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"Wenn sich wer öffnet, mach' ich doch nicht zu. Noch einmal frag ich: Was sagst Du?" (Georg Kreisler, "Was sagst Du?")


Autor Thema: Lyrik nach Adorno  (Gelesen 13302 mal)

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Offline Nilepile

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Lyrik nach Adorno
« am: 22. Mai 2004, 22:13:39 »
Es sei "barbarisch, nach Auschwitz noch Gedichte zu schreiben", meinte einst Theodor W. Adorno. Jetzt bin ich hier im Diskussionsforum an so vielen Stellen auf Zeugnisse kreativer Barbaren gestoßen, dass ich aufrufen möchte zur Diskussion:
Kann man nach Adorno noch Gedichte schreiben? Diskussionsbeiträge sollten aber, wenn möglich, in lyrischer Form abgefasst werden!

Offline Nilepile

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Re: Lyrik nach Adorno
« Antwort #1 am: 22. Mai 2004, 22:17:25 »
Okay, mach ich halt selber den Anfang:

Nach Auschwitz Gedichte Schreiben

Nach Auschwitz heut’ noch Verse und Gedichte
zu schreiben, meint Adorno, sei barbarisch.
Vor Auschwitz ist es heute, kalendarisch,
jedoch unmöglich: Auschwitz ist Geschichte!

Es sei, was dort geschah, niemals vergessen –
barbarisch wäre jede Kontroverse!
Ich schreibe statt nach Auschwitz meine Verse
nach Castrop-Rauxel, Frankfurt oder Essen.

In Auschwitz wurden Juden ausgerottet –
ist das ein Grund, jetzt nimmermehr zu dichten?
Oft lässt sich im Gedichte nur berichten
was anders jeglicher Beschreibung spottet.

Aufs Dichten zu verzichten, nehm’ in Kauf
ich äußerst ungern. Andrerseits das Schreiben,
das kann zur Not dann auch mal unterbleiben:
Ich ruf’ in Polen an und sag es auf!
« Letzte Änderung: 22. Mai 2004, 22:18:04 von Nilepile »

Offline Maexl

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Re: Lyrik nach Adorno
« Antwort #2 am: 23. Mai 2004, 01:59:53 »
ich glaube zu handeln im geiste der geschundenen
wenn ich mich der lyrik hingeb' und verbind
mehr als still, meine worte - verschwundenen
taten gleichend stiller noch als der wind

mein leben, das beben, mein streben nach glück
nicht ausdruck zu verleihen in solch einem stück
so glaube ich, hätte sich keiner
egal wie verletzt - nicht einer
sehnlichst gewünscht als ein stückchen brot
abgesehen der schwäche für einen frühen tod

müde bin ich geh zur ruh...

hätte gerne weiter gedichtet, muss aber auch mal ins bettchön

Maexl


Offline Bastian

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lasagne al forno
« Antwort #3 am: 23. Mai 2004, 02:27:14 »
Quote (selected)
Nach Auschwitz heut’ noch Verse und Gedichte
zu schreiben, meint Adorno, sei barbarisch.
Vor Auschwitz ist es heute, kalendarisch,
jedoch unmöglich: Auschwitz ist Geschichte!

Der gefällt mir, Nile.

Oh, ich soll ja dichten...:

Auch
Erich
Fried
Hat's immer wieder
Versucht.
Barbarisch
Wars oft,
Doch gereimt
Hat
Es sich
Nie!


Und? Liegt das an Auschwitz?

Hä...?

Na, siehste, Adorno...
« Letzte Änderung: 20. Januar 2005, 12:06:26 von Bastian »

Offline Bastian

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Re: Lyrik nach Adorno
« Antwort #4 am: 23. Mai 2004, 02:36:43 »
Und Maexl: schade, dass du jetzt im Bett liegst. Ich hätte gern mehr davon gelesen...

