Georg Kreisler Forum

Georg Kreisler => Georg Kreisler: Allgemeines => Thema gestartet von: Campodecriptana am 16. Juni 2003, 15:27:17

Titel: Kreisler-Essay
Beitrag von: Campodecriptana am 16. Juni 2003, 15:27:17
Georg Kreisler hat im CAMPO ein neues Essay veröffentlicht, dass sich mit dem Antiamerikanismus beschäftigt, der anscheinend direkt mit dem Antisemitismus korrespondiert. Es trägt den Titel "Vorläufig die Amerikaner" - siehe auch www.campodecriptana.de

Grüße vom CAMPO
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Martin am 20. Juni 2003, 21:51:14
Danke für den Hinweis.
Leider ist euer CAMPO nicht so leicht zu bekommen und 4 Euro (+5 für den Versand) zahlt sich meist kaum aus. Gerade dann, wenn es (in erster Linie) nur um ein 1-seitiges Essay geht (obwohl die anderen Artikel sicher auch lesenswert sind).
Es wäre aber schön, wenn du diesen Text (möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt, vielleicht nach Erscheinen der nächsten Ausgabe) mal online stellen könntest.

P.S.: Wer es noch nicht gelesen hat, hier (http://www.juedische.at/TCgi/TCgi.cgi?target=home&Param_Kat=3&Param_RB=25&Param_Red=207,) gibt es einen weiteren Kommentar von Kreisler (etwas älter).
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Campodecriptana am 23. Juni 2003, 15:14:16
Hallo Martin!

Nun ja, wenn man bedenkt, dass dies Magazin praktisch ohne Werbung auskommt und sehr viel Text enthält, dann lohnt es trotzdem. Zumal auch Broder und Biermann immer ihr Geld wert sind *g*.

Egal - HAGALIL hat den Beitrag inzwischen übernommen und es macht mir nichts aus, den Link darauf zur Kenntnis zu bringen -
http://www.klick-nach-rechts.de/gegen-rechts/2003/06/kreisler.htm

Grüße vom CAMPO
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Sandra am 30. Juni 2003, 21:36:33
Tja, leider ist der Kreisler-Artikel (und ich bin eigentlich nicht so hart) kompletter Unfug. Didaktisch, uninformiert und vor allem: alt. Auf meiner Homepage ist mehr darüber zu lesen. Aber dieses Campo....sonderbare Zeitschrift.... irgendwie ...
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Sandra am 30. Juni 2003, 21:37:36
Achso - die homepage adresse ist da nicht dabei. http://www.sandrakreisler.com unter "opendiary"  ;)
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Martin am 30. Juni 2003, 23:04:31
Ich habs mir auch schon öfters gedacht, war mir aber nie sicher, was ich wirklich davon halten soll (teilweise ist schon was Wahres dran). Aber einige seiner (politischen) Essays sind doch ein wenig strange.
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Campodecriptana am 01. Juli 2003, 09:40:40
Liebe Sandra!

Solange der Bronner und der Kreisler den Wert des Magazins schätzen, bin ich sicher, dass der Weg, der richtige ist. Du müsstest deine Kritik schon konkretisieren.

Ansonsten bleibt Georg Kreisler sehr modern, weil er, sensibel für die aktuellen Ereignisse, eine sehr treffende Analyse abgibt! Ich habe dir dazu ja einiges auch gemailt. Belassen wir es an dieser Stelle dabei.

Grüße, viele - Tanja Krienen
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Sandra am 01. Juli 2003, 20:01:43
Zunächst: Wenn zwei weltanschaulich so unterschiedliche Menschen wie Bronner und Kreisler BEIDE das Magazin "schätzen" - haben sie es nicht gelesen. (Von Bronner weiss ich das im Übrigen persönlich). Dann: Ich BIN im einzelnen darauf eingegangen, auf meiner Homepage.
( http://www.sandrakreisler.com )
Ich will hier nicht den Platz missbrauchen.

Martin: Ich fürchte sehr, dass du recht hast. Ein künstlerisch so grossartiger Mann, aber auch über ihn (ebenso wie über Bronner, nb) geht die Zeit hinweg - was ich NIE von ihm gedacht hätte.
Offensichtlich beginnt er, nur mehr das zu merken, was er von vornherein befürchtet - und geht zu sehr auf wenige extremistische Stimmen ein, ohne den grundsätzlich Tenor der Diskussion zu beachten. So scheint es mir jedenfalls.
Trotzdem: Das entkräftet nicht die guten und wahren Aussagen, davon bin ich überzeugt. Nur: Auch er - und gerade mir fällt es schwer, das einzusehen - ist ein Mensch.

Ganz was anderes: Ich würde an dieser Stelle und im Bezug auf die laufende Diskussion bez. Islam/Amerika gerne ein Buch wärmstens empfehlen: V.S. Naipaul "Islamische Reise" - nach der Lektüre sieht man vieles anders. Vieles genauso - aber eben auch vieles anders. Meiner Meinung nach ein wesentlicher Beitrag zum Thema Islam und Europa.
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Campodecriptana am 02. Juli 2003, 08:35:10
Liebe Sandra!

