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Autor Thema: Schlechte Lieder  (Gelesen 23935 mal)

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Offline Guntram

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Schlechte Lieder
« am: 08. Januar 2004, 08:16:34 »
Wenn sich bisher niemand traut und bis jetzt ganz hinten im Tread Werksverzeichnis drüber diskutiert wird.

Hier kann ab jetzt über schlechte Kreisler-Lieder diskutiert werden.

Also welches sind schlechte Lieder, wo geht beim Text der Schuß nach hinten los? Wo kann man an der Musik, der Interpretation herummeckern?
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Offline Guntram

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Re: Schlechte Lieder
« Antwort #1 am: 08. Januar 2004, 08:41:50 »
Ich mach auch gleich den Anfang  :o

Mit dem Weihnachtsmann auf der Reeperbahn konnte ich nie viel anfangen, irgendwie klang der Text für mich aufgesetzt.

Vor kurzem habe ich das Lied von Topsy Küppers mit der  weiblichen Textvariante gehört, die ich deutlich besser finde, was sich nicht nur an der Stimme liegt.
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Offline Choirgirl

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Re: Schlechte Lieder
« Antwort #2 am: 09. Januar 2004, 12:53:26 »
Ich kann die allgemeine Begeisterung für "Der Bluntschli" nicht ganz nachvollziehen, obwohl ich meine, die Intention verstanden zu haben. Als schlecht würde ich es nicht bezeichnen, es ist nur ein Lied, das ich gern überspringe.

Das Reeperbahnlied mag ich, besonders die Interpretation von Tim Fischer (die weibliche Variante gefällt mir auch besser  ;))
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Offline Sandra

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Re: Schlechte Lieder
« Antwort #3 am: 09. Januar 2004, 16:46:21 »
Für das Verständnis vom Weihnachtsmann hülfe auch ein bisschen Hintergrundwissen über die allgemeine Tradition der Dirnenlieder, die eigentlich ab 1933 fast ganz aufgehört hat, und deren Stil. Es ist nämlich ein klassisches Genre-Lied - wie ich meine, bewusst in dieser Tradition geschrieben, und ich hab mich jetzt mal drübergetraut bei meinem Weihnachtsprogramm. "Getraut" weil es eine schwere Nummer ist, die Küppers macht sie wirklich sehr schön, (vor allem wenn man sie dabei gesehen hat!)die Peters ganz besonders schlecht - kein Wunder, dass man die Nummer nicht mag, wenn man nur diese Interpretation kennt. Er macht sie...hm...so mittel, finde ich, tendierend zu eher uninteressant - das liegt aber auch daran, dass es aus einer Dritt-Position heraus geschreiben ist, wenn er es singt
Ich bin sie bei der Intepretation ganz gerade angegangen, und weniger auf witzig - das heisst, am Anfang haben die leute noch gelacht, weil es ja auch komische Textstellen gibt, aber letztlich erzählt das Lied meiner Meinung nach die Geschichte von einer Nutte, die sich eine art Götterfigur wünscht, eben den Weihnachtsmann, und der  tiefe und innige (und naive)Glaube daran gibt ihr die Kraft, ihr leben  so lakonisch zu leben und vor allem:auszuhalten. Das heisst, dass das Publikum - meiner Interpetation nach - am Schluss des Liedes die Nutte als Mensch zu begreifen beginnt, und Ihre Schwäche und gleichzeitige Stärke wahrnehmen kann.
Ich hatte schon Leute in der Vorstellung, die mir nachher gesagt haben, sie hätten zwar am Anfang noch gelacht, aber bei der letzten Strophe tatsächlich geweint - und das ist natürlich ein grosses Lob - dann hab ich erreicht, was ich wollte

Aber schlechte - besser: schwächere Lieder von Kreisler gibt es einige. Finde ich.
Zum Beispiel finde ich: Bundeskanzler Irgendwer eher matt.  Der einzige gute Gedanke ist genau der Titel, sonst ist es so ein 08/15-Protestlied. Auch "Ihr wisst garnichts" ist bei genauerer Ansicht ziemlich simpel gestrickt und vor allem inhaltlich enorm Vorurteilsbehaftet. Oder "Weit, weit in Bonn" - das ist das gleiche in blasslila.
Dann gibt es einige Neuvertextungen, die hätte er sich sparen können - von Tauben vergiften/Herzen vergiften zB finde ich ziemlich schwach, Ohne Geld/Nur ka Jud finde ich nachgerade grauenvoll inhaltsleer.
Und immer wieder findet man "reim Dich oder ich fress Dich"-Zeilen.
Ganz im Allgemeinen hab ich seit mitte/ende der 80er kein Lied mehr gefunden, was mir WIRKLICH so rundherum gefällt, dafür vorher umso mehr.