Offline Sandra

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Re: Lyrik nach Adorno
« Antwort #5 am: 23. Mai 2004, 10:18:50 »
Nilepile schreibt ganz richtig
dass hier Gedichte und Geschichte
so zu verknüpfen, sei nicht wichtig.
Wichtig ist bei Gedichten das:
nicht WANN geschrieben, sondern WAS

Casanova

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Re: Lyrik nach Adorno
« Antwort #6 am: 23. Mai 2004, 14:52:12 »
DAS NICHTDICHTEN DICHTEN

Des braunen Kanzlers Kampf im Reich
war national barbarisch:
„Die Menschen sind doch gar nicht gleich:
die Juden sind nicht arisch!“

Der scharfe Ton klang Wiesengrund
bedrohlich und zu mächtig.
Er floh darum aus diesem Grund.
Sein Name schien verdächtig.

In weiter Ferne hinterm Teich
entrann er dem Verhängnis,
denn Roosevelts Land war zum Vergleich
für Juden kein Gefängnis.

Dort änderte er zweifelhaft
den Namen in Adorno.
Die Nazis löschten massenhaft
die Juden aus al forno.

Barbarisch nannte er danach
das Schreiben von Gedichten.
Er sah, dass die Kultur zerbrach,
und niemand konnt’ es richten.

Vernichtet hat die Barbarei
mit dem Verbrennungsofen.
Doch kann die Menschheit zweifelsfrei
verzichten nicht auf Strophen.

Dem Abgebrochensein der Kunst
entspringt ein Neu-Bemühen,
wie auch nach jeder Feuersbrunst
die Wiesen neu erblühen.

Im falschen kein richtiges Leben...
Verstummen der Kunst: kein Wispern...
Der Namenswechsel voll daneben...
Sein Leben brach ab in Visp.

Offline Nilepile

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Re: Lyrik nach Adorno
« Antwort #7 am: 23. Mai 2004, 17:23:11 »
Alle Achtung, Herr Neuhaus! Da ist aber die Adorno-Biographie kräftig zu Rate gezogen worden! Dass Theodor Wiesengrund in Visp von dannen schied, geht doch wohl über das normale und gesunde Maß an Allgemeinbildung hinaus, oder? Trotzdem - wie Du das mit dem "Visp" hingekriegt hast - Respekt. Durch das übermäßige Quellenstudium verfolgt das Gedicht aber insgesamt einen etwas bildungsmissionarischen Ansatz, finde ich. Aber das mag auch mit dem Thema zusammenhängen.
« Letzte Änderung: 17. Juni 2004, 08:45:35 von Nilepile »

Offline Maexl

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Re: Lyrik nach Adorno
« Antwort #8 am: 23. Mai 2004, 18:29:55 »
Es werden sterben die, deren text nicht lyrik
sondern prosa artig, fast schon rührig
beschreiben sollen was da ist
und kritisieren: "welch ein mist"

so seie gesagt, wer meint, dass der Text
"der mensch dessen hund die größten gockel frisst
sah aus als hätte er 10 mal gegen den wind gepisst"
hier angebracht ist dem sei gesagt,
dass er nicht immer mit wissen das papier bekleckst
sondern dass die geistige dimension aus dem bildschirm ragt

wer außerdem noch glaubt adorno gut zu kennen
dem sei nicht gestattet hier
die tatsachen dieses selbigen zu nennen
schluss jetzt, dem herrn ein bier

wer stattdessen meint sich über diese tatsachen
in gryph'schen lettern
zu sinnieren und sich über unvermögen schlapp zu lachen
habe nette vettern
damit seien wohl die meinigen gemeint
fällt auf die nase und heult und weint

als letztes seie euch von mir heut gesagt
ich bin nicht in stimmung zu dichten
da mich jetzt die bestimmung nicht plagt
doch beginnt wieder lyrisch wörter zu schichten
denn wer noch einmal sich der prosa bedient
der hat wohl nur nen treppensturz verdient
« Letzte Änderung: 23. Mai 2004, 18:45:59 von Maexl »