Du schreibst: "Zunächst: Wenn zwei weltanschaulich so unterschiedliche Menschen wie Bronner und Kreisler BEIDE das Magazin "schätzen" - haben sie es nicht gelesen. (Von Bronner weiss ich das im Übrigen persönlich)."

Jetzt hänge dich mal nicht zu sehr aus dem Fenster, das wird so langsam hier unangenehm - der Bronner hat beide Ausgaben erhalten, gelesen und positiv bewertet - ich werde einen Teufel tun und aus privaten Mails zitieren. Noch eins: Es hätte auch den allgemeinen Gepflogenheiten entsprochen, wenn du mich gefragt hättest, ob du den Text auf deine Site übernehmen könntest. Ich hätte nichts gegen gehabt, aber mich wundert jetzt schon diese geballte Ladung Aggressivität. Ich habe dir schon mehrere Male empfohlen, manche Dinge nicht so sehr in Öffentlichkeit zu debattieren - ich jedenfalls, arbeite Ereignisse lieber publizistisch und sachlich, denn privat auf.

Gruß, TK
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Dunkelblaue Dille am 02. Juli 2003, 12:57:50
> - ich werde einen Teufel tun und aus privaten Mails zitieren.

Eine erstaunliche Aussage von jemandem, der auf seiner Webseite einen privaten Brief nicht nur zitiert, sondern komplett eingescannt der Öffentlichkeit präsentiert!

Ein Hinweis, ob der Absender (in diesem Falle Georg Kreisler) mit der Veröffentlichung seiner privaten Korrespondenz einverstanden ist, fehlt.

Aber selbst wenn vorher um Erlaubnis gebeten worden ist (woran ich zweifle), bleibt die Frage nach dem Sinn einer solchen Zurschaustellung. Oder auch nicht: "Denn der Mensch will immer was beweisen..."

Ihnen, Frau Krienen, beim Beachten der "allgemeinen Gepflogenheiten" weiterhin fröhliches Entgleisen! Uns bleibt nur das Kopfschütteln, aber das immerhin - gezielt.


Auch auf die Gefahr hin, damit auch noch Werbung für die Site zu machen: Der angeprangerte Stilbruch findet sich auf www.tanjakrienen.de unter "Kultur, Philosophie und Reflexionen". Und weil's grade zum Thema passt: In der dortigen "Foto-Galerie" findet sich ein schönes Bild der Campo-Herausgeberin im Khaki-Dress mit Waffe im Anschlag. Ein Narr, wer falsches daraus schließt...
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Sandra am 02. Juli 2003, 13:24:14
Tja, wie auch schon privat geschreiben, liebe Tania, ich wollte niemanden verärgern - ich habe nur zitiert. Aggressiv war das alles auch nciht gemeint, es täte mir leid, wenn der Eindruck entstanden ist. Es war bestenfalls ein bissel sarkastisch.
Aber ;D. wenn schon denn schon, dann lege ich doch gleich noch ein Schäuferl nach: Ich könnte mir vorstellen, dass in "Briefen an den Herausgeber" etwas anderes drinsteht, als wenn man etwas privat einem Dritten sagt....
anyway, ich finde dieses Thema kriegt hier insgesamt zu viel Beachtung, irgendwie. JedeR hat das Recht auf seine/Ihre  Meinung.
Ich finde es im übrigen gut, wenn Dinge (mit Nennung des Herausgebers) angekündigt und gezeigt  werden - soll jedeR selbst nachlesen und sich denken, was immer er/sie möchte.. liebe Grüsse noch! s
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Campodecriptana am 02. Juli 2003, 15:53:48
Liebe Sandra! Mit kryptischen Äußerungen kommen wir hier nicht weiter, aber wir sollten das auch im Interesse aller Beteiligten nicht an dieser Stelle ausweiten. Ich habe die mir zugeeignete Äußerung wahrheitsgemäß wiedergegeben und damit ist das Thema für mich erledigt.

Dille - fürchterlich anmaßendes und unqualifiziertes Zeugs. Was es geht einen Anonymus an, ob ich mit der Waffe in der Hand abgebildet bin oder mich sonne - NICHTS!!!

TK
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Dunkelblaue Dille am 02. Juli 2003, 18:43:54
Sorry, der Meinungsaustausch ufert aus, dennoch:

Sehr geehrte Frau Krienen,

dass eine Homepage der Selbstdarstellung dient, ist bekannt. Dass man über die Person, die sich dabei darstellt - über ihre Erscheinung, ihre Aussagen, ihre Vorstellungen etc. - geteilter Meinung sein kann, ebenfalls. Dass man mit einer "kritischen" Meinung über jemanden meist auf wenig Gegenliebe stößt, ist auch nichts neues.

