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Das Georg Kreisler Forum ist dem Werk des Satirikers, Dichters und Komponisten Georg Kreisler gewidmet. Das Georg Kreisler Forum ist ein Fanprojekt, Sie sind also herzlich eingeladen, Informationen zu Georg Kreisler beizusteuern und an den vielfältigen Diskussionen - auch weit über Georg Kreislers Werk hinaus - teilzunehmen.

"Wenn sich wer öffnet, mach' ich doch nicht zu. Noch einmal frag ich: Was sagst Du?" (Georg Kreisler, "Was sagst Du?")


Autor Thema: Georg Kreisler in Hamburg  (Gelesen 20443 mal)

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Offline Eric

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Re: Georg Kreisler in Hamburg
« Antwort #50 am: 01. November 2006, 20:06:40 »
Quote (selected)
Peter Silie wohnt wieder in Wien und ist nicht mehr in Hamburg.

Oh gott, jetzt geht das bei dir auch noch los, dass du über dich in der dritten Person redest... Eric beobachtet diese "Mode" recht verständnislos  ;)

Offline Dagmar

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Re: Georg Kreisler in Hamburg
« Antwort #51 am: 01. November 2006, 23:12:39 »
Danke @Volker für das Posting mit dem Interview!  :)

[size=9](sagt Dagmar  :P)[/size]
« Letzte Änderung: 01. November 2006, 23:13:20 von Dagmar »
Je fester dir einer die Wahrheit verspricht, in Programmen und Predigten, glaube ihm nicht. Und geh' zu den Gauklern, den Clowns und den Narr'n: Dort wirst du zwar nix, doch das in Wahrheit erfahr'n.

Offline whoknows

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Re: Georg Kreisler in Hamburg
« Antwort #52 am: 01. November 2006, 23:42:19 »
Vor allem aber ist Peter Silie viel zu selten hier im Forum. :-*

Offline Dagmar

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Re: Georg Kreisler in Hamburg
« Antwort #53 am: 01. November 2006, 23:43:40 »
Yep!!
Je fester dir einer die Wahrheit verspricht, in Programmen und Predigten, glaube ihm nicht. Und geh' zu den Gauklern, den Clowns und den Narr'n: Dort wirst du zwar nix, doch das in Wahrheit erfahr'n.

RIK

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Re: Georg Kreisler in Hamburg
« Antwort #54 am: 02. November 2006, 08:11:26 »
http://www.abendblatt.de/daten/2006/11/01/632629.html  Tim Fischer über seine Zusammenarbeit mit Georg Kreisler. Hamburger Abendblatt vom 1.11.2006

Offline whoknows

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Re: Georg Kreisler in Hamburg
« Antwort #55 am: 02. November 2006, 10:09:20 »
Wenn die PR Maschine zuschlägt. Die Weltreise hat GK letztes Jahr gemacht. Aber ansonsten - ist doch schön, wenn es alles so gut läuft. SO viel PR wünsch ich jedem....

Offline Dagmar

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Re: Georg Kreisler in Hamburg
« Antwort #56 am: 02. November 2006, 22:56:48 »
Quote (selected)
SO viel PR wünsch ich jedem....

 :-/ Ja ich auch. Aber ich wünsche es eher anderen...

Geht es nur mir so??? Würde mich mal interessieren?!? Denn - ich oute mich mal - ich bin auch neidisch. Das geben ja die wenigsten zu, aber ich bin's halt! Gar nicht mal nur meinetwegen!

Leider leider: Ich gönne es TF nicht so wirklich, und mein "oooh, schön für ihn" ist eher halbherzig und lahm. Er hat den Erfolg vielleicht verdient, das kann ich gar nicht beurteilen, ich habe das Stück nämlich noch gar nicht gesehen.
Je fester dir einer die Wahrheit verspricht, in Programmen und Predigten, glaube ihm nicht. Und geh' zu den Gauklern, den Clowns und den Narr'n: Dort wirst du zwar nix, doch das in Wahrheit erfahr'n.

