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"Wenn sich wer öffnet, mach' ich doch nicht zu. Noch einmal frag ich: Was sagst Du?" (Georg Kreisler, "Was sagst Du?")


Autor Thema: Kreisler-Essay  (Gelesen 8688 mal)

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Campodecriptana

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Kreisler-Essay
« am: 16. Juni 2003, 15:27:17 »
Georg Kreisler hat im CAMPO ein neues Essay veröffentlicht, dass sich mit dem Antiamerikanismus beschäftigt, der anscheinend direkt mit dem Antisemitismus korrespondiert. Es trägt den Titel "Vorläufig die Amerikaner" - siehe auch www.campodecriptana.de

Grüße vom CAMPO

Martin

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Re: Kreisler-Essay
« Antwort #1 am: 20. Juni 2003, 21:51:14 »
Danke für den Hinweis.
Leider ist euer CAMPO nicht so leicht zu bekommen und 4 Euro (+5 für den Versand) zahlt sich meist kaum aus. Gerade dann, wenn es (in erster Linie) nur um ein 1-seitiges Essay geht (obwohl die anderen Artikel sicher auch lesenswert sind).
Es wäre aber schön, wenn du diesen Text (möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt, vielleicht nach Erscheinen der nächsten Ausgabe) mal online stellen könntest.

P.S.: Wer es noch nicht gelesen hat, hier gibt es einen weiteren Kommentar von Kreisler (etwas älter).
« Letzte Änderung: 20. Juni 2003, 21:51:49 von Martin »

Campodecriptana

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Re: Kreisler-Essay
« Antwort #2 am: 23. Juni 2003, 15:14:16 »
Hallo Martin!

Nun ja, wenn man bedenkt, dass dies Magazin praktisch ohne Werbung auskommt und sehr viel Text enthält, dann lohnt es trotzdem. Zumal auch Broder und Biermann immer ihr Geld wert sind *g*.

Egal - HAGALIL hat den Beitrag inzwischen übernommen und es macht mir nichts aus, den Link darauf zur Kenntnis zu bringen -
http://www.klick-nach-rechts.de/gegen-rechts/2003/06/kreisler.htm

Grüße vom CAMPO

Offline Sandra

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Re: Kreisler-Essay
« Antwort #3 am: 30. Juni 2003, 21:36:33 »
Tja, leider ist der Kreisler-Artikel (und ich bin eigentlich nicht so hart) kompletter Unfug. Didaktisch, uninformiert und vor allem: alt. Auf meiner Homepage ist mehr darüber zu lesen. Aber dieses Campo....sonderbare Zeitschrift.... irgendwie ...

Offline Sandra

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Re: Kreisler-Essay
« Antwort #4 am: 30. Juni 2003, 21:37:36 »
Achso - die homepage adresse ist da nicht dabei. http://www.sandrakreisler.com unter "opendiary"  ;)

Martin

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Re: Kreisler-Essay
« Antwort #5 am: 30. Juni 2003, 23:04:31 »
Ich habs mir auch schon öfters gedacht, war mir aber nie sicher, was ich wirklich davon halten soll (teilweise ist schon was Wahres dran). Aber einige seiner (politischen) Essays sind doch ein wenig strange.
« Letzte Änderung: 30. Juni 2003, 23:04:45 von Martin »

Campodecriptana

  • Gast
Re: Kreisler-Essay
« Antwort #6 am: 01. Juli 2003, 09:40:40 »
Liebe Sandra!

Solange der Bronner und der Kreisler den Wert des Magazins schätzen, bin ich sicher, dass der Weg, der richtige ist. Du müsstest deine Kritik schon konkretisieren.

Ansonsten bleibt Georg Kreisler sehr modern, weil er, sensibel für die aktuellen Ereignisse, eine sehr treffende Analyse abgibt! Ich habe dir dazu ja einiges auch gemailt. Belassen wir es an dieser Stelle dabei.

Grüße, viele - Tanja Krienen

Offline Sandra

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Re: Kreisler-Essay
« Antwort #7 am: 01. Juli 2003, 20:01:43 »
Zunächst: Wenn zwei weltanschaulich so unterschiedliche Menschen wie Bronner und Kreisler BEIDE das Magazin "schätzen" - haben sie es nicht gelesen. (Von Bronner weiss ich das im Übrigen persönlich). Dann: Ich BIN im einzelnen darauf eingegangen, auf meiner Homepage.
( http://www.sandrakreisler.com )
Ich will hier nicht den Platz missbrauchen.

