Anke wrote on 04.11.2009 at 21:34:02:Quote: An vielen Straßenrändern hängen riesige Plakate mit einer überdimensionalen Mario Barth Abbildung. Diesem Comedy-Menschen, der mir zuwider ist, liegen Menschenmengen zu Füßen.
Anke wrote on 04.11.2009 at 21:34:02:Mir geht es mit Mario Barth genauso wie dir, Bastian. "Zuwider" trifft es genau.
Das Zitat stammt von Urmel.
Aber nachträglich unterschreibe ich es gerne.
Werbung hat ihre eigenen Regeln: Hersteller von Okularen spezialisieren sich auf Hobby- Astronomen, Major Labels auf den kleinsten gemeinsamen Nenner der Zuhörer, und Elektronik- Discounter auf den Otto- Normal- Subwoofer.
Jeder hat die Absicht, den größtmöglichen Absatzmarkt unter Einhaltung der fachspezifischen Kriterien zu erreichen. Wenn aber die Qualität des Produkts den Standard
nicht erfüllt (z.B. weil man billig herstellen und billig verkaufen möchte), kommt die Werbefigur als
Argumentum ad Auctoritatem ins Spiel. Da zählen dann
die Köpfe, die in der zu erreichenden Käuferschicht als glaubwürdig, nachahmenswert oder schlicht bekannt gelten. Die Investition in eine Kühlerfigur ist Peanuts gegenüber der Investition in Produktqualität.
Der Hersteller optischer Geräte wird behaupten, Kepler wäre bestimmt ein Abnehmer seiner Okulare gewesen, das Major Label krallt sich den Bohlen und der Discounter wählt als Werbefigur denjenigen, der aktuell am meisten in F., F. und F. rotiert, z.B. den Barth. Mit den 200.000 Ocken (wenn's hoch kommt) 'optimiert' man keine Produktlinie.
In meinen Augen ist diese Personen/Autoritätenwerbung kein Hinweis auf mangelnde Qualität der Werbefigur; eher im Gegenteil. Wohl aber ein sanfter Hinweis auf die minderwertige Qualität des beworbenen Produkts.