Offline whoknows

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Re: Georg Kreisler in Hamburg
« Antwort #57 am: 02. November 2006, 23:25:44 »
Bedingt. Ich finde es irgendwie sonderbar, dass GK eine Tochter hat, die durchaus auch seine Lieder gut singt - jedenfalls sicher nicht schlechter als TF - und er sich stattdessen eine Art Ersatzsohn nimmt, der noch dazu aussieht, wie die Tochter vor 15 Jahren  (und ein Mann ist, wie sein Sohn, den er ja auch verstossen hat) - nur eben ohne die Vergangenheit dran.
Das finde ich schwach. Andererseits ist das auch eine Privatsache, und zwar SEINE Privatsache, wenn er sein Leben so auf die Reihe kriegt und nicht anders, dann muss es eben so sein.
Und - auch wenn ich TF nicht für den besten Kreisler-Interpreten halte - es gibt definitiv schlechtere, und letztlich ist die Hauptsache, dass die Lieder überleben. Insofern ist es gut, wenn es da viel PR gibt, das gibt dann zusätzlich noch Umwegrentabilität für alle, die Chansons machen. Denn das Interesse an der Kunstform als solcher wird so auch ge-PR-t.

Offline Dagmar

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Re: Georg Kreisler in Hamburg
« Antwort #58 am: 02. November 2006, 23:59:36 »
Quote (selected)
Ich finde es irgendwie sonderbar, dass GK eine Tochter hat, die durchaus auch seine Lieder gut singt - jedenfalls sicher nicht schlechter als TF - und er sich stattdessen eine Art Ersatzsohn nimmt, der noch dazu aussieht, wie die Tochter vor 15 Jahren  (und ein Mann ist, wie sein Sohn, den er ja auch verstossen hat) - nur eben ohne die Vergangenheit dran

Ja das ist es wohl! Das ist das, was mich wohl ziemlich stört, und mich auch neidisch werden lässt. Und was mir auch weh tut - und mich in Abwehr dieses Gefühls noch neidischer werden lässt.

Stimmt, dass die Lieder so überleben. Stimmt auch, dass es so quasi PR für "alle" ist.

Trotzdem  :-/ :-X :(
« Letzte Änderung: 03. November 2006, 00:00:26 von Dagmar »
Je fester dir einer die Wahrheit verspricht, in Programmen und Predigten, glaube ihm nicht. Und geh' zu den Gauklern, den Clowns und den Narr'n: Dort wirst du zwar nix, doch das in Wahrheit erfahr'n.

Volker2

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Re: Georg Kreisler in Hamburg
« Antwort #59 am: 03. November 2006, 00:36:58 »
Eines steht für mich außer Frage: Tim Fischer und Georg Kreisler haben den Beifall und die Aufmerksamkeit verdient.
Als Fan von beiden kann ich nur froh sein, dass so viel geschrieben wird, denn etwas Neues erfährt man immer wieder.

Stellt sich die Frage, ob es gerecht ist, dass andere für ihre guten Leistungen weniger Aufmerksamkeit kriegen. Ist es natürlich nicht, aber das Leben ist eben kein Wunschkonzert und noch viel weniger gerecht. Wenn jeder das kriegen würde, was er verdient, ... (wenn ich das aktuelle Beispiel der Dixie Chicks sehe, kriege ich den blanken Hass auf die God-bless-you-Amerikaner – aber das gehört ja gar nicht hierher).

Es ist traurig, dass die kreislerischen Familienbande zerbrochen sind. Und was ich nicht verstehen kann ist, dass GK seiner Tochter die Anerkennung verweigert, die sie zweifellos verdient hat, denn besser habe ich die Kreisler-Lieder – teilweise auch von himself – noch nicht gehört (ich sage nur: das Vorletzte Lied, Wenn ich lieben dürfte, Lassen Sie nur meine Tante oder Der Mensch muss weg). Und mit ihrem kongenialen Partner Roger Stein liefert sie als Wortfront ebenfalls hervorragende Arbeit ab.

Klar, ich mag Tim Fischer, seine Konzerte sind großartig – aber ich hoffe, eines Tags auch noch mal Sandra Kreisler in concert mit Kreisler-Liedern erleben zu dürfen (Ich glaube, mit diesem Wunsch werde ich mich gleich an den Weihnachtsmann wenden...).