Martin: Ich fürchte sehr, dass du recht hast. Ein künstlerisch so grossartiger Mann, aber auch über ihn (ebenso wie über Bronner, nb) geht die Zeit hinweg - was ich NIE von ihm gedacht hätte.
Offensichtlich beginnt er, nur mehr das zu merken, was er von vornherein befürchtet - und geht zu sehr auf wenige extremistische Stimmen ein, ohne den grundsätzlich Tenor der Diskussion zu beachten. So scheint es mir jedenfalls.
Trotzdem: Das entkräftet nicht die guten und wahren Aussagen, davon bin ich überzeugt. Nur: Auch er - und gerade mir fällt es schwer, das einzusehen - ist ein Mensch.

Ganz was anderes: Ich würde an dieser Stelle und im Bezug auf die laufende Diskussion bez. Islam/Amerika gerne ein Buch wärmstens empfehlen: V.S. Naipaul "Islamische Reise" - nach der Lektüre sieht man vieles anders. Vieles genauso - aber eben auch vieles anders. Meiner Meinung nach ein wesentlicher Beitrag zum Thema Islam und Europa.

Campodecriptana

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Re: Kreisler-Essay
« Antwort #8 am: 02. Juli 2003, 08:35:10 »
Liebe Sandra!

Du schreibst: "Zunächst: Wenn zwei weltanschaulich so unterschiedliche Menschen wie Bronner und Kreisler BEIDE das Magazin "schätzen" - haben sie es nicht gelesen. (Von Bronner weiss ich das im Übrigen persönlich)."

Jetzt hänge dich mal nicht zu sehr aus dem Fenster, das wird so langsam hier unangenehm - der Bronner hat beide Ausgaben erhalten, gelesen und positiv bewertet - ich werde einen Teufel tun und aus privaten Mails zitieren. Noch eins: Es hätte auch den allgemeinen Gepflogenheiten entsprochen, wenn du mich gefragt hättest, ob du den Text auf deine Site übernehmen könntest. Ich hätte nichts gegen gehabt, aber mich wundert jetzt schon diese geballte Ladung Aggressivität. Ich habe dir schon mehrere Male empfohlen, manche Dinge nicht so sehr in Öffentlichkeit zu debattieren - ich jedenfalls, arbeite Ereignisse lieber publizistisch und sachlich, denn privat auf.

Gruß, TK
« Letzte Änderung: 02. Juli 2003, 09:58:40 von Campodecriptana »

Offline Dunkelblaue Dille

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Re: Kreisler-Essay
« Antwort #9 am: 02. Juli 2003, 12:57:50 »
> - ich werde einen Teufel tun und aus privaten Mails zitieren.

Eine erstaunliche Aussage von jemandem, der auf seiner Webseite einen privaten Brief nicht nur zitiert, sondern komplett eingescannt der Öffentlichkeit präsentiert!

Ein Hinweis, ob der Absender (in diesem Falle Georg Kreisler) mit der Veröffentlichung seiner privaten Korrespondenz einverstanden ist, fehlt.

Aber selbst wenn vorher um Erlaubnis gebeten worden ist (woran ich zweifle), bleibt die Frage nach dem Sinn einer solchen Zurschaustellung. Oder auch nicht: "Denn der Mensch will immer was beweisen..."

Ihnen, Frau Krienen, beim Beachten der "allgemeinen Gepflogenheiten" weiterhin fröhliches Entgleisen! Uns bleibt nur das Kopfschütteln, aber das immerhin - gezielt.


