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"Wenn sich wer öffnet, mach' ich doch nicht zu. Noch einmal frag ich: Was sagst Du?" (Georg Kreisler, "Was sagst Du?")



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Zusammenfassung

Autor: Guntram
« am: 31. August 2006, 08:47:27 »

Wenn man an die nächsten Zeilen denkt " es quietschen die Knochen ... " dann wohl eher auffressen. Ist wohl die Freiheit des Texters?
Autor: whoknows
« am: 30. August 2006, 23:28:20 »

Eigentlich heisst verjuxen ausgeben, verplempern. Man verjuxt üblicherweise Geld oder Zeit.
Autor: Katinka Koschka
« am: 30. August 2006, 22:29:45 »

Bedeutet "verjuxen" bei Max auf der Rax "verspotten" (von Jux) oder was anderes...?
Autor: whoknows
« am: 30. August 2006, 15:02:57 »

Ave, Römer!  ;) Aber das war ein Mistverständnis Deinerseits. "In der Stille" bezieht sich auf den Liedtitel, wo der Adlatus vorkommt. Erklärt wurde er schon weiter oben. Aber trotzdem schön, einen Neuen hier zu haben! :)
Autor: Scipio
« am: 30. August 2006, 11:02:21 »

Quote (selected)
Ich habe mal alle Begriffe aus den vorhandenen Liedtexten,
die meiner Meinung nach, einer Erklärung bedürfen zusammengestellt ...
Atlatus      entspr.       In der Stille....

Im Falle des "Atlatus", trifft das nicht ganz zu.

Denn der Begriff/das Wort "Atlatus" kommt ja mal ursprünglich aus dem Lateinischem Sprachgebrauch
und bedeutet nichts weiter,

als Diener, Assistent oder halt einfach ein als helfender Verwalter eingesetzter Sklave
Autor: joelli
« am: 17. Juni 2004, 11:33:22 »

Heut' hab' ich den "Seller" auch kapiert, heisst "Söller" (offene Plattform oberer Stockwerke, oder Dachboden)
Autor: joelli
« am: 16. Juni 2004, 09:21:35 »

Adlatus ist ein Helfer, ähnlich wie

Comie     Telefonbuchpolka = Commis (franz. Gehilfe, hier ist wohl der Beisitzer gemeint)

Deirischen    Das war net (Terrischen = Gehörlosen)

Stana sind einfach Steine.

Ruderleib’l      Achtzehn Jahre (ärmelloses Leiberl)

Untam     Für was bist du gekommen (Untam ist einer der sich nicht durch Geschicklichkeit auszeichnet, dem alles schiefgeht)

Zahnderln    Der Tod, das muß ein Wiener sein (Diminuitiv von Zähne)
Autor: Guntram
« am: 16. Juni 2004, 08:58:35 »

Ich habe mal alle Begriffe aus den vorhandenen Liedtexten, die meiner Meinung nach, einer Erklärung bedürfen zusammengestellt um sie ins Werksverzeichnis aufzunehmen. Wobei mir das bisher im Forum geschrieben eine gute Basis war. Folgende Begriffe sind übrig geblieben:

alte Kohn          Die letzten Tage
Atlatus             In der Stille
Blaues Glas      Aus blauem Glase
Comie               Telefonbuchpolka
Deirischen         Das war net
Fujang              Die Chinesen
Großvardein      Die letzten Tage
Mopperl               Der Tod, das muß ein Wiener sein
Osse                        Der Kämpfer
Romarei            Der Weihnachtsmann auf der Reeperbahn
Ruderleib’l                Achtzehn Jahre
Seller                        Das Holz für unsern Gartenzaun
Staane                Das war net
Untam               Für was bist du gekommen
Zahnderln         Der Tod, das muß ein Wiener sein

Gefragt sind hauptsächlich die Österrreicher weil das meiste austria-Spezifische Ausdrücke sind oder in der BRD nicht mehr gebräuchlich sind.