RIK

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Re: Georg Kreisler in Hamburg
« Antwort #60 am: 03. November 2006, 00:50:14 »
Tim Fischer war von Georg Kreisler für die Berliner Uraufführung von Adam Schaf nicht vorgesehen. Die Uraufführung bot er Karsten Troyke an. Karsten Troyke hatte das Skript schon in Händen und bereit die Rolle zu übernehmen. Angeblich bestand der Verlag auf Tim Fischer, weil zugkräftiger. Diesem Argument ist nicht zu widersprechen, es überzeugt. Die Frage ist im Business nicht, wer es besser kann. Die Theater müssen voll sein und das geht bei Kreisler Liedern eben nur mit Tim Fischer. Familiäre Verhältnisse, die sollten bei der Kunst keine Rolle spielen und sind eher hinderlich. Dafür gibt es viele böse Beispiele. Ich glaube nicht, dass Georg Kreisler den Tim Fischer von Herzen lieb hat. Mein Eindruck ist, er benutzt den Tim sehr egoistisch für eigene Zwecke. Tim lässt das mit sich gerne machen und profitiert ordentlich davon. Unterm Strich geht für beide Akteure die Rechnung auf. Die Leute sind im Gespräch und die Kasse stimmt.

Offline whoknows

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Re: Georg Kreisler in Hamburg
« Antwort #61 am: 03. November 2006, 10:41:38 »
Quote (selected)
Familiäre Verhältnisse, die sollten bei der Kunst keine Rolle spielen und sind eher hinderlich
Da hast Du VÖLLIG Recht!
Quote (selected)
Ich glaube nicht, dass Georg Kreisler den Tim Fischer von Herzen lieb hat.
Ich habe mir erzählen lassen, dass seine FRAU vor allem TF extrem mag - ich denke schon, dass es eine Mischung ist - und ich denke auch, dass TF es sehr wohl versteht, jemanden "einzukochen" wenn er das will - das ist aber jetzt nicht negativ gemeint, ich denke, es ist für ihn schon toll, mit einer Legende zu arbeiten.
Und eben: es profitieren letztlich nicht nur die beiden - sondern ALLE davon. In gewisser Weise auch seine Tochter - denn wenn das Interesse an seinen Liedern steigt, steigt auch das Interesse an anderen Interpreten.

Offline Eric

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Re: Georg Kreisler in Hamburg
« Antwort #62 am: 03. November 2006, 15:20:09 »
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Und eben: es profitieren letztlich nicht nur die beiden - sondern ALLE davon. In gewisser Weise auch seine Tochter - denn wenn das Interesse an seinen Liedern steigt, steigt auch das Interesse an anderen Interpreten.

Genau DAS ist der Punkt ! Ich bin ein lebendes Beispiel für das was du sagst. Hätte ich nicht vor 3 Jahren ungefähr TF im Fernsehen gesehen und was er singt toll gefunden, so hätte ich nie über Kreisler recherchiert, wäre nicht in diesem Forum, würde keine Sandra Kreisler kennen und kein wortfront und auch keine Dagmar Anuth, hätte nicht in Berlin den "erotischen Kreisler" gesehen u.s.w.... Insofern macht TF seine Sache als eine Art Missionar für das Chanson sehr gut und hat auf mein Leben zum Beispiel einen recht großen Einfluss, denn ohne ihn hätte ich das Chanson nicht für mich entdeckt. Das ist Fakt und das ist der Verdienst Fischers.

Offline Peter Silie

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"Schaf"-Kritik in der "Welt"
« Antwort #63 am: 04. November 2006, 03:58:51 »
Quote (selected)
Regierungserklärungssätze von Angela Merkel im O-Ton einzublenden ist ebenso fad wie Diaprojektionen von Nacktmodellen beim Lied "Wenn die Mädchen nackt sind".
Muß da widersprechen. Die Merkelzitate fand ich lustig und entlarvend eingesetzt, und die Mädchen waren nicht fad, die waren HOT!! [/color]