Ich kenne allerdings keine Lieder, wo ALLES schlecht ist. Aber es gibt eben  nicht so ausgereifte, es gibt welche, da wird auf niedrige Instinkte gezielt, es gibt welche, da macht es es sich leichter, als ich mir das wünschen würde - bzw ihm zutraue. Es gibt Lieder, die ein ziemlich schlechtes Frauenbild zeigen. Es gibt Lieder, die um's Verrecken nicht ankommen  - Kreisler sei positiv gehört da dazu. Das ist schweisstreibend, bei der Nummer einen Lacher zu holen. Aber irgendwas schönes ist glaube ich in jedem Lied drin, und seien es zwei Zeilen.
« Letzte Änderung: 09. Januar 2004, 16:49:57 von sandra »

Offline Johannes

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Re: Schlechte Lieder
« Antwort #4 am: 10. Januar 2004, 14:46:03 »
(Ich stimme Sandra oben absolut zu. @Sandra: Du bist mir auf gute Weise zuvorgekommen, vielen Dank.)

Ich möchte - ähnlich wie Sandra - zwischen "schlecht" und "schwach" unterscheiden.
Ich meine dabei die Texte; die Musik ist für mich hier nachrangig.
An Lieder-Texten von GK, die "schlecht" - oder gar "ärgerlich" sind -, fallen mir drei, vier Titel ein; "schwach" sind ein paar mehr; aber: Ein Wunder, wenn es das nicht gäbe! (Man muß ziemlich lange suchen, um solche Titel bei GK zu finden.)

Mit "schlecht" meine ich solche Lieder, die das Gegenteil dessen aussagen, was der der Autor/Verfasser eigentlich ausgedrücken will; also Mißverständliches.
"Schwach" finde ich solche Lieder, die mich langweilen, textlich oder musikalisch nervig sind, oder deren Aussage sich mir immer noch nicht erschließt.
Im zweiten Fall ("schwach") liegt der Fehler eher bei mir/einem selber - und die Zahl in dieser Lieder reduziert sich zunehmends.

Bei "schwachen" Liedern lohnt sich immer wieder ein Austausch mit anderen Leuten. Ich hab' nach solchem Austausch schon manches mit einem "Aha!" in anderem Licht gesehen. (So geht es mir gerade mit dem Reeperbahn-Lied, siehe oben. Ich mag das Lied trotzdem immer noch nicht, merke aber, daß ein "Mehr" hinter dem "Weihnachtsmann" ist.)

Ärgerlich finde ich ein Lied über die Frau (da singen noch ein paar andere Dodln mit), und schlecht wird das Lied "Kreisler, sei positiv" wegen der zwei Stellen,  über die wir uns hier in einem anderen thread ausreichend ausgetauscht haben - und die ich dem GK sooo gemeint nicht zutraue. Und über meine Meinung zum Lied "Der Sekretär" hab' ich mich hier im GKDF bereits ausreichend ausgelassen. Also "Schlechtes" ist sehr alt und zeitlich wie qualitativ nicht repräsentativ und ich glaube, daß GK (sowie die InterpretInnen seiner Lieder) das selber weiß (wissen), weil diese Titel kaum vervielfältigt wurden.
Heimat bist Du großer Söhne - auch die Töchter man erwähne.

Offline Bastian

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Re: Schlechte Lieder
« Antwort #5 am: 11. Januar 2004, 01:34:39 »
Ich finde es generell sehr schwierig ein Lied überhaupt zu bewerten. Manchmal dauert es länger, bis ich eins "verstanden" hab, manchmal kann ich ein Lied auch dann sehr schätzen, wenn ich es einfach nicht "kapiere". Oftmals kann ich anderen dann auch nicht erklären, warum es doch "gut" ist. Zum beispiel "zwei alte Tanten": Kaum einer findet das Lied schlecht, aber kaum einer "versteht's". Dem einen gefällt die Melodie, der andere findet sie stiltreiberisch. Wieder ein anderer steht auf penetrante Wortspiele. Ich für meinen Teil haue und drücke diese Akkorde einfach gern in mein Piano. Es hat also nicht zwingend etwas mit dem Verständnis zu tun, ob ein Lied "gut" ist oder nicht.

