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Georg Kreisler Forum Georg Kreisler (2010)
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Das Georg Kreisler Forum ist dem Werk des Satirikers, Dichters und Komponisten Georg Kreisler gewidmet. Das Georg Kreisler Forum ist ein Fanprojekt, Sie sind also herzlich eingeladen, Informationen zu Georg Kreisler beizusteuern und an den vielfältigen Diskussionen - auch weit über Georg Kreislers Werk hinaus - teilzunehmen.

"Wenn sich wer öffnet, mach' ich doch nicht zu. Noch einmal frag ich: Was sagst Du?" (Georg Kreisler, "Was sagst Du?")



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Zusammenfassung

Autor: Alexander
« am: 11. Juni 2010, 15:05:18 »

Eva Menasse ehrt Georg Kreisler - Serie: Hölderlin-Preisträger 2010 ist Georg Kreisler, endlich! (Teil 2/3)

http://www.weltexpress.info/cms/index.php?id=6&tx_ttnews[tt_news]=26544&tx_ttnews[backPid]=385&cHash=ad20c76dda
Autor: Heiko
« am: 10. Juni 2010, 00:23:00 »

Uups! Man findet sogar einen Klaue-Text auf Kreislers Seite:

 http://www.georgkreisler.de/gk_02c_e01.html

... hier aber ohne allgemeines Liedermacherbashing.
Nur Degenhardt attestiert er
Quote (selected)
einen pubertären Draufgängergestus
Autor: Burkhard Ihme
« am: 09. Juni 2010, 17:30:27 »

Weder gab es in seiner amerikanischen Zeit den Begriff Singer/Songwriter, noch in den 50er Jahren den Liedermacher (der Begriff taucht erst Mitte der 60er Jahre in den Feuilletons auf). Kreisler stand sicher in der Tradition einiger österreichischen, amerikanischen und deutschen Liedautoren, ohne sich bewußt in Opposition zu ihnen zu begreifen. Wenn er ein Gegenentwurf gewesen wäre, dann doch zu Schlagern und nicht zu literarischen Texten.
Ich hab mal versucht rauszukriegen, welche Jahrgang Klaue ist. Scheint mir aber eher ein Nachgeborener zu sein, der die Liedermacher-Ära nur aus der Rückschau kennt. So wie wir Klopstock nur als minderwertigen Vorläufer der Weimarer Klassik wahrnehmen.
Autor: Heiko
« am: 09. Juni 2010, 16:32:12 »

Klaue will irgendwie belegen, dass der Preis zum falschen Zeitpunkt kommt. So weit, so klar! Dann rutscht ihm folgender Satz in die Tastatur:

Quote (selected)
Im Gegenteil lässt sich Kreislers Schaffen, auch wenn ihm selbst dies nicht bewusst sein mag, als Gegenentwurf zum Unwesen deutscher Liedermacherei verstehen.
Hier zentriert und offenbart sich zweierlei. Zum Einen seine Abneigung gegen Liedermacherei, gegen die er sich nun ausgiebig auszulassen selbst eingeladen fühlt. (Als promovierter Germanist sollte ihm dabei eigentlich die Unsitte der Vorsilbe Un- geläufig sein. Am fürchterlichsten empfinde ich die gängige Rede vom Unmenschen.)
Zum Zweiten zeigt er sein Fehlverständnis Kreislers. Denn dieser dürfte sich selber nicht als Gegenentwurf, sondern stets als Eigenentwurf verstanden haben, sich also in Unabhängigkeit vom Liedermacherwesen, anstatt in einer Antiposition gesehen haben. Dass Kreisler sogar noch mangelndes Bewusstsein über seine eigene Positionierung in dieser Frage untergeschoben wird, quittiere ich schlicht mit einem Unkommentar.
Autor: Bastian
« am: 08. Juni 2010, 21:22:42 »

Zur Hervorhebung: Ich hatte (fälschlich) die "durchaus zutreffenden Details" auch auf Klaues Aussagen zu Kreisler ausgeweitet. Ein Missverständnis, aber vielleicht ein recht brauchbares Missverständnis. Aus meiner Sicht schreibt Klaue nämlich auch einige Dinge über Kreisler (wie z.B. die monierte "platte Gesellschaftskritik" seiner späteren Jahre), die durchaus interessant und debattierbar wären.

Tut er aber nicht. Obwohl Kreisler auf den ersten Blick das Thema des Artikels zu sein scheint. Er packt alle möglichen Details über Liedermacher, Dichter, Chansonniers und auch Kreisler zusammen in einen Artikel und wird doch keinem im Detail gerecht. Was ist das Kernthema des Artikels? Ich verstehe nicht, was die Buchbesprechung und die Verleihung eines Literaturpreises an Kreisler mit "den Liedermachern" zu tun haben.