Offline Maexl

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Re: Lyrik nach Adorno
« Antwort #9 am: 23. Mai 2004, 18:44:53 »
Quote (selected)
Alle Achtung, Herr Neuhaus! Da ist aber die Adorno-Biographie kräftig zu Rate gezogen worden! Dass Theodor Wiesengrund in Visp von dannen schied, gehr doch wohl über das normale und gesunde Maß an Allgemeinbildung hinaus, oder? Trotzdem - wie Du das mit dem "Visp" hingekriegt hast - Respekt. Durch das übermäßige Quellenstudium verfolgt das Gedicht aber insgesamt einen etwas bildungsmissionarischen Ansatz, finde ich. Aber das mag auch mit dem Thema zusammenhängen.


übersetzung ins lyrische ^^:

Alle Achtung, Herr Neuhaus!
vor ihren auszügen sehen manch andere nur blass aus
Da ist aber die Adorno-Biographie kräftig zu Rate gezogen worden!
doch müssen sie wissen auf den geistgen tag folgt oft ein all zu klammer morgen
Dass Theodor Wiesengrund in Visp von dannen schied
ist doch wohl kein gesundes Bundesallgemeinbildungsgebiet
rotzdem - wie Du das mit dem "Visp" hingekriegt hast - Respekt
ich für meinen also der autor dieses billgen gedicht wiche aus auf Dialekt
Durch das übermäßige Quellenstudium verfolgt das Gedicht aber insgesamt einen etwas bildungsmissionarischen Ansatz, finde ich
nicht nur du muss ich sagen denn ich glaube auch dass eine derartige verdichtung von daten nicht gut ist, drum zähl zu den kritikern auch mich
Aber das mag auch mit dem Thema zusammenhängen
allerdings mir nicht den besten eindruck aufdrängen

annsonsten seie gesagt, der nächste wicht
der nicht ausdrückt was denkt in einem gedicht
der soll mir nicht mit der vieseitigkeit der lyrik kommen
wie eine aus dem kloster der nonnen, der frommen
die sich in zurückhaltung wiegen
und dabei jesus und die biebel biegen

Offline Nilepile

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Re: Lyrik nach Adorno
« Antwort #10 am: 23. Mai 2004, 19:39:27 »
Danke Maexl, für die Transkription
- vor lauter Kritikerlaune vergaß
ich doch selber beinahe schon
den Reimzwang, den ich legte als Maß...

achja, wie sagt doch Robert Gernhardt so schön:

Ich leide an Versagensangst,
besonders, wenn ich dichte.
Die Angst, die machte mir bereits
manch schönen Reim zuschanden.

Offline Dagmar

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Re: Lyrik nach Adorno
« Antwort #11 am: 24. Mai 2004, 01:01:39 »
Zurück zum Thema:

Der Gequälte ausgestreckt am Boden,
die Schlinge um den Hals.
Der Quäler macht ein Foto,
Ich seh' es pars pro toto!
Die Frauenhand zeigt auf den Hoden,
und in den Wunden brennt das Salz.

So darf ich jetzt nie wieder dichten?
Nie wieder Worte hör'n, die lindern meinen Schmerz?
Verbrechen an der Menschheit schlichten
auch leise Worte,
welche heilen mein gebroch'nes Herz!
« Letzte Änderung: 24. Mai 2004, 01:57:18 von Dagmar »
Je fester dir einer die Wahrheit verspricht, in Programmen und Predigten, glaube ihm nicht. Und geh' zu den Gauklern, den Clowns und den Narr'n: Dort wirst du zwar nix, doch das in Wahrheit erfahr'n.

Offline Sandra

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Re: Lyrik nach Adorno
« Antwort #12 am: 24. Mai 2004, 11:21:31 »
Quote (selected)
Die Nazis löschten massenhaft
die Juden aus al forno.

Also - genial. Ich hab SEHR gelacht. Und es ist natürlich enorm politisch unkorrekt.
Aber das klingt, als würdest du sowas auch beruflich machen. Das ist einfach echt professionell, nicht so wie zB mein Gestammele...