Aber dass ausgerechnet Ihnen zu meiner sachlichen (wenn auch satirisch gefärbten) Kritik Ihres Forumsbeitrages und Ihrer Webseite nichts besseres einfällt, als diese lauwarme Sprachpampe darüber zu schütten, ist einigermaßen überraschend.

Falls Sie "Anonymus" als Schimpfwort gebrauchen möchten, sollten Sie sich langsam entscheiden, ob Sie (hier) als "Campodecriptana" (Redaktion) oder als Privatperson in Erscheinung treten möchten.

Sonst steht Ihnen womöglich doch noch der große Heisenberg am Bande in's Haus. Und wer weiß, welches Kochrezept dann angezeigt ist. Wobei wir damit - quasi direkt über's Reisebüro - endlich zurück zu GK buchen könnten.

Mit unverblümten Grüßen,

die dunkelblaue Dille
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Martin am 02. Juli 2003, 18:51:04
Es war hier lange Zeit sehr ruhig im Forum - viel zu ruhig. Das hat sich jetzt geändert - aber wie?!
Ich finde, dass (derartige) Diskussionen (Streitereien) auf andere Art und Weise ausgetragen werden sollten und nicht in Form von gegenseitigen Beschimpfungen in einem Internet-Forum.
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Campodecriptana am 02. Juli 2003, 19:55:29
Es gibt hier keine Beschimpfungen, sondern lediglich den Versuch eines FDP und Möllemann - Fans hier den (zurecht) Abgestürzten, auf die ihm bewährte Art, mittels Diffamierungen in stümperhafter Weise rächen zu wollen.

Geht das so weiter, werden wir gemeinsam die IP-Nummer des Nicks (der ansonsten unter OMSK postet und dessen sämtliche Angaben auf Fakekalien beruhen) zwecks Unterbindung fortgesetzten Rufmordes feststellen lassen!

Es ist schon auffallend, wie das Kreisler-Publikum seinen Einschätzungen vergangener Jahre nachkommt, in dem es die aktuellen Äußerungen stets mit Skepsis, die traditioneller Elemente seines Werkes jedoch mit Bewunderung, aufnimmt.

TK
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Peter Silie am 02. Juli 2003, 22:31:55
 Was muß ich hier lesen?!
Wehe dem, der sich an der Dille vergreift!  >:(

Liebe Dille, du triffst wie immer den Nagel auf den Kopf. Bitte schreib weiter so.

Dille und Petersilie halten zusammen!
Zur Not holen wir noch den Majoran, und dann sind wir unschlagbar!   :D

mfg
Peter_Silie
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Sandra am 03. Juli 2003, 11:53:30
Weia  ::)  Ich finde es ja fein, zu diskutieren, aber wenn der Thread schon "Kreisler-Essay" heisst, dann reden wir doch einfach konkret darüber - oder?
Ich stehe allerdings nicht an, mich zu entschuldigen, wenn ich der Auslöser für das alles gewesen sein sollte! Und versuche gleich, das Thema wieder zurückzuführen:
Es würde mich interessieren, wie die hier Anwesenden (vor allem Dille Und Peter Silie) konkret zum Statement: "Anti-amerikanismus führt zu Antisemitismus", das im fraglichen Artikel gemacht wird, stehen. Seht Ihr das auch so? Liebe Grüsse,s
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Campodecriptana am 03. Juli 2003, 11:54:05
Die Hexe nebenan darf hier nicht bleiben.
So kanns nicht weitergehn.
Es bestimmt nicht leicht sie zu vertreiben,
Und doch, es muss geschehn.

Von jetzt an kehren wir alle ihr den Rücken
Und spucken aus, sobald wir sie erblicken
Und schicken ihr ein anonymes Schreiben
Und schmeißen ein paar Steine durch die Scheiben,
So lang, bis sie versteht,
Wir wollen, daß sie geht.

Doch wenn sie unsere Warnung in den Wind schlägt
Wie finden wir dann Ruh
Dann ohne Schonung
In ihre Wohnung!
Leute, schlagt zu!

Ach ja, da stellt man sich Kreisler-Figurinen ins Regal der anderen Wand - gleich neben dem Notverband - und mobbt, weil sich jemand gegen Antijudaismus und antiamerikanische Ressentiments wehrt. Da "vergisst" man gar, dass "Vorläufig die Amerikaner" NICHTS anderes beinhaltet als eine Variante von "Ich fühl mich nicht zu Hause".

Dafür, wie wenig Lieder den Mob verändern, haben wir hier ein gutes Zeugnis erhalten.

Ohne Gruß
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Dunkelblaue Dille am 03. Juli 2003, 16:24:16
... sprach der motivierte Märtyrer und stürzte sich zu Demonstrationszwecken in sein eigenes Schwert.


Genug der Beleidigungen und Sprachverhunzungen: Ich möchte höflichst darum bitten, die Vokabel "Mob" umgehend zurückzunehmen (wenn es sein muss, auch grußlos).