Möglicherweise stehe ich aber auch nur auf dem Schlauch (ist in den letzten Tagen keine Seltenheit) und erkenne die Zusammenhänge nur nicht.
Autor: Burkhard Ihme
« am: 08. Juni 2010, 18:21:53 »

Ich weiß jetzt zwar nicht, was die Hervorhebung sagen soll, wollte aber nur mal anmerken, daß die Tatsache, daß viele Liedermacher der 60er Jahre tatsächlich bei der bündischen Jugend waren, nichts über deren musikalischen Vorbilder und politischen Standpunkte aussagt. Genauso wenig wie etwa bei Hendrik M. Broder (war vermutlich kein katholischer Pfadfinder, aber von Anfang an auf der bündischen Waldeck dabei).
Autor: Bastian
« am: 08. Juni 2010, 17:12:39 »

Quote (selected)
Das bastelt sich Magnus Klaue aus einigen durchaus zutreffenden Details ein schreckliches schiefes Bild DER Liedermacher, um sie Kreisler und Kreisler ihnen um die Ohren zu schlagen.

Nach ein paar Mal lesen, verstehe ich die Juxtaposition "Kreisler" vs. "Liedermacher" nun überhaupt nicht mehr. Geht es doch anfangs um einen Gedichtband und den Hölderlinpreis, was eine wunderbare Einladung wäre sich mit dem Dichter Kreisler eingehender zu beschäftigen. Eine vertane Chance, wenn nebenbei unbedingt noch ein anderes Fass aufmachen muss. Als schriebe Kreisler bessere Gedichte, wenn Biermann ein Klavier gehabt hätte...

Ich hätte nicht einmal etwas gegen zwei getrennte Verrisse (Liedermacher, Kreisler), aber hier werden Zusammenhänge konstruiert, die sowohl das eine als auch das andere unmöglich machen. Schade drum, gerade wegen der durchaus interessanten Gedanken.

Mal schauen, vielleicht geht es demnächst um Bänkelsänger vs Bushido...
Autor: Burkhard Ihme
« am: 06. Juni 2010, 23:27:03 »

Das bastelt sich Magnus Klaue aus einigen durchaus zutreffenden Details ein schreckliches schiefes Bild DER Liedermacher, um sie Kreisler und Kreisler ihnen um die Ohren zu schlagen. Was soll der Unfug?
Kreisler hat sich selber (zumindest kurzzeitig) als Liedermacher bezeichnet. Und wenn er keiner ist, ist das auch egal. Dadurch sind Liedermacher und Georg Kreisler weder besser noch schlechter. Und offenbar vermutet Klaue Liedermacher ständig um ein Lagerfeuer sitzend, wo Klaviere etwas unhandlich sind. Zwar ist Klavierspielen etwas zu kompliziert, um den eher autodidaktischen Liedermachern als Begleitinstrument zu dienen, es gibt aber natürlich zahlreiche Vertreter, die das Instrument trotzdem beherrschen (und zumeist Kreisler durchaus zu schätzen wissen).
Autor: Heiko
« am: 06. Juni 2010, 23:00:27 »

Autor: Alexander
« am: 04. Juni 2010, 16:59:06 »

Hier findet sich ein Gespräch mit Georg Kreisler vor der Verleihung:

http://www.morgenweb.de/nachrichten/kultur/20100604_mmm0000000068323.html

Und hier ein anderes (zum Lesen und mit Audio):

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1196386/
Autor: Heiko
« am: 24. Mai 2010, 23:51:23 »

Quote (selected)
Mir gefallen die Gedichte, und ich finde sie gut.

ja, ich auch.
das schlechteste an dem Buch ist noch der profillose Titel. Der Untertitel Unbeabsichtigte Gedichte hingegen kreislert schon etwas mehr.

Die Gedichte sind für mich wie seine Lieder: nicht alle überzeugen, aber es befinden sich Perlen darunter. und sie wachsen beim Lesen.

Mich begeistert das einfach Gestrickte:

Quote (selected)
Tatsachen (6. Str.)
Für dich
bin ich ein Mensch,
für mich
bin ich ein Ich.
Und unterm Strich?
Man könnte fast glauben, er habe Stirner gelesen.
Autor: Peter Silie
« am: 25. April 2010, 15:15:09 »


Quote (selected)
 
Wir sind da, um zu schuften und notfalls zu dienen
den Bossen, den Herrschern, dem Geld, den Maschinen,
der Werbung, dem Markt, dem Gesetz, den Betrieben.
Wir sind doch nicht da, um ein Blümchen zu lieben.

Wir sind da, um zu managen, organisieren,
ein Amt zu bekleiden, ein Schräubchen zu schmieren,
dabei auch bisweilen vor Schmerzen zu schrein.
Wir sind doch nicht da, um glücklich zu sein.

