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Das Georg Kreisler Forum ist dem Werk des Satirikers, Dichters und Komponisten Georg Kreisler gewidmet. Das Georg Kreisler Forum ist ein Fanprojekt, Sie sind also herzlich eingeladen, Informationen zu Georg Kreisler beizusteuern und an den vielfältigen Diskussionen - auch weit über Georg Kreislers Werk hinaus - teilzunehmen.

"Wenn sich wer öffnet, mach' ich doch nicht zu. Noch einmal frag ich: Was sagst Du?" (Georg Kreisler, "Was sagst Du?")



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Zusammenfassung

Autor: Arsenfreak
« am: 05. Februar 2015, 21:24:51 »

Einige Lieder von GK wurden hier als "schwach" bezeichnet, z. B. "Taubenvergiften", "Biddla Buh" oder die "Wanderniere".
Dagegen kann ich nur entschieden protestieren. Sie sind für meine Frau und mich Klassiker und gehören zu unseren Lieblingstiteln.
Ebensosehr schätze ich auch heute noch "Achtzehn Jahre" und "Das Mädchen mit den drei blauen Augen". Es sind für mich einfach Perlen des genialen Nonsens, gewürzt mit der Prise typischen Kreislerschen schwarzen Humors.
Zum "Taubenvergiften" habe ich ja auch meine Parodie "Smogalarm im Revier" gedichtet, die an anderer Stelle im Forum zu finden ist.
Ich weiß nicht, ob Georg Kreisler meinen Limerick über die Taubenvergifterei noch zu Lebzeiten übermittelt bekam, das weiß vielleicht Bastian.
Hier möchte ich ihn vorstellen:

Auf der Bank saß im Park, kaum zu glauben,
Georg Kreisler mit Gift für die Tauben.
   In der "onderen Taschen"
   trug für sich er zum Naschen
eine Tüte mit griechischen Trauben.

Grüße

Arsenfreak
Autor: Burkhard Ihme
« am: 30. März 2007, 12:55:55 »

Quote (selected)
Die Leute neigen ja sehr dazu, Lieder zu mögen, deren Text sie nicht verstehen.
Natürlich fällt mir jetzt wieder kein passendes Beispiel ein - aber es gibt etliche Lieder, die Hits wurden, ohne dass irgendwer den Inhalt hinterfragt hätte.
Eines der bekanntesten Beispiele, bei denen die Leute keinen blassen Schimmer hatten, wovon das Lied handelt, war "Vamos ala playa". Soviel ich weiß gehts da um Umweltverschmutzung, trotz wurde es ein internationaler Sommerhit.
Autor: Andrea
« am: 28. April 2005, 18:30:49 »

Zitat:
Dafür gibt's Zeiten, da wird die Text-Betulichkeit dann wieder überstrapaziert. Könnt Ihr euch noch erinnern, dass während des ersten Irak-krieges alle
Friedenslieder plötzlich verschwunden waren? In England sogar offiziell verboten, in Deutschland kamen sie stillschweigend einfanch nciht mehr vor...

Und nach der Flutkatastrophe "Die perfekte Welle" von Juli.
Autor: Dorian
« am: 28. April 2005, 12:36:05 »

Quote (selected)
Die im Alter zunehmenden Fremdsprachenkenntnisse zerstören leider manche Illusion. Hrmpph... Lass es sein, lass es sei-iin, lass es sein, lass es sein,...


Stimmt, das habe ich als 3-jähriger auch mitgesungen.  :D
Autor: Dagmar
« am: 28. April 2005, 12:09:44 »

Autor: Sandra
« am: 28. April 2005, 11:33:24 »

 ;D


@ Thomas: über Dagmars Konzerte schaust Du am Besten unter dem Thread Termine bei "Brecht-Konzert"
Autor: Bastian
« am: 28. April 2005, 11:28:50 »

"Sorry, maaama,... but tonight I'm cleaning up my closet."
Autor: Sandra
« am: 28. April 2005, 11:25:55 »