Außerdem bitte ich wahrzunehmen, dass ich weder Lügen verbreitet, noch böswillig Dinge unterstellt, noch Geheimnisse preisgegeben - und somit auch keinen Rufmord begangen habe.

Im Falle weiterer Rasenmäher-Rhetorik sehe ich mich gezwungen, mir von einem Orthopäden meines Vertrauens das beginnende Kopfschütteltrauma attestieren und mich damit (zum Schutze meines Rückgrates) von diesem Thread befreien zu lassen.

Herzliche Grüße an alle, die mich nicht faschieren möchten (besonders PeterSilie und Sandra:-)!

Dunkelblaue Dille

P.S.: Ich gebe ungern (aber offen) zu, dass mein erster Beitrag (über die Homepage von Frau Krienen) so gut wie gar nichts mit dem Kreisler-Essay zu tun hat. Aber offensichtlich ist nicht jede Themenverfehlung entbehrlich.
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Campodecriptana am 03. Juli 2003, 17:09:52
Ihre vor Neid und Hass triefende Nullexistenz kann hier geifern wie sie will, es berührt nicht mal den Rotzfleck auf Ihrem häuslichen FPD-Möllemann-Bild. Dass Sie allerdings in diesem Milieu Widerhall mit offensichtlichen Mobbereien - die ihren Ursprung in psychologischen und politischen Latrinenkammern hat - erhalten, macht die Sache zu einer traurigen Angelegenheit.

Wie gerne würde ich Ihnen, der Sie natürlich schon im Profil mit der Angabe "weiblich" lügen, 40 Schilling geben, befürchte aber, selbst dieser Betrag, wäre ein Zuviel für ein substanzloses Nichts, welches sogar das schopenhauerische flugs in den Schatten zu stellen vermag.


Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Martin am 03. Juli 2003, 18:04:08
Wo ist der Moderator, der hier seines Amtes waltend dieser Sache ein Ende macht und den Thread schließt (oder die ein oder andere Verwarnung ausspricht, wenn Leute sich Beschimpfungen wie die vorherige anhören müssen). Das war ja nun (ganz egal um was es in diesem Streit geht und wer unter Umständen Recht oder Unrecht haben könnte) wirklich die Höhe!
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Sandra am 03. Juli 2003, 18:18:12
Martin, Dille und die Anderen: In Wien sagt man in solchen Fällen: "Nicht einmal ignorieren" ....

Aber ich warte noch immer auf Antwort: Würde mich wirklich interessieren, wie die Gedanken des Artikels hier so ankommen!! Alles Liebe,s
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Martin am 03. Juli 2003, 19:10:07
Es ist schon richtig, dass die Amerika-Kritik in der Zeit vor und während des Irak-Kriegs teilweise ein wenig in einen Amerika-Hass umgeschlagen ist, den die Medien natürlich (wie jeden Trend, den sie irgendwo wittern) aufgenommen und verstärkt haben. Es dauerte dann einige Zeit bis dieses allgemeine Gefühl in der Bevölkerung zumindest dahingehend korrigiert wurde, dass man nicht müde wurde zu betonen, dass der "Feind" nicht Amerika, sondern - wie man es so schön formulierte - die Administration Bush sei. Dennoch wollten sich gewisse Vorurteile gegen die Menschen der Vereinigten Staaten nicht so schnell vertreiben lassen. Die allgemeine öffentliche Meinung und der Glaube vieler entweder gegen den Krieg oder für die Amerikaner sein zu müssen waren die Hauptgründe dafür, dass viele sich die Bequemlichkeit herausnahmen alle Amerikaner als stupid white men und Verbrecher an der Menschlichkeit zu sehen.
Und anstatt dieser Entwicklung kritisch gegenüberzustehen fällt vielen Fernsehleuten nichts besseres ein als sie mit teilweise fragwürdigen Argumenten und Beispielen zu bekräftigen. Es sind auch solche Kleinigkeiten wie die helle Freude zahlreicher Nachmittagsfernsehshows sich über obskure US-amerikanische Gesetze lustig zu machen. Denn anstatt über Todesstrafe, Justizkorruption oder die immer noch bestehende Benachteiligung der farbigen Minderheiten geht es darum, dass es in Idaho ausdrücklich verboten ist auf einer Giraffe sitzend Forellen zu fangen. Diese Themen sind einfach, billig und bringen Quote, die vorigen dagegen sind zu ernst und bringen die Zuseher bestenfalls zum Umschalten. So sehen es die Macher dieser Sendungen und wenn man von ihrem Zielpublikum ausgeht haben sie vielleicht sogar recht. Und das ist schade! Das ist bedenklich!! Und es liegt gerade an den kleineren Sendern diesem Trend entgegenzuwirken und nicht auch in ein quotenbringendes Wir-sagen-was-das-Volk-denkt-und-hören-will-Programm zu verfallen.
Was den Zusammenhang zwischen Antiamerikanismus-Antisemitimus angeht, um den es ja in diesem Artikel ja geht, muss ich anmerken, dass er sicher nicht 1 zu 1 vorhanden ist, wie viele das befürchten. Ich möchte nicht behaupten, dass es nicht viele Leute gibt, die in solchen Zusammenhängen denken (leider), hoffe aber doch, dass es sich dabei um eine langsam verschwindende Minderheit handelt. Vielleicht habe ich mit den Falschen (weil großteils zu jungen Leuten) gesprochen, doch ich habe in letzter Zeit von vielen Leuten antiamerikanische Meinungen gehört, kaum jemand hat das jedoch mit Antisemitismus und den Juden in Amerika verbunden. Und ich hoffe das sich dieses Differenzieren endlich durchsetzt. Denn es sind nicht (nur) die Juden und die (Waffen)Industrie (wie es äußerst polemisch ausgedrückt wurde), die diesen Krieg wollten und damit alles Böse in Amerika verursachen. In den USA spielen viel zu viele Dinge eine Rolle, die letztendlich zu der jetzigen Situation führen und es wäre wichtig zu versuchen sich davon ein klares Bild zu verschaffen anstatt in schwarz-weiß Malereien zu denken und es liegt auch an den Medien dazu beizutragen.
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Peter Silie am 04. Juli 2003, 01:08:20
Also, bitte:
Ich finde, der Artikel liest sich wunderbar.
GKs Ansichten über die Un-Kulturlandschaft im deutschen Sprachraum decken sich weitgehend mit meinen Beobachtungen.
Die Geschichte mit Antiamerikanismus und Antisemitismus überzeugt mich aber nicht.
Allerdings ist GK viel älter und weiser als ich - also sollte mir das Essay zu denken geben.
Ich glaube man darf auch nicht vergessen, daß der Artikel von einem Amerikaner geschrieben worden ist.
Wäre ich Amerikanischer Staatsbürger, würde ich vielleicht manches auch anders sehen.
Oder wenn ich in Israel lebte, hätte ich von dem Schlamassel mit den Nachbarn sicherlich ein anderes Bild als jenes aus der Zeitung hierzulande.