Auch auf die Gefahr hin, damit auch noch Werbung für die Site zu machen: Der angeprangerte Stilbruch findet sich auf www.tanjakrienen.de unter "Kultur, Philosophie und Reflexionen". Und weil's grade zum Thema passt: In der dortigen "Foto-Galerie" findet sich ein schönes Bild der Campo-Herausgeberin im Khaki-Dress mit Waffe im Anschlag. Ein Narr, wer falsches daraus schließt...
« Letzte Änderung: 02. Juli 2003, 13:11:10 von Dunkelblaue_Dille »

Offline Sandra

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Re: Kreisler-Essay
« Antwort #10 am: 02. Juli 2003, 13:24:14 »
Tja, wie auch schon privat geschreiben, liebe Tania, ich wollte niemanden verärgern - ich habe nur zitiert. Aggressiv war das alles auch nciht gemeint, es täte mir leid, wenn der Eindruck entstanden ist. Es war bestenfalls ein bissel sarkastisch.
Aber ;D. wenn schon denn schon, dann lege ich doch gleich noch ein Schäuferl nach: Ich könnte mir vorstellen, dass in "Briefen an den Herausgeber" etwas anderes drinsteht, als wenn man etwas privat einem Dritten sagt....
anyway, ich finde dieses Thema kriegt hier insgesamt zu viel Beachtung, irgendwie. JedeR hat das Recht auf seine/Ihre  Meinung.
Ich finde es im übrigen gut, wenn Dinge (mit Nennung des Herausgebers) angekündigt und gezeigt  werden - soll jedeR selbst nachlesen und sich denken, was immer er/sie möchte.. liebe Grüsse noch! s

Campodecriptana

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Re: Kreisler-Essay
« Antwort #11 am: 02. Juli 2003, 15:53:48 »
Liebe Sandra! Mit kryptischen Äußerungen kommen wir hier nicht weiter, aber wir sollten das auch im Interesse aller Beteiligten nicht an dieser Stelle ausweiten. Ich habe die mir zugeeignete Äußerung wahrheitsgemäß wiedergegeben und damit ist das Thema für mich erledigt.

Dille - fürchterlich anmaßendes und unqualifiziertes Zeugs. Was es geht einen Anonymus an, ob ich mit der Waffe in der Hand abgebildet bin oder mich sonne - NICHTS!!!

TK

Offline Dunkelblaue Dille

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Re: Kreisler-Essay
« Antwort #12 am: 02. Juli 2003, 18:43:54 »
Sorry, der Meinungsaustausch ufert aus, dennoch:

Sehr geehrte Frau Krienen,

dass eine Homepage der Selbstdarstellung dient, ist bekannt. Dass man über die Person, die sich dabei darstellt - über ihre Erscheinung, ihre Aussagen, ihre Vorstellungen etc. - geteilter Meinung sein kann, ebenfalls. Dass man mit einer "kritischen" Meinung über jemanden meist auf wenig Gegenliebe stößt, ist auch nichts neues.

Aber dass ausgerechnet Ihnen zu meiner sachlichen (wenn auch satirisch gefärbten) Kritik Ihres Forumsbeitrages und Ihrer Webseite nichts besseres einfällt, als diese lauwarme Sprachpampe darüber zu schütten, ist einigermaßen überraschend.

Falls Sie "Anonymus" als Schimpfwort gebrauchen möchten, sollten Sie sich langsam entscheiden, ob Sie (hier) als "Campodecriptana" (Redaktion) oder als Privatperson in Erscheinung treten möchten.

Sonst steht Ihnen womöglich doch noch der große Heisenberg am Bande in's Haus. Und wer weiß, welches Kochrezept dann angezeigt ist. Wobei wir damit - quasi direkt über's Reisebüro - endlich zurück zu GK buchen könnten.

Mit unverblümten Grüßen,

die dunkelblaue Dille

Martin

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Re: Kreisler-Essay
« Antwort #13 am: 02. Juli 2003, 18:51:04 »
Es war hier lange Zeit sehr ruhig im Forum - viel zu ruhig. Das hat sich jetzt geändert - aber wie?!
Ich finde, dass (derartige) Diskussionen (Streitereien) auf andere Art und Weise ausgetragen werden sollten und nicht in Form von gegenseitigen Beschimpfungen in einem Internet-Forum.
« Letzte Änderung: 02. Juli 2003, 18:51:26 von Martin »

Campodecriptana

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Re: Kreisler-Essay
« Antwort #14 am: 02. Juli 2003, 19:55:29 »
Es gibt hier keine Beschimpfungen, sondern lediglich den Versuch eines FDP und Möllemann - Fans hier den (zurecht) Abgestürzten, auf die ihm bewährte Art, mittels Diffamierungen in stümperhafter Weise rächen zu wollen.

