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Werbung (Read 1577 times)
Heiko

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Posts: 167
Hamburg
Re: Werbung
Reply #20 - 02.11.2009 at 15:31:07
 
@Anke   Smiley
Danke, aber ein Wort musste ich austauschen (und die Grammatik entsprechend anpassen), weil mir da der Tastaturteufel doch was allzu unfreundliches geflüstert hat.

@urmel      
Falls ich dir auf die Füße getreten bin, bitte ich um Verzeihung!

Quote:
Media-Markt und Saturn gehören zu den erfolgreichsten Ketten dieser Branche.

Das bedeutet ganz aktuell Mario Barth suggestiert für MediaMarkt: „DAS ist mein Laden!“ Die Aufdringlichkeit der Spots überrascht dabei schon nicht gar nicht mehr.
Für Saturn wirbt neuerdings Alice Cooper, der in „Coopers Bar“ Aliens bedient und stets schließt mit: „Alles eine Frage der Technik.“ Erinnert mich ein wenig an Das Restaurant am Ende des Universums von D. Adams.

Anke wrote on 31.10.2009 at 22:46:37:
Dabei ist mir noch nicht einmal irgendein Prominenter dabei aufgefallen. Das sind doch alles so ganz einfache Typen "aus dem Volke" - sind das etwa getarnte Promis?  Shocked

Ich glaube nicht. Mehr als die beiden genannten fallen mir nämlich auch nicht ein.
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Der ist ein echter Schweinehund,
dem jeder Sinn für Heine schwund!
 
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urmel
Ex Member


Re: Werbung
Reply #21 - 04.11.2009 at 13:12:04
 
@Heiko
Wer nicht meiner Ansicht ist, der tritt nicht auf meine Füße. Ist für mich ein normaler Vorgang eines Dialoges. Außerdem hast Du bei mir
einen Sympathiebonus. Da kann so schnell nichts passieren.

Noch mal kurz zur Werbung. "Wirb oder stirb", dieses Motto musste ich mir als Marketingmann stets auf die Fahne schreiben. Und zum Media-Markt noch: Bin gerade in Dresden. Morgen ist eine Neu/Wiedereröffnung eines Mediamarktes. An vielen Straßenrändern hängen riesige Plakate mit einer überdimensionalen Mario Barth Abbildung. Diesem Comedy-Menschen, der mir zuwider ist, liegen  Menschenmengen zu Füßen. Das Olympia-Stadion in Berlin war bei seiner Veranstaltung mit ca. 70 000 Besuchern ausverkauft. Die nächste Show in diesem Stadion steht fest. Ein Mediaunternehmen kann sich kein besseres Zugpferd wünschen.

So weit, so "gut"! Bin wenig im Internet, da auf Kreisler-Tour. Im Dresden im Theaterhaus "Rudi" spielte das Rocktheater Dresden Kreisler´s Musical "Der Klezmer". . Der Theaterkahn Dresden bringt einen Kreisler Abend "Tauben vergiften".  Danach geht es via Berlin nach Rostock zur Opernpremiere.

Beste Grüße und einen schönen Tag!
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Anke

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Posts: 271
Re: Werbung
Reply #22 - 04.11.2009 at 21:34:02
 
Quote:
An vielen Straßenrändern hängen riesige Plakate mit einer überdimensionalen Mario Barth Abbildung. Diesem Comedy-Menschen, der mir zuwider ist, liegen  Menschenmengen zu Füßen. Das Olympia-Stadion in Berlin war bei seiner Veranstaltung mit ca. 70 000 Besuchern ausverkauft. Die nächste Show in diesem Stadion steht fest. Ein Mediaunternehmen kann sich kein besseres Zugpferd wünschen.

Natürlich. Aus Marketing-/Werbesicht ist er das ideale Zugpferd, der Menschenmassen in die Läden ziehen kann.