Von Besserabien kann leider noch nicht die Rede sein.

mfg

Peter_Silie
 
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Sandra am 04. Juli 2003, 01:23:31
Also zunächst mal: Danke schön! Das macht doch viel mehr Spass, als Beschimpfungen, oder?

Und dann: ich glaube, dass man ja Medienmeldungen etc auch immer mit den eigenen Augen liest; soll heissen, wenn jemand ein "gebranntes Kind" ist, wird er sicherlich immer genau die Zwischentöne überbewerten, die anderen garnicht auffallen mögen. Bei mir ist es zum Beispiel bei Dir, Martin, folgender Satz: "...nicht "nur" die Juden für den Krieg" - das insinuiert für mich, dass Du glaubst, "Die Juden" wären in ihrer Gesamtheit für den Krieg gewesen? Ich hingegen habe die verschiedensten Wortmeldungen von Juden zu diesem Thema gehört - Und: wenn auch Israel als Staat sich so diskret wie möglich verhalten hat, so wurde doch immer wieder dieses Schweigen als Kriegsbefürwortung aufgefasst - und zwar aus häufig negativen Motiven so aufgefasst.
Dass immer wieder von "Kolonialisierung" die Rede ist, wenn es um den Nahen Osten geht, ist auch m.E. eine potenzielle Gefahr. Ich meine ja, dass hierzulande viel zu wenige Fakten (und meist eher tendenziös) über die gesamte Situation dort bekannt sind. Und ich muss leider auch feststellen, dass ziemlich viele Kriegsgegner in ihrem pazifistischen Eifer weit über's Ziel geschossen sind.
a.) es wurde und wird immer noch (für meinen Geschmack) zu wenig betont, dass Saddam ein irres Arschloch war, gelinde gesagt
b.)  beim Eintreten für die Rechte der Palästinenser werden sehr oft antisemitische Dinge laut. Auch anti-israelische, im Sinne von: Das Land darf es nciht geben. Das ist bedenklich.
Grundsätzlich muss ich aber sagen, dass ich schon eher Deiner Meinung bin, Martin. Bei der jüngeren Generation sehe ich eine gewisse Skeptik, was die Medientendenzen betrifft, ich glaube & hoffe, die haben die Manipulationsversuche schon klarer erfasst.
Und zur Kultur komme ich noch  :)

Die gesamte Diskussion  Krieg/Amerika/ - und auch Judentum wurde für meinen Geschmack viel zu wenig differenziert geführt.
Trotzdem habe ich den Eindruck, dass Deutschland sich hier eigentlich ziemlich gut gehalten hat. Man merkt auch an der gegenwärtigen Friedmann-Geschichte, dass man grundsätzlich bemüht ist, keinen Antisemitismus aufkommen zu lassen - gelingt nicht immer, aber man ist bemüht. (Ich glaube übrigens auch, dass das Anti-Franzosentum der Amerikaner ein bissel den Sinn für Bledheiten beim "Nationen-Ärger" geschärft haben könnte)

Aber ich denke eben, Kreisler (und viele andere Emigranten mit denen ich geredet habe) sieht natürlich alles mit eben SEINEN Augen, und die Angst sitzt tief. Ich finde allerdings dass es schade ist, dass er nicht konkret hinweist auf bedenkliche Dinge, sondern global verteufelt und damit, so meine ich, so weit über's ziel schiesst, dass man garnichts mehr ernst nimmt.
Das mit "Das Böse" - das ist schon ein starkes Stück...