Offline whoknows

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Re: Georg Kreisler in Hamburg
« Antwort #64 am: 04. November 2006, 11:19:24 »
Ich hab's ja nicht gesehen - aber ich muss ehrlich sagen, ich finde ganz grundsätzlich  das Einspielen von Dias oder das Abspielen von Bändern einen sehr angestaubten Kunstgriff, der für mich nur dann legitim ist, wenn die gleiche Aussage WIRKLICH auf keinem anderen Weg erzeugt werden kann, und TOTAL notwendig ist.
Bei den Merkel-Zitaten kann ich das nicht beurteilen, weil ich nicht weiss, welche Zitate und wann genau - und ob sie nicht einfach nur einen Umzug überdauern sollten.
Bei den Nackten Mädchen WEISS ich einfach:sowas ist nicht notwendig. Es KANN eigentlich nur quasi unterstützend für den Interpreten eingesetzt werden - und wenn der Interpret DAS braucht........ ::)

Volker2

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Re: Georg Kreisler in Hamburg
« Antwort #65 am: 04. November 2006, 13:47:23 »
Da werden ja nicht nur Dias – von zugegebenermaßen sehr attraktiven nackten Mädchen (ohne Flaschenzug am Zwischendeck oder Salimi sonstwo – an die Wand geworfen. Adam Schaf schlägt dazu die Pauke, und mit jedem Schlag wechseln die Bilder. Das finde ich sehr effektvoll und originell, es bringt Bewegung in das Ein-Mann-Kammerspiel, und es ist – aus meiner männlichen Sicht – schön anzuschauen ... [smiley=rolleyes.gif]

Als lustige Alternative würde mir höchstens einfallen, den Spot auf Frauen im Publikum zu richten – ob das aber bei den Betroffenen gut ankommt – von wegen Flaschenzug etc. – wage ich zu bezweifeln.

Ich gehe nicht oft ins Theater und kann daher nicht beurteilen, mit welchen Ideen und Effekten andere Regisseure arbeiten. Ich persönlich fand die "Adam Schaf"-Inszenierung richtig gut. Aber ich habe bereits an anderer Stelle gesagt, dass ich die "Welt"-Kritik nicht teilen kann. Letztlich ist das ja alles eine Geschmacksfrage, über die man nicht streiten kann, es aber natürlich immer wieder tut.

Offline whoknows

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Re: Georg Kreisler in Hamburg
« Antwort #66 am: 04. November 2006, 19:16:03 »
Quote (selected)
Das finde ich sehr effektvoll und originell, es bringt Bewegung in das Ein-Mann-Kammerspiel, und es ist – aus meiner männlichen Sicht – schön anzuschauen ...  
Als lustige Alternative würde mir höchstens einfallen, den Spot auf Frauen im Publikum zu richten – ob das aber bei den Betroffenen gut ankommt – von wegen Flaschenzug etc. – wage ich zu bezweifeln.
Aber....wozu? Ist das Lied an sich nicht stark genug? Ist der Interpret an sich nicht stark genug?
Klar, man kann viel machen - aber muss man es auch? Ich finde sinnlose Einfälle, einfach nur, weil's "nett" ist, sind ein Zeichen von mangelndem Vertrauen in Text, Musik, Darsteller. Ich finde, die Dinge, die auf einer Bühne passieren, müssen einen Grund haben. Sie müssen eine Wirkung erhöhen oder erzeugen, die ohne diesen Einfall nicht da  oder schwächer wäre. War es das? Oder war's einfach nur ein "netter Gag"? Muss man gerade dieses Lied auch noch "erklären"?
Für mich klingt das ähnlich, wie wenn man beim "Weg zur Arbeit" die Gesichter der Passanten oder Leute in Hitleruniformen zeigt. Wozu?
« Letzte Änderung: 04. November 2006, 19:17:11 von whoknows »

Volker2

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Re: Georg Kreisler in Hamburg
« Antwort #67 am: 04. November 2006, 20:11:15 »
Ich denke, man muss das Stück dann doch gesehen haben, um konkret diskutieren zu können, um bewerten zu können, ob dies oder das notwendig ist. Richtig ist, dass man nicht jeden Firlefanz auf die Bühne bringen muss, der vielleicht denkbar ist. Weniger ist manchmal mehr - aber das berücksichtigt auch diese Kreisler-Inszenierung.