Eecht? Das weiss man auch nicht? Ich dachte, das ist eh bekannt...
Für mich ist es oft erstaunlich, zu hören, was Leute alles nicht verstehen. Das kommt natürlich auch daher, dass ich zweisprachig aufgewachsen bin, und mir garnicht vorstellen kann, das manche Dinge für andere nicht klar sind.  (Klassisch egozentrisches Weltbild ;D)
Kürzlich war ein Bericht im Fernsehen, dass die Geschäftskette Douglas ihren Slogan "Come in and find out" geändert hat, weil zu viele Leute völligen Schwachsinn verstanden haben. Zum Beispiel: Komm rein und finde wieder raus. ;D
Autor: Bastian
« am: 28. April 2005, 11:16:01 »

Im Übrigen verstehen beinahe alle Leute den Satz "Let it be" genau falsch, nämlich als "lass es bleiben". Statt, "lass es sein".

"Isn't she lovely" vom Stevie. Das handelt auch nicht von einer Frau, sondern von seinem Töchterchen...
Autor: Sandra
« am: 28. April 2005, 11:09:01 »

*kicher*
Let it be ist auch ein Sonderfall. So ein gutes schlechtes Lied ist selten zu finden.
Die Leute neigen ja sehr dazu, Lieder zu mögen, deren Text sie nicht verstehen.
Natürlich fällt mir jetzt wieder kein passendes Beispiel ein - aber es gibt etliche Lieder, die Hits wurden, ohne dass irgendwer den Inhalt hinterfragt hätte.
Ah, doch! Ein Beispiel: Diese Masochisten-Nummer (eigentlich total Frauenfeindlich) von der Madonna, Hanky-Panky - die war so was.
Ich höre in den biedersten Radiosendern Lieder, wo einfach völluig klar ist, dass sich niemand überlegt hat, was der Text ist.
Dafür gibt's Zeiten, da wird die Text-Betulichkeit dann wieder überstrapaziert. Könnt Ihr euch noch erinnern, dass während des ersten Irak-krieges alle Friedenslieder plötzlich verschwunden waren? In England sogar offiziell verboten, in Deutschland kamen sie stillschweigend einfanch nciht mehr vor...
Autor: Thomas
« am: 28. April 2005, 01:44:09 »

Eigentlich der Idealfall: Beliebte Hits singen zu können ohne verstehen zu müssen, was man singt.

Die im Alter zunehmenden Fremdsprachenkenntnisse zerstören leider manche Illusion. Hrmpph... Lass es sein, lass es sei-iin, lass es sein, lass es sein, weise Worte sprechend, lass es sei-ei-eiiiiin etc.

(So gesehen gibt es auch keine schlechten Kreisler-Lieder, womit dieser Thread obsolet wäre und wir weiterhin über anderes diskutieren können.)
Autor: Andrea
« am: 27. April 2005, 23:03:22 »

Noch nicht. Ich hab mit elf Jahren alle möglichen englischen Lieder gesungen, die in der Hitparade liefen. Damals waren meine Verwandten aus Kanada auf Besuch. Sie sagten, phonetisch stimmt das alles. Ich wünschte, ich könnte noch so schnell wie damals englische Texte lernen.
Autor: Thomas
« am: 27. April 2005, 22:47:53 »

 :) ;) :D ;D >:( :( :o 8) ??? ::) :P :-[ :-X :-/ :-* :'(

Ahhhh........welche Pracht. Jetzt nur noch Konzertproben organisieren und die Kleinen unter den Tisch schicken...

Für welche Konzerte probst Du denn?