Geht das so weiter, werden wir gemeinsam die IP-Nummer des Nicks (der ansonsten unter OMSK postet und dessen sämtliche Angaben auf Fakekalien beruhen) zwecks Unterbindung fortgesetzten Rufmordes feststellen lassen!

Es ist schon auffallend, wie das Kreisler-Publikum seinen Einschätzungen vergangener Jahre nachkommt, in dem es die aktuellen Äußerungen stets mit Skepsis, die traditioneller Elemente seines Werkes jedoch mit Bewunderung, aufnimmt.

TK

Offline Peter Silie

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Re: Kreisler-Essay
« Antwort #15 am: 02. Juli 2003, 22:31:55 »
Was muß ich hier lesen?!
Wehe dem, der sich an der Dille vergreift!  >:(

Liebe Dille, du triffst wie immer den Nagel auf den Kopf. Bitte schreib weiter so.

Dille und Petersilie halten zusammen!
Zur Not holen wir noch den Majoran, und dann sind wir unschlagbar!   :D

mfg
Peter_Silie

Offline Sandra

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Re: Kreisler-Essay
« Antwort #16 am: 03. Juli 2003, 11:53:30 »
Weia  ::)  Ich finde es ja fein, zu diskutieren, aber wenn der Thread schon "Kreisler-Essay" heisst, dann reden wir doch einfach konkret darüber - oder?
Ich stehe allerdings nicht an, mich zu entschuldigen, wenn ich der Auslöser für das alles gewesen sein sollte! Und versuche gleich, das Thema wieder zurückzuführen:
Es würde mich interessieren, wie die hier Anwesenden (vor allem Dille Und Peter Silie) konkret zum Statement: "Anti-amerikanismus führt zu Antisemitismus", das im fraglichen Artikel gemacht wird, stehen. Seht Ihr das auch so? Liebe Grüsse,s

Campodecriptana

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Re: Kreisler-Essay
« Antwort #17 am: 03. Juli 2003, 11:54:05 »
Die Hexe nebenan darf hier nicht bleiben.
So kanns nicht weitergehn.
Es bestimmt nicht leicht sie zu vertreiben,
Und doch, es muss geschehn.

Von jetzt an kehren wir alle ihr den Rücken
Und spucken aus, sobald wir sie erblicken
Und schicken ihr ein anonymes Schreiben
Und schmeißen ein paar Steine durch die Scheiben,
So lang, bis sie versteht,
Wir wollen, daß sie geht.

Doch wenn sie unsere Warnung in den Wind schlägt
Wie finden wir dann Ruh
Dann ohne Schonung
In ihre Wohnung!
Leute, schlagt zu!

Ach ja, da stellt man sich Kreisler-Figurinen ins Regal der anderen Wand - gleich neben dem Notverband - und mobbt, weil sich jemand gegen Antijudaismus und antiamerikanische Ressentiments wehrt. Da "vergisst" man gar, dass "Vorläufig die Amerikaner" NICHTS anderes beinhaltet als eine Variante von "Ich fühl mich nicht zu Hause".

Dafür, wie wenig Lieder den Mob verändern, haben wir hier ein gutes Zeugnis erhalten.

Ohne Gruß

Offline Dunkelblaue Dille

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Re: Kreisler-Essay
« Antwort #18 am: 03. Juli 2003, 16:24:16 »
... sprach der motivierte Märtyrer und stürzte sich zu Demonstrationszwecken in sein eigenes Schwert.


Genug der Beleidigungen und Sprachverhunzungen: Ich möchte höflichst darum bitten, die Vokabel "Mob" umgehend zurückzunehmen (wenn es sein muss, auch grußlos).

Außerdem bitte ich wahrzunehmen, dass ich weder Lügen verbreitet, noch böswillig Dinge unterstellt, noch Geheimnisse preisgegeben - und somit auch keinen Rufmord begangen habe.

Im Falle weiterer Rasenmäher-Rhetorik sehe ich mich gezwungen, mir von einem Orthopäden meines Vertrauens das beginnende Kopfschütteltrauma attestieren und mich damit (zum Schutze meines Rückgrates) von diesem Thread befreien zu lassen.