Offline Nilepile

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Re: Lyrik nach Adorno
« Antwort #13 am: 24. Mai 2004, 14:11:54 »
Der Reim ist allerdings wirklich gekonnt eingesetzt, was bei den einzigen beiden mir geläufigen Reimwörtern auf "Adorno" gar nicht so einfach zu schaffen ist (das andere nenne ich jetzt mal nicht - der Adorno-Bezug ist da noch schwieriger hinzukriegen). Allerdings war auch mir schon aufgefallen, dass sich nicht nur "Adorno" auf "al forno", sondern obendrein "barbarisch" auf "arisch" reimt - vielleicht entstammt Adornos Gedicht-Verbot ja nur der Sorge, irgendwer könne sich die naheliegenden Reime machen:

Nach Auschwitz noch zu reimen und zu dichten,
bezeichnet als barbarisch Herr Adorno,
dabei reimt sich sein Name auf den schlichten
Terminus "ebreo al forno".

Die Tatsache, dass ich ausser dem bekannten Auschwitz-Ausspruch von Adorno wenig weiß, ist enorm hilfreich. Eine angemessene Werkkenntnis wäre mir sicher beim Verfassen eines Vierzeilers über Adorno im Wege. Man sieht: Wissen ist (manchmal auch) Ohnmacht.
« Letzte Änderung: 24. Mai 2004, 16:18:14 von Nilepile »

Offline Nilepile

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Re: Lyrik nach Adorno
« Antwort #14 am: 25. Mai 2004, 01:01:44 »
Anmerkungen zu Theodor W. Adorno anlässlich des Erscheinens einer Sonderbriefmarke der deutschen Post am
11. September 2003

Was kann ich von Adorno nur berichten?
Der Mann ist mir fast völlig unbekannt.
Ich sehe mich beinahe außerstand,
da ich nichts weiß, Vernünftiges zu dichten.

Doch Wissen ist auch Ohnmacht. Nur die schlichten
Gemüter können frei und kurzerhand
assoziieren. Andre hemmt Verstand,
sich unbeschwert dem Reime zu verpflichten:

Aß Theodor die Pizza meist „al forno“?
Sah er im Kino manchmal einen Porno?
Das ist mir so egal. Jedoch verwundert,

dass er zum Frankaturmotiv erkoren.
Er wurde neunzehnhundertdrei geboren –
dann wär’ er heute ... lass mal rechnen ... hundert!

Offline Sandra

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Re: Lyrik nach Adorno
« Antwort #15 am: 25. Mai 2004, 01:18:51 »
Du kommst auf den Geburtstag von Adorno
erst jetzt?? Da sag ich nur: Bon Giorno!!!

Offline Bastian

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Re: Lyrik nach Adorno
« Antwort #16 am: 25. Mai 2004, 01:29:35 »
hehe,
und wenn i wos net find'n kann,
dann schau i hierhi und adorno..

Offline Nilepile

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Minima Moralia
« Antwort #17 am: 17. Juni 2004, 08:47:21 »
Die meisten Philosophen dieser Welt
verlassen äußerst ungern ihre Kammern
und sind dabei – es ist doch nur zum Jammern! –
so lebensfern und weltfremd eingestellt.

Kein Kammerphilosoph gibt sich die Blöße,
das wahre Leben draußen zu genießen.
So lassen seine Werke leicht erschließen
des Philosophen Kammerfensters Größe.

Adorno verdichtet’s zum quasi kristallischen
Mantra seiner moralischen Lehre –
die Realität kam auch ihm in die Quere:
Es gibt doch ein richtiges Leben im Phallischen!

Offline Dorian

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Re: Lyrik nach Adorno
« Antwort #18 am: 02. Juli 2004, 15:07:38 »
Quote (selected)
, was bei den einzigen beiden mir geläufigen Reimwörtern auf "Adorno" gar nicht so einfach zu schaffen ist (das andere nenne ich jetzt mal nicht - der Adorno-Bezug ist da noch schwieriger hinzukriegen).