Dann gibt es noch Stücke, die nur eine kurze Halbwertszeit haben, wie die blauen Augen, Bidla Buh, Taubenermorden, Hey Jude, Can't buy me Love, Wanderniere und Yesterday. Aber sie sind deshalb nicht unbedingt schlecht, sie brennen etwas heller, dafür kürzer. Und gehen einem dann natürlich mächtig auf die Eier. Dann muss man weghören, wegrennen oder man spielt sie einfach nicht mehr.

Ich kann "Kreisler, sei positiv" übrigens wunderbar anhören, ich kann es auch umschreiben in "Deutsche, seid positiv" (geht sehr gut, wirkt aber sehr klugscheißerisch!), kann es spielen und mir meinen Teil dazu denken. Es gibt halt Stücke mit mehreren Möglichkeiten, und Lieder, die eindeutig und eindimensional sind.

Jetzt, wo ich so darüber nachdenke... "Wir sind alle Terroristen" mit Frau Peters an der Stimme ist ja nun wirklich grauslig, da läufts mir immer kalt den Rücken runter und ich bekomme goose pimpels, sogar in my Gesicht. Aber kann ich das dem Lied vorwerfen? Oder Frau Peters? Oder bin ich's?
« Letzte Änderung: 11. Januar 2004, 01:39:39 von Bastian »

Offline Sandra

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Re: Schlechte Lieder
« Antwort #6 am: 11. Januar 2004, 12:26:17 »
Im letztgenannten Falle würde ich sofort sagen: Beiden. Dem Lied UND ihr. Sie schafft es ja nicht mal, GUTE lieder gut wirken zu lassen...  ;D Und das Lied ist nicht GANZ so schlecht, kein Geniestreich, aber sooo schlimm ist es nicht, rein inhaltlich hat es einiges für sich. Es ist allerdings, das muss ich konzedieren, in einer Zeit geschrieben worden, wo es eine Stimmung anspricht (die RAF-Panik der 70er) die schon wieder passé war. Heute allerdings - wo das mit dem Terrorismus eine andere Form angenommen hat - sich daher auch  das Wort "Terrorist" anders anfühlt - ist es nachgerade obszön. Denn es vergleicht nicht Vergleichbares.

Gute Lieder, finde ich, erkennt man auch daran, dass sie einen eben über längere Zeit hinweg faszinieren - und zwar vielleicht sogar immer wegen anderer Gründe.
Klar gibt es bei Liedern - wie bei Büchern oder Filmen - auch solche, die einen nur in einer bestimmten Stimmung oder Lebenssituation berühren. Das müssen dann ja auch keine schlechten Werke sein. Das Adagio von Albinoni kann in manchem Momenten einfach himmlisch sein, und in anderen nervender Kitsch...

Aber so richtig Hand und Fuss hat ein künstlerisches Werk, finde ich, wenn es einen über Jahre hinweg immer wieder trifft. Wenn es zeitlos ist, und einen nicht in einer bestimmten Stimmung treffen muss - sondern eben eine Stimmung ERZEUGT - egal in welcher man vorher war.

Für mich zum Beispiel sind die Tanten hervorragendes "Handwerk" - entstanden sind sie aus einem Nebensatz von Peter Wehle, der die Geschichte erzählt hat, von den alten Damen, die bei ihm gegenüber nachts getanzt haben. Aber dass daraus eine Parabel um die "sich aussen vor (und vorbei) drehende Welt" entstanden ist, ist schon ziemlcih genial - und die Musik ist auch klug.

"Die Augen von meiner Maschine" sind auch so eine abstrakte Geschichte, die mich über Jahre hinweg immer berührt, und die ich auch zeitlos finde (auch wenn das Wort "Dutt" fast schon unbekannt ist) Fast die gesamten "Seltsamen Liebeslieder" - es gibt -x Lieder, die mich (auch beim selbst singen) immer wieder auf's Neue treffen.

