch altersabhängig. Gerade in einem Alter, wo sich alle anderen mit ihren (ersten) Erlebnissen brüsten- die coolen Männer mit ihren Schnecken, die heißen Frauen mit ihren Mackern... In diesem Alter zu sagen: "Nun, der soundso gefällt mir, aber wer weiß, ob er das auch so sieht.", ist heikel. Dafür braucht man viel Mut und die Bereitschaft öfter zu scheitern als die anderen. Weil die Wahrscheinlichkeit, dass man einen Gleichgesinnten trifft, geringer ist als bei den reinen Heteros. Man fürchtet vielleicht, es könnte von den anderen als Schwäche aufgefasst werden, riskiert diese Empfindungen nicht mehr und fährt dann doch lieber die Mainstream- Schiene, ohne sich die Frage noch weiterhin zu stellen.
« Letzte Änderung: 14. November 2005, 22:08:14 von Bastian »

Offline Eric

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Re: Bisexualität
« Antwort #5 am: 15. November 2005, 17:19:32 »
Da kannst du gut recht haben Basti!  ;)

Offline Bassmeister

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Re: Bisexualität
« Antwort #6 am: 15. November 2005, 21:04:39 »
Ich habe sehr viele schwule Freunde. Gute Freunde. Einige von denen finden mich auch "süß" und ich habe zum Teil recht heftige Annäherungsversuche bekommen. subtil ("du, der xxxxx hat mich gefragt, ob du schon vergeben bist") bis extrem direkt und fordernd. (ein Kollege wollte mich während einer CD-Produktion in der Pause auf dem Kirchen-Klo verführen)
Da hätte ich doch irgend was spüren müssen. Ich mag Männer sehr, aber erotische, verliebte und so ähnliche Gefühle kann ich ihnen beim besten Willen und aller Offenheit nicht entgegenbringen. Vorbehalte gegen Schwule habe ich auch keine.

Die erotischsten Filmfrauen, die ich kenne, sind auch ein lesbisches Pärchen: http://www.kinoweb.de/filme/Bound/film01.html

[size=9]Nicht alles, was zwei Backen hat, ist ein Gesicht...[/size]

Offline whoknows

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Re: Bisexualität
« Antwort #7 am: 16. November 2005, 00:10:17 »
Apropos Film: Hat irgendwer von Euch den Film "The Crying Game" gesehen? Ich will jetzt nichts über den Film verraten - aber wenn Ihr ihn noch nciht gesehen habt - unbedingt in die Videothek und anschauen. GRENZGENIAL!!!!!!

Offline Choirgirl

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Re: Bisexualität
« Antwort #8 am: 16. November 2005, 08:22:30 »
Den hab ich vor einigen Jahren gesehen, aber ich kann mich nicht richtig erinnern. Hatte mich wohl damals nicht so überzeugt. Vielleicht sollte ich ihn mir noch mal ansehen.

Ansonsten glaube ich nicht, dass jeder bisexuell ist. Ich kenne Männer, die nie was mit einer Frau und welche, die nie was mit einem Mann anfangen würden. Frauen sind da aufgeschlossener, glaube ich. So auch ich, obwohl ich auch nie eine richtige Beziehung mit einem Mann haben könnte.

Aber es ist bestimmt so, dass es weitaus mehr Bi- und Homosexuelle gibt als vermutet.
Computer says no.

Offline Choirgirl

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Re: Bisexualität
« Antwort #9 am: 16. November 2005, 08:43:27 »
Wie funktioniert das denn mit der Umfrage? - Ich hab doch eine hinzugefügt!  :-/
Computer says no.

Offline Bastian

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Re: Bisexualität
« Antwort #10 am: 23. November 2005, 18:50:47 »
Keine Ahnung. Habs auch schon mal versucht, und man sieht nix. Was wolltest du denn umfragen?

 

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