Wir sind da, um zu lügen, ermattet zu schlafen
und alle, die anders sind, hart zu bestrafen.
Die Schäfchen im Trocknen, die Frau mit den Kindern -
wir sind doch nicht da, um Krieg zu verhindern.

Die Demokratie und das Vaterland loben,
dazu sind wir da, und nicht nur die da oben.
Ach, öffnet das Tor! Laßt uns alle hinein!
Wir sind doch nicht da, um kritisch zu sein.

Georg Kreisler
Zufällig in San Francisco, Verbrecher Verlag Berlin 2010

[/color]
Autor: Peter Silie
« am: 25. April 2010, 15:05:54 »

Mir gefallen die Gedichte, und ich finde sie gut.
Autor: Maexl
« am: 20. April 2010, 23:51:49 »

Quote (selected)
Außerdem darf man dort lesen staunen, dass er neben seinem gerade erschienen Gedichtband noch ZWEI weitere Bücher dieses Jahr herausbringen lasssen möchte.
Feine Sache das!

hmm, so liest sich auch sein gedichtband - oder was meint ihr so dazu?

Autor: Heiko
« am: 20. April 2010, 01:05:09 »

Herr K. aus S. schreibt auf seiner Hompage:
Quote (selected)
Aber besonders freut es mich, ja, ich fühle mich hochgeehrt, weil ich im Juni in Bad Homburg den Hölderlin-Preis bekommen werde. Friedrich Hölderlin (1770-1843) ist ein unbedingtes Vorbild für jeden der Gedichte schreiben will, seine Gedichte, seine Träume, wahnsinnig schön, unerreicht! Und gerade habe ich fünfzig Gedichte geschrieben (siehe oben) und bekomme den Preis.
Das ist kein Zufall, das ist Absicht - aber von wem?

Außerdem darf man dort lesen staunen, dass er neben seinem gerade erschienen Gedichtband noch ZWEI weitere Bücher dieses Jahr herausbringen lasssen möchte.
Feine Sache das!
Autor: Alexander
« am: 06. April 2010, 15:53:57 »

http://salzburg.orf.at/stories/434096/

(Link zum Thema Hölderlin-Preis.)
Autor: Bastian
« am: 25. März 2010, 00:04:54 »

Quote (selected)
Habe Alexander schon geschrieben.
Sehr gut. Dann hat er was zu basteln ^^

Sollte eh schon längst in der Koje sein. Langer Tag morgen.
Gute Nacht.
Autor: Heiko
« am: 24. März 2010, 23:58:58 »

Ich auch - seitdem ich gepostet habe. ::)
Habe Alexander schon geschrieben.

Kaputtdiskutiert? ich hoffe nicht!
 :)
Autor: Bastian
« am: 24. März 2010, 23:52:35 »

Schon eine seltsame Begründung. Auch dass er zu wenig Preise erhalten hätte ist bestimmt richtig, aber ein seltsamer Grund für eine Verleihung. Klingt so, als ob sie gar nicht wüssten wofür ihr eigener Preis steht...

Nebenbei: haben wir den anderen Thread kaputtdiskutiert? Oder ist das Forum endlich voll? :)
Ich bekomme dort und in der "10 letzte Beiträge" Sektion ne Fehlermeldung. Ihr auch?
Autor: Heiko
« am: 24. März 2010, 23:24:59 »

Quote (selected)
Es habe die Jury gereizt, einen Texter und Komponisten auszuzeichnen, der das Publikum mit seinen Chansons seit langem unterhalte und belehre, sagte Hieber. Er erinnerte an Bertolt Brecht, der in der deutschen Lyrik eine „pontifikale“ von einer „profanen“ Traditionslinie unterschieden habe, für die ihm Hölderlin und Heinrich Heine Modell gestanden hätten. Mit der Auszeichnung Kreislers mache die Jury einen Vorschlag zur Versöhnung des Hohepriesterlichen mit dem Profanen: „Wir machen diese Trennung nicht mit.“ Angesichts seiner Bedeutung habe Kreisler bislang zu wenig Preise erhalten. „Wir finden, es ist jetzt wirklich dafür Zeit.“

Kreisler als Versöhnung von "pontifikaler" und "profaner" Traditionslinie?

Nun denn, warten wir auf seinen Kommentar.
Autor: Burkhard Ihme
« am: 23. März 2010, 22:53:25 »

Das wenige, das ich von Hölderlin kenne, krieg ich zwar nicht mit Kreisler zusammen, aber da der Preis mit 20.000 Euro dotiert ist, wird auch Kreisler nicht zögern, ihn anzunehmen.

In den Hallen des Hohepriesters

Edit: "d" in Überschrift ergänzt, Bastian