Aber es gibt auch  jede Menge Lieder, die sich nur anhand eines einzigen "Schmähs" aufbauen - wie das "Kreisler sei positiv" - noch dazu...  sagen wir: angelehnt an einen Kästner..
Auch "18 Jahre","Treten Sie näher Franz Josef" - ich kann sie garnicht alle aufzählen, die Lieder die Anlass-Lieder sind, oder jene, die in sich nicht stringent sind, die "nur" witzig und enorm vordergründig sind - und die, die eben einfach reines Handwerk sind: Nette Reime, saubere Musik, aus.

Wie ich hier bereits einmal ausführte: die genialsten "schlechten Lieder" sind nach wie vor von Gerhard Bronner. Nur er schafft es, in solcher Häufung Lieder zu schreiben, bei denen man erst nach etlichem anhören draufkommt, dass sie eigentlich nicht gut sind...
Aber auch Kreisler hat ein paarmal dieses Kunststück vollbracht.

Offline Choirgirl

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Re: Schlechte Lieder
« Antwort #7 am: 11. Januar 2004, 18:47:50 »
Oh, das tut schon in der Seele weh  :'(... "Wir sind alle Terroristen" und "Ihr wisst gar nichts" gehören echt zu meinen absoluten Lieblingsliedern und Barbara Peters mag ich auch!

Dabei ist grad der Staat das größte Übel,
das alle Menschen seit Jahrhunderten versaut;
und jeder einzelne von uns ist nur ein Dübel,
in den der Staat den Nagel seiner Allmacht haut.


ist doch einfach genial.. wie kann man das anders sehen? *grübel*

Quote (selected)
Dann gibt es noch Stücke, die nur eine kurze Halbwertszeit haben, wie die blauen Augen, Bidla Buh, Taubenermorden, Hey Jude, Can't buy me Love, Wanderniere und Yesterday. Aber sie sind deshalb nicht unbedingt schlecht, sie brennen etwas heller, dafür kürzer. Und gehen einem dann natürlich mächtig auf die Eier. Dann muss man weghören, wegrennen oder man spielt sie einfach nicht mehr.


Hmm, dem stimme ich voll zu. Ich kann auch nicht verstehen, wie manche sich bei solchen Liedern auch nach dem 500. Hören immer noch vor Lachen wegwerfen. Komisch finde ich auch, dass viele denken, wirklich jedes Georg Kreisler Lied sei lustig. Als bei "Adam Schaf hat Angst" Tim Fischer "Weg zur Arbeit" gesungen hat, haben tatsächlich ein paar Leute am Anfang des Liedes gelacht (sie kannten es wohl nicht).

Was ist an "Jeden Morgen gehe ich zirka acht Minuten lang,
Außer, wenn ich krank bin, von meiner Wohnung in meine Kanzlei" lustig?



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Offline Bastian

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Re: Schlechte Lieder
« Antwort #8 am: 12. Januar 2004, 01:31:30 »
an Choirgirl:
Quote (selected)
Seele weh  
Das wollte ich nicht. Hoffentlich kommt nie jemand auf die absurde Idee, "Zu leise für mich" oder "Ich kann tanzen" zu kritisieren. Dann geht meine Seele flattern.

Offline Sandra

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Re: Schlechte Lieder
« Antwort #9 am: 12. Januar 2004, 10:22:59 »
Wenn jemand DIESE Lieder kritisiert....pfff...das kann man doch nicht ernst nehmen  ::)

Aber mir stellt sich jetzt ganz intensiv die Frage, wie sehr man jemanden ernst nehmen kann, der die Peters "begabt" findet....
Sorry, das geht echt über meinen Horizont. Das ist ähnlich wie wenn jemand die Schwarzwaldklinik als grosses Schauspiel bezeichnet...

Offline Peter Silie

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Re: Schlechte Lieder
« Antwort #10 am: 12. Januar 2004, 17:50:32 »

Quote (selected)
...jemand..., der die Peters "begabt" findet...

Wer macht so etwas  ???  ;D
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Offline Choirgirl

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Re: Schlechte Lieder
« Antwort #11 am: 12. Januar 2004, 22:33:49 »
Quote (selected)
Aber mir stellt sich jetzt ganz intensiv die Frage, wie sehr man jemanden ernst nehmen kann, der die Peters "begabt" findet....