Und wie kriegen wir diesen Thread jemals wieder zum Ursprungsthema zurück?
Autor: Dagmar
« am: 27. April 2005, 22:12:50 »

Na ja also mit 6 ist man ja nicht mehr wirklich ein Kleinkind - das ist ja schon fast auf dem Weg zum Manne...und so eine rasend spannende Besonderheit ist das auch nicht: Das "Kleinkind" saß über ein dreiviertel Jahr mehrfach wöchentlich bei meinen Konzertproben dabei. Meistens unterm Tisch und hospitalisierte da so langsam vor sich hin. Da hat er sich dann doch entschlossen, irgendwann alle Lieder laut mitzusingen. Ab da durfte er dann zuhause bleiben, die Traumatisierung wirkt allerdings noch bis heute nach  ;)

Apropos: Smileys kannst Du ganz einfach auch einfügen. Wenn Du Dein Posting schreibst, ist über dem Kasten, in dem Du schreibst, eine Reihe mit Smileys abgebildet. Du klickst mit der Maus einfach auf das Smiley, das Du einfügen willst und schon steht es im Text.

Autor: Thomas
« am: 27. April 2005, 20:54:21 »

Das Kleinkind singt Brecht und die Mutter kann Smileys einfügen - in diesem Forum kriegt man Komplexe.
Autor: Dagmar
« am: 27. April 2005, 20:08:19 »

Mein Sechsjähriger singt nach wie vor von morgens bis abends Brecht - ich bezweifle, dass er versteht, was er da singt, noch jedenfalls  ;)
Autor: Thomas
« am: 27. April 2005, 19:37:30 »

Ja, so wird das wohl sein. Zuerst fahren sie auf Lieder ab, die sie nicht richtig verstehen. Und dann auf solche, die ich nicht richtig verstehe.
(hier käme nun ein gutgelaunter Smiley, aber er will sich mir nicht einfügen)
Autor: Sandra
« am: 27. April 2005, 19:07:20 »

Ja, ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass gerade Kinder manchmal total auf Lieder abfahren, die sie eigentlich ncoh garnicht richtig verstehen. Die Kinder von einem Freund von mir mögen zB besonders gern die Nackten Mädchen auf der Streicher-Cd -  und Mein Mann will mich verlassen sowieso...
ich hab als Kind den Max auch geliebt, und viele andere Lieder, deren Sinn sich mir erst viel später erschlossen hat. Keine Ahnung, warum das so ist.
Autor: Thomas
« am: 27. April 2005, 16:30:09 »

Jetzt kenne ich den Funny van Dannen nicht, aber es ist bei Stoiker schon auch so, dass der schlechte Vortrag das Hörerlebnis bereichert. Und insofern kann man das dann auch wieder als gutes Handwerk bezeichnen.

Und zu "Künstlerische Arbeit ist nicht notwendigerweise gleich Kunst". Dem kann man an sich ja nur beipflichten. Ich hatte bloss schon zu viele Kunst-oder-nicht Diskussionen, die nirgendwo hinführten, weil das die Suche nach einer objektiven Wahrheit an einem Ort ist, wo's meist nur eine subjektive gibt. Da lass ich persönlich dann lieber alles Kunst sein und sage nur noch, was ich warum gut oder schlecht finde (den Kunstbegriff so fies abzuwerten fällt mir als bekennender Nichtkünstler allerdings wohl einfacher als dir). Genau darum hat mich natürlich auch das Statement von Theaterfreek, dass es keine schlechte Kunst gäbe, etwas aufgestachelt.

Nach all dem pseudokunstphilosophischen Gesülze übrigens noch was Handfestes: Mein 4-jähriger verlangt im Moment dauernd, dass ich ihm deine Lieder-CD abspiele, wenn ich ihn in die Spielgruppe fahre - vor allem den Max auf der Rax. Auch beim 6- und beim 8-jährigen haben Brittney und Konsorten momentan keine Chance gegen dich. Möge es so bleiben!
Autor: Sandra
« am: 27. April 2005, 14:44:08 »

Das ist ein Missverständnis. ich glaube nicht, das etwas SCHLECHT ist, nur weil es den oben genannten Kriterien nciht entspricht.
Es muss auch deswegen nicht unkünstlerisch sein, es kann sehens- und hörenswert sein (siehe auch "der Überzieher" oder x Grünbaum-Lieder) - Aber ob ich es eher zu Kunst rechne, ist die Frage. Künstlerische Arbeit ist nicht notwendigerweise gleich Kunst. Es kann zum Beispiel Kulturgut sein, sogar wichtiges Kulturgut. Und grossartiges Handwerk.