Letztendlich ist es doch ein Musical, in dem nicht nur gesungen, sondern auch geschauspielert wird. Natürlich kann man die nackten Mädchen auch am nackten Mikrofon interpretieren (das tut Herr Fischer ja auch gekonnt in seinem normalen Kreisler-Programm), aber in den Kulissen soll ja auch ein bisschen was passieren. Für jedes Lied gibt es einen anderen Einfall. Beim "Weg zur Arbeit" denkt Adam Schaf, was er von den Passanten hält, der Gesang wird eingespielt.  
etc.

In Zusammenhang mit diesem Musical finde ich es wirkungsvoll, weil hier für Ohr u n d Auge im wahrsten Sinne des Wortes kräftig auf die Pauke gehauen wird.
Aber wie gesagt, alles Geschmackssache.

Offline fanny

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Re: Georg Kreisler in Hamburg
« Antwort #68 am: 04. November 2006, 22:45:03 »
Es ist fast ein Jahr her, dass ich mich mal in diesem Forum zu Wort gemeldet habe (bin fast immer wortkarg  :-[).
Deshalb sage ich erst mal euch allen Hallo!
Auch ich habe mir "Adam Schaf" angesehen und angehört und möchte speziell zu den "nackten Mädchen" meinen ganz persönlichen Eindruck kundtun. Auch ich finde das Lied selbst schon stark, und die Pauke hat dazu noch einen speziellen Akzent gesetzt. Bei den ersten Takten war ich dadurch sehr berührt und habe eine Gänsehaut bekommen. Als dann die Dias eingeblendet wurden, war dieser Effekt sofort weg, und als dann noch als Gag das Foto von einem nackten Mann kam und Adam Schaf seinen Kommentar zum "falschen Bild" äußerte, war für mich der eigentliche Gehalt des Liedes vollends weg. Gelächter aus dem Publikum zu diesem Gag, aber nicht mehr das    Lachen, das im Halse steckenbleibt, das bei vielen Kreisler-Liedern provoziert wird und sie deshalb meines Erachtens auch so  wirkungsvoll macht.

Offline whoknows

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Re: Georg Kreisler in Hamburg
« Antwort #69 am: 04. November 2006, 23:49:39 »
Hallo Fanny! Schade eigentlich, dass Du dich so selten äusserst - vor allem wenn Du mir Recht gibst  ;) ;D
Nein, aber ernsthaft - wir freuen uns doch immer über "Zuwachs" - und bezüglich Schaf und Inszenierung: klar, wenn man es gesehen hat, redet man konkret und nicht (wie ich) eher grundsätzlich - und ausserdem ist letztlich alles immer Geschmackssache....

Offline Dagmar

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Re: Georg Kreisler in Hamburg
« Antwort #70 am: 05. November 2006, 00:18:01 »
Quote (selected)
aber ich muss ehrlich sagen, ich finde ganz grundsätzlich  das Einspielen von Dias oder das Abspielen von Bändern einen sehr angestaubten Kunstgriff

Na ja - nochmal zurück zu diesem Punkt: Ich kann mich an sehr lange und durchaus hitzige Diskusssionen mit meiner Regisseurin erinnern, weil ich zu einem Brechtliederabend einmal eine Beamerprojektion zum Ackermann-Prozess ablaufen lassen wollte  ;) (Die Regie-Idee ist letztlich an der Technik und nicht an der Idee an sich gescheitert, aber egal) Was ich sagen will: Es gibt aus meiner Sicht nach wie vor durchaus "Brücken" zwischen dem Lied und einem zunächst ganz anderen Bezug, den eine solche Projektion dann schlagen helfen kann. Und diese Bezüge liegen nicht unbedingt sofort auf der Hand (zur Erläuterung: HEUTE liegt das sehr nahe und quasi auf der Hand, DGO-Lieder z.B. mit Ackermann zu assoziieren - zu der Zeit der zitierten Idee rollte die Ackemann-Geschichte gerade an). Und dann finde ich solche Regie-Ideen durchaus interessant.