Und zur Kultur: Vielleicht lebe ich in Wien im Paradies. Den Verdacht hatte ich schon, denn ich merke, was in Wien halbwegs gut ankommt, wird in Deutschland hymnisch gefeiert, was in Deutschland ein Hit ist, stürzt hier beinhart ab - für mich ein Zeichen für drastische Qualitätsunterschiede.
 Zumindest hierzulande - wo es auch Starmania und Big Brother und so scheiss gibt - gibt es dennoch Festivals, Ausstellungen, Vorstellungen und und und, die Tiefe, Grösse und Qualität aufzubieten haben, und zwar satt, man weiss garnicht, was sich zuerst anschauen - WENN man sich interessiert und informiert, auch abseits vom TV. Obwohl, die "Dritten", 3Sat & Arte bringen auch ganz tolle Dinge immer wieder.
Ich denke halt, gerade ein Vordenker wie Kreisler sollte sich nciht  einfach mit schön geputzten Worten "in's Hemd scheissen" wie man in Wien sagt = nur beklagen und sich fürchten. Ich hätte lieber als nur Negatives auch positive Aufrufe zu ganz konkreten Dingen gelesen.... (Und die Form hat mich auch entsetzt, ehrlich gesagt, so Kraut und Rüben grundlos zusammengehängt) oder, wenn schon Negatives, dann zumindest nicht so Angst-und Wut geifernd, sondern klar, sachlich und zur Änderung anregend. Naja, inzwischen denke ich mir: Ich erwarte einfach zu viel, weil er halt schriftstellerisch für mich doch auf einem Podersterl steht....
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Campodecriptana am 04. Juli 2003, 09:07:58
Nochmal: Es hat hier von meiner Seite aus NICHT EINE Beschimpfung gegeben, allerdings von Anbeginn eine Herabzerrung eines sachlichen Themas auf eine rein persönliche Ebene einer Gruppe, deren politische Ausrichtung ich andeutete. Die Gründe liegen auf der Hand, wenn man meine Homepage sieht.

Sandra - ich hätte einen anderen Vorschlag, wer mit seinen "Vater-ist-der-böse-Schauergeschichten" zu ignorieren sei. Kannst du dir vorstellen welchen?

Bye-bye
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Martin am 04. Juli 2003, 10:48:42
ZitatBei mir ist es zum Beispiel bei Dir, Martin, folgender Satz: "...nicht "nur" die Juden für den Krieg" - das insinuiert für mich, dass Du glaubst, "Die Juden" wären in ihrer Gesamtheit für den Krieg gewesen?