Mir geht es mit Mario Barth genauso wie dir, Bastian. "Zuwider" trifft es genau.  Shocked
Es ist mir ein absolutes Rätsel, wie man von ihm fasziniert sein kann. Aber daran merkt man mal wieder, dass die Masse einen miserablen Geschmack hat. Ich werde es niemals verstehen. Genauso wie ich niemals verstehen werde, wie man Hitler faszinierend finden konnte. Das hat für mich nichts mit "der Zeit damals" zu tun o.ä. Ich finde ihn einfach grässlich, abstoßend, lächerlich, und ich bin sicher, dass ich das "damals" genauso empfunden hätte. So wie es ja einige tatsächlich schon damals empfunden haben. Leider viel zu wenige.  Undecided Ich will damit nicht etwa Mario Barth mit Hitler gleichsetzen, den ich für einen an sich harmlos-netten Kerl halte, um dem Vorwurf mal gleich zuvorzukommen. Aber der Massengeschmack ist m.E. vergleichbar.  Undecided

Ich habe in letzter Zeit aber einmal einen Media-Markt für jemand anderen aufsuchen müssen und habe mich bei dieser Gelegenheit mal nach bestimmten Geräten erkundigt. Ich muss sagen, die Berater waren weit netter und kompetenter als die Werbung es vermuten ließe. Ich finde es eigentlich schade für die Angestellten, dass sie sich so proletenhaft vermarkten lassen müssen, damit die Prol.... äh, die Kunden, wirklich kaufen kommen.  :skeptisch Aber vermutlich nehmen die meisten es gar nicht so genau oder nicht wahr. Oder was meint ihr?
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« Last Edit: 04.11.2009 at 21:36:29 by Anke »  
 
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Bastian
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Düsseldorf
Re: Werbung
Reply #23 - 05.11.2009 at 02:08:16
 
Anke wrote on 04.11.2009 at 21:34:02:
Quote:
An vielen Straßenrändern hängen riesige Plakate mit einer überdimensionalen Mario Barth Abbildung. Diesem Comedy-Menschen, der mir zuwider ist, liegen  Menschenmengen zu Füßen.

Anke wrote on 04.11.2009 at 21:34:02:
Mir geht es mit Mario Barth genauso wie dir, Bastian. "Zuwider" trifft es genau.

Das Zitat stammt von Urmel.
Aber nachträglich unterschreibe ich es gerne.

Werbung hat ihre eigenen Regeln: Hersteller von Okularen spezialisieren sich auf Hobby- Astronomen, Major Labels auf den kleinsten gemeinsamen Nenner der Zuhörer, und Elektronik- Discounter auf den Otto- Normal- Subwoofer.

Jeder hat die Absicht, den größtmöglichen Absatzmarkt unter Einhaltung der fachspezifischen Kriterien zu erreichen. Wenn aber die Qualität des Produkts den Standard nicht erfüllt (z.B. weil man billig herstellen und billig verkaufen möchte), kommt die Werbefigur als Argumentum ad Auctoritatem ins Spiel. Da zählen dann die Köpfe, die in der zu erreichenden Käuferschicht als glaubwürdig, nachahmenswert oder schlicht bekannt gelten. Die Investition in eine Kühlerfigur ist Peanuts gegenüber der Investition in Produktqualität.

Der Hersteller optischer Geräte wird behaupten, Kepler wäre bestimmt ein Abnehmer seiner Okulare gewesen, das Major Label krallt sich den Bohlen und der Discounter wählt als Werbefigur denjenigen, der aktuell am meisten in F., F. und F. rotiert, z.B. den Barth. Mit den 200.000 Ocken (wenn's hoch kommt) 'optimiert' man keine Produktlinie.

In meinen Augen ist diese Personen/Autoritätenwerbung kein Hinweis auf mangelnde Qualität der Werbefigur; eher im Gegenteil. Wohl aber ein sanfter Hinweis auf die minderwertige Qualität des beworbenen Produkts.
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« Last Edit: 05.11.2009 at 02:10:15 by Bastian »  
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Heiko

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Hamburg
Re: Werbung
Reply #24 - 16.11.2009 at 02:42:53
 

Vor etwa 3 Jahren habe ich mal Jochen Busse getroffen. Und weil  er durchaus erkannt werden wollte, kamen wir ins Plaudern. Ich würde das natürlich nicht schreiben, wenn wir nicht genau auf das Thema von glaubhafter Werbung gekommen wären.
Dabei zeigte er erfreulicherweise eine kritische Distanz zu diesem Geschäft und betonte, dass er schon so einige Angebote ausgeschlagen habe, weil er sich mit dem Produkt nicht identifizieren konnte, wie beispielsweise sein Freund Mike Krüger mit seinem Baumarkt.
Ich habe ihm am Ende des Gesprächs Kopfschmerztabletten vorgeschlagen (nicht angeboten), weil er so herrlich gequält gucken kann.
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Der ist ein echter Schweinehund,
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