Hmmm, ich nehme an, da sprichst du mich an?? >:( ;D
Vielleicht ist sie keine große Sängerin (ganz gewiss nicht), aber ich finde die Art, wie sie die Lieder bringt ganz gut. Außerdem passt ihre z. T. dreckig berlinische Art oft zu den Texten ("Frau Schmidt", "Die Touristin"). Dass ich sie mag liegt wahrscheinlich auch mit daran, dass Georg Kreislers Stimme auf den letzten Alben nicht mehr so brilliant ist.
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Offline Peter Silie

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Re: Schlechte Lieder
« Antwort #12 am: 13. Januar 2004, 04:50:29 »
Also moment, ich war total ueberrascht, wie ich die "juedische Gesellen"-CD zum ersten Mal gehoert habe, wie frisch er klingt!
Klar ist die Stimme aelter und ein bisschen heiserer als frueher - aber ich wuensche mir, dass ich mit 80 auch noch derartig in Schuss bin wie Herr Kreisler!!


Offline Sandra

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Re: Schlechte Lieder
« Antwort #13 am: 13. Januar 2004, 10:47:36 »
Naja, sorry, Choirgirl, aber dass jhemand "gut" klingt, bei Liedern, die genau sind wie man selber - das ist ja nicht schwer. Frau Schmidt und die Touristin liegen ihr, das gebe ich zu - diese Lieder passen einfach zu ihr und Ihrer Stimme, und sie muss nix "interpretieren" - SIE muss diese Lieder nur singen  - aber wenn Du Dir zB "Freiheit ist die Kneipe nebenan" anhörst, oder den Weihnachtsmann auf der Reeperbahn oder "Immer wenn immer dann" oder oder oder - eigentlich ALLES andere, dann kann man schnell merken, dass sie erstens immer gleich klingt, zweitens immer falsch singt (von der Qualität der Stimme mal Schwanz zu Geigen) und drittens nicht interpretieren kann. Zudem stolpert sie auf Bühnen, geht wie eine Ente, und sieht bei jeder Nummer gleich prätentiös und "full of herself" aus....

Bei Kreisler indes geht es weniger um die Stimme als um die Interpretation, er klingt immer unterschiedlich - zudem muss und soll ein Autor beim eigenen Vortrag anders klingen, als ein Interpret fremder Lieder...
Ausserdem hat Silie recht: Uns gewünscht die Kraft mit über 80

Offline Choirgirl

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Re: Schlechte Lieder
« Antwort #14 am: 13. Januar 2004, 14:28:20 »
Quote (selected)
Naja, sorry, Choirgirl, aber dass jhemand "gut" klingt, bei Liedern, die genau sind wie man selber - das ist ja nicht schwer. Frau Schmidt und die Touristin liegen ihr, das gebe ich zu



Okay, ich merke, du hältst auch persönlich nichts von ihr. Dazu kann ich nichts sagen, weil ich sie nicht kenne.
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Offline Sandra

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Re: Schlechte Lieder
« Antwort #15 am: 13. Januar 2004, 14:38:11 »
Stimmt, ich halte auch persönlich nicht viel von ihr - aber es gibt etliche Leute, von denen ich persönlich nichts halte, die ich aber künstlerisch schätze - ich bemühe mich SEHR, von persönlicher Meinung nichts in eine künstlerische Beurteilung fliessen zu lassen. Aber es gbit etliche Kreisler-Interpretinnen, die es weitaus besser machen, als die Peters. Ich kenne allerdings niemanden, der schlechter ist. Alle haben zumindest EINE Sache, die mich für sie einnehmen könnte, entweder Stimme, oder looks, oder Auftritt oder Intellekt - IRGEND was. Bei der peters finde ich nix. UND ich mag sie auch noch nicht besonders. Und das ist ein bisschen viel auf einmal, finde ich....
Und noch einmal: Ich bin mir sehr bewusst, dass es gerade für jemand, der selbst diese Lieder singt, viel einfacher ist, alles andere schlecht zu finden, und sehr naheliegend. Und ich gebe mir alle Mühe, dass ich da nichts vermische, und meine Beurteilung möglichst objektiv halte.

Offline Guntram

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Re: Schlechte Lieder
« Antwort #16 am: 14. Januar 2004, 07:58:45 »
Und da ist er wieder der kleine Ausflug zu BP  ::)

Ob sie die Noten trifft kann ich nicht sagen - ich bin ein absoluter musikalischer Tiefflieger - aber ihre Stimme kann ich nur wohldosiert ertragen.

Noch was zur "Frau Schmidt", es gibt drei Aufnahmen mit BP, alle klingen für mich gleich (das zum Thema Interpretation) ob sie die Töne immer gleich falsch trifft überlasse ich den Fachleuten.