Ich habe lange überlegt ob und wie ich diesen Satz schreiben soll (gerade das Wörtchen "nur" hätte ich wohl besser weggelassen) und anscheinend ist es mir nicht gelungen, dass richtige rüberzubringen. Was ich sagen wollte, ist sicher nicht, dass die Juden in ihrer Gesamtheit für den Krieg waren, sondern höchstens, dass es in den USA eine Reihe sehr einflussreicher Juden gibt, die offensichtlich diesen Standpunkt vertreten haben (genauso wie es auch einflussreiche Leute gibt, die dieser Meinung und keine Juden sind). Und auch das ist mehr eine Information aus den Medien als ein Bericht aus eigener Erfahrung (woher sollte ich die auch haben).
Wenn man den Satz im Zusammenhang lässt, sollte man erkennen, dass ich lediglich versucht habe, die Schwarz-Weiß-Färberei der Medien und vieler sogenannter/selbsternannter Experten abschließend noch einmal etwas polemisch aber mit deren eigenen Worten anzuprangern.
Der Satz hat daher wenig bis nichts mit meiner persönlichen Meinung zu tun, und der erste Teil davon schon gar nichts, da ich versuche nicht in derartigen Schubladen zu denken.
Der zweite Teil (Rüstungsindustrie) vielleicht schon eher. Beides in einem Satz zu formulieren war vielleicht nicht ganz glücklich, aber wie gesagt, ich hab den Ausspruch so nicht erfunden. Das ist nur etwas, was uns von vielen Seiten immer und immer wieder vermittelt wird. Der ganze komplizierte Irak-Konflikt auf einen einfachen Nenner gebracht: Die mächtigen Juden und die mächtige Rüstungsindustrie. Die sind schuld! Das ist aber auf gar keinen Fall meine Meinung.
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Sandra am 04. Juli 2003, 15:09:32
Ist es wirklcih so sehr das, was bei den Medien rüberkommt? Ich muss ja zugeben, ich lese wenig deutsche Zeitungen, hin und wieder die ZEIT oder die eine oder andere übernommene Geschichte im Netz - und eben die NY Times und so. Ich hab das nämlich selten mitgekriegt, dass das so verbalisiert wird. (Muss auch gestehen, ich habe das von Dir eh nur so "halb-ernst" genommen, weil mir schon kar war, dass Du es SO nciht meinst, ich wollte nur damit illustrieren, dass man ja eben alles immer nur so sieht, wie man von vornherein gepolt ist.) Und es ist natürlich auch ein Fakt, dass Saddam für Israel ganz konkret eine Bedrohung dargestellt hat, daher ist es ja auch kein Wunder, wenn viele Menschen seinem Treiben Einhalt gewünscht haben. Ich hatte vor allem den Eindruck, dass am Anfang der amerikanischen "Intervention" vor allem dieser abstruse Konnekt mit dem 11. September bei vielen erstaunlich gut funktioniert hat. War zu der Zeit viel in einem Forum von Michael Moore, und da war erstaunlich, wie viele sich von derartigen Argumenten beeindrucken haben lassen. Manche haben allerdings schon auch gesagt, dass Bush diesen Krieg "nur für die Juden" führt, come to think of it...hm. (Und was mir auffiel - und immer noch auffällt: Erstaunlicherweise ist es gerade die sogenannte "Linke" die zu antisemitischen Tönen neigt - im Zusammenhang mit Pazifismus und Pro-Palästinenser-tum)
Frage ist: Wie glaubst Du wird das denn heute - also nach dem Krieg - gesehen?
Ich frage mich nämlich, ob ich mit meiner massiven Ablehnung dieser von Kreisler angeprangerten Junktimierung Antiamerikanismus und Antisemitismus nicht nur auch eben nur das sehe, was ich sehen will..... *grübel*...lg,s
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Campodecriptana am 04. Juli 2003, 16:12:07
Komisch, ich hatte dir doch schon Tage vor unserem öffentlichen Disput Folgendes geschrieben -

Allerdings hat der alte Judaismus in der neuen Form des Antisemitismus (mit dem Aufkommen des Kapitalismus) eine neue Dimension erhalten und die Verquickung mit Antiamerikanismus hat sich spätestens seit der Nazizeit in den Köpfen festgesetzt – das kann man nicht wegdiskutieren und die Bezüge wurden tatsächlich in den vergangenen Jahren skandalös wieder aufgefrischt, in Deutschland u.a. durch die Diskussionen ,,rund um Möllemann".

Wie bitte? Ich soll nicht verlangen dürfen, dass deutsche ,,Intellektuelle" antisemitischen Ressentiments begegnen, die darin bestehen, dass man den Juden KEINEN eigenen Staat zu billigt? Vielleicht hast du das nicht so mitbekommen - die antijüdischen Kräfte greifen Israel im Wesentlichen mit 5 abstrusen Thesen auf ALLEN Gebieten an.

1. Die Juden von Heute, sind gar nicht die Nachfolger der vor 2000 Jahren vertriebenen Menschen.
2. Der Zionismus ist nichts als eine ,,rassistische Ideologie".
3. Die Juden haben überhaupt kein Recht auf palästinensischen Boden. Ihre Einwanderung ist absolut illegal.
4. Die Staatgründung ist rechtswidrig.
5. Die israelische Alltagspraxis ist rassistisch und faschistisch.

Natürlich gehe ich weitgehend mit der Meinung deines Vaters konform, da ich ebenfalls der Meinung bin, dass die Kritik an den USA deutlich eine ,,freundschaftliche Zurechtweisung" überschritt und einen Frontalangriff auf DIE GESAMTE Lebensart der Amerikaner darstellt. Und das ist es, was auffällt: Man muss die Kriegsgründe und das Vorgehen der USA nicht deckungsgleich gutheißen, aber dieses zum Anlass zu nehmen, eben jenen universellen Angriff durchzuführen, beinhaltet den Kern, der GK (zurecht) Angst macht. Dabei hat er nicht mal mit der großen Keule gearbeitet und die sonst stets parallel laufenden Hinweise, auf die angeblich von jüdischen Bankiers dominierte Ostküste der USA, unterlassen.

Was da in der Öffentlichkeit nach dem Ausbruch der II Intifada - und dann noch mal forciert - nach dem 11. September debattiert wurde, MUSS Angst machen!
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Sandra am 04. Juli 2003, 17:32:28
 Erstens: Ich bin nicht überzeugt.  (..."der alte Judaismus - der neue Antisemitismus" häh????) Ich halte diese Vorwürfe nach wie vor für masslos übertrieben. Es gibt - habe ich ja auch nie bestitten - sicherlich Menschen, die über's Ziel schiessen, oder einfach Kritik benützen, um Hass zu schüren. Aber ich bin nach wie vor der Meinung, dass das keinesfalls der "Mainstream" ist - und auch nicht wirklcih eine Gefahr darstellt.