Herzliche Grüße an alle, die mich nicht faschieren möchten (besonders PeterSilie und Sandra:-)!

Dunkelblaue Dille

P.S.: Ich gebe ungern (aber offen) zu, dass mein erster Beitrag (über die Homepage von Frau Krienen) so gut wie gar nichts mit dem Kreisler-Essay zu tun hat. Aber offensichtlich ist nicht jede Themenverfehlung entbehrlich.
« Letzte Änderung: 03. Juli 2003, 16:29:46 von Dunkelblaue_Dille »

Campodecriptana

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Re: Kreisler-Essay
« Antwort #19 am: 03. Juli 2003, 17:09:52 »
Ihre vor Neid und Hass triefende Nullexistenz kann hier geifern wie sie will, es berührt nicht mal den Rotzfleck auf Ihrem häuslichen FPD-Möllemann-Bild. Dass Sie allerdings in diesem Milieu Widerhall mit offensichtlichen Mobbereien - die ihren Ursprung in psychologischen und politischen Latrinenkammern hat - erhalten, macht die Sache zu einer traurigen Angelegenheit.

Wie gerne würde ich Ihnen, der Sie natürlich schon im Profil mit der Angabe "weiblich" lügen, 40 Schilling geben, befürchte aber, selbst dieser Betrag, wäre ein Zuviel für ein substanzloses Nichts, welches sogar das schopenhauerische flugs in den Schatten zu stellen vermag.


« Letzte Änderung: 04. Juli 2003, 09:10:03 von Campodecriptana »

Martin

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Re: Kreisler-Essay
« Antwort #20 am: 03. Juli 2003, 18:04:08 »
Wo ist der Moderator, der hier seines Amtes waltend dieser Sache ein Ende macht und den Thread schließt (oder die ein oder andere Verwarnung ausspricht, wenn Leute sich Beschimpfungen wie die vorherige anhören müssen). Das war ja nun (ganz egal um was es in diesem Streit geht und wer unter Umständen Recht oder Unrecht haben könnte) wirklich die Höhe!

Offline Sandra

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Re: Kreisler-Essay
« Antwort #21 am: 03. Juli 2003, 18:18:12 »
Martin, Dille und die Anderen: In Wien sagt man in solchen Fällen: "Nicht einmal ignorieren" ....

Aber ich warte noch immer auf Antwort: Würde mich wirklich interessieren, wie die Gedanken des Artikels hier so ankommen!! Alles Liebe,s