Ich habe das bislang nicht gesehen - die nackten-Mädchen-Bilder - da kann ich nix zu sagen. Grundsätzlich nur finde ich die Idee zunächst einmal nicht vor vorneherein abwegig.
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Offline whoknows

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Re: Georg Kreisler in Hamburg
« Antwort #71 am: 05. November 2006, 00:37:12 »
Ich kann mich auch erinnern. Das DAS an der Technik scheiterte, ist mir allerdings entgangen. Ich erinnere mich nur an ein Umziehen hinter Vorhang, das an der Technik scheiterte. Und im übrigen war es DEINE Idee, die Regisseurin war strikt dagegen, oder irre ich mich?
Und, äh, was sind DGO-Lieder? Und warum sind nackte Mädchen zu zeigen "weit hergeholt"?
« Letzte Änderung: 05. November 2006, 00:39:04 von whoknows »

Offline Dagmar

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Re: Georg Kreisler in Hamburg
« Antwort #72 am: 05. November 2006, 01:09:30 »
Doch!! Weisst Du das nicht mehr??? Bei der Premiere fiel der Beamer aus. Wir haben dann in all der Hektik kurzerhand beschlossen, die ganze Projektion fallen zu lassen - weil das Teil schlicht nicht ging. Dabei ist es allerdings dann für alle Zukunft auch geblieben, weil ich am Ende nach den vielen Diskussionen auch selber nicht mehr restlost überzeugt war und sein konnte von dieser Regie-Idee. Und heute hat die Zeit die Idee überholt).

Das mit dem Umziehen hinter dem Vorhang war eine ganz andere Nummer. DIE scheiterte auch an der "Technik", nämlich an dem Vorhang - und deshalb haben wir diese Idee fallen gelassen. Das hatte nullkommanull mit dem Beamer irgendetwas zu tun

Die Beamergeschichte war meine Idee, die "Hinter-dem-Vorhang-Umzieh-Idee war die Idee der Regisseurin.

DGO= sorry ist mir immer zu lang zum Schreiben: Dreigroschenoper.

Ich wollte allerdings etwas ganz anderes sagen! Nochmal deshalb: Ich finde nach wie vor - und das mag ja jeder anders sehen - dass Bilderprojektionen eine interessante Regie-Idee sein können, die neue und für den Zuschauer zunächst einmal eben nicht auf der Hand liegende Bezüge setzen helfen können. Nackte Mädchen zu einem Lied über nackte Mädchen einzublenden würde ich als dämlich empfinden. Ich habe aber Adam Schaf nicht gesehen, deshalb kann ich zu der Nummer, um die es hier geht,  z.Zt. nix sagen. Grundsätzlich möchte ich nur der These widersprechen, dass es rundsätzlich und immer ein verstaubter Kunstgriff sei, Projektionen einzublenden. Das sehe ich persönlich anders.
« Letzte Änderung: 05. November 2006, 01:31:15 von Dagmar »
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Offline Andrea

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Re: Georg Kreisler in Hamburg
« Antwort #73 am: 05. November 2006, 17:32:37 »
Die Diskussion hat für mich eine Parallele zur Diskussion: Computer auf der Bühne oder nicht. Zu viele Sounds auf der Bühne? usw. Wortfront hat mich da echt umdenken gelehrt. Wenn jemand so gut das Handwerk des Laptops und dessen Sounds beherrscht wie Roger, dann kann man das machen. Hört man bei einer Darbietung aber, dass schlecht programmiert wurde, verschandelt es die Darbietung. Und genauso sehe ich - die ich blind bin und weiß Gott nicht beurteilen kann, ob Projektionen auf der Bühne zu viel sind oder nicht - die Sache dazu. :-)
Zum Licht gehört der Schatten, zum Tag die Nacht. Das musst du dir so oft sagen, bis du es weißt und für selbstverständlich hältst. Dann kannst du nicht enttäuscht darüber sein. Denn leben heißt: Das

Volker2

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Re: Georg Kreisler in Hamburg
« Antwort #74 am: 15. November 2006, 14:18:22 »
Nur als kurze Info: Laut Büro Tim Fischer wird die geplante "Adam Schaf"-CD auch den kompletten Zwischentext, von Georg Kreisler leicht modifiziert für die Hörfassung, enthalten.

 

Bei der Schnellantwort kannst du Bulletin Board Code und Smileys wie im normalen Beitrag benutzen.

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Wie heißt Georg Kreisler mit Vornamen?:
Schreibe das folgende Wort: Bluntschli:

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