Allerdings: ich bin ein Kritiker dessen, was ich "one trick pony" nenne. Wenn dieser Schweizer tolle Ideen hat, ist das grossartig, und ich höre es sicher gern (ich kenne ihn nicht) aber wenn die Ideen schlecht bringt, stellt sich die Frage, warum. Warum gibt er es nicht jemandem, der es besser kann? Oder vielleicht leben die Ideen gerade davon, dass sie schlecht gebracht sind? (Wie bei Funny van Dannen)?
ich mag es nicht, wenn Künstlerisch arbeitende Menschen die Arbeit zu schnell als "fertig" abgeben - wenn man daran noch hätte arbeiten können. Nur eine gute idee ist mir zu wenig - sie mus auch gut gebracht sein. Allerdings, wenn die Ideen eben davon leben, dass sie so gebracht werden, ist das okay.
Autor: Thomas
« am: 27. April 2005, 13:19:24 »

Spannendes Thema. Finde es jedenfalls schon mal sehr weise von dir, eigene Kriterien zu definieren. Es lebe die Subjektivität!  

Aber selbst subjektive Kriterien sind schwierig. Das handwerklich gut gemachte ist mir auch lieber, aber wenn eine Idee brillant ist, darf sie von mir aus auch mal etwas hölzern umgesetzt sein. Kennst Du z.B. den Schweizer Mundart-Barden Jack Stoiker? Der kann zwar weder singen noch Gitarre spielen, aber das tut er absolut brillant.

Und die Nachhaltigkeit finde ich auch heikel. Meist weiss ich heute nicht, was ich in 20 Jahren noch gut finden werde, möchte aber lieber nicht so lange mit meinem Urteil warten. Ausserdem lässt diese Forderung den historischen Kontext ausser Acht. Heutzutage wär das ziemlich lahm, aber wenn ich mir vorstelle, wie Dali in einem mit Blumenkohl gefüllten Rolls-Royce durch das New York der 20er Jahre gefahren ist, finde ich das schon eine Performance der besseren Art. Ausserdem würden seine Bilder wohl weniger abgelutscht wirken, wenn sie nicht seit 50 Jahren auf Postkarten, Tischsets, Mausmatten, Kravatten, Kondomen und was weiss ich wo zirkulieren würden.

Oder nehmen wir „40 Schilling“. Damals eine super Idee, wie ich meine, aber heutzutage vollkommen irrelevant. Für 40 Schilling bzw. 4 Euro bekommst Du ja nicht mal das Nierchen eines Moldaviers. (Diese Wertsteigerung des Menschen brüllt übrigens geradezu nach einer Neuinterpretation, nicht? Faszinierend, dass wir alle Millionenwerte mit uns herumtragen und trotzdem dauernd pleite sind.). Finde das Lied aber trotzdem gut.

Aber es sind ja auch deine Kriterien, und Regeln bestätigen die Ausnahmen oder so. Aber ich glaub für mich finde ich lieber situative Begründungen als allgemeine. Das macht es mir dann auch leichter, die Meinung zu ändern, wenns wieder mal dringend nötig wird.

Autor: Sandra
« am: 26. April 2005, 01:17:02 »

Ja, ich finde ganz viele von seinen Hahaha-Liedern...naja, sagen wir eher: nicht meins. Ja, sie sind lustig - die Telefonbuchpolka ist, finde ich, schon gut gebaut, ganz nach dem klassischen Muster - wie schon seit Grünbaum unverändert. Aber das ist eben auch heute ein bissel veraltet. Und ich glaube, gerade daran beweist sich häufig, ob Kunst "gut" ist - jedenfalls gibt es für mich da vier Kriterien:
1.) es muss handwerklich gut gemacht sein - bzw muss merkbar sein, dass der Künstler sein Handwerk versteht, und es nicht ein Zufallstreffer ist
2.) Es muss berühren. Egal ob angenehm oder unanagenehm - es muss eine Seite im Betrachter zum Klingen bringen. Der Betrachter sollte es nicht sehen/hören und in der Sekunde wieder vergessen können.
Es muss entweder 3.) die im nachfolgenden künstlerischen Werke verändern, beeinflussen, (Beispiel: Andy Warhol)
oder 4.) auch noch nach zwanzig Jahren nicht antiquiert wirken. (Negativbeispiel: Salvador Dali)

Das sind sicherlich keine allgemein gültigen Kriterien - aber es sind MEINE.