Zweitens: Wenn du hier private Post zitierst, dann bitte vollständig. Der letzte Teil fehlt. Der Vollständigkeit halber, hier ist er:  

[Entfernt auf Wunsch des Zitateigentümers. [size=-3]Stroganoff[/size]]

Mehr will ich dazu eigentlich nciht mehr sagen lg,s
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Campodecriptana am 04. Juli 2003, 17:43:32
Jetzt reicht es bald, Sandra Kreisler! Sonst werde ich mal adäquat zurückschlagen, dann hast du aber mehr als rote Ohren!

Ich ersuche aus prinzipiellen Gründen die Redaktion, S. Kreislers Zitat aus einem privaten Brief zu löschen. Der Inhalt ist völlig nebensächlich und zeigt, dass ich den Leukämiebericht auch kritisch sehe, es geht hier um die schmutzige Taktik irgendetwas aus privaten Gründen anzuhängen (und da sieh dich vor meine Beste, das Spiel kann ich auch).

ICH HABE hier nur eine allgemeine Zusammenfassung des Antisemitismus eingestellt, die in Teilen sogar unabhängig von SK angefertigt wurde. In jedem Fall handelt es sich UM MEINEN Brief, UM MEINE Formulierungen, die ich hinstellen kann wo ich will. Wenn aber aus der eingehenden Post jemand zitiert, so handelt es sich um einen völlig anderen Fall. WEM ICH etwas mitteile, ist meine Sache, WER MEINE Antwort - dazu noch verfälscht - wieder gibt, überschreitet in unzulässiger Weise eine Grenze.

Tanja Krienen
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Dunkelblaue Dille am 04. Juli 2003, 21:03:12
(OT)

Gibt es nicht einen Film mit dem Titel "Und ewig grüßt das Murmeltier"? Ich glaube, es geht darin um einen Menschen, der immer wieder denselben Tag erlebt - grauenhaft!

Aber langsam komme ich mir hier auch so vor: Jedesmal, wenn ich in diesen Thread schaue, lese ich, dass jemand seinen Mitmenschen genau das vorwirft, was er selber tut - und die eigenen Handlungsweisen entrüstet zurückweist.

Und dass mir ja keiner herumstänkert, schärfte das Stinktier den anderen voller Inbrunst ein, ich tue es ja auch nicht!

Es bewegt sich nichts dabei - es passiert einfach immer wieder das Gleiche: Morgens, mittags, abends. Wenn's nicht so traurig wäre, könnte man ja darüber lachen, aber so? Na, vielleicht gerade jetzt: Un-heimlich. Und aus Trotz.

(/OT)
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Georg am 04. Juli 2003, 21:57:37
Ich sage nichts!  :-X
 
Georg
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Sandra am 04. Juli 2003, 23:11:14
 :-[ ...ich habe meine eigene Anregung gebrochen, und doch geantwortet - meine Schuld. Ich hab mich halt geärgert... kommt nicht mehr vor. Lasst und etwas vernünftiges diskutieren  - BITTE!! Grüsse,s
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Campodecriptana am 05. Juli 2003, 17:38:13
Na, wenigstens hast du deinen Vater nur auf 90%-Niveau so diffamiert, wie in der Sendung der medialen Subexistenz des "Pfarrers Fliege". Man ist ja schon mit wenig zufrieden...
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Burkhard Ihme am 02. April 2007, 21:34:05
Die Gleichsetzung von Antiamerikanismus und Antisemitismus im Zuge des Irak-Krieges finde ich schon deshalb seltsam, da die amerikanische Führung ja unverhohlen als Speerspitze des christlichen Fundamentalismus auftritt. Da muß ein wackerer Antisemit ja ähnlich scheuklappenblind sein wie die Verfechter der These von der "jüdisch-kapitalistischen Weltrevolution".

In Sandras Tagebuch-Erwiderung hab ich übrigens folgenden schönen Satz gefunden:

"Kurz: Ich sehe eigentlich - vor allem in den herrschenden Schichten – fast ZU WENIG Antiamerikanismus, zumal dieser wie gesagt John Doe sowieso nicht wirklich betrifft."

John Doe ist nicht die Bezeichnung für den Durchschnittsamerikaner, sondern für eine nicht identifierte männche Person (analog: Jane Doe).
Titel: Re: Kreisler-Essay
Beitrag von: Leitner am 02. April 2007, 23:47:18
Na servas !
Schon wieder eine uralt-diskussion gefunden
Inhaltlich will ich mich nicht äussern
bin schon zu müde
und es würde Seiten füllen
Aber irgendwann möchte ich die Thematik, als Betroffener und auch als fachlich Kompetenter aufrollen