Und um noch etwas Salz in die Wunde zu streuen, es gibt auch zwei Aufnahmen mit Topsy Küppers (die ich leider nicht kenne), die ich gerne mal zum Vergleich heranziehen würde .....................



PS: Die gesanglichen Qualitäten von Topsy Küppers kenne ich und die sind Spitze.
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Offline Choirgirl

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Re: Schlechte Lieder
« Antwort #17 am: 14. Januar 2004, 19:11:48 »
Jaaaa, hackt ruhig alle auf mir rum  :( :'(

:) ;)

Ich habe mir jetzt mal viel von der Peters angehört und, zugegeben "Das Wort Verlassen" und "Was tut man um zu sein" sind wirklich grauslig. "Fürchten wir das Beste" habe mich mir extra wegen "Was tut man um zu sein" gekauft und war sehr enttäuscht. Wo ist dieses Lied von Georg Kreisler gesungen drauf? Ich hab's so leider bloß auf Kassette (Radiosendung).

Meine Güte :o, bin ich harmoniebedürftig, ich erkenne mich selbst nicht wieder. Womit ich aber nicht sagen will, dass nicht stimmt, was ich eben geschrieben habe.

So, jetzt von mir aus weiter im Text mit schlechten/schwachen Liedern. Kann mir jemand erklären, was an "Der Bluntschli" so toll ist?
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Offline Choirgirl

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Re: Schlechte Lieder
« Antwort #18 am: 14. Januar 2004, 19:15:57 »
Übrigens, mir ist eben was Lustiges passiert. Eben hat meine Tante angerufen und gefragt, ob bei mir kreischende Kinder sind (habe "Was tut man um zu sein" mit BP gehört).  ;D ;D ;D
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Offline Sandra

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Re: Schlechte Lieder
« Antwort #19 am: 14. Januar 2004, 22:19:44 »
Ist das nicht auf den Purzelbäumen? Oder der Mutterseele- Platte? Bin ja schon ein älteres Weib, und habe daher das Meiste noch auf Schallplatten. So richtiges Vinyl, kaum zu glauben ;-)
Ist ein ziemlich geiler Text, dieses Was tut man um zu sein.

Offline Peter Silie

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Re: Schlechte Lieder
« Antwort #20 am: 15. Januar 2004, 01:45:56 »
Quote (selected)
Eben hat meine Tante angerufen und gefragt, ob bei mir kreischende Kinder sind (habe "Was tut man um zu sein" mit BP gehört).  
 ;D :D :D ;D  *rofl*
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Offline Bastian

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Re: Schlechte Lieder
« Antwort #21 am: 15. Januar 2004, 01:53:59 »
Also, ich hab "Was tut man um zu sein" auf der CD "Vorletzte Lieder".

Offline Guntram

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Re: Schlechte Lieder
« Antwort #22 am: 15. Januar 2004, 08:37:05 »
@Choirgirl
Bitte faß es nicht als persönliche Kritik auf, wir sind eigentlich alle ganz lieb.

Du hast sicher schon in anderen Treads über BP gelesen. Dann kannst du dir ein Bild machen.

Ansonsten Geschmack ist was persönliches und darüber läßt sich gewöhnlich streiten, außerdem ist es schön wenn jemand eine andere Meinung hat, sonst wäre es ja langweilig.  ;) ;)

Übrigens "Was tut man um zu sein" ist auf

Vorletzte Lieder                  von 1972
Fürchten wir das Beste   von 1997
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Offline Sandra

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Re: Schlechte Lieder
« Antwort #23 am: 15. Januar 2004, 14:34:21 »
*schmilz* Guntram ist wieder sooo liiiiiiieeeeeb.... ;)

Jaja, hast eh recht. Aber ich denke, Choirgirl kennt uns böse Zungen schon: Wir meinens nicht so...

Offline Choirgirl

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Re: Schlechte Lieder
« Antwort #24 am: 15. Januar 2004, 14:54:15 »
Also echt, so ein Quatsch... ich fühle mich nicht im Geringsten angegriffen... in Zukunft höre ich auf rumzuheulen...


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Übrigens "Was tut man um zu sein" ist auf
 
Vorletzte Lieder   von 1972
Fürchten wir das Beste   von 1997


Danke, also "Vorletzte Lieder" - hoffentlich gibt's die CD noch.
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