Stimmt, zu "Storno" fällt mir auch nix ein  ;D
« Letzte Änderung: 02. Juli 2004, 15:08:40 von Dorian »

Offline Dorian

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Re: Lyrik nach Adorno
« Antwort #19 am: 02. Juli 2004, 15:33:57 »
Dann will ich hier auch mal meinen Einstand geben.  Die Inspiration durch ein Liedes unseres Forumsnamensgebers soll hier gar nicht verleugnet werden...


Es war in Frankfurt eines nachts zu später Stunde
Die alten Linken schwärmten von vergang'ner Zeit
Ein junger Spund der saß bei Ihnen in der Runde
und soff mit Ihnen (alle war'n schon ziemlich breit)

Er machte Witze über neunzehnachtundsechzig
und fand, die großen Ideale war'n bloß Dreck
er nannte sie blasiert und ewiggestrig
doch sie hörten nur gelassen drüber weg

selbst als er sie verkalkte Kiffer nannte,
da lobte man bei ihm noch den Humor
Man nahm ihm das nicht krumm, doch dann schlug die Stimmung um,
denn er sagte etwas über Theodor

@Sandra: besser?

Offline Maexl

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Re: Lyrik nach Adorno
« Antwort #20 am: 02. Juli 2004, 17:05:10 »
schön gedichtet panther
in deine liedauswahl
klang mein name doch zu drall
als dass meiner kehle wäre zu kahl

fast so gut find ich auch das original
wie von des panthers verwandten
grade dessen worte wurden mir nie noch schal
den ollen kurt, den heute alle irgendwoher kannten

auch verrat ich einen meiner favoriten
ein gedicht, dass er wohl nie bereut
solch qualität hat kaum ein anderer zu bieten
rosen auf den weg gestreut

ich les auch gern parallel des kästners frühe mühen
oder kennt ihr das land in dem die kanonen blühen?

Offline Sandra

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Re: Lyrik nach Adorno
« Antwort #21 am: 02. Juli 2004, 18:32:40 »
Quote (selected)
@Sandra: besser?

MICH fragste?? Was hab ich damit zu tun??

Aber wenn du mich schon fragst: Wo ist die Bridge? Wo der Refrain?

Während er soff,
kam Stroganoff:
Denn du darfst kiffen oder saufen
gefälschte Uhren verkaufen
Du wirst sehn, der Stroganoff schaut nicht mal her
Du darfst auch grüne Smileys verwenden
Auf wikipedia Sandra schänden ( ;D)
Aber sag nichts gegen Adorno, das schadet Dir SEHR...


(Ich bitte das aber als l'art pour l'art zu verstehen. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind REIN zufällig ;) und nur des Reimes wegen!!)
« Letzte Änderung: 02. Juli 2004, 18:33:30 von sandra »

Offline Andrea

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Re: Lyrik nach Adorno
« Antwort #22 am: 03. Juli 2004, 09:40:45 »
 ;D ;D
Zum Licht gehört der Schatten, zum Tag die Nacht. Das musst du dir so oft sagen, bis du es weißt und für selbstverständlich hältst. Dann kannst du nicht enttäuscht darüber sein. Denn leben heißt: Das

Offline Nilepile

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Re: Lyrik nach Adorno
« Antwort #23 am: 19. Januar 2005, 19:18:02 »
In einem neuen See
versinkt bald Horno.
"Dies Reimwort ist passé",
frohlockt Adorno.
« Letzte Änderung: 26. Januar 2005, 20:21:57 von Nilepile »

Offline Katinka Koschka

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Re: Lyrik nach Adorno
« Antwort #24 am: 25. Januar 2005, 20:23:59 »
Frohlock nicht zu früh Adorno
Es gibt dafür NEU-Horno
;)
Apripi -das heißt- apropos, Halli halli hallo

 

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