Beim "alten Kohn" weiß z. B. ich nicht hat Kreisler einfach einen Namen genommen oder hat er eine hintergründige Bedeutung. Genauso beim "Blauem Glas" ich bin der Meinung das bezieht sich auf Kobaltglas, aber es fehlt ein Zusammenhang, falls es ihn gibt.
Autor: Sandra
« am: 30. November 2003, 22:11:44 »

Basti, vergiss es, das mit der Leich wird nicht so verstanden.....
Autor: Johannes
« am: 30. November 2003, 18:04:39 »

@Bastian
Ich meinte unausgesprochen die ganze Kruzifix-Geschichte bis hin zum BVerfG von *...??...* ca. 2000. Wahlplakate meinte ich nicht, ich hab auch nichts von solchen Plakaten mitbekommen oder vielleicht wieder vergessen. Aber das ist ja eine Bestätigung des ganzen Vorgangs, wenn Du Ähnliches, also Zutreffendes verstanden hast.
Autor: Bastian
« am: 30. November 2003, 03:23:42 »

Mit dem Wahlplakaten meinte ich die "angenagelten Leichenfiguren  im öffentlichen Raum". War doch Landtagswahl.
Autor: Johannes
« am: 30. November 2003, 01:44:58 »

@ Guntram
;D

@ Bastian
Was waren Wahlplakate? (Oder meinst Du gar die "Keine Anzeige" aus der Titanic 12/1986, S.36/37, mit dem Typen, der aus Weißblechdosen ("Ich war eine Dose") recycelt, sozusagen wiederauferstanden wurde? Das gab damals eine Rüge vom Presserat, haha.)
Autor: Guntram
« am: 28. November 2003, 12:28:55 »

Tja, das offizielle Bayern ist offiziell ja ganz schön erzkatholisch :-X

Der mit den zwei Holzbalken und vier Nägeln - gibts übrigens den Witz:

;DWas ist eine Leiche, zwei Holzbalken und vier Nägel ???

:oKruzifix im Heimwerkerset ;D

- hängt überall, in einigen Kirchen stehen Skelette in Prunkornaten, aber eine anatomische Ausstellung in München versuchte man wie anderenorts in Deutschland auch zu verhindern.

Die manche Ganzkörperpräparate sind sicherlich ethisch anzweifelbar. Aber Verbieten bedeutet zu verhindern, das man sich einen eigene Meinung bilden kann und ist somit eine Entmündigung.
Autor: Bastian
« am: 28. November 2003, 01:49:33 »

He Johannes, was Du meinst, das waren Wahlplakate!!
Übrigens: Vielen Dank fürs Willkommensein.
Basti
Autor: Johannes
« am: 27. November 2003, 23:46:09 »

...Nachtrag: Das offizielle Bayern hat anscheinend so seine Probleme mit öffentlichen Leichen. Das offizielle Bayern hängt z. B. gerne an einem Mord-/Hinrichtungs- und Folterinstrument angenagelte Leichenfiguren  im öffentlichen Raum auf. Was hatten die dann eigentlich gegen den imaginären Tschernobyl-Opa?
Autor: Johannes
« am: 27. November 2003, 22:37:36 »

@Bastian
Nuklearer Bayernwischer: Ich erinnere mich jetzt blaß daran, wäre nicht mehr darauf gekommen.
Herzlich willkommen übrigens im GKDF, ein wenig verspätet bei dieser Gelegenheit nachgereicht. ;)
Autor: Sandra
« am: 27. November 2003, 15:08:59 »

Das ist aber ZIEMLICH gut, das mit dem Grossvater! Geile Idee!
Autor: Bastian
« am: 27. November 2003, 01:55:46 »

Was säh ich als ich neulich durch das forum gäh? Gopfridschtutz, en Uusländer!!! Ja Heilandsack nochemal!! Das hätti jetz nöd 'tänkt!!! Nein, Sandra ist hier nicht die Schweizerin.

Apropos (s.o.) Der BR hat sich ebenfalls aus einer Scheibenwischersendung ausgeklinkt, als Lisa Fitz einen Sketch zu Tschernobyl brachte. Sie rief dort bei irgendeinem Amt an, um zu fragen, ob sie jetzt den Großvater endlagern müsse, da sie ihn über Nacht draußen im Regen vergessen hatte. Außerdem ging es da, glaub ich, noch um Heimaterde, die mit deutschem Blut getränkt sei- guter Humus, oder so. Ich habs nicht mehr genau im Kopf.
Autor: Sandra
« am: 23. November 2003, 19:49:19 »

Boh, was du alles wissen willst...ich weiss diesen Spruch von meinem Pappi, und DER hat immer behauptet, es sei vom Kraus - der geht schon so lange um in unserer Famile - eigentlich in ganz Wien, JEDER kennt den hier. So wie der von von dem Land wo auch Zwerge lange Schatten werfen...
Und mit dem Schwyzertum hast Du irgendwie sogar Recht - mein Liebster isch nämlich us dr Schwyz...
Autor: Johannes
« am: 23. November 2003, 13:51:24 »

@Sandra
Vielleicht bist DU ja in Wirklichkeit die Schweizerin unter uns: "Blick" (s.o.) ist doch ein richtiges Schweizerwort - zumindest als Name im dortigen Printmedienbereich. ;D
Nein, ich finde solche Sprachenüberlagerungen wie Du sie oben nennst wunderbar. Immer her damit! :D Sind das Deine Beobachtungen oder kann man das irgendwo nachlesen? *neugier*
Was anderes: woher stammt Dein Kraus-Zitat (vom 29.10.2003) zur deutsch-österreichischen Sprache? Ich kann leider keinen solchen Aphorismus finden, würde aber seeehr gerne die Quelle wissen.
Autor: Sandra
« am: 21. November 2003, 10:14:27 »

Was mich vor allem interessieren würde, sind die schweizerischen Ausdrücke, die aus dem jiddischen kommen, und umgekehrt, die jiddischen Worte, die es nur im (hihi) schwyzerisch-jiddisch gibt.

Es gibt ja zB newyorker jiddische,  oder zB wiener jiddische Ausdrücke, die ganz spezifisch für diese Stadt (und Umfeld) gelten, die woanders aber seltener verstanden werden.  (in NY zB Tschatschkes- in Wien wäre das eher tinnef, also Glumpert, wenn wir rein wienerisch reden = Tand, Nippes in Germanien.)
Und natürlich umgekehrt ebenso wie im wienerischen jiddische Worte verwendet werden, im newyorker-ischen auch. "I had to schlepp all the stuff home", "we had a wonderful Blick"
Wieso haben wir eigentlich keine Schwyzer unter uns??? ::)
Autor: Johannes
« am: 21. November 2003, 01:02:51 »

Das finde ich aber nett, wenn der gscherte Ausdruck reziprok in/für Stadt und Land verwendet wird. Da kann man dann nichts falsch oder richtig und oder auch umgekehrt machen.  ;D

Jiddische Wörter:
Im Feuilleton der NZZ vom 18.11.2003, S. 37, wird ein neues Jiddisch-Wörterbuch sehr gelobt: Hans Peter Althaus: Kleines Lexikon deutscher Wörter jiddischer Herkunft. München 2003 (C.H.Beck). 216 S., 17,40 CH-Franken. Der Autor, ein Germanist, erkläre die Etymologie der Wörter, nenne dialektale und soziolektale Unterschiede und gebe literarische Quellenhinweise an. Es würden in dem Lexikon 1100 Wörter erschlossen.
Hört sich gut an.
Autor: Sandra
« am: 18. November 2003, 19:02:32 »

Exactamente! Die "G'scherten" also die Geschorenen vom Land sind auch nicht notwendigerweise dumm - aber primitiv, low-classy, würde man heute wohl sagen, proletenhaft. (Wir wissen, dass das nicht stimmt, aber daher kommt der Ausdruck Gschert. "red nicht so gschert daher!" - Sprich nicht so schmutzig....
Autor: joelli
« am: 18. November 2003, 07:04:50 »

Der Ständestaat ist ja an vielem schuld, aber für die G'scherten kann er nichts.
Das ist ein Begriff, der in Wien für die angeblich ungebildete Dorfbevölkerung verwendet wird, auf dem Land in Umkehrung aber für die Grossstädter (die grosskopfaten Weana).
Ob das Abscheren der Kopfhaare hygienische (Lausbekämpfung), oder finanzielle Gründe hatte, weiss ích auch nicht. Aber auf Fotografien meiner Grosseltern habe ich gesehen, dass immer einige Glatzerte auf den Klassenfotos sind.
Autor: Johannes
« am: 17. November 2003, 23:40:21 »

...und kann jemand was zum Ausdruck "g'schert" (=dumm) sagen? Ich habe mal gehört, das sei eine Anspielung auf die kurzgeschorenen, also gescherten Haare der Bauern im Ständestaat. Stimmt das?