Martin

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Re: Kreisler-Essay
« Antwort #22 am: 03. Juli 2003, 19:10:07 »
Es ist schon richtig, dass die Amerika-Kritik in der Zeit vor und während des Irak-Kriegs teilweise ein wenig in einen Amerika-Hass umgeschlagen ist, den die Medien natürlich (wie jeden Trend, den sie irgendwo wittern) aufgenommen und verstärkt haben. Es dauerte dann einige Zeit bis dieses allgemeine Gefühl in der Bevölkerung zumindest dahingehend korrigiert wurde, dass man nicht müde wurde zu betonen, dass der "Feind" nicht Amerika, sondern - wie man es so schön formulierte - die Administration Bush sei. Dennoch wollten sich gewisse Vorurteile gegen die Menschen der Vereinigten Staaten nicht so schnell vertreiben lassen. Die allgemeine öffentliche Meinung und der Glaube vieler entweder gegen den Krieg oder für die Amerikaner sein zu müssen waren die Hauptgründe dafür, dass viele sich die Bequemlichkeit herausnahmen alle Amerikaner als stupid white men und Verbrecher an der Menschlichkeit zu sehen.
Und anstatt dieser Entwicklung kritisch gegenüberzustehen fällt vielen Fernsehleuten nichts besseres ein als sie mit teilweise fragwürdigen Argumenten und Beispielen zu bekräftigen. Es sind auch solche Kleinigkeiten wie die helle Freude zahlreicher Nachmittagsfernsehshows sich über obskure US-amerikanische Gesetze lustig zu machen. Denn anstatt über Todesstrafe, Justizkorruption oder die immer noch bestehende Benachteiligung der farbigen Minderheiten geht es darum, dass es in Idaho ausdrücklich verboten ist auf einer Giraffe sitzend Forellen zu fangen. Diese Themen sind einfach, billig und bringen Quote, die vorigen dagegen sind zu ernst und bringen die Zuseher bestenfalls zum Umschalten. So sehen es die Macher dieser Sendungen und wenn man von ihrem Zielpublikum ausgeht haben sie vielleicht sogar recht. Und das ist schade! Das ist bedenklich!! Und es liegt gerade an den kleineren Sendern diesem Trend entgegenzuwirken und nicht auch in ein quotenbringendes Wir-sagen-was-das-Volk-denkt-und-hören-will-Programm zu verfallen.
Was den Zusammenhang zwischen Antiamerikanismus-Antisemitimus angeht, um den es ja in diesem Artikel ja geht, muss ich anmerken, dass er sicher nicht 1 zu 1 vorhanden ist, wie viele das befürchten. Ich möchte nicht behaupten, dass es nicht viele Leute gibt, die in solchen Zusammenhängen denken (leider), hoffe aber doch, dass es sich dabei um eine langsam verschwindende Minderheit handelt. Vielleicht habe ich mit den Falschen (weil großteils zu jungen Leuten) gesprochen, doch ich habe in letzter Zeit von vielen Leuten antiamerikanische Meinungen gehört, kaum jemand hat das jedoch mit Antisemitismus und den Juden in Amerika verbunden. Und ich hoffe das sich dieses Differenzieren endlich durchsetzt. Denn es sind nicht (nur) die Juden und die (Waffen)Industrie (wie es äußerst polemisch ausgedrückt wurde), die diesen Krieg wollten und damit alles Böse in Amerika verursachen. In den USA spielen viel zu viele Dinge eine Rolle, die letztendlich zu der jetzigen Situation führen und es wäre wichtig zu versuchen sich davon ein klares Bild zu verschaffen anstatt in schwarz-weiß Malereien zu denken und es liegt auch an den Medien dazu beizutragen.
« Letzte Änderung: 03. Juli 2003, 19:17:38 von Martin »

Offline Peter Silie

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Re: Kreisler-Essay
« Antwort #23 am: 04. Juli 2003, 01:08:20 »
Also, bitte:
Ich finde, der Artikel liest sich wunderbar.
GKs Ansichten über die Un-Kulturlandschaft im deutschen Sprachraum decken sich weitgehend mit meinen Beobachtungen.
Die Geschichte mit Antiamerikanismus und Antisemitismus überzeugt mich aber nicht.
Allerdings ist GK viel älter und weiser als ich - also sollte mir das Essay zu denken geben.
Ich glaube man darf auch nicht vergessen, daß der Artikel von einem Amerikaner geschrieben worden ist.
Wäre ich Amerikanischer Staatsbürger, würde ich vielleicht manches auch anders sehen.
Oder wenn ich in Israel lebte, hätte ich von dem Schlamassel mit den Nachbarn sicherlich ein anderes Bild als jenes aus der Zeitung hierzulande.

Von Besserabien kann leider noch nicht die Rede sein.

mfg

Peter_Silie

Offline Sandra

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Re: Kreisler-Essay
« Antwort #24 am: 04. Juli 2003, 01:23:31 »
Also zunächst mal: Danke schön! Das macht doch viel mehr Spass, als Beschimpfungen, oder?