Die Telefonbuchpolka ist heute antiquiert. Aber sie ist grossartig geschrieben, gebaut, und gebracht.
Sie ist natürlich auch für Österreicher noch lustiger, weil da ist das Telefonbuch WIRKLICH so. Die Namen stehen alle drin.

Dasselbe gilt  aber zum Beispiel auch für "der Überzieher" von Reutter. Heute nur noch lustig, wenn man es als "dieser Zeit zugehörig" anhört. Eine gute Nummer, sicherlich. Aber für mich gutes Handwerk, nicht Kunst.

Anders zu Beispiel: "Ich kann tanzen" - ich glaube nicht ,dass diese Nummer je antiquiert sein wird.
Autor: Thomas
« am: 25. April 2005, 19:43:05 »

Quote (selected)
Ich glaube nicht, dass ein Künstler wie Georg Kreisler tatsächlich SCHLECHTE Lieder schreibt.
SCHLECHTE Kunst gibt es nicht.

Aber Barbaraah Peters gibt es halt doch.

Und die Ausrede, das sei keine Kunst, lass ich nicht gelten. (Es IST eine Kunst, eine derart geniales Lied wie "Das tut man um zu sein" so zu verschandeln).

Man kann im übrigen von mir aus auch einen Kreidestrich am Boden zur Kunst erklären - manche tun dies und das akzeptiere ich problemlos. Aber keinesfalls würde ich mich der Freiheit berauben lassen, dieses Kunstwerk als mies zu taxieren.

Ach ja, nicht so dolle Kreislerlieder. Telefonbuchpolka? Macht irgendwie nicht so wirklich einen Punkt, und den auch nicht besonders gut, finde ich.
Autor: Andrea
« am: 23. April 2005, 14:26:11 »

Ich finde ihn sehr gut gemacht, weil er in wenigen Worten vielsagend ist und man als Hörer sich sein eigenes Bild dazu machen kann.
Autor: Sandra
« am: 23. April 2005, 10:57:39 »

Sonntagsspazier ist eine grandiose Nummer. Aber sie ist nicht von ihm. sie ist von Tamar Radzyner. Nur die Musik ist von ihm.
Aber die Nummer ist schwer von Platte mitzukriegen, vor allem wenn man diese Stimmung, das, was die Nummer beschreibt, nicht kennt.
Live funktioniert sie hervorragend - ich mach sie mit dem Streichquartett, und man merkt total, wie sie im Publikum trifft. Sie ist eine Nummer für das westliche Bildungsbürgertum - denn die haben solche Sonntagspaziergänge in realiter und übertragen.

Es ist sehr deprimierend. Und sehr deprimiert. Und es sagt in etwa: Wir haben eine Stunde die Welt gerettet, Geld verdient, uns mit problemen herumgeschlagen, aber wir schalten jetzt ab, was um uns passiert, und sind eibne glückliche Familie. Es geht um Eskapismus. Und das ist das deprimierende daran - denn was es anklagt, ist zugleich auch eine Notwendigkeit.Jeder braucht eine Auszeit, egal, was ihn oder sie sonst so umtreibt.
Tamnar Radzyner war in etlichen KZ, und war - leider ist sie schon tot - eine grossartige Frau, die tolle Texte geschrieben hat, warmherzig, humorvoll und immer traurig. Der sonntagsspazier berührt irgendwie auch Adornos "Kann man nach Auschwitz Gedichte schreiben"
Aber ich gebe zu - er ist schwer zu verstehen, und sicher nicht für jeden.