Und dann: ich glaube, dass man ja Medienmeldungen etc auch immer mit den eigenen Augen liest; soll heissen, wenn jemand ein "gebranntes Kind" ist, wird er sicherlich immer genau die Zwischentöne überbewerten, die anderen garnicht auffallen mögen. Bei mir ist es zum Beispiel bei Dir, Martin, folgender Satz: "...nicht "nur" die Juden für den Krieg" - das insinuiert für mich, dass Du glaubst, "Die Juden" wären in ihrer Gesamtheit für den Krieg gewesen? Ich hingegen habe die verschiedensten Wortmeldungen von Juden zu diesem Thema gehört - Und: wenn auch Israel als Staat sich so diskret wie möglich verhalten hat, so wurde doch immer wieder dieses Schweigen als Kriegsbefürwortung aufgefasst - und zwar aus häufig negativen Motiven so aufgefasst.
Dass immer wieder von "Kolonialisierung" die Rede ist, wenn es um den Nahen Osten geht, ist auch m.E. eine potenzielle Gefahr. Ich meine ja, dass hierzulande viel zu wenige Fakten (und meist eher tendenziös) über die gesamte Situation dort bekannt sind. Und ich muss leider auch feststellen, dass ziemlich viele Kriegsgegner in ihrem pazifistischen Eifer weit über's Ziel geschossen sind.
a.) es wurde und wird immer noch (für meinen Geschmack) zu wenig betont, dass Saddam ein irres Arschloch war, gelinde gesagt
b.)  beim Eintreten für die Rechte der Palästinenser werden sehr oft antisemitische Dinge laut. Auch anti-israelische, im Sinne von: Das Land darf es nciht geben. Das ist bedenklich.
Grundsätzlich muss ich aber sagen, dass ich schon eher Deiner Meinung bin, Martin. Bei der jüngeren Generation sehe ich eine gewisse Skeptik, was die Medientendenzen betrifft, ich glaube & hoffe, die haben die Manipulationsversuche schon klarer erfasst.
Und zur Kultur komme ich noch  :)

Die gesamte Diskussion  Krieg/Amerika/ - und auch Judentum wurde für meinen Geschmack viel zu wenig differenziert geführt.
Trotzdem habe ich den Eindruck, dass Deutschland sich hier eigentlich ziemlich gut gehalten hat. Man merkt auch an der gegenwärtigen Friedmann-Geschichte, dass man grundsätzlich bemüht ist, keinen Antisemitismus aufkommen zu lassen - gelingt nicht immer, aber man ist bemüht. (Ich glaube übrigens auch, dass das Anti-Franzosentum der Amerikaner ein bissel den Sinn für Bledheiten beim "Nationen-Ärger" geschärft haben könnte)

Aber ich denke eben, Kreisler (und viele andere Emigranten mit denen ich geredet habe) sieht natürlich alles mit eben SEINEN Augen, und die Angst sitzt tief. Ich finde allerdings dass es schade ist, dass er nicht konkret hinweist auf bedenkliche Dinge, sondern global verteufelt und damit, so meine ich, so weit über's ziel schiesst, dass man garnichts mehr ernst nimmt.
Das mit "Das Böse" - das ist schon ein starkes Stück...

Und zur Kultur: Vielleicht lebe ich in Wien im Paradies. Den Verdacht hatte ich schon, denn ich merke, was in Wien halbwegs gut ankommt, wird in Deutschland hymnisch gefeiert, was in Deutschland ein Hit ist, stürzt hier beinhart ab - für mich ein Zeichen für drastische Qualitätsunterschiede.
Zumindest hierzulande - wo es auch Starmania und Big Brother und so scheiss gibt - gibt es dennoch Festivals, Ausstellungen, Vorstellungen und und und, die Tiefe, Grösse und Qualität aufzubieten haben, und zwar satt, man weiss garnicht, was sich zuerst anschauen - WENN man sich interessiert und informiert, auch abseits vom TV. Obwohl, die "Dritten", 3Sat & Arte bringen auch ganz tolle Dinge immer wieder.
Ich denke halt, gerade ein Vordenker wie Kreisler sollte sich nciht  einfach mit schön geputzten Worten "in's Hemd scheissen" wie man in Wien sagt = nur beklagen und sich fürchten. Ich hätte lieber als nur Negatives auch positive Aufrufe zu ganz konkreten Dingen gelesen.... (Und die Form hat mich auch entsetzt, ehrlich gesagt, so Kraut und Rüben grundlos zusammengehängt) oder, wenn schon Negatives, dann zumindest nicht so Angst-und Wut geifernd, sondern klar, sachlich und zur Änderung anregend. Naja, inzwischen denke ich mir: Ich erwarte einfach zu viel, weil er halt schriftstellerisch für mich doch auf einem Podersterl steht....

 

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Kreisler im Ruhestand?

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von Dunkelblaue Dille
Nix los bei Kreisler?!?

Begonnen von freek

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von Peter Silie
Kontaktadresse Georg Kreisler

Begonnen von cantor

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Letzter Beitrag 23. Juli 2003, 21